Deutschlands Gebietsgewinne nach gewonnen Krieg
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marco
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BeitragBeitrags-Nr.: 106148 | Verfasst am: 30.09.2006 - 12:05    Titel: Deutschlands Gebietsgewinne nach gewonnen Krieg Antworten mit Zitat

Hallo Leute
Welche Gebiete wären an das Deutsche Reich intregriert worden, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte?. Das einzigste was ich sagen kann, ist das man bestimmt Belfort genommen hätte, auf das man im 3. Einigungskrieg verzichtete. Zu dieser Frage kann man ja nur Vermutungen stellen oder gab es schon speziefische Pläne?
Winken


Zuletzt bearbeitet von marco am 02.10.2006 - 16:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Panzerwerfer 42
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BeitragBeitrags-Nr.: 106186 | Verfasst am: 01.10.2006 - 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Die Pläne nach dem Endsieg sahen z.B. die "Germanisierung" Osteuropas bis zum Ural hin vor.
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Tom Heyer
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BeitragBeitrags-Nr.: 106189 | Verfasst am: 01.10.2006 - 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Pläne nach dem Endsieg sahen z.B. die "Germanisierung" Osteuropas bis zum Ural hin vor.

Du versiehst dich, das wäre ein Teil des Planes nach dem gewonnen 2. Weltkrieg gewesen aber hier geht es um den 1.Weltkrieg

Nach einem gewonnen 1. Weltkrieg war es nicht klar definiert was gemacht wird, es war nämlich so das der Plan sich immer wieder änderte und die Pläne zwischenzeitlich so Realitätsfern waren das man nur mit dem Kopf schüttel kann.
Ich glaube gelesen zu haben das, die Niederlande und Belgien direkt an das deutsche Reich angegliedert werden sollten, darüber hinaus sollte Frankreich und im Osten neu gegründete Staaten wie Polen, Ukraine... als pufferzone für das Deutsche Reich bilden.
Ich kann mich auch irren.

Gruß
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marco
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BeitragBeitrags-Nr.: 106213 | Verfasst am: 01.10.2006 - 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Tom
Osten:
Also Deutschland bekam ja im Friedensvertrag von Brest-Litowsk Polen, den Baltikum, die Ukraine und Finland zugesprochen. Soweit ich weiß sollten Finnland und die Ukraine Satellitenstaaten des Deutschen Reiches werden und der rest direkt anektiert werden (vllt. wären die Statellitenstaaten auch noch in Reich eingegliedert worden).

Im Westen stellt sich eher die große Frage. So aus dem Stand könnte ich nur "Belfort" sagen, da man ja schon 1871 diese Stadt ins Reich intregrieren wollte und man sich später ärgerte es nicht getan zu haben. Vllt hätte man Burgund und die Champagne genommen, da diese zur Zeit der Staufen Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation war.

Zu Belgien und den Niederlanden:
Belgien kann ich ja nachvollziehen, aber die Niederlanden befanden sich ja nicht im Krieg mit Deutschland, sonder sympathisierten eher mit dem Reich.

Kolonien und Großbritannien:
In einem Schulbuch laß ich einmal, man wollte alle Britischen Kolonien nehmen, aber diese Bücher schreiben sowieso öfters Stuss und ich traue ihnen nicht. Das einzigste was ich hierzu sagen kann: von Spee wollte auf den Falkland-Inseln landen (wollte er sie besetzen oder nur die Funkanlagen zerstören???) und man besetzte kurzzeitig "Walfishbay".

Aber all dies sind nur vermutungen von mir, mir wären von zuverlässigen Quellen bestätigte Fakten lieber.
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Tom Heyer
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BeitragBeitrags-Nr.: 106250 | Verfasst am: 02.10.2006 - 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich genau weiß ist, dass die Überlegungen nach begin des Krieges immer umfangreicher wurden und auch total Realitäsfern.
mehr kann ich mit gewissheit nich sagen aber hier:
http://www.dhm.de/lemo/html/wk1/index.html
steht gewaltig viel drin
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grassi
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BeitragBeitrags-Nr.: 110605 | Verfasst am: 11.12.2006 - 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den Kriegszielen muss man berücksichtigen, dass z.B. Bayern im Rahmen des Deutschen Reiches verhindern wollte, dass die Vettern in Berlin in Deutschland ein zu starkes Übergewicht bekämen.

Belgien sollte laut Ludwig III., dem biederen König, aufgeteilt werden. Aber nur ein Teil durfte an Preussen fallen. Ein Teil Belgiens solle an Lothringen kommen, Elsaß-Lothringen wiederum unter den süddeutschen Bundesstaaten aufgeteilt werden. Ludwig wollte für seinen Traum eines Rhein-Main-Donau-Wasserweges möglichst viel der betroffenen Flüsse unter Kontrolle haben.

Seine Wünsche hat er auch öffentlich geäußert.

Vgl. Kraus, Andreas, Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 3., erweiterte Auflage, München 2004, S. 604.

grassi
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marco
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BeitragBeitrags-Nr.: 110628 | Verfasst am: 12.12.2006 - 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

@grassi
das habe ich mal bei Wikipedia gefunden

Die Verwaltung von Elsaß-Lothringen war noch nicht einstimming geregelt worden, folgende Vorschläge wurden gemacht:
-Angliederung als preußische Provinz
-Eingliederung nach Bayern (die damals noch bayerische Pfalz wäre mit Lothringen verschmolzen worden, das Elsass wäre zu Baden gekommen)
-Neuschaffung eines „Reichslandes“, das dem Reich (also keinem bestimmten Bundesstaat) zugeordnet ist und das vom Kaiser direkt verwaltet wird.

Bismarck setzte sich im Reichstag für die Lösung ein, dass Elsaß-Lothringen an den Gemeinschaftsstaat überging, nicht zuletzt, weil er vor allem auf die Interessen der süddeutschen Bundesstaaten Rücksicht nehmen musste

Aber zurück zum eigentlichen Thema

Winken
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grassi
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BeitragBeitrags-Nr.: 110631 | Verfasst am: 12.12.2006 - 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo marco,

da hat der gute Ludwig also alte Pläne wieder aufgewärmt...

Interessant wäre es auch, wenn man sich ansieht, welche Parteien oder Gruppen oder Einzelpersonen in Deutschland (und in anderen Staaten) was für territoriale Forderungen gestellt haben.

Winken

Gruß

grassi
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marco
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BeitragBeitrags-Nr.: 115969 | Verfasst am: 25.02.2007 - 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
weiß jemand wo man die Karte, welche im Friedensvertrag von Brest-Litowsk Artikel 3 (Anlage 1) genannt wird, finden kann? (Internet, Buch)
...die vereinbarte Linie ergibt sich aus der diesem Friedensvertrag als wesentlicher Bestandteil beigefügten Karte (Anlage 1)...
Winken
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