Gewehrgranatgerät
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162333 | Verfasst am: 29.10.2008 - 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

ZF 41 kannst Du ausschließen. Erstens ragt die Monatge nicht über den Visierfuß und zweitens kann bei montiertem Glas das Granatvisier wohl nicht angebracht werden, da es auf der linken Seite dann zu eng ist.

Also weiter nach möglichen Gründen suchen.
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Remontenreiter
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BeitragBeitrags-Nr.: 162357 | Verfasst am: 30.10.2008 - 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz so schnell gebe ich nicht auf.
Ist diese Aussparung notwendig um den Schießbecher in der Ledertasche richtig zu positionieren?
Gruß Andreas
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AG_Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 162359 | Verfasst am: 30.10.2008 - 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Kann der Schießbecher auch für andere Waffen benutzt werden?

Soweit ich gelesen habe, dürften die ersten Exemplare des StG44 den Schießbecher verwenden können, allerdings ist das StG44 erst sehr spät entstanden, daher müsste man nach Waffen suchen, die es vor Entwicklungsbeginn des Schießbechers schon gab.

Bei der Montage des Visiers für den Schießbecher, muss die Halterung nach vorn zur Kimme gedrückt werden, damit man immer gleiche Sichtverhältnisse beim Zielen hat?
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162364 | Verfasst am: 30.10.2008 - 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

@Remontereiter
Nein, mit der Tasche kann das auch nichts zu tun haben. Wie Du oben siehst, befindet sich das Visier seitlich in einer Lederschlaufe und die Aussparung ist dann in Richtung Montageschlüssel zu finden. Schlüssel und Visier kommen sich aber auch nicht ins Gehege. Es ist schon merkwürdig.

@ AG_Wittmann
Laut Merkblatt 41/23 von 1942 paßt das GGrGer auf jede Schußwaffe 98 ausgenommen K98a und G98/40. Ebenso paßt das Visier nicht beim G33/40. Es wird auch drauf hingewiesen, daß durch andere „Abmessungen des Verbrennungsraumes“ (sprich Lauflänge) die Marken auf dem Granatvisier nicht mehr stimmen.

Mit dem StG kann die Aussparung am Visier auch nichts zu tun haben, denn hier hätte das Visier auf gar keinen Fall gepaßt.
Der Schießbecher läßt sich zwar theoretisch an einige Ausführungen des StG montieren, jedoch war die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten, daß der Schießbecher für diese fortschrittliche Waffe hätte eingeführt werden können. Es gab lediglich Erprobungen.

Was Du mit dem letzten Satz meinst, verstehe ich nicht ganz. Hilf mir mal auf die Sprünge.
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AG_Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 162377 | Verfasst am: 31.10.2008 - 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

http://i35.tinypic.com/29fqxx0.jpg

Bin von deinem Bild ausgegangen, dass man die Manschette für das Granatbecher-Visier immer an das Visier vom Gewehr gedrückt hat, damit die Granatschüsse immer richtig sitzen.
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 162386 | Verfasst am: 31.10.2008 - 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

AG_Wittmann hat Folgendes geschrieben:
Kann der Schießbecher auch für andere Waffen benutzt werden?


Das Heeres-Gewehrgranatgerät war so konstruiert, daß es an fast allen Schußwaffen 98 befestigt werden konnte. Zu den Ausnahmen zählten nur der Karabiner 98a, das Gewehr 98/40 und das Gewehr 29(p). Bei den Gewehren 33/40 und 24(t) ließ sich zwar der Schießbecher anbringen, nicht jedoch das Visier. Hier mußte nach Gefühl gezielt werden.

In der "Geräteliste D.97/1+ (geheim)" vom 01.07.1943 werden für die Gewehre 98/40 und 24(t) extra Gewehrgranatgeräte aufgelistet (Geräte-Nr. 7135 und 7136), jedoch ist mir bislang nichts Näheres über sie bekannt.

Bei allen Waffen außer dem Karabiner 98k trafen auf Grund der unterschiedlichen Abmessungen der Verbrennungsräume die Marken des Granatvisiers nicht genau zu, was sich aber im Einsatz kaum nachteilig bemerkbar machte

An manchen ausländischen Waffen konnte man das Gewehrgranatgerät auch anbringen, mußte aber manchmal die Montage etwas anpassen (z.B. eine Ausnehmung für den Bajonetthalter reinschneiden).

Gruß
Michael
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 162387 | Verfasst am: 31.10.2008 - 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

AG_Wittmann hat Folgendes geschrieben:
Soweit ich gelesen habe, dürften die ersten Exemplare des StG44 den Schießbecher verwenden können, allerdings ist das StG44 erst sehr spät entstanden, daher müsste man nach Waffen suchen, die es vor Entwicklungsbeginn des Schießbechers schon gab.


Das Gewehrgranatgerät paßt an ALLE StG44 und auch die MP43.
Nur nicht an Mkb42(W), Mkb42(H) und MP43/1. Dafür brauchte man den aufschraubbaren Schießbecher.

Gruß
Michael
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162388 | Verfasst am: 31.10.2008 - 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ist das "ALLE StG44" nicht etwas weit gegeriffen?
Als man anfing -zugegebenermaßen spät- die Abdrehung des Laufendstückes beim StG44 wieder zu sparen, paßte auch der Schießbecher mit den Klemmbacken (erneut wie bei MP43/1) nicht mehr. Was den Zuständigen Stellen natürlich bekannt war und doch auch in Kauf genommen wurde, da eine Einführung des Schießbechers so nah nicht schien und die Fertigungsvereinfachung den Vorrang erhielt. Sehe ich das falsch?
Ich hatte meine Aussage oben deswegen extra etwas allgemeiner gehalten.
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 162389 | Verfasst am: 31.10.2008 - 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, also die STG44 die ich kenne haben alle den abgedrehten Lauf. Selbst die 1945-Fertigungen haben den. Kennst Du eines mit nicht abgedrehtem Lauf? Das ist ja interessant.

Ist das auch kein MP41/1-Lauf mit der langen Mündungsmutter? (der evtl. verwendet wurde, weil nichts mehr anderes greifbar war)

Gruß
Michael
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162393 | Verfasst am: 31.10.2008 - 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe auch leider so kein Exemplar.
Wenn ich micht recht entsinne, hatte der Lauf weder Mündungsmutter noch Abdrehung. Ich kann mich täuschen und muß es nachsehen. Melde mich wieder.
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162394 | Verfasst am: 31.10.2008 - 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Habe es gefunden oder besser gesagt, eben nicht. Zwinkern
Du hast Recht. Ich habe das mit dem Wegfall der Gewindemutter in Verbindung mit dem vereinfachten Kornträger in Erinnerung gehabt. Hiervon sind wohl einige Exemplare gebaut worden. Beide Änderungen lassen den Mündungsbereich ganz anders ausschauen, wenn man aber genau hinsieht, dann ist die Kante der Abdrehung doch noch erkennbar. (vgl. Handrich „Vom Gewehr 98 zum Sturmgewehr, Seite 89 oben) Ob die Änderung des Kornträgers Einfluß auf die Klemmbackenmontage hatte, steht dort nicht. Muß mal in seinem neuen Buch nachsehen.
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dauerwelle
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BeitragBeitrags-Nr.: 162397 | Verfasst am: 31.10.2008 - 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nöö, im neuen Buch von Handrich läßt sich auch nichts finden. Das meiste zu dem Thema GGrGer stammt ja sowieso aus Deiner Quelle.
Das Bild, das mir im Kopf rumschwirrte findest Du bei Senich auf Seite 110 oben. Tja, Irrtümer sind dazu da, daß man sie macht.
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Irondigger
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BeitragBeitrags-Nr.: 182309 | Verfasst am: 05.03.2010 - 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Die Rillen im Gewehrgranatwerfer sind fur Beute Karabiner die im Modell auf den Deutschen G oderK98 passen.Z.B:Belgischer polnischer ,da bei diesen Waffen das Laufende nicht dem Aussendurschmesser vom Wehrmachts 98 haben.Im Waffenordnungs Blad Fur Beutewaffen wird uber diese Besonderheit geschrieben.
Winken
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 190459 | Verfasst am: 26.11.2010 - 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, hast Du dieses "Waffenordnungs Blad Fur Beutewaffen"?
Ich kenne es nicht, würde es aber sehr gerne mal sehen. Kannst Du vielleicht einen Scan machen?

Danke & Gruß
Michael
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BeitragBeitrags-Nr.: 190461 | Verfasst am: 26.11.2010 - 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

So, jetzt noch anderes: Ich bin wieder da Winken

Leider war es mir in den vergangenen Monaten nicht vergönnt, mich viel um mein Hobby zu kümmern. Aber jetzt habe ich endlich wieder mehr Zeit.

Dafür ist es mir in dieser Zeit gelungen, doch noch einen Verlag für mein neues Gewehrgranaten-Buch zu finden. Ist ja ganz schön schwierig heutzutage.

Viele Grüße
Michael

http://i54.tinypic.com/2cgdg79.jpg
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