Leichgeschütze
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 159182 | Verfasst am: 10.09.2008 - 13:20    Titel: Leichgeschütze Antworten mit Zitat

Hallo !

Wo waren eigentlich bei den Fallschirmjägerdivisionen die Leichtgeschütze untergebracht ? In einer eigenen Kompanie ?
Statt den 10,5cm & 15cm Haubitzen ? Statt den Infanteriegeschützen ?
Oder hatten die zusätlich noch eine Kompanie ?


Tschüs Winken
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 159255 | Verfasst am: 11.09.2008 - 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Na, keiner ? Keine Ahnung
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177895 | Verfasst am: 15.11.2009 - 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Guckst Du hier Cool

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Fallschirmjagerdivisionen/Gliederung.htm

In allen Einheiten war die Ari in den üblichen Abteilungen gegliedert, dass die Leichtgeschütze mit anderen Geschützarten gemischt wurden halte ich für unwahrscheinlich. Eine besondere Kompaniegliederung (z.b.V.) o.ä. ist mir unbekannt und wird meines Wissens nirgendwo erwähnt.

Gegenfrage: Waren die Fallschirmjäger nicht ausschließlich mit LG ausgestattet? Die ersten wurden ja bereits 1941 auf Kreta eingesetzt. An Kalibern gab es 7,5cm und 10,5 cm, also alles was man braucht. Es gab doch gar keine Veranlassung andere Geschütze, auch wenn sich Gebirgskanonen oder IG unter Umständen geeignet hätten bei der Fallschirmtruppe einzusetzen. Wenn es bei den Fallschirmjägern aber nur LG gab, warum sie dann gesondert gliedern?

Panzer Hurra
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 177910 | Verfasst am: 16.11.2009 - 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Moin!

Ich kann mir sehr gut vorstellen dass die später ausschließlich als Infanterie eingesetzten Fallschirmjäger ihre Leichtgeschütze schnell gegen "normale" Geschütze eingetauscht haben (wollten).

Die Leichtgeschütze hatten vielleicht ihre Vorteile, aber wie bei allen Leichtgeschützen (vergl. z.B. Italiener und Amis) waren sie oft nach dem ersten Schuß aufgeklärt bzw. aufklärbar und gerade an der Westfront war das häufig tödlich. Der entstehende Luftdruck bzw. die freigesetzte Energie wirbelte nach hinten einfach alles auf und war auch sichtbar. Aus einem ähnlichen Grund schoß auch der Sturmtiger so ungerne!

Gruß
Andre
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 177916 | Verfasst am: 16.11.2009 - 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Laut dieser folgenden Gliederung waren die LG in das Artillerie-Regiment integriert.

I./Fsch.Art.Rgt.2: 3 batteries, each 4 x LG2 10,5 cm

http://gliederungundstellenbesetzung.blogspot.com/2008/05/fallschirm-artillerie-regiment-2.html

Viele Grüße
Steffen
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177926 | Verfasst am: 16.11.2009 - 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

OK, heißt also, dass es nur LG in einer regulären Fallschirmjägereinheit gegeben hat und diese nach den normalen Grundsätzen der Artillerie gegliedert waren. Zumindest, solange die Fallschirmjäger auch als solche im Einsatz standen kann man vermuten, dass diese Prinzipien beibehalten wurden. Kann das vielleicht jemand bestätigen?

Panzer Hurra
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 177940 | Verfasst am: 16.11.2009 - 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Le Marquis hat Folgendes geschrieben:
OK, heißt also, dass es nur LG in einer regulären Fallschirmjägereinheit gegeben hat und diese nach den normalen Grundsätzen der Artillerie gegliedert waren. Zumindest, solange die Fallschirmjäger auch als solche im Einsatz standen kann man vermuten, dass diese Prinzipien beibehalten wurden. Kann das vielleicht jemand bestätigen?

Panzer Hurra
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Le Marquis


Hallo,

So ganz schlau werde ich aus Deinem Beitrag nicht.

Der obige Link gibt die Gliederung für den Einsatz in Rußland, also Erdkampf an.

Lt. Buchner (WA So-37: Waffen und Ausrüstung d. dt. Fallschirmtruppe) wurde die LG erstmals in Form einer Batterie auf Kreta eingesetzt. Ab Sommer 1944 wurde die Fertigung der LG eingestellt.

M.E. nach bedeutet dies, daß die LG ursprünglich natürlich eingeführt wurden um ein möglichst leichtes Artillerie-Geschütz für die FJ-Truppe zu schaffen, weil normale Artillerie bei einem Sprungeinsatz nur schwerlich nachgeführt werden kann und selbst wenn, auf Grund des hohen Gewichtes nur schwerlich bewegt werden kann.
Nachdem die "klassischen" Fallschirmjägeroperationen nach der Einnahme von Kreta aber nicht mehr durchgeführt wurden, verblieben diese Waffen trotzdem bei den nun vorwiegend "normal infanteristisch" eingesetzten FJ-Div.

Viele Grüße
Steffen
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 177941 | Verfasst am: 16.11.2009 - 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
verblieben diese Waffen trotzdem bei den nun vorwiegend "normal infanteristisch" eingesetzten FJ-Div.


Nicht ganz, auch bei der Kavallerie gab es nach deren "Wiedererstehen" anfänglich Leichtgeschütze Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 177943 | Verfasst am: 16.11.2009 - 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.

Es gab LG auch bei anderen Formationen, zb. Gebirgsjägern. Ganz klar.

Ich meinte, daß die AR der FJ-Div. ihre Waffenausstattung mit LG beibehielten, obwohl deren urspünglicher Einführungsgrund (niedriges Gewicht für den Abwurfeinsatz) gar nicht mehr von Bedeutung bei ihrem Einsatz als "normale" Infanterie war.

Viele Grüße
Steffeb
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177944 | Verfasst am: 16.11.2009 - 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss vorausschicken, dass ich bisher und bis auf weiteres nur von denjenigen Fallschirmjägerdivisionen (2) gesprochen habe und spreche, die auch als Fallschirmjäger ausgebildet und ausgerüstet wurden. Nach 1941 wurden weitere Fallschirmjägerdivisionen (5) aufgestellt, die offenbar weder voll Lufttransportfähig, noch sprungtauglich waren und möglicherweise auch normales Heeresmaterial erhielten. Die waren eher dem Namen nach Fallschirmjäger

Aber nun zur Frage:

Meines Wissens ja, die Fallschirmjäger waren eine Elitetruppe, die von den Militärbehörden in der Zeit Ihres Bestehens weder in Bezug auf Ihre Privilegien, noch Ihrer Statussymbole angegriffen worden ist. Dazu eine Anekdote: Eine StuG-Batterie hat 1944 ca. 100 Fallschirmjägerhelme angefordert. Grund war, dass man mit den randlosen Helmen aus der offenen Luke besser beobachten konnte. Erst nach langem Ringen mit der Militärverwaltung der Luftwaffe konnten diese Helme bestellt werden, obwohl sie vorrätig waren. Reine Statusfrage.

Auch wenn der Charakter der Einsätze sich insofern geändert hatte, dass diese Truppe nicht mehr sprang, so wurde die Ausrüstung deswegen nicht vollständig umgerüstet. Zum einen waren diese Truppen nun einmal vollständig ausgerüstet und das Material funktionierte. So war keine Notwendigkeit gegeben es auszumustern, das wäre reine Verschwendung gewesen. Zum anderen waren die Fallschirmjäger sehr mobil und konnten sogar mit Ihren schweren Waffen jederzeit auf dem Lufttransportweg verlegt werden. Diese Option würde mit dem Waffentausch weggefallen sein. Außerdem waren die Einheiten an Ihrem Gerät bis zur Perfektion geschult worden, was eine langwierige Umschulung erforderlich gemacht hätte. Gerade in den späteren Kriegsjahren konnte man es sich nicht leisten die Truppe für so lange Zeit von der Front zu entfernen, ohne zwingende Notwendigkeit. Die Fallschirmjäger wurden sehr oft als Feuerwehr eingesetzt.

Bis zum Ende sind die Fallschirmjäger auch als solche aufgetreten und wurden nach den Einsatzprinzipien einer leichten Truppe geführt. Darüberhinaus hatten insbesondere die LG durch ihr geringes Gewicht offenbar solche Vorteile, dass das Waffenamt forderte das SIG 33 (15cm) der regulären Truppe mit dem 15cm LG 290 von Rheinmetall zu ersetzen. Die Fa. Dürkopp begann 1944 mit der Produktion des LG-42, die dann aber wegen des Mangels an Pulver mitsamt der restlichen LG-Produktion im Sommer 1944 eingestellt wurde.

Ich habe noch nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass die Fallschirmjäger umgerüstet worden sind. Soweit ich weiß sagt auch Buchner nichts dergleichen, obwohl er ja die Ausrüstung der Fallschirmjäger beschreibt.

Zu Illustration habe ich hier ein Bild aus Frankreich 1942. Zu sehen ist, das die s.Pz.B. 41 die Fallschirmjägerausführung ist. Demnach hat zumindest diese Truppe kein Heeresmaterial erhalten bzw. wurde auf reinen Bodeneinsatz umgerüstet. Es existiert ein ganz ähnliches Photo vom Monte Cassino, das wäre dann immerhin schon 1943/44.
http://i38.tinypic.com/b6yi3r.jpg.

Ich denke auch, dass es mit Fortschreiten des Krieges ganz unwahrscheinlich ist, dass eine bestehende Truppe auf neues Material umgerüstet wurde, da dieses immer knapp war. Vielleicht kehrt sich hier die oben beschriebene Animosität um. Ob wohl das Heer die Luftwaffe freiwillig mit schweren Waffen versorgt hat? Leider ist die Quellenlage in diesem Bereich schlecht und ich habe viele Ideen vom "Lesen zwischen den Zeilen". Es wäre schön, wenn jemand mit profunderer Fachkenntnis uns aus der Patsche helfen könnte.

Panzer Hurra
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PanzerIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 195933 | Verfasst am: 23.07.2011 - 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.youtube.com/watch?v=ks_Gr9RhftQ

Hier ist die Rede von einem Heinz Goldberg der angeblich 12 Panzer mit einer LFH abgeschossen hat innerhalb eines Tages.Kann mir jemand etwas dazu sagen ?
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 195976 | Verfasst am: 25.07.2011 - 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Könnte Uffz. Heinz Goldberg AR 333 sein, Ritterkreuz am 29.09.1943.


Fred Winken
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