Checkpoint Charlie 1961: Was war wirklich los?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte der neuen Zeitrechnung (ab 1945) » Auseinandersetzungen der Neuzeit
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7787
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 98937 | Verfasst am: 25.06.2006 - 09:37    Titel: Checkpoint Charlie 1961: Was war wirklich los? Antworten mit Zitat

Moinsen!

Jeder kennt die Bilder vom CP Charlie, wo am 27.101961 die Amis ihre M48er auffahren ließen, woraufhin die Russen ihre T54 auf der Ostseite rollen ließen. Ich habe einige Bilder im Web gefunden, aber bei näherem Nachlesen sind mir einige Fragen gekommen:

Die Franzosen haben nichts unternommen. Die Großeltern meiner Freundin lebten in der Nähe der ehemaligen Gneral Göring-kaserne, wo die französische garnison untergebracht war. Da passierte nichts.

Bei den Aufzeichnungen der britischen Berlin Brigade ist ebenfalls nichts zu finden.

Was war denn jetzt der Anlass dieser Drohaktion der Amis und der Russen? Es wurde ein Mann an der Mauer erschossen (Kayser, Gerhard, geb. 14.10.40, †27.10.61), war das der Grund?

Wäre nett, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen könnte. Ich bin da recht ratlos.

Und eine spekulative Frage: Die Amis haben doch recht aggressiv gehandelt. Was, wenn die Sacghe eskaliert wäre? Die Franzosen und die Briten haben soich aber anscheinend nicht beteiligt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Jörg-Sebastian
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 03.05.2004
Beiträge: 2741
Wohnort: Betzdorf/ Rheinland-Pfalz

BeitragBeitrags-Nr.: 98958 | Verfasst am: 25.06.2006 - 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

War nicht AUCH der Versuch der SED-Führung, die Rechte der Alliierten in Berlin einzuschränken, der Grund?

Gruß

Jörg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen MSN Messenger
E100
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 31.10.2005
Beiträge: 287

BeitragBeitrags-Nr.: 99320 | Verfasst am: 30.06.2006 - 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Scheint zu stimmen http://de.wikipedia.org/wiki/Checkpoint_Charlie

hätte ich nicht gedacht.



Jörg-Sebastian hat Folgendes geschrieben:
War nicht AUCH der Versuch der SED-Führung, die Rechte der Alliierten in Berlin einzuschränken, der Grund?

Gruß

Jörg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jan-Hendrik
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 04.04.2004
Beiträge: 23694
Wohnort: Hohnhorst

BeitragBeitrags-Nr.: 99321 | Verfasst am: 30.06.2006 - 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich mich recht erinnere war damals jede Menge Bluff im Spiel , weder Russen noch Amis hatten wirklich vor die Sache eskalieren zu lassen ( die jeweilig Verantwortlichen haben sich nach Ende des Kalten Krieges dazu geäußert ) . Andererseits wollte jeder "seine" Stärke unter Beweis stellen und möglichst nicht zugeben das ihm eigentlich tierisch die Muffe ging . Hintergrund dürften auch die Spannungen zw. den USA und der UDSSR aufgrund der sog. Kuba-Krise gewesen sein .

So viel aus dem Stehgreif Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7787
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 99569 | Verfasst am: 03.07.2006 - 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, und warum blieben die Briten und Franzosen in den kaseren? Da sah man doch sofort den Bluff und die Drohgebärde?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Tom Heyer
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 02.04.2006
Beiträge: 574

BeitragBeitrags-Nr.: 99605 | Verfasst am: 03.07.2006 - 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die hatten keine Lust
Die Engländer wollten Tee trinken und die Frazosen wollten Wein saufen. Lachen


Ne ernsthaft würd mich auch intressieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
flask03
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 05.06.2004
Beiträge: 401
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragBeitrags-Nr.: 104064 | Verfasst am: 02.09.2006 - 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ich bin ein bischen spät dran, aber besser spät als nie.
Soweit ich mich erinnern kann, ging es darum das einem Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte der Übergang in die Ostzone verweigert wurde und er sich dann von ein paar seiner "Kollegen" nach "drüben" eskortieren ließ, was dann zu gewissen Spannungen geführt hat.
Es kann aber auch gut sein, dass ich das mit einem anderen Zwischenfall verwechsle. Bin mir echt nicht sicher.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Michael1
Stamm-Mitglied


Anmeldedatum: 25.09.2005
Beiträge: 959

BeitragBeitrags-Nr.: 119729 | Verfasst am: 15.04.2007 - 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Gegen eine Mauer hatten die USA keine Handhabe, für Ost-Berlin wollte man auch keinen Krieg riskieren - aus welchem Grund auch immer. Eine Mauer auf Ost-Berliner Territorium verletzte die garantierte Freiheit der West-Berliner ebensowenig wie den beanspruchten Zugang der Alliierten nach ganz Berlin. Nach einer Phase gelähmten Wartens schickte man moralische Unterstützung für eine enttäuschte Berliner Bevölkerung, Vizepräsident Johnson und General Lucius D. Clay wurden ebenso wie eine Verstärkung der amerikanischen Berlin-Brigade nach Berlin entsandt. Die Berlin-Krise verlor nach ihrem Höhepunkt auch ihre Virulenz. Ein kurzes Aufflackern stellte die Durchsetzung des amerikanischen Zugangs nach Ost-Berlin im Oktober 1961 durch Panzer am Checkpoint Charly dar.(Einer US-Patrulie war der ungehinderte Zutritt nach Ost-Berlin kurzzeitig verweigert worden.) Der von Chruschtschow anvisierte Termin einer Separatlösung mit der DDR Ende 1961 verstrich ohne derlei Aktivitäten. Im Oktober bemerkte er dann auf dem Parteitag der KPdSU, daß er die Berlin-Frage "auf kleiner Flamme warm zu halten gedachte".

Michael1 Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Karat
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 27.01.2008
Beiträge: 433

BeitragBeitrags-Nr.: 139949 | Verfasst am: 16.02.2008 - 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Habe vor einiger Zeit in einer Doku von einem Beteiligten gehört ,daß er mit seiner Patrouille bis den Panzern gefahren ist ,mit dem Auftrag zu überprüfen ob in den Panzern wirklich Russen sind oder NVA.
ER ist in einen leeren, unbewachten T-54 geklettert ,die Beschriftungen waren in Russisch.Dann ist er weiter die Friedrichstraße runter bis er auf die versammelten Besatzungen traf,die gerade in Russisch eine Einweisung erhielten.
Das konnte er dann seinen Vorgesetzten melden,wenn es schiefgegangen wäre Haarsträubend Haarsträubend
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte der neuen Zeitrechnung (ab 1945) » Auseinandersetzungen der Neuzeit Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

Druckversion

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.