Großer Kreuzer Blücher
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Eierhals
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BeitragBeitrags-Nr.: 163945 | Verfasst am: 03.12.2008 - 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Die Invincible/Inflexible/Indomitable wurden unter größter Geheimhaltung gebaut und erst nachdem die Schiffe in Dienst kamen und damit ihre wahren Eigenschaften ans Licht kamen, war das für die Blücher zu spät....
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*ALEX*
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BeitragBeitrags-Nr.: 163969 | Verfasst am: 04.12.2008 - 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

nun, bekannt wurde relativ früh, dass die Dinger 12"er haben werden... Zwinkern

mfg

alex
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 167733 | Verfasst am: 22.02.2009 - 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nichtsdestotrotz kann man annehmen, dass die Idee eines Hybriden zwischen Schlachtschiff und schwerem Kreuzer die konservativen Marineeliten vor eine zunächst unlösbare Denkaufgabe gestellt hat. Selbst 1916 in der Skaggerakschlacht hat man sich, um die langsamere Schlachtflotte zu schützen und von den britischen Schiffen zu lösen, nicht anders zu helfen gewusst, als die bereits angschlagenen Schlachtkreuzer zwischen die Linien zu schieben (Ein Grund für den traurigen Verlust der Lützow). Viele Schiffe der vor Dreadnaught Ära blieben bis über den Krieg hinaus im Dienst, da es schlicht kein Konzept gab um sie zu ersetzen. So ist auch die Blücher ein Produkt der Ratlosigkeit.

Eine Entwicklung, die sich in den experimentellen Typen des zweiten Weltkrieges z.B. den Panzerschiffen der Deutschland-Klasse fortsetzt.

Le Marquis
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 167739 | Verfasst am: 22.02.2009 - 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine Entwicklung, die sich in den experimentellen Typen des zweiten Weltkrieges z.B. den Panzerschiffen der Deutschland-Klasse fortsetzt.


Diese Schiffklasse war doch eher aus der Not geboren denn wirkliches Experiment...man mußte ja bekanntlich versuchen, ein halbwegs kampfkräftiges Schiff in den Grenzen von Versailles hinbekommen.

Winken

Jan-Hendrik
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Eierhals
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BeitragBeitrags-Nr.: 167744 | Verfasst am: 22.02.2009 - 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Daß die Dinger 12" haben sollen war bekannt. Aber unbekannt war, daß dies für alle Geschütze gelten sollte. Man ging Deutscherseits sicher von einem der üblichen Panzerkreuzer aus, nur daß man eben hier die großen Kanonen auf 12" aufbohrt...
Erst als der Baufortschritt bei der Blücher schon so weit vorangeschritten war, daß eine Umkonstruktion nicht mehr in Frage kam, wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Irgendwo hab ich das mal in einem Buch gelesen...
Ein Schiff auf Helling wieder abzubrechen wäre ineffektiv, das hätte viel zuviel Zeit gebraucht. Die Werften bauten damals mit Hochdruck Schiffe.
Man darf auch nicht vergessen, daß die Blücher trotzdem immer noch ein gefährlicher Gegner für die britischen Panzerkreuzerflotten, sowie ein feines Schiff für die Kolonien gewesen wäre.

Das man die Deutschland Klasse als Hybriden baute, daß überhaupt das "Westentaschen - Schlachtschiff" entstand lag ja eigentlich eher an den Restriktionen des Versailler Vertrages...Dieses erlaubte ja bei den Ersatzbauten maximal 10000 Tonnen Deplacement.
Da hieß es für die Konstrukteure einfach das Maximum an Kampfkraft in ein derartiges Schiff unterzubringen.
Die Alternativen wären ja ein langsamer Küstenpanzer oder ein normaler, schneller (Washington) Kreuzer mit normalen Kanonen (20,3cm) gewesen. Diese Lösungen schwebte den Verantwortlichen, die diese Begrenzungen festgeschrieben hatten, eher vor.
Auf die Idee, auf den Gedanken, daß man dieses Schiff derart bauen sollte, daß dieses mit seiner Konstruktionsgeschwindigkeit jedem stärker armierten (und damals langsameren Schlacht) Schiff davonlaufen kann und jedes Schnellere (Kreuzer) mit seinen Kanonen niederkämpfen kann, mußte man ja erst mal kommen und dies war eindeutig ein Geniestreich, denn damit wurde die Ursprungsabsicht der Allierten unterlaufen.

Aber so richtig gewollt waren diese Schiffe sicher nicht, die waren eher ein "Politikum" und ihr Konzept war ja mit den schnellen Schlachtschiffen sowie "Dunkerque" dann endgültig überholt. Letztere wurden interessanterweise mit Blick auf eben diese Deutschland Klasse und ihre 28cm Kanonen größer gebaut, besser gepanzert und schwerer bewaffnet.

Nüchtern betrachtet waren die Schiffe der Deutschland Klasse lediglich langsame, mäßig geschützte schwere Kreuzer mit einem erheblichen Übegewicht in Bezug auf die Schlagkraft und wie man bereits zu Beginn des 2. WK erkennen (Graf Spee) erkennen mußte war dieses Konzept auch nicht so erfolgreich, wie man sich das eigentlich erhofft hatte.
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