Kanadisch-Amerikanischer Krieg
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 3458 | Verfasst am: 29.08.2003 - 18:37    Titel: Kanadisch-Amerikanischer Krieg Antworten mit Zitat

Hi,

hat jemand Infos zu dem Krieg der beiden zwischen 1812 -1814?
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 23446 | Verfasst am: 04.08.2004 - 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Der zweite Unabhängigkeitkrieg von 1812-14 gegen England , erklärt am 19.6.1812 von Präsident James Madison . Hauptgrund : die britische Expansion auf den Mittel- und Südamerikanischen Handelsmärkten , dazu die Hoffnung , das England durch den Krieg gegen Napoleon sich einer weiteren Expansion der USA nicht wiedersetzen würde . Also wollte man Kanada befreien ( ebenso , wie die Indianerterritorien "befreit" wurden ...) . Ausgetragen auf See und auf kanadischem Gebiet . Aufgrund schlechter Führung eilten die Amis im Landkrieg von Schlappe zu Schlappe , am 25.Juli 1814 eroberten die Briten sogar Washington und brannten das Kapitol nieder . Am 24.12.1814 wurde in Gent Frieden geschlossen . Effekt für die USA : schmähliche Niederlagen und gewaltig gestiegene Staatsschulden ...

Gefunden in :

Karlheinz Deschner , Der Moloch

Jan-Hendrik
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Knut Knudsen
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BeitragBeitrags-Nr.: 23491 | Verfasst am: 04.08.2004 - 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

boah wusst ich ja noch gar nicht!

das haben die amis wohl verdrängt,wie jede niederlage.
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Panzerlexikon
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BeitragBeitrags-Nr.: 23497 | Verfasst am: 04.08.2004 - 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der zweite Unabhängigkeitkrieg von 1812-14 gegen England , erklärt am 19.6.1812 von Präsident James Madison . Hauptgrund : die britische Expansion auf den Mittel- und Südamerikanischen Handelsmärkten , dazu die Hoffnung , das England durch den Krieg gegen Napoleon sich einer weiteren Expansion der USA nicht wiedersetzen würde . Also wollte man Kanada befreien ( ebenso , wie die Indianerterritorien "befreit" wurden ...) . Ausgetragen auf See und auf kanadischem Gebiet . Aufgrund schlechter Führung eilten die Amis im Landkrieg von Schlappe zu Schlappe , am 25.Juli 1814 eroberten die Briten sogar Washington und brannten das Kapitol nieder . Am 24.12.1814 wurde in Gent Frieden geschlossen . Effekt für die USA : schmähliche Niederlagen und gewaltig gestiegene Staatsschulden ...

Ich muss sagen,dass überrascht mich.ich hatte bisher keine Ahnung.Das Internet spuckt dazu nichts aus,genauso wenig wie über die Ermordung der Indianer.Vielleicht liegt dass daran,dass google.de ... ist Zwinkern
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 23566 | Verfasst am: 05.08.2004 - 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Panzerlexikon hat Folgendes geschrieben:
Ich muss sagen,dass überrascht mich.ich hatte bisher keine Ahnung.Das Internet spuckt dazu nichts aus,genauso wenig wie über die Ermordung der Indianer.Vielleicht liegt dass daran,dass google.de ... ist Zwinkern



Nein, das liegt einfach daran, das die Amis schlichtweg ihren Mist ignorieren und ihre "Erfolge" orgiastisch aufbauschen oder sogar Mist so ummauscheln, das Glorie herauskommt ...

So war den New Yorkern beispielsweise der Kinofilm "Gangs of New York" echt peinlich, weil im Film (ansatzweise!!!) gezeigt wurde, was für ein gewalttätiges Dreckloch New York einmal war .. (ist ?? Keine Ahnung )
Bis dato nett "übersehen" ...

Die allerbesten Beispiele für eine Verdrehung von Schande in Glorie sehe ich in General Custer (Little Big Horn) und Alamo ...


Winken
Jochen
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Panzerlexikon
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BeitragBeitrags-Nr.: 23611 | Verfasst am: 05.08.2004 - 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
gewalttätiges Dreckloch New York einmal war .. (ist ??

Es ist noch eins.In den USA ist auch nicht immer alles Gold,was glänzt.

Zitat:
Die allerbesten Beispiele für eine Verdrehung von Schande in Glorie sehe ich in General Custer (Little Big Horn) und Alamo ...

Volle Zustimmung.Eine Niederlage wird wie in der NS-Propaganda als Zeichen unbesiegbarer Tapferkeit und Opfermut dargestellt:"Sie starben,damit Amerika lebe"...
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 23704 | Verfasst am: 05.08.2004 - 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Huj,

fast 1 Jahr später. Wo hast den ausgegraben Jan-Hendrik?


Ratet mal warum die Eishockyspiele zwischen Kanada und den USA so intensiv sind.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 23717 | Verfasst am: 05.08.2004 - 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hab zufällig das erwähnte Buch ausgeliehen bekommen , da wurde ich glatt mal zum Leichenausbuddler ...

Jan-Hendrik
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 24689 | Verfasst am: 12.08.2004 - 07:08    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem ich noch ein bisschen in der Propylän Weltgeschichte herum geblättert habe , folgende Ergänzung :

Großbritannien stand im Krieg gegen das Napoleonische Kontinentalsystem und das napoleonische Frankreich und seine Verbündeten, d.h. Spanien und Dänemark zum Beispiel.

Großbritannien war also ständig beschäftigt die maritimen Aspirationen Napoleons und seiner Verbündeter einzuschränken, was ihnen auch recht gut gelang zum großen teil ( seeschlacht von Trafalgar 1805 gegen die franz.-span.Flotte, Durchbruch durch die dänische Ostseeblockade 1809 etc..)

Allerdings gab es trotz dieser großen Erfolge auch im Kleinen einen starken Seekrieg zwischen Frankreich und Großbritannien und darunter litten eben die Neutralen Staaten auch sehr und da insbesonders auch die junge USA.
Dabei setzten sich sowohl die Briten als auch die Franzosen über die Rechte der Neutralen hinweg, also auch der USA.
Und in den USA war man im Allgemeinen schlecht auf beide zu sprechen, auf das Walroß und den Elefanten wie man spöttelnd damals sagte.
Einige hätten am liebsten wohl beiden den krieg erklärt, allein aus beleidigter Neutralität.
Allerdings hatte Napoleon sich stets ein wenig mehr um die Vereinigten Staaten bemüht. Man hatte Französich-Louisana 1803 für ein Appel und ein Ei an die USA verscherbelt, auch mögen allein noch aus alter revolutionärer Verbundenheit und aus Dankbarkeit für die elementare Hilfe bei der Unabhängigkeit zumindest rudimentär etwas mehr an Sympathie für Frankreich dagewesen sein. Auch zeigte sich Napoleon in den sich lange hinziehenden Verhandlungen, die Washington mit beiden anfing , auch eher zu Kozessionen bereit.
Zu dem kam eben noch das recht unfreundliche Verhalten der Briten.
Da eben bei den Briten aufgrund des Seekriegs und der Notwendigkeit der maritimen Überlegenheit stets ein großer Bedarf an Matrosen herrschte, wurde jeder US- Bürger, dem man habhaft wurde und der noch als Untertan des britischen Königs, ergo als britischer Bürger geboren worden war, zwangsweise rekrutiert als Matrose der Royal navy.
Ergo, wurden amerik. Schiffe besonders angegangen von den Briten.
Daher entschied man sich dann, obwohl man ja am liebsten beiden den krieg erklärt hätte, den Briten den Krieg zu erklären.
Dabei ist wohl zu sagen, dass Napoleon wohl angeblich ein bißchen falsches Spiel gespielt hat. Er soll extra große ZUgeständnisse gemacht haben und hat versucht extra die US-Regierung gegen die Briten aufzuhetzen. ZU jenen Konzessionen war er aber wohl selbst nicht so bereit. Während die brit. Regierung wohl ehrlich Interesse hatte an einer friedlichen Lösung des Problems. Allerdings Napoleons geschicktes lavieren und die Schwierigkeit und Lnagsamkeit der Kommunikation über den Ozean taten ein Übriges. Wohl gerade in dem Moment, wo die Briten wohl eingeschwenkt wären und nachgegeben hätten, riss den USA der Geduldsfaden und sie erklärten den Krieg an die Briten.
Dabei waren es ja nicht mal die Neuenglandstaaten, die den krieg wollten, da sie gerade ja Einbußen hatten durch die harte Gangart der Briten, nein jene fürchteten viel mehr den Krieg als endgültiges Aus für ihren handel.
Es waren gerade die neuen Staaten und die des Südens, die sich neue Gebiete einverleiben wollten, Kanada und das engl. Louisana ( was jene 1763 im Frieden zu Paris von Frankreich erhlten hatten) um so den territorialen Sperrgürtel, den damals die USA an einer weiteren Expansion nach Westen ( Appalachen waren die Grenze) und Norden hinderte, zu beseitigen.

Nun ja zum Krieg muss man ja nicht mehr viel sagen. Die wohl größte Pleite in der amerik. Kriegsgeschichte. Mit einem Elan, den die Briten 1776-1783 nie an den tat gelegt hatten, griffen sie an und besetzen mit Leichtigkeit Washington.
Allein die Schlacht von New Orleans ( man beachte mal den Ort der Schlacht, New Oreans, so weit in den Süden sind die Briten gekommen ...ohhh mann
) rette die amerik. Waffenehre, als jene mehr oder minder mit nem Unentschieden endete.

Jan-Hendrik
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Hpstf. Michael Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 25345 | Verfasst am: 15.08.2004 - 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Den Thread gab es schonmal:
http://panzer-archiv.marcof.de/forum/viewtopic.php?t=576
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Lisa.Phillips
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BeitragBeitrags-Nr.: 34474 | Verfasst am: 05.10.2004 - 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt doch sogar ein Lied über den englisch-amerikanischen Krieg:

"The Battle of New Orleans", Johnny Horton, 1959.

Und berühmt wurde in diesem Kriege die Fregatte USS Constitution ...
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 34478 | Verfasst am: 05.10.2004 - 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Klär mich mal über die Fregatte auf bitte.
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Lisa.Phillips
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BeitragBeitrags-Nr.: 34626 | Verfasst am: 06.10.2004 - 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Gerne.

http://www.ussconstitution.navy.mil/New20Homepage_r4_c3.gif

http://www.ussconstitution.navy.mil/

Die amerikanische Fregatte U.S.S. Constitution, ausgerüstet mit 54 Kanonen, lief am 21. Oktober 1797 vom Stapel; sie beeindruckte durch ihre gegenüber den Schiffen dieser Zeit wesentlich größeren Abmessungen des Rumpfes, durch eine gewaltige Besegelung und durch besondere Bestückung mit Waffen. Die unerhörte Stärke ihrer Bordwände brachte der Constitution den Beinamen "Old Ironsides" ein.

Dieses prächtige Schiff spielte eine zentrale Rolle in zahlreichen Seeschlachten, deren berühmteste 1812 die Schlacht um Großbritannien war, bei der am 19. August die englische Fregatte "Guerriere" versenkt werden konnte. In den folgenden Jahren wurde die Constitution in ein Schulschiff umgewandelt und erfuhr verschiedene Veränderungen.
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Reiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 163414 | Verfasst am: 22.11.2008 - 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Also wenn ich nicht zufällig bei der Suche nach was anderem über diesen Thread gestolpert wäre, dann hätte ich von diesem Krieg auch weiterhin nichts gewußt. In der Schule oder auch sonst wurde diese Niederlage der USA nirgends erwähnt.

Horrido!

Nicole
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