Wurde die Waffen-SS im Vergleich zum Heer besser ausgerüstet
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 142850 | Verfasst am: 17.03.2008 - 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

2. W-SS DR
8/42 - 1/43 Auffrischung und Umgliederung auf PzGrenDiv
4/43 - 6/43 Auffrischung
12/43 - 6/44 Auffrischung / Umgliederung PzDiv
Kampfgruppe "Das Reich" blieb im Osten, abgeschobene Teile waren stärker als Kampfgruppe und fast genauso stark wie normale aufgefrischte HeeresPzD---quelle: Manstein-„verlorene Siege“, Hillebrand



Zustandsbericht "Das Reich" vom 1.12.43

für 1.11. - 31.11.43

Soll: 21739
Fehl: 7972
Ist: 13767

"Kampfgruppe Das Reich" Zustandsbericht vom 1.2.44

Ist: 4575
Verluste im Zeitraum 1.1. - 31.1.44: 1121
macht ein Ist 31.12.43 vom 5696

"Das Reich" wurde im Laufe des 12'43 herausgezogen zur Auffrischung, ziehen wir also vom Ist 1.12.43 von gesamt 13767 (wir gehen davon aus, es gab keine Verluste im Dezember, was sicher nicht so war!) die Stärke der KGr. Das Reich mit Stichtag am 31.12.43 ab: 5696 = 8071

abgeschobene Teile waren stärker als Kampfgruppe und fast genauso stark wie normale aufgefrischte HeeresPzD---quelle: Manstein-„verlorene Siege“,

8071 Offz/Uffz/Mannschaften ist also die Zahl, die Herr v. Manstein als fast genauso stark wie normale aufgefrischte HeeresPzD bezeichnet - nicht vergessen, wir reden von Dezember 1943!



Nun ja. Sei's drum.

Gruss Uwe
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E.Bartmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 148018 | Verfasst am: 21.05.2008 - 18:47    Titel: ausruestung Antworten mit Zitat

Die WAFFEN SS war nicht besser Ausgeruestet als das HEER.Wir in der "LEIBSTANDARTE SS ADOLF HITLER "Regiment "GROSS DEUTSCHLAND" wir hatten die gleiche staerke und Ausruestung.Wie es bei anderen Einheiten war kann ich nicht sprechen.Unsere beiden Einheiten waren immer zusammen im Einsatz.
Wir waren Verstaerktes Regiment das heist mit anderen Worten wenn eine Komp. im Heer 80 Mann hatte so hatten wir 120 Mann aber die Bewaffnung war die gleiche.Wie ich aus verschiedenen Berichte sehe hatte eine S.M G Komp.fuer jedes gewehr nur 3Mann .Wir in meiner komp. 5 Mann an jedem Gewehr fuer die
Munition zum tragen.Ich hoffe das gibt einbisschen mehr klarheit.
verbleibe mit den bestenGruessen


erwin
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BeitragBeitrags-Nr.: 168349 | Verfasst am: 07.03.2009 - 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Und, meine Herren? Irgendwelche neuen Erkenntnisse in dieser Sache? Ich hab in den letzten Monaten keinerlei Nachweis finden können, daß die Waffen-SS in irgendeiner Form bevorzugt ausgerüstet worden war.

Winken

Nicole
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 173556 | Verfasst am: 12.07.2009 - 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bezüglich der Ausstattung der Verbände bzw. der "Entscheidungshoheit" hierüber fand ich im KTB der Org.Abt. III folgenden interessanten Eintrag, er datiert auf den 18.7.42:

Die Forderung des SS Hauptamtes zur Ausstattung der Pz.-Komp. der SS Div. "Prinz Eugen" mit deutschen Panzern wurde abgelehnt. Die Ausstattung der Komp. mit franz. Beute.Pz. Char B 2 wurde angeordnet.

Winken

Jan-Hendrik
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 173584 | Verfasst am: 13.07.2009 - 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

Rellem hat Folgendes geschrieben:

Für mich wäre die SS besser bewaffnet gewesen wenn zBsp. die Wehrmachtsdivisionen den K98 führten und im Gegensatz dazu die SS durchgängig mit Sturmgewehren/Selbstladern ausgerüstet wäre.


Gerade bei den Handfeuerwaffen wurde viel auf dem südeuropäischen Schwarzmarkt für die SS zusammengekauft. Finanziert wurden die Waffen mit den brit. Pfund Blüten der "Aktion Bernhard", eine SS eigene Geldfälschungsaktion in großem Maßstab. Da sollten auch irgendwo noch ein paar Zahlen bei mir rumliegen... *such*
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BeitragBeitrags-Nr.: 173629 | Verfasst am: 14.07.2009 - 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:

Gerade bei den Handfeuerwaffen wurde viel auf dem südeuropäischen Schwarzmarkt für die SS zusammengekauft.


Inwiefern? Hast Du da genaueres?

Nicole
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 173642 | Verfasst am: 15.07.2009 - 02:46    Titel: Antworten mit Zitat

Reiter hat Folgendes geschrieben:
Michael aus G hat Folgendes geschrieben:

Gerade bei den Handfeuerwaffen wurde viel auf dem südeuropäischen Schwarzmarkt für die SS zusammengekauft.


Inwiefern? Hast Du da genaueres?

Nicole


Naja, Zahlen wirst du wohl keine dazu finden, handelt es sich doch um Schwarzmarktgeschäfte auf den Balkan die auch noch mit gefälschten brit. Pfundnoten bezahlt wurden. Grins

Der Waffenankauf erfolgte ja auch nicht direkt, sondern wurden über ein Geflecht von Tarnfirmen des RSHA getätigt. Hervorzuheben ist hier die Person des Friedrich Paul Schwend, wohl einer der schillernsten Hochstapler der Vorkriegsgeschichte, auf des Figur einzugehen ein Buch füllen und damit hier zu weit gehen würde. Er schien aber 1943 von Kaltenbrunner den Auftrag erhalten zu haben, soviele Waffen wie möglich auf dem Schwarzmarkt für die SS aufzukaufen und dafür die Blüten der Operation "Bernhard" zu verwenden. Und er kaufte an der Adriaküste alles von allen auf. Vom Karabiner von jugoslavischen Partisanendeserteuren uber brit. Maschinenpistolen die von den Briten für die Tschetniks abgeworfen worden waren bis hin zu den Waffen der Italiener in Jugoslavien die ja 1943 kapituliert hatten.

Bei einen dieser Aktionen wurde 1943 verwundet und bekam das EK II.
Er trug wohl auch den Rang eines Stabsmajors der Panzertruppen der Wehrmacht.

Kann das mal jemand überprüfen???

Das Verteilernetz trug den Decknamen "AKTION I".
Um mal einen Vergleich zu bieten, über das Netzwerk liefen 6Mio falsche brit. Pfund - 24Mio US Dollar nach damaligen Kurs. Schloss Labers/Tirol hat er 1943 für 2000 Pfund erworben. Nur mal so als Größenvergleich... Grins Natürlich sind davon nicht nur Waffen beschafft worden, allerdings dürfte ein Großteil dafür verwendet worden sein. Dafür wars ja gedacht.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 173647 | Verfasst am: 15.07.2009 - 08:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Er trug wohl auch den Rang eines Stabsmajors der Panzertruppen der Wehrmacht.


Glaube kaum, das sich das Heer solche Kurillen unter die Kutte wuchten ließ Zwinkern

Mehr zu Schwend im AHF

Winken

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 173658 | Verfasst am: 15.07.2009 - 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

@ Michael aus G

Tut mir leid, ich habe meine Frage etwas unbeholfen formuliert.

Ich meinte eher, ob Du oder jemand anders genaue Informationen hat, welche Waffen-Typen bei den Handfeuerwaffen aufgekauft wurden.

Also so wie Du es hier geschrieben hast...

Zitat:
Vom Karabiner von jugoslavischen Partisanendeserteuren uber brit. Maschinenpistolen die von den Briten für die Tschetniks abgeworfen worden waren bis hin zu den Waffen der Italiener in Jugoslavien die ja 1943 kapituliert hatten.


...nur vielleicht etwas präziser; das würde mich interessieren.

Nicole
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 173662 | Verfasst am: 15.07.2009 - 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Reiter hat Folgendes geschrieben:

Ich meinte eher, ob Du oder jemand anders genaue Informationen hat, welche Waffen-Typen bei den Handfeuerwaffen aufgekauft wurden.


Nein. leider nicht. Ich hab mich vor Jahren mal ein bissel mit der Operation "Bernhard" befasst, allerdings jetzt nicht so intensiv. Grins

Nach eigener Aussage Schwends stammten 1943 die meisten Waffen von der zurückflutenden ital. 7. Armee. Viele Waffen hat die Wehrmacht kassiert, aber die meist führerlosen ital. Truppen ließen sich auch wiederstandslos von Schwends Leuten entwaffnen. Es dürfte sich dabei in erster Linie um Handfeuerwaffen/Gewehre jeglicher Art, sowie LKWs, und PKWs für deren Transport gehandelt haben.

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:

Glaube kaum, das sich das Heer solche Kurillen unter die Kutte wuchten ließ Zwinkern


Eben, hat mich auch gewundert gehabt. Grins
Kommt wahrscheinlich von seinem "Sonderkommando - III Panzer Korps".
Ein Mann mit vielen Namen braucht auch die passenden Organisationen dazu... Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 173797 | Verfasst am: 18.07.2009 - 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Waren auch Handfeuerwaffen/Gewehre aus Spanien dabei oder definitiv nicht?

Winken

Nicole
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 179188 | Verfasst am: 23.12.2009 - 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

stefan w hat Folgendes geschrieben:
Da irrt sich der werte Alex.

MP 35 - zwischen 18.000 und 45.000 Stück. (Weiterentwicklung der Bergmann MP-34) (Quelle: Waffenrevue Bd.77)
MP 383 - Anzahl ? - Waffenwerke Brünn
MG 35/36 - Anzahl ? - Knorr-Bremse-Modell entwickelt für Schweden. Bestände wurde von Waffen-SS aufgekauft und bei den Legionseinheiten eingesetzt.
MG 26 (t) - Anzahl ? - In den ersten Kriegsjahren Produktion für Waffen-SS.
MG 37 (t) - Anzahl ? - ehem. tschesch. schweres MG Kulomet vz.37.

(Quelle: Hahn - außer MP35)

Wenn ich mich recht erinnere hab ich irgendwo auch etwas von tschechischen Selbstladegewehren gelesen, welche für die Waffen-SS gebaut wurden. Finde ich aber im Moment nicht.

grüße
st

@Felix
Ich hab vielleicht auch noch anderes zu tun als zig Quellen zu wälzen.
Böse, Angry


Übrigens versuchte sich die SS im weiteren Verlauf des Krieges auch selber als Waffenproduzent...mit wenig Erfolg. Einerseits waren die Industrieunternehmungen der SS mangels entsprechend qualifizierten Führungspersonal plus dem in der SS allgegenwärtigen Filz wirtschaftlich gesehen in etwa so erfolgreich wie der "real existierende Sozialismus", andererseits hat Speer auch erfolgreich das Zepter in der Hand behalten und tunlichst dafür gesorgt, das alle Fäden bei ihm zusammenlaufen, Himmler als auf dem Gebiet eher außen vor blieb.

Winken

Jan-Hendrik
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Guleikoff
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BeitragBeitrags-Nr.: 199141 | Verfasst am: 28.04.2012 - 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bedeutung der Waffen-SS wuchs mit der Ausweitung des Krieges. Ursprünglich war diese "Verfügungstruppe" der NSDAP gar nicht für den Fronteinsatz vorgesehen. Ihre Aufgabe lag im System der Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit des Reiches. Die Oberste SS-Führung wollte aber Hitler ihre Kriegstüchtigkeit beweisen. Gerade in den sehr konservativen Führungsstrukturen des Heeres und der Marine wurde die SS anfänglich als eine "minderwertige Paradetruppe des Parteiordnungsdienstes" angesehen. Die "Polenaktion 1939" sollte ähnlich verlaufen wie im Jahr 1938, mit dem Anschluß Österreichs, des Sudetengebietes und der friedlichen Besetzung der "Rest-Tschechei" praktiziert. Die Kriegserklärungen von Großbritannien und Frankreich am 03.September 1939 stellten dann aber den Beginn den Zweiten Weltkrieg dar. Die deutsche "Polenaktion" war mit ihnen vorher nicht abgesprochen worden und die damaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich fühlten sich dadurch von Deutschland herausgefordert. Die Ausrüstung der späteren Waffen-SS mit Beutewaffen war keine "Herabwürdigung". Die deutsche Rüstungsindustrie war 1939/40 auf einen großen Krieg nicht vorbereitet ! Deshalb waren die auch nach der Besetzung weiter produzierenden tschechischen und französischen Waffenschmieden sehr willkommen. Mit dem Einmarsch in die Sowjetunion änderte sich der Charakter des Krieges zu einem "Weltanschauungskampf" zweier unversöhnlicher Ideologien. Der große Aufstieg der Waffen-SS begann und sie erhielt die Gleichstellung in Bewaffnung und Ausrüstung mit den anderen Wehrmachtsteilen. Erst nach dem gescheiterten Anschlag von Heeres-Offizieren auf Hitler am 20.Juli 1944, erlangte die SS die von ihr angestrebte Bedeutung. Doch es war bereits zu spät, den Krieg mit konventionellen Mittel siegreich zu beenden. Das von der SS kontrollierte Atom-Waffen-Programm wurde zur Kriegsbeute der Alliierten.
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