Eisenbahngeschütze und Panzerzüge
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177946 | Verfasst am: 16.11.2009 - 22:34    Titel: Eisenbahngeschütze und Panzerzüge Antworten mit Zitat

Mich interessieren alle Fakten und Informationen über die Geschichte und den Einsatz dieser Artilleriewaffen. Entwicklung, Typen, Einsatzschema, Erfolge, Bewertung usw. Woraus bestanden Eisenbahnbatterien, wie setzten sich die Züge zusammen, wie war der Dienst in diesen Einheiten, wie wurden sie von anderen Truppenteilen unterstützt?

Ich finde es interessant, dass die Waffengattung der Eisenbahngeschütze offenbar ein Ergebnis des "modernen Krieges" ist, aber nach den Weltkriegen komplett verschwindet obwohl Sie erst im WK II den Höhepunkt der technischen Entwicklung erreicht. Gerne können wir hier auch die Panzerzüge diskutieren. Ein schönes Beispiel für die Eisenbahngeschütze ist dieses französische Modell. Erstes Photo zeigt den Einsatz 1917, das zweite Photo denselben Geschütztyp 1945 nach der Erbeutung durch die Amerikaner. Offenbar zunächst langlebig und gleich nach den Kriegen verschwunden.
http://i38.tinypic.com/fon47c.jpg
http://i33.tinypic.com/23sjl0j.jpg
Panzer Hurra
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Le Marquis
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 177948 | Verfasst am: 16.11.2009 - 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Dann musst Du nur in den entsprechenden Themen lesen und keins neu aufmachen.

Fred Winken
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Karat
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BeitragBeitrags-Nr.: 177950 | Verfasst am: 16.11.2009 - 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,Le Marquis
Die Kanonen auf den Fotos sind ,trotz gleicher Lafette, nicht identisch,die erste hat das Kaliber 27,4cm (L/46,7),die zweite28,5cm (L/45).
Fremdgeräte Nr:
27,4cm Kanone(E) 592(f)
28,5cm Kanone(E) 605(f)
mfg karat
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177951 | Verfasst am: 16.11.2009 - 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Da bin ich baff, das ist mir entgangen, woran ist dass denn zu erkennen?

Führt mich verhängnisvollerweise zur Folgefrage nach der Entwicklungsgeschichte der beiden Typen. Möchtest Du etwas dazu beitragen?

@ Fred, ich möchte einen Gesamtüberblick über das Thema bekommen, keine isolierte Diskussion über einzelne Geschütztypen oder das Transport- und Unterstützungswesen führen. Meiner Ansicht nach gibt es das in dieser Form noch nicht.

Panzer Hurra
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Le Marquis
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 177956 | Verfasst am: 17.11.2009 - 08:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, zum Beispiel könntest Du hier weitermachen.

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=3659&highlight=panzerz%FCge

Fred Winken
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177959 | Verfasst am: 17.11.2009 - 09:24    Titel: Antworten mit Zitat

Der Schwerpunkt hier sind Einsenbahngeschütze als die Hauptvertreter der überschweren Artillerie. Panzerzüge sind aufgrund der verwandten Einsatzriterien und aufgrund des bei den kleineren Kalibern fließenden Übergangs zwischen Eisenbahngeschütz(zug) und Panzerzug erwähnt. Sie sollen nicht in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt werden. Lasst uns zunächst einen Überblick über die Eisenbahngeschütze gewinnen, die in der Welt so herumgekrebst sind.

Panzer Hurra
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Le Marquis
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Andre
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BeitragBeitrags-Nr.: 177964 | Verfasst am: 17.11.2009 - 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Hier das 28cm Eisenbahngeschütz, das im Museum der Batterie Todt in Frankreich steht (Aufnahme von 2005).

http://i37.tinypic.com/2hpjgqv.jpg

Gruß
Andre
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 177965 | Verfasst am: 17.11.2009 - 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Photo hab ich letzten Monat bekommen, bin aber noch nicht zum Einordnen gekommen...

http://i34.tinypic.com/mtwf0y.jpg

Winken

Jan-Hendrik
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 177967 | Verfasst am: 17.11.2009 - 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei der von Andre gezeigten 28cm K5 (E) handelt es sich um das Geschütz, daß seit 1992 auf der Landspitze Cap Griz-Nez, der früheren Stellung und dem heutigen Museum der Batterie Todt steht.

Der Werdegang und die Verbringung dieses Geschützes dorthin sind in der Waffen Revue Nr. 89 S. 3ff genau dokumentiert.

Das Geschütz wurde 1980 neben einer Fabrikhalle in Tarbes, Südwestfrankreich wiederentdeckt.
Wahrscheinlich gehörte es zur E-Battr. 749. Baujahr 1941.

Ursprünlich sollte es per Bahn nach Cap Griz-Nez gebracht werden. Dies wurde jedoch von der Bahn wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt, sodaß es im April-Juni 1992 zerlegt per Tieflader dorthin transportiert wurde.

Im Juli 1992 wurde es wieder zusammengebaut und sollte eigentlich restauriert werden.
Wenn man Andres Foto von 2005 betrachtet sieht es aber nicht so aus, als wenn in den 12 Jahren viel passiert wäre.

Viele Grüße
Steffen
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177969 | Verfasst am: 17.11.2009 - 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, dieses Geschütz geistert immer mal wieder durch die Presse und ist mir auch schon einige Male untergekommen. Schade, dass daran nichts gemacht wird, bin fast sicher, dass die Franzosen am Cap Griz-Nez mit den Atlantikwalltouristen einiges an Geld verdienen. Z.B. fehlt der Generator auf der Lafette, den könnte man wenigstens vorübergehend mit einer Atrappe ersetzen. Ich finde, die Lafetten sehen ohne den Generator immer so nackig aus, der fehlt nämlich auch bei der Leopold auf dem Aberdeen Proving Ground.

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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177970 | Verfasst am: 17.11.2009 - 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Dieses Photo hab ich letzten Monat bekommen, bin aber noch nicht zum Einordnen gekommen...


Sieht für mich auf den ersten Blick aus, wie die 28,5cm Kanone(E) 605(f), die Karat auf meinem Photo Nr. 2 für uns identifiziert hat. Nur die Oberfläche über den Schildzapfen und dem Verschluss sieht anders aus. Vielleicht aber auch nur ein Lichtspiel.

Panzer Hurra
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Le Marquis
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 177971 | Verfasst am: 17.11.2009 - 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Le Marquis hat Folgendes geschrieben:
Ja, dieses Geschütz geistert immer mal wieder durch die Presse und ist mir auch schon einige Male untergekommen. Schade, dass daran nichts gemacht wird, bin fast sicher, dass die Franzosen am Cap Griz-Nez mit den Atlantikwalltouristen einiges an Geld verdienen. Z.B. fehlt der Generator auf der Lafette, den könnte man wenigstens vorübergehend mit einer Atrappe ersetzen. Ich finde, die Lafetten sehen ohne den Generator immer so nackig aus, der fehlt nämlich auch bei der Leopold auf dem Aberdeen Proving Ground.

Panzer Hurra
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Le Marquis


Hallo,

ja, wirklich schade, zumal sich etliche Museen aus dem In- und Ausland um das Stück beworben hatten, u.a. auch Koblenz.

Mit dem von Dir genannten "Generator" meinst Du wahrscheinlich die Kraftzentrale. Diese befindet sich aber auf dem hinteren Drehgestell und ist vorhanden, allerdings ohne Innenleben, dh. Maschinensatz usw. Auf Andres Foto kann man gerade noch so den Ladekran sehen, der auf der Kraftzentrale montiert war.
Das vordere Drehgestell ist standardmäßig so "nackig".

Viele Grüße
Steffen
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papa
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BeitragBeitrags-Nr.: 178059 | Verfasst am: 19.11.2009 - 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

In den Datenblättern für Heeres -Waffen -Fahrzeuge und -Gerät von 1944 sind folgende verzeichnet:

15cm K (E)

17 cm K (E)

20,3cm K (E)

K 12 (E) - Kaliber 21,1cm

Th K (E) - Kaliber 23,8cm

Th.Br.K. (E) - Kaliber 23,8cm

K 5 (E) - Kaliber 28,3cm

kz Br K (E) - Kaliber 28,3cm

lg Br K (E) - Kaliber 28,3cm

s Br K (E) - Kaliber 28,3cm

Br N K (E) - Kaliber 28,3cm

Siegfried K (E) - Kaliber 38,0cm


Viele Grüße
Steffen
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hollowhills
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BeitragBeitrags-Nr.: 199052 | Verfasst am: 16.04.2012 - 01:15    Titel: Interessanter Link zum Thema Antworten mit Zitat

Hallo an Alle!
Hier ein interessanter Link zum Thema Eisenbahngeschütze:

http://dx.doi.org/10.5169/seals-43144
kann man auch als Pdf herunterladen!
Hoffe damit zum Thema etwas beigetragen zu haben.
Grüße
von
GUIDO Winken
PS: die ASMZ beinhaltet noch viel mehr lesenswerte Artikel...
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 199870 | Verfasst am: 05.08.2012 - 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

ich möchte was zur

Haubitze 52cm M 1916 (E)

ergänzen

die E-Batterie 686 - ausgerüstet mit dem vorhandenen Einzelexemplar dieses Geschützes - wurde im September 1941 aufgestellt

in der mir vorliegenden Literatur wird vom Einsatz ab Ende 1941 vor Leningrad bis 1944 gesprochen (grob zusammengefasst)

allerdings zeigt die Übersicht des Feldheeres bereits ab Mitte Januar 1942 bereits eine Umbewaffnung auf

2x 40cm Haubitze (E) 752 (f)
(Doppelbewaffnung mit K5)

(eine 52cm-Haubitz (E)-Batterie taucht danach auch nie wieder auf)

der Grund findet sich hier:

http://www.ag-festung-koeln.de/wbb2/thread.php?postid=17108

http://html2.free.fr/canons/can520.htm

und hier weitere Fotos - auch nach der Explosion

http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?t=110331

Uwe

Winken
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