KWS bei austral. Fregatten
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Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 104933 | Verfasst am: 13.09.2006 - 21:17    Titel: KWS bei austral. Fregatten Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,

Australien rüstet seine - manchmal belächelten - Fregatten der Adelaide-Klasse (amerik. FFG-7 Perry-Klasse, die mit der Kanone in der Mitte des Schiffes) auf.
Nachdem die Amerikaner bei ihren verbleibenden Einheiten den SM-1-Starter (teilweise?) ausgebaut haben, bekommen die australischen Schiffe die Fähigkeit SM-2 zu starten, natürlich bleibt der Starter noch Harpoon-fähig.
Der Mk.13-Starter ist übrigens der gleiche, wie auch bei der Lütjens-Klasse eingebaut war.
Weiterhin werden acht VLS Schächte mit ESSM eingebaut. Die Sonar- und Radaraustattung soll ebenfalls verbessert werden. Von den sechs Schiffen werden die zwei ältesten stillgelegt, die restlichen vier aufgerüstet.
In meinen Augen bekommt man dann doch ein ganz brauchbares Schiff, oder nicht ? Vor allem wenn man noch das Phalanx-CIWS auf dem Hangar durch zwei RAM-Starter (wie bei den deutschen F 122ern) ersetzen würde.

http://www.defence.gov.au/dmo/msd/sea1390/sea1390.cfm


Gruß, Andreas

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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 104959 | Verfasst am: 14.09.2006 - 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hm , in meinen Augen bei den ollen OHPs ziemliche Geldverschwendung ...

Sie wurden in den 70ern massenhaft als billige Geleitschiffe gebaut , waren schon damals eher mediokre Kampfschiffe . Da nochmal zig Mio reinstecken ? Ne , da hätt ich lieber ein wenig gespart und moderneres Material mit ein wenig mehr Zukunftskapazität gekauft . So gibt das zwar ein leidliche Verbesserung der Kampffähigkeiten , aber aus einem "Golf" macht man so auch keinen "Mercedes" Zwinkern

Meine Meinung

Jan-Hendrik
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Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 105049 | Verfasst am: 15.09.2006 - 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Eine F 124er wird auch nach der Umrüstung nicht draus werden.
Aber in meinen Augen bekommt man doch ein ganz nützliches Schiff. Immerhin werden modernste Systeme Systeme einsetzbar (ESSM und SM-2). Ihre Zukunftskapazität ist mit der Umrüstung wohl erreicht, aber für 15-20 Jahre Dienst wird das wohl noch reichen.
Die Schiffe sind einigermaßen erschwinglich und erprobt, weil oftmals gebaut (71 Stück !).
Was man an den Schiffen sooo schlecht finden mag, kann ich nicht nachvollziehen.
Gut, Schönheiten sind die nicht, und eine Kanone in der Mitte eines Schiffes hatte man wohl das letzte mal im 1.WK. Naja, nicht ganz.
Denke aber, für den Zweck, für den sie ursprünglich entwickelt wurden, hätten sie in den 70ern und 80ern getaugt. Daß sie jetzt in der ursprünglichen Version nicht mehr ganz auf der Höhe der Technik sind, ist klar. Deswegen eben die Aufrüstung.
Unser östlicher Nachbar hat zwei ausgemusterte Einheiten der ältesten Variante mit kurzem Rumpf aus Amerika gekauft und will damit wohl die Ostsee unsicher machen. Pipelinebauer, vorsicht ! Lachen

Jedenfalls haben sich die Perrys als recht robust erwiesen und können anscheinend einiges an Beschädigungen wegstecken. 1987 wurde eine amerikanische Einheit von zwei Exocets getroffen (eine soll nicht explodiert sein), das Schiff konnte noch aus eigener Kraft einen Hafen erreichen. Es wurde repariert und konnte den Dienst wieder aufnehmen.
Die HMS Sheffield (immerhin war die größer,deswegen vermeintlich standhafter als eine Perry) wurde im Falklandkrieg von nur einer Exocet getroffen (die nichtmal explodierte !) und ist untergegangen.
1988 ist eine amerik. Perry ebenfalls im Persischen Golf auf eine Mine gelaufen und konnte ebenfalls repariert werden.

Ein Mercedes wird das nach der Umrüstung für die Australier freilich nicht mehr, aber ein Golf II nach einem gescheiten Kundendienst ist doch auch nicht schlecht. Den Mercedes haben die Australier mittles deutscher MEKO-Technologie ja schon in achtmaliger Ausführung in der Garage stehen.

Gruß, Andreas

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