Libyen
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 196482 | Verfasst am: 05.09.2011 - 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:
PIV hat Folgendes geschrieben:

Der Kampf um die größten Ölvorräte Afrikas beginnt


Eigentlich unsinnig, da ja Lybien langfristige Verträge mit den Supermajors hatte. Die größen Oelmultis hatten zugriff auf dieses Oel. Deswegen war Gadaffi ja auch die letzen 20Jahre von ihnen geduldet, man sprach ja immer von der positiven Entwicklung dort... Grins


Das ist so nicht richtig. Die Lieferung von Anlagen, Technik und Experten etc. z. B. aus Italien u. a. Ländern zur Ölförderung wurde von Libyen zwar mit einem gewissen Anteil an der Fördermenge und Konzessionen bezahlt, aber die Ölwirtschaft insg. war weiterhin fest in staatlicher Hand.

Das wird sich nun radikal und grundlegend ändern. Zwinkern
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196487 | Verfasst am: 05.09.2011 - 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:

Das wird sich nun radikal und grundlegend ändern. Zwinkern


Was soll sich groß ändern? Am Ende bleiben die Abnehmer des lybischen Oels dieselben, die großen Oelkonzerne. Die "Freiheitsbewegung" wurde initiiert, damit Gadaffi nicht die Chinesen als Großabnehmer beliefert. Das ist wie bei den Diamantenhandel und De Beers. Du musst nur die Rohstoffbasis kontrollieren um den Markt zu beherrschen. Grins

Und den Markt beherrschen mussen wir/sie. Jede Großmacht hat Energiehunger, jedes Militär ist auf oelbasierender Technologie aufgebaut/angewiesen. Um Großmacht zu sein und die Weltmärkte zu beherrschen, benötigts du also Oel. Viel Oel. Und die anderen auch. Ergo, was du zuviel hast, haben die anderen zuwenig... Gut gemacht!

Denn nur mit "Finanztransaktionen" an der Börse beherrschst du die Weltmärkte nicht, du bescheißt dort nur die Anleger um ihr "Erspartes" und lagerst ihr Vermögen zu dir um. Aber um es nutzen zu können, musst du am Ende immer reale Güter davon kaufen. Ansonsten ist es nur Reichtum auf dem Papier. Man kann aber nunmal, um beim Oel zu bleiben, den Rohstoff zwar fördern und abtransportieren, aber nicht die ganze Lagerstätte aufeinmal umlagern. Also braucht man eine entsprechende Politik um die jahrzehntelange Förderung sicherzustellen. Und natürlich ein leistungsstarkes Militär das diese auch weltweit durchsetzen kann... Grins

Und nichts anderes haben wir in Lybien gesehen. Denn wenn es wirklich um Freiheit und Demokratie gehen würde, müssten auch in Syrien Bomben auf den Präsidentenpalast fallen. Tut es aber nicht. Warum auch. Die haben eh kein Oel oder sonstwas wertvolles. Und als Pufferzone zum Irak braucht die keiner mehr...
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 196489 | Verfasst am: 06.09.2011 - 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Und wie stark das Interesse Chinas an Lybien war kann man sehen das Papiere auftauchen die angeblich trotz Embargo der Vereinten Nationen Waffenlieferungen angestrebt wurden.
Oder wurde auch hier getürkt?

Horrido!Rockhound!
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196491 | Verfasst am: 06.09.2011 - 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Auch interessant zu lesen... Winken

Zitat:
CIA und Gaddafi: Zusammenarbeit bei Folter?
Salzburger Nachrichten vom 3.September 2011

In Libyen gefundene Dokumente enthüllen nach Informationen der „New York Times“ eine enge Kooperation zwischen dem US-Geheimdienst CIA und dem Gaddafi-Regime. So habe die CIA acht Mal Terrorverdächtige in das für seine Folter bekannte Land zur Befragung geschickt.

Hier weiterlesen...


Update:

Hier mal noch der passende Link zum Wall Street Journal...

Zitat:
Tripoli Files Show CIA Working With Libya
By SIOBHAN GORMAN in Washington and CHARLES LEVINSON and MARGARET COKER in Tripoli

The Central Intelligence Agency and Libyan intelligence services developed such a tight relationship during the George W. Bush administration that the U.S. shipped terror suspects to Libya for interrogation and suggested the questions they should be asked, according to documents found in Libya's External Security agency headquarters.

Hier weiterlesen...
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 197118 | Verfasst am: 21.10.2011 - 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nu habense Onkel Gaddaffi doch noch niedergemacht....wollten wohl nicht nochmal so eine Farce durchziehen wie mit Saddam...

Winken

Jan-Hendrik
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 197122 | Verfasst am: 21.10.2011 - 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Nu habense Onkel Gaddaffi doch noch niedergemacht....wollten wohl nicht nochmal so eine Farce durchziehen wie mit Saddam...


Da wollte man wohl sichergehen, das er nicht in Den Haag aussagt... Grins
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 197130 | Verfasst am: 22.10.2011 - 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Und wieder wird in den Medien auch dazu gelogen, vertuscht, verschwiegen und immer nur stückchenweise das zugegeben, was sich nicht länger verheimlichen läßt, wie die gesamte Zeit.

Die Ex-FDJ-Sekrt. hat es geschafft den Bundestag zur Volkskammer-2 und die BRD zur DDR-Reloaded zu machen, da wollen die gleichgeschalteten und obrigkeitshörigen Medien dem ND, dem Politorgan der DDR, natürlich nicht nachstehen. Eine Schande was die Politikerbande aus der Demokratie gemacht hat!
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Mr. X
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BeitragBeitrags-Nr.: 200078 | Verfasst am: 31.08.2012 - 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

seit einiger Zeit beschäftige ich mich mal rein aus Interesse mit dem Bürgerkrieg in Libyen. In diesem Zusammenhang habe ich mir zahlreiche Videos angesehen - und dabei ist mir aufgefallen, dass zahlreiche Schwarzafrikaner unter den Regierungstruppen zu finden waren. Nun hieß es ja, diese seien Söldner und aus eben diesem Grund wurden zig unbeteiligte scharzafrikanische Gastarbeiter vertrieben und drangsaliert. Von offizieller Seite in den Medien wird jedoch in allen Quellen, die ich so im Internet fand, jeweils behauptet, es seien keine schwarzafrikanischen Söldner unter den Regimetruppen gewesen. Zumindest wenn man die Filme sieht, drängt sich mir da ein anderer Eindruck auf. Gibt es denn davon abgesehen, Gliederungen der Regierungstruppen aus der Zeit von März - Oktober 2011 ?
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