Klein- oder großdeutsche Lösung-Die Frage der Reichseinigung
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 123725 | Verfasst am: 07.06.2007 - 11:17    Titel: Klein- oder großdeutsche Lösung-Die Frage der Reichseinigung Antworten mit Zitat

Zitat:
Deutschland, wo sind deine Grenzen?
Kleindeutsch oder großdeutsch war eine zentrale Frage nach dem Umfang Deutschlands für die nationale Einheitsbewegung
Stefan Scheil

Deutschland, aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf." Als Goethe und Schiller diesen Zustand in den "Xenien" unter dem Stichwort "Das Deutsche Reich" beschrieben, gaben sie den Deutschen als resignierte Schlußempfehlung umgehend noch den Auftrag mit, von jedweden nationalen Ambitionen Abstand zu nehmen. Die Deutschen sollten sich "freier zu Menschen bilden", nicht weniger, aber auch nicht mehr. So weit mit dieser Maxime eine nationale Selbstaufgabe zugunsten von Individualismus und Kleinstaaterei gemeint war, läßt sich sagen: Sie ist gründlich beachtet worden. Das galt nicht zuletzt für Deutschlands Dichter und Denker, die ihren Teil zur politischen Formlosigkeit, zur Trennung von Geist und Politik und schließlich zur begrifflichen Spaltung in Klein- und Großdeutschland beitrugen.


Ganzer Artikel dazu

Wie steht Ihr dazu?

Ich bin der Meinung das Bismarck mit der "kleindeutschen" Lösung den pragmatischeren, erfolgsversprechenderen Weg gewählt hat!

Winken

Jan-Hendrik
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christitus
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BeitragBeitrags-Nr.: 123727 | Verfasst am: 07.06.2007 - 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne Worte:
http://img507.imageshack.us/img507/365/609pxdeutschesreich1ge9.th.jpg
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DemolitionMan
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BeitragBeitrags-Nr.: 123728 | Verfasst am: 07.06.2007 - 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, zu der Zeit war eine großdeutsche Lösung ja auch schon längst vom Tisch. Die k.u.k. Monarchie bzw sein Vorgänger hätte sich wohl nie freiwillig zugunsten eines deutschen Einheitsstaates aufgelöst, und eine großösterreichische Lösung hätte wieder den Nationalstaatsgedanken zunichte gemacht. Die kleindeutsche Lösung war die einzig verbliebene Option.

Zu dem Artikel: der Passus mit der Nationalhymne ist eindeutig falsch. Das Bundesverfassungsgericht hat 1990 festgestellt, dass die 3.Strophe rechtlich gesehen seit dem Briefwechsel zwischen Heuss und Adenauer die Nationalhymne war und eben nicht das komplette Lied der Deutschen.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 123730 | Verfasst am: 07.06.2007 - 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wirklich....? Zwinkern



http://www.deutsche-schutzgebiete.de/deutschlandlied.htm


Zitat:
Formale Grundlage für die Anerkennung des Deutschlandliedes als Nationalhymne ist eine Vereinbarung zwischen dem ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss, und dem ersten Bundeskanzler, Konrad Adenauer, aus dem Jahr 1952. Mit dem Schreiben vom 29.04.1952 hat der Bundeskanzler den Bundespräsidenten gebeten, das Hoffmann-Hayden-Lied ("Deutschland, Deutschland über alles") als Nationalhymne anzuerkennen, mit der Anregung, dass bei staatlichen Veranstaltungen die 3. Strophe gesungen werden solle. Mit Antwortschreiben vom 02.05.1952 ist der Bundespräsident dieser Bitte nachgekommen. Das Bundesverfassungsgericht hält den Briefwechsel nicht für eindeutig. Diesem sei nicht ausdrücklich zu entnehmen, "daß dieses Lied nur mit seiner dritten Strophe zur Hymne erklärt werden sollte. Eindeutig ist jedoch darin festgelegt worden, daß bei staatlichen Veranstaltungen die dritte Strophe gesungen werden soll".


Zitat:
Seit 1991 gilt: Die deutsche Nationalhymne in der aktuellen Fassung ist die dritte Strophe des Deutschlandliedes (festgelegt durch den Schriftwechsel vom 19. bzw. 23. August 1991 zwischen Bundeskanzler Kohl und Bundespräsident von Weizsäcker, veröffentlicht im Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Nr. 89/1991 vom 27. August 1991).
Es ist jedoch nicht verboten, die erste und die zweite Strophe des Liedes zu singen.


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Jan-Hendrik
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DemolitionMan
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BeitragBeitrags-Nr.: 123745 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, wirklich: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalhymne

Zitat:
Jedenfalls im strafrechtlichen Sinne – für den Adressaten des § 90 a Abs. 1 Nr. 2 StGB – geht der erkennbare Wortsinn des Begriffs „Hymne der Bundesrepublik Deutschland“ daher nicht über die dritte Strophe des Deutschlandliedes hinaus. (BVerfGE 81, 298ff.). Der Bundesminister für Justiz hatte namens der Bundesregierung in diesem Verfahren erklärt, dass das gesamte, aus drei Strophen bestehende, Deutschlandlied die Nationalhymne bilde und die Einschränkung, bei offiziellen Anlässen nur die dritte Strophe zu singen, davon zu unterscheiden sei. Dieser Ansicht folgte das Bundesverfassungsgericht nicht.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 123746 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wortklauberei Zwinkern

Die Hyme war also de facto, auch nach Ansicht des Bundesjustizministeriums, bis 1990 aus allen 3 Strophen bestehend. Punkt. Erst mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wurde allein die Dritte zur "Nationalhymne"...weiterer "Off-Topic" herzu nach Möglichkeit im entsprechenden Thread erörtern.

Winken

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 123747 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

@DemolitionMan

ich habe diese Diskussion schon öfter geführt, dabei ist die Lösung so einfach! Grins

Beschaffe er sich, wenn du nicht zu Hause sogar schon eins rumliegen hast, das Grundgesetzt der BRD (bei uns in Niedersachsen ist es ein kleines weißes Buch, Softcover) und dann wirst du sehen das Jan-Hendrik Recht hat! Zwinkern

Winken

Gruß
Tobias
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 123749 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
bei uns in Niedersachsen ist es ein kleines weißes Buch, Softcover


Ach, er hat des auch? Grins

Winken

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 123750 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

sollte das nicht jeder Deutsche haben? Zwinkern

Winken

Gruß
Tobias
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 123751 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube meine Ausgabe hab ich mal zu Grundschulzeiten bekommen, müßte noch irgendwo im Keller vor sich hinvegetieren Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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DemolitionMan
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BeitragBeitrags-Nr.: 123752 | Verfasst am: 07.06.2007 - 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Also hab das jetzt im GG durchgelesen(ja sowas gehört auch zu meiner Standardliteratur)...und abgesehen davon, dass darin nix über die Urteile des BVerfGE steht, bestätigt es natürlich Jan-Hendriks zitierte Passagen. Was meine aber nunmal nicht abschwächt. Kanzler und Präsident können sich ja viel in Briefen schreiben, das Gericht als oberste Instanz jedoch hat so entschieden, wie ich es zitiert habe. Der Briefwechsel von 91 bestätigt lediglich die Entscheidung von 90.


So genug OT.
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