Expedition Stotzingen nach dem Yemen
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 199864 | Verfasst am: 04.08.2012 - 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

.

Hier noch eine interessante Zeitungsmeldung der New York Times vom 15. November 1915, nach der sich Neufeld schon im Vorfeld in Medina aufhielt.
http://i46.tinypic.com/hwdcw6.jpg
Textquelle: http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F10911F8385B17738DDDAA0994D9415B858DF1D3




LTDAN schrieb am 04.10.2010:
Zitat:
Behind the Ashraf came the crimson banner of our last tribal detachment, the Rifaa, under Owdi ibn Zuweid, the old wheedling sea-pirate who
had robbed the Stotzingen Mission and thrown their wireless and their Indian servants into the sea at Yenbo. The sharks presumably refused
the wireless, but we had spent fruitless hours dragging for it in the harbour.* Owdi still wore a long, rich, fur-lined German officer's greatcoat, a
garment little suited to the climate but, as he insisted, magnificent booty. He had about a thousand men, three-quarters of them on foot, and next
him marched Rasim, the gunner commandant, with his four old Krupp guns on the pack-mules, just as we had lifted them from the Egyptian Army.



Hier eine kurze englische Personenbeschreibung über `Audah Ibn Zuweid, der die Mission ausraubte sowie weitere Details aus dem Jahre 1917.
http://i48.tinypic.com/av8u0.jpg
Bildquelle: Personalities, Chapter VII, Volume II, Handbook of Hejaz 1917,
In: Near & Middle East Titles: Military Handbooks of Arabia 1913 - 1917, Cairo 1917.





Hans Werner Neulen erwähnt in: Feldgrau in Jerusalem, “. . .das deutsche Detachement umfaßte nur fünf Mann. . . “
Major Frh. Othmar v. Stotzingen, Carl Neufeld, (mit seiner Frau?) und ein Leutnant Diel hattest du ja schon erwähnt.
Ebenfalls, dass die zwei anderen Namen noch nicht bekannt sind. Haben diese übrigen Teilnehmer die Expedition überlebt?

In dieser Quelle sind zwar sechs Personen aufgeführt. Hierbei könnte es sich ja um die Frau von Neufeld, als sechste Person handeln. Ebenfalls wird vom Tod der
anderen (beiden?) Missionsmitglieder berichtet: Germany and the Arab question in the First World War. http://www.highbeam.com/doc/1G1-13888721.html

„The German mission, comprising of six persons and led by Major Freiherr Othmar von Stotzingen, traveled by railroad into the Hijaz desert with the Ottoman army unit,
but then reaching the point beyond which no non-Muslims were allowed, it left the Ottoman unit and proceeded alone along the Red Sea coast. It planned to link up with
the ottomans further down the coast and then march on to Yemen. As it continued on its way, it learned chilling news. Bedouins had massacred another German party
during May along the Red Sea coast; it included sailors who had escaped from Java and sought to make their way back to Europe.(33) Only days later, Stotzingen's
group almost met the same fate. On 5 June 1916, as the mission reached Yanbu, the Arab revolt exploded in the Hijaz, and the Germans fled for their lives, throwing
most of their equipment into the sea. Stotzingen and two other officers managed to escape, while the others died at the hands of Bedouin attackers.(34)”


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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 199879 | Verfasst am: 06.08.2012 - 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Baron Othmar von Stotzingen, with at least two aides. His body servant was an Indian deserter from our side, with whom he communicated in English; his interpreter, the notorious . . . Heinrich Neufeld. The latter's Kurdish bride from Damascus

Journal of the T. E. Lawrence Society, 1991: Mecca's revolt against the Turk / D. G. Hogarth

Othmar v. Stotzingen
Heinrich Neufeld
Lt. Diel ???
indischer Deserteur/Diener
2 unbek. Helfer
Neufelds kurdische Frau

Danach könnten es sogar 7 Personen gewesen sein
Ich hoffe ja immer noch, irgendwo die private Korrespondenz Stotzingens aufzutun - aber die ist WIRKLICH schwierig nachzuvollziehen...
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 199881 | Verfasst am: 06.08.2012 - 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Stotzingen and two other officers managed to escape, while the others died at the hands of Bedouin attackers.(34)"

Als Quelle, der Aussage, dass die anderen Mitglieder der Expedition ums Leben kamen, wird nicht nur Antonius, als Verfasser
des Arab Bulletin (No 52?) angeben, sondern dass es sich um eine Abschrift (Beleg?) eines deutschen Telegramms handelte,
welches die Engländer erbeuteten. Dieses sollte sogar eventuell noch heutzutage in Berlin zu erhalten sein?!

Zitat:
" (34.) Antonius, pp. 208-10; and a copy of Stotzingen's report of 30 June 1916, discussing what had happened, |
Abschrift. Telegramm des Militaerbevollmaechtigten Pera vom 6. Juli 1916 an Generalstab Sektion Politik Berlin', NARA/T-137/139/00244."



Darüber hinaus müssen wohl auch noch weitere Briefe von Stotzingen in deutschen Unterlagen vorhanden sein:
Zitat:
(31.) See Major Othman von Stotzingen's four reports of 15 April, 28 April, and 5 May 1916, in German embassy
Constantinople
(von Lossow) to the army's reserve general staff, 15 May 1916, NARA/T-137/139/00210-16.
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 199887 | Verfasst am: 07.08.2012 - 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Das blöde and den T-137 Registraturen aus Kew ist nur, das diese nicht vom PA/AA übernommen wurden
Und das Findbuch für Konstantinopel aus deren Bestand ist einfach zu grob abgefasst Traurig
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 199891 | Verfasst am: 07.08.2012 - 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Schon merkwürdig, dass solche deutschen Botschaftsunterlagen von 1914-1918 nur noch in ausländischen Archiven zu finden sind. - Fragend -
Dann hilft nur noch eins; erst mal selber nach Berlin zum AA. Vielleicht haben wir ja Glück.
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 199893 | Verfasst am: 07.08.2012 - 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Vorhanden sind sie schon - aber wir kennen nur die Registraturnummern aus Whaddon Hall, und die hat man seinerzeit bei der Rückgabe nicht übernommen
Die aktuellen Findmittel hierzulande lassen auch keine Rückschlüsse darauf zu
Wir wissen also, daß es diese Dokumente gibt (Immerhin!), aber nicht, in welchem Verzeichnis
Und deswegen haben wir jetzt diesen ganzen Aufwand mit der Rückwärtssuche
Allerdings muß man den Sachbearbeitern im PA/AA ihre Kooperationsbereitschaft bezüglich unseres Kleinkrams bisher hoch anrechnen!
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