Skval - Der Supertorpedo?
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Sascha.P
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BeitragBeitrags-Nr.: 60369 | Verfasst am: 29.05.2005 - 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sie sind der Schrecken jedes Schlachtschiffs. Sie sind leise, kaum zu sehen und detonieren mit einer mörderischen Kraft: Torpedos sind im Seekrieg und vor allem in den Schlagabtäuschen unter Wasser zwischen feindlichen U-Booten eine tödliche Waffe.

Sie haben jedoch einen entscheidenden Nachteil. Sie sind relativ langsam. Gerade einmal 70 Knoten schafft so ein Torpedo, das sind etwa 130 Stundenkilometer. Dadurch hat das attackierte Ziel oft noch die Möglichkeit, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Kann das angegriffene Schiff oder U-Boot rechtzeitig eine Geräuschboje aussetzen, wird der feindliche Torpedo abgewehrt. Fieberhaft arbeiten deshalb Forscher in der ganzen Welt an schnelleren Unterwassergeschossen. Jahrlang hielten sich Gerüchte, die russische Marine habe einen High-Speed-Torpedo entwickelt. Der Untergang der Kursk nährte diese Gerüchte. War die Ursache für die Tragödie, bei der 130 Männer ihr Leben lassen mussten, ein unausgereifter Hochgeschwindigkeitstorpedo, der vorzeitig explodierte? 350 Stundenkilometer soll der russische Torpedo schnell sein. Deutschen Militärtechnologen schweben aber noch ganz andere Geschwindigkeiten vor. Die deutsche Bundesmarine entwickelt gemeinsam mit einem Technologiekonzern aus Überlingen am Bodensee eine neue Superwaffe. Kein Torpedo eigentlich, eher eine Art Unterwasserrakete. Ein Raketenantrieb beschleunigt das Geschoss so sehr, dass hinter der Spitze eine Blase aus Wasserdampf entsteht. Der sogenannte „Barracuda“ schwebt dann in seiner eigenen Gasblase und hat dadurch keine Reibung mit dem Wasser. Bis zu 800 Kilometer schnell kann diese Rakete unter Wasser fliegen. Wunderwelt Wissen und der Seekrieg der nächsten Generation.



Lief eben auf Pro sieben bei Wunderwelt Wissen.Was haltet ihr davon?Ein Torpedo mit 800 Km/h!! augen19.gif

http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/www/themen/



http://www.prosieben.de/imperia/md/image ... zin/0105/magazin_0105_Torpedo_200_75.jpg

So sieht das ding aus! Winken


Zuletzt bearbeitet von Sascha.P am 29.05.2005 - 19:49, insgesamt einmal bearbeitet
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Grand Slam
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BeitragBeitrags-Nr.: 60371 | Verfasst am: 29.05.2005 - 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

@Sascha
Wunderwelt Wissen Grins
Jetzt hat Pro7 Welt der Wunder an RTL2 verkauft und nun müssen sie genau um die gleiche Zeit Wunderwelt Wissen senden Verrückt
Von dem Highspeed Torpedo haben sie schon vor 1 Jahr mal was gebracht. Küne Träume mehr als eine Computeranimationen wird das nicht sein
Das beste wahr noch der Aufzug ins All Lachen
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Sascha.P
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BeitragBeitrags-Nr.: 60372 | Verfasst am: 29.05.2005 - 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Gerüchte gibts aber schon!Natürlich hüllt sich die Marine in Schweigen! Rollene Augen
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Hieronymus
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BeitragBeitrags-Nr.: 171984 | Verfasst am: 04.06.2009 - 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

Sascha.P hat Folgendes geschrieben:
Aber trotzdem noch immer die Schnelltsten wegen ihrem Titanrumpf! Grins Lachen Rofl Rofl Lachen Grins Meine Meinung


Bloß weil ein Uboot schnell ist muss es deswegen noch lange nicht gut sein. Diese russische U Boot Klasse war "angeblich" über 40 knoten schnell, das bedeutet allerdings das Sie einem besonders leistungsfähigen Antrieb brauchten und genau der hat diese Klasse letztenendes gekillt. Der Reaktor und die dazu nötige Umwälzpumpe(n) waren so laut das man die Boote viel zu früh hören konnte. Unterwasser pflanzt sich Schall wesentlich schneller fort als in der Luft. Lt Aussagen der US Navy konnten die diese U Boot KLasse schon hören wenn Sie in Murmansk ausliefen und das obwohl sie nicht auf Höchstgeschwindigkeit liefen sondern nur mit normaler Marschgeschwindigkeit. Der Sinn und Zweck eines Jagd U Bootes ist es aber nunmal unentdeckt zu bleiben und zwar so lange wie nur irgendmöglich, damit es ich an seine potentiellen Ziele anschleichen kann. Wenn es dabei aber so viel Lärm mache das alle es kommen hören, nützt das schnellste Boot der Welt rein überhaupt nichts. Schlimmer noch das Geräusch das dieses Boot dann beim fahren macht verhindert auch noch das es seine Gegner , aslo feindliche Jagd U Boot rechtzeitig hört, d.h. es wird auch noch selber zur Zielscheibe.

Kurz und gut diese U Boot Klasse war ein völliger Fehlentwurf. Übrigens den Titanrumpf hatte man nicht um besonders schnell zu sein, das hätte man mit jedem anderen Rumpf gekonnt. Die Russen verwendeten Titan aus 2 Gründen: 1. dadurch konnte diese Boot etwas tiefer tauchen als US Boote, irgend wer glaubte wohl das wäre ein Vorteil, bis ma bemerkte das die amerikanischen Torpedos noch viel tiefer tauchen konnten und 2. (der Hauptgrund) Titan ist NICHT magnetisch und das ist ein echter Vorteil den eine Möglichkeit U Boote im getauchten Zustand zu orten besteht darin die durch Ihren magnetischen Stahlrumpf verursachte Verschiebung des Erdmagnetfeldes zu messen. Man nennt das MAD für Magnetic Anomaly Detection, Die P-3 Orion der US Navy hat diese Messensoren dafür in dem langen "Stachel" am Heck. Der Titanrumpf war da eine echte Alternative, dumm war nur das reines Titan ein ziemlich teurer Spaß ist,

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Gortos
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BeitragBeitrags-Nr.: 172298 | Verfasst am: 14.06.2009 - 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Aus was ist denn der Rumpf der deutschen U-212A, die ja gar nicht magnetisch ist?
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Hieronymus
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BeitragBeitrags-Nr.: 172309 | Verfasst am: 14.06.2009 - 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Gortos hat Folgendes geschrieben:
Aus was ist denn der Rumpf der deutschen U-212A, die ja gar nicht magnetisch ist?


Der Rumpf dieser neuen U-BootKlasse ist aus nichtmagnetisierbaren Edelstahl, das betrifft auch die Rümpfe der amerikanischen U-Boote. Man verwendet diese relativ einfache Technik um zu verhindern (zumindestens teilweise) das der Rumpf magnetisiert wird, dies geschieht durch die Reibung im Wasser. Allerdings ist diese Methode nur teilweise erfolgreich, da sich ein Teil des Bootes immer wieder magentisch aufladen wird, eben alle Teile die entweder mit Elektrik oder sonst einer Energieform in Verindung stehen.

Man behilft sich dann auch der guten alten Technik, des "Entmagnetisierens aber auch das hält nur eine gewisse Zeit. Eine hundertprozentige Abhilfe gibt es hier nicht.

Hoffe das hilft

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Fakum12
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BeitragBeitrags-Nr.: 172340 | Verfasst am: 15.06.2009 - 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
Die Russen verwendeten Titan aus 2 Gründen: 1. dadurch konnte diese Boot etwas tiefer tauchen als US Boote, irgend wer glaubte wohl das wäre ein Vorteil, bis ma bemerkte das die amerikanischen Torpedos noch viel tiefer tauchen konnten

Etwas ist gut. Selbst wenn man nach den offiziellen "mehr als" Angaben geht, ist das mehr als doppelt so tief. Es bleibt auch so ein Vorteil - denn durch die Fähigkeit tiefer tauchen zu können, hat das Boot mehr Möglichkeiten eventuell vorhandene Thermalschichten zu nutzen und sich dadurch tatsächlich für Sonar unsichtbar zu machen.
Der Hauptgrund warum es nicht mehr Barrakudas gibt ist tatsächlich der exorbitante Preis für Titan.
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Hieronymus
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BeitragBeitrags-Nr.: 172344 | Verfasst am: 15.06.2009 - 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Fakum12 hat Folgendes geschrieben:
Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
Die Russen verwendeten Titan aus 2 Gründen: 1. dadurch konnte diese Boot etwas tiefer tauchen als US Boote, irgend wer glaubte wohl das wäre ein Vorteil, bis ma bemerkte das die amerikanischen Torpedos noch viel tiefer tauchen konnten

Etwas ist gut. Selbst wenn man nach den offiziellen "mehr als" Angaben geht, ist das mehr als doppelt so tief. Es bleibt auch so ein Vorteil - denn durch die Fähigkeit tiefer tauchen zu können, hat das Boot mehr Möglichkeiten eventuell vorhandene Thermalschichten zu nutzen und sich dadurch tatsächlich für Sonar unsichtbar zu machen.
Der Hauptgrund warum es nicht mehr Barrakudas gibt ist tatsächlich der exorbitante Preis für Titan.


Klar Du hasst recht, wenn ein U-Boot wesentlich tiefer tauchen als andere ist das ein klarer Vorteil, da es sich dann unter sogenannten Thermalschichten (Wasser mit unterschiedlicher Dichte, Salzgehalt und Temperatur) verstecken kann.

Das Problem mit diesem russischen U-Boot der Alfa Klasse war jedoch nicht seine Fähigkeit so tief tauchen zu können sondern die Tatsache das diese U-Boote VIEL zu laut waren. Die Sowjets wollten ein U-Boot haben das nicht nur tiefer als alle US Boote tauchen kann sie wollten auch noch unbedingt ein U-Boot das wesentlich schneller als alle anderen U-Boote ist. Und genau hier begann das Problem.

Zu dieser Zeit konnten die Sowjets diese von der Marine geforderten Höchstgeschwindigkeit nur dadurch erreichen, das Sie den normalen Reaktortyp der schon am Rande der Leistungsfähigkeit war nochmals aufrüsteten und zwar in einer Art und Weise die es bis dato noch nie gegeben hatte und hoffentlich auch nie mehr geben wird oder anders ausgedrückt den absolut idiotischsten Reaktortyp den es jemals gegeben hat:

Man könnte auch von einem Einmal-Reaktor reden. Einmal einschalten und dann nie wieder auschalten können, und ich meine NIE!. Man verwendete ein spezielles Kühlmittel, und zwar "flüssiges Metall" um die enorme Leistung des Reaktors zu bändigen. Dieses Kühlmittel hatte jedoch den Nachteil das es bei Erreichen von gerade einmal 125°C sofort erstarrte und den gesamten Reaktor dadurch komplett unbrauchbar machte und zwar auf Dauer! (schwer zu glauben ist aber Tatsache)

Darüberhinaus war der auffrisierte Reaktor extrem empfindlich und neigte permanent zur Selbstzerstörung, was 2 mal auch tatsächlich passierte. Aus Sicherheitsgründen musste der Reaktor selbst im Hafen laufen um ein Überhitzen zu verhindern! Instandhaltung und Reparaturen waren dadurch praktisch unmöglich da man den Reaktor dazu abschalten hätte müssen, dies hätte jedoch unweigerlich auf Grund seiner Konstruktion zu seiner völligen Zerstörung geführt.

Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel wie man ein derartige idiotisches System entwickeln und vor allen Dingen einsetzen konnte, irgend jemand hatte da wohl ein RICHTIG schlechten Tag als er dies entschied!

Die Folge war das die Kühlwasserpumpe(n) mit sehr hoher Drehzahl arbeiten musste um den Reaktor möglichst kühl zu halten. Dies verursachte jedoch enormen Lärm der unter Wasser auf SEHR große Entfernungen zu hören war. Dadurch entstand für diese Boote ein zweifacher Nachteil:

1. selbst wenn Sie so tief tauchen konnten, nützt es nichts wenn einem ein Gegner schon auf große Entfernung hört und dessen Torpedos können tatsächlich NOCH tiefer tauchen.

2. Wenn ein U-Boot so laut ist, kann es seine eigenen Sensoren nur sehr beschränkt einsetzen, da der eigenen Lärm eine genaue Ortung verhindert.

Mit anderen Worten die Alfa Klasse war zwar schnell (ca. 45kn), konnte tiefer tauchen (man schätzt auf max. 800 bis 900m, alles darüber ist maßlos übertrieben) und war enorm teuer (Spitzname Goldfisch)
aber ansonsten war der Eimer zu rein nichts zu gebrauchen.

Die US U-Boote verwenden schon seit Jahrzehnten einen Reaktor der ohne zusätzliche Kühlwasserpumpe auskommt, man spricht von einer natürlichen Konvektion. Dadurch sind die Boote der Los Angeles Klasse schon sehr leise, die Seawolf Klasse dürfte sogar extrem leise sein allerdings viel zu teuer und nach gerade mal 2 Einheiten schon wieder eingestellt. Der Nachfolger die Virginia Klasse dürfte fast auf dem Niveau der Seawolf sein aber eben nicht ganz. DIE Klasse von U-Booten mit dem leisesten Profil ist definitiv die amerikanische Ohio Klasse ein SSBN, also ein strategisches Raketen U-Boot. Sie werden intern bei der Navy als "schwarze Löcher" bezeichnet.

Wie gesagt schnell ist gut für ein U-Boot und tief tauchen zu können ist auch nicht schlecht aber wenn ich dabei soviel Lärm mache das mich im Umkreis von hundert Seemeilen (und das ist keineswegs übertrieben da sich Schall unter Wasser rund 3mal so schnell überträgt wie in der Luft) jedes gegnerisches U-Boot entdecken kann, kann ich mich ebenso gleich selbst versenken! Denn der eigentliche Sinn und Zweck eines Jagd U-Bootes ist es nunmal sich so nah wie möglich an einen Gegner heranzuschleichen um ihn dann im Ernstfall angreifen zu können. Wenn ein Jagd U-Boot diese Kriterien jedoch in KEINSTER Art und Weise erfüllen kann wozu ist es dann bitte gut?

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Fakum12
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BeitragBeitrags-Nr.: 172345 | Verfasst am: 15.06.2009 - 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
U-Boot der Alfa Klasse

Ich rede nicht von den Alfas sondern vom Projekt 945x Barrakuda! Die gelten nämlich auch heute noch als überaus gelungene (aber sehr teure) Konstruktion.

Die Alfas waren in der Tat sehr schnell und dann auch sehr laut. Wobei sie allerdings auch nur so laut waren, wenn sie so schnell fuhren....
Der Lärm war übrigens nur ein Problem - der Widerstand und die Reibung bei Höchstgeschwindigkeit waren so groß, das die Boote teilweise recht stark beschädigt wurden...
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Hieronymus
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BeitragBeitrags-Nr.: 172352 | Verfasst am: 15.06.2009 - 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Fakum12 hat Folgendes geschrieben:
Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
U-Boot der Alfa Klasse

Ich rede nicht von den Alfas sondern vom Projekt 945x Barrakuda! Die gelten nämlich auch heute noch als überaus gelungene (aber sehr teure) Konstruktion.

Die Alfas waren in der Tat sehr schnell und dann auch sehr laut. Wobei sie allerdings auch nur so laut waren, wenn sie so schnell fuhren....
Der Lärm war übrigens nur ein Problem - der Widerstand und die Reibung bei Höchstgeschwindigkeit waren so groß, das die Boote teilweise recht stark beschädigt wurden...


Noch ein weiteres Problem mit einem Rumpf aus Titan (außer dem immensen Preis) ist die Tatsache das Titan im Gegensatz zu Stahl weit weniger elastisch ist. Wenn die Russen also ein U-Boot bauen essen Rumpf aus Titan besteht, haben sie auf Grund der größeren Festigkeit zwar den Vorteil tiefer tauchen zu können (aber wozu bitte?)aber gleichzeitig auch das Problem das dieser Rumpf beim auftauchen und damit "entspannen" enorme Geräusche entwickeln dürfte abgeshen davon das man mit absoluter Sicherheit sehr langsam ab- und auftauchen müsste damit man den Rumpf nihct überlastet (das Titran würde trotz höherer Festigkeit schlichtweg "platzen" weil es bei weitem nicht so elastisch ist wie Stahl und der Rumpf sehr viel Zeit bräcuhte um sich langsam "entspannen" zu können.

Aberr was ich so gut wie nicht verstehe ist warum ich unbedingt tiefer tauchen will, Gut um mich zu verstecken unter Thermalschichten und so, das verstehe ich, wenn ich aber anstelle dessen es schaffen würde einen Antrieb zu konzipieren der von Haus aus leise, also wirklich leise ist, bräuchte ich mich nicht mit so einem Aufwand zu verstecken. Und mal eben 200 oder gar 300 meter tiefer tauchen zu wollen da bedarf es bei der Entwicklung, Konstruktionn und beim Bau, eines gigantischen Aufwandes! Die Amis könnten sicherlich auch ein U-Boot bauen das so tief tauchen könnte, Erahrung haben sie mehr als genug, warum tun sie es also nicht, die Antwort ist simpel: Ihre Boote sind so leise das sie sich nicht noch weiter verstecken müssen. Man spart sich den ganzen Aufwand und buttert statt dessen das Geld in die verbesserung der Sensoren, des Antriebes und so weiter und so fort.

Das schnellste, am tiefsttauchendste, am schwersten bewaffnete, größte oder kleinste U-boot der Welt ist für Quartett Spieler eine wahre Freude aber in der Realität zählt das rein üerhaupt nichts, da kommt es darauf an wie einsazufähig und praktikabel ein Gerät ist.

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Fakum12
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BeitragBeitrags-Nr.: 172355 | Verfasst am: 15.06.2009 - 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
Noch ein weiteres Problem mit einem Rumpf aus Titan (außer dem immensen Preis) ist die Tatsache das Titan im Gegensatz zu Stahl weit weniger elastisch ist.

Schön aus der Wikipedia zitiert. Zwinkern

Und ein U-Boot mit Titanhülle platzt wenn es schnell auftaucht.... Ja ne, is klar.

Lachen Rofl Verrückt Verrückt Rofl Verrückt

Ich werde mich dann mal mit meinem Halbwissen zurückziehen und den Thread den Profis überlassen. ymmd
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Hieronymus
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BeitragBeitrags-Nr.: 172376 | Verfasst am: 15.06.2009 - 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Fakum12 hat Folgendes geschrieben:
Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
Noch ein weiteres Problem mit einem Rumpf aus Titan (außer dem immensen Preis) ist die Tatsache das Titan im Gegensatz zu Stahl weit weniger elastisch ist.

Schön aus der Wikipedia zitiert. Zwinkern

Und ein U-Boot mit Titanhülle platzt wenn es schnell auftaucht.... Ja ne, is klar.

Lachen Rofl Verrückt Verrückt Rofl Verrückt

Ich werde mich dann mal mit meinem Halbwissen zurückziehen und den Thread den Profis überlassen. ymmd


Das das in Wikipedia steht, ist und war mir nicht bewusst. Ich bin von meiner Ausbildung her Maschinenbauingenieur und habe auf diesem Gebiet auch ein paar Jahre gearbeitet, genaugesagt im Flugzeugbau. Zwar habe ich in dieser Zeit nie mit Titan zu tun gehabt aber die Eigenschaften diees Materials sind mir sehr wohl bekannt.

Schiffsbaustahl ist von besonderer Güte. Er muss besonderen Belastungen standhalten und sehr flexibel sein. Jedes Schiff das im Wasser fährt wird durch Dünung und Wellengang verbogen (wenn manch ein Passagier wüsste wie sehr würde er nachträglich noch seekrank werden) Dies ist UNBEDINGT notwendig da ein zu steifer Rumpf schon nach sehr kurzer Zeit und selbst bei relatv geringem Seegang unweigerlich zerbrechen würde. Das gleiche gilt übrigens für ein Flugzeug. Der Tragflügel eines Flugzeuges kann mehrere Meter (ich sag lieber nicht wieviel sonst wird hier gleich den nächsten mulmig) nach oben gebogen werden ohne den geringsten Schaden zu nehmen er federt problemlos zurück, Wäre er absolut steif würde er innerhalb kürzester Zeit nach dem Start abbrechen.

Was hat das mit einem U-Boot zu tun? reichlich viel sogar.

Die Druckhülle eines U-Bootes ist gewaltigen Belastungen ausgesetzt. Wenn ein Boot taucht wird der Rumpf auf der gesamten Oberfläche mit unvorstellbaren Druck zusammengepreßt der mit jedem Meter Tiefe zunimmt. Der Druck ist dabei so groß das der Durchmesser einer Druckhülle dabei um mehrere Zentimeter! schrumpft. Das bedeutet das sich der Rumpf aber auch wieder beim auftauchen "entspannt" also in seine Ausgangsform und Größe zurückgeht. Bei Qualitäts Stahl ist das kein zu großes Problem, da Stahl je nach Qualität mehr oder weniger elastisch ist. <Solange man also nicht zu tief taucht und den Rumpf einem zu hohen Druck aussätze und damit kein permamenter Schaden entssteht wird man der Stahl für sehr lange Zeit seine Elastizität behalten (jahrzehnte je nach Qualität des Stahles)

Titan hingegen ist wesentlich weniger elastisch! Es hält aber auch größeren Druck stand da seine Festigkeit erheblich größer ist. Aber auch ein solcher Rumpf wird unter Druckeinfluss zusammengepreßt, nur halt weniger, aber das ist nun mal ein physikalisches Gesetz, mit Zunahme der Tauchtiefe erhöht sich der Druck und nichts und niemand kann dagegen etwas unternehmen.

Titan ist aber nunmal wesentlich weniger elastisch wie Schiffsbaustahl d.h. beim abtauchen muss ich langsamer an die Sache gehen um den Rumpf nicht zu überbeanspruchen und wenn sich dann die Druckhülle aus Titan wieder entspannen soll, muss das auftauchen auch wieder deutlich langsamer vonstatten gehen, da ansonsten tatsächlich die Gefahr der Rissbildung besteht. Und in einer Tief von einigen hundert Metern unter Wasser ist das nun wirklich das allerletzte was man möchte.

Um also die Elastizität des Titans nicht zu überstrapazieren, muss der Vorgang des Druckaufbau und abbau langsamer als bei Stahl vonstatten gehen, ansonsten besteht die sehr reele Gefahr der Materialermüdung es kommt zur Bildung von Haarrissen und dann ist ganz schnell Schluß mit lustig

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BeitragBeitrags-Nr.: 172378 | Verfasst am: 16.06.2009 - 00:20    Titel: Antworten mit Zitat

Fakum12 hat Folgendes geschrieben:
Hieronymus hat Folgendes geschrieben:
U-Boot der Alfa Klasse


Die Alfas waren in der Tat sehr schnell und dann auch sehr laut. Wobei sie allerdings auch nur so laut waren, wenn sie so schnell fuhren....


Laut Aussagen der Amerikaner eben nicht! Sie, also die Alfas waren ständig so laut das man sie eigentlich immer problemlos orten konnte. Der Grund hierfür liegt in der wohl außergewöhnlichsten Konstruktion Ihrer Reaktoren (und das ist sehr höflich ausgedrückt) Auf Grund dieser Konstruktion mussten die Reaktoren der Alfas ständig laufen also AUCH wenn sie im Hafen vor Anker lagen! Und die Umwälzpumpe(n) für die Kühlflüssigkeit mussten so leistungsfähig sein das sie selbst bei niedriger Leistung eine gewisse Geräuschpegel erzeugten und (wenn es denn stimmt) konnten die amerikanischen Jagd U-Boote die draußen vor der Küste auf der Lauer liegen die Alfas unter bestimmten Bedingungen sogar hören wenn sie im Hafen lagen und der Reaktor quasi auf Sparflamme lief!

Wie gesagt die Alfas waren auf dem Papier eine technisch sehr eindrucksvolle Leistung aber zu welchem Preis und ich reden nicht vom Stückpreis sondern der Tatsache das ein solcher völlig wahnsinniger Reaktor im Westen niemals abgesegnet worden wäre und natürlich war sie obendrein auch noch schwindelerregend teuer.

Ihre Einsatzfähigkeit bzw. Sinnhaftigkeit war schlichtweg nie vorhanden.

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