Schürzen bei modernen Panzern
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte der neuen Zeitrechnung (ab 1945) » Panzerfahrzeuge
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Grenzwolf
Neues Mitglied


Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 6

BeitragBeitrags-Nr.: 141564 | Verfasst am: 05.03.2008 - 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hy @ all,

also die Schürzen sind nach wie vor vorhanden - aber man sieht sie nicht mehr so gut, weil sie bei den westl. Panzern integraler Bestandteil des Turmes sind und UNTER dem Turmdach liegen, das bis zu ihnen durchgezogen wurde.

Also letztenendes ist das alles schon im II.Wk dagewesen aus der Not der Praxis geboren...
-die fahrenden Sandsackburgen der U.S.&A. (gegen dt. Panzerfäuste -respective deren Zünder) am Kriegsende) "weiche Landung" sorgt für Zünderversager - oder die Flamme der Hohlladung macht aus dem Sand einfach mal nur Glas. Grins

- die aufgeschweißen Federkernroste an russischen Panzern - heute hat sich das Ding zum "RPG-Käfig" gemausert. Treffer-/Zünderauslösefläche minimiert, Zünder spricht nicht an und Geschoß wird durch Eigenenergie am Gitter zerstört.

Ansonsten gibt es i.m.h.o. zwei geradezu dogmatische Schulen (die sich daraus entwichkelten) was Schürzen angeht:

Die "Harten" Peace die wie im II.WK daraufsetzen die Explosion vom Turm fernzuhalten und daher ein Panzerungsschott in einem gewissen Abstand außen um den Turm legen (ob nun ballistisch günstig geformt oder nicht ist eine andere Frage).

Der im Westen recht unbekannte aber bahnbrechende T-64 z.B. hatte beides: ein Schott dessen Hohlraum dazwischen mit SAND (ganz normaler Quarzsand!) gefüllt war um Wuchtgeschosse/KE in ihrem Effekt zu minimieren.

Die "Weichen" Peace
die die kinetische Energie aus dem Geschoß nehmen wollen, um den Zünder lahm zu legen oder die Wirkung zu dämpfen....

Die russische Waffenindustrie kombinierte wie oben schon beschrieben seit dem Bau des T-64 beide Techniken.

http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/4sc5-3y.jpg

Die russische Armee setzt heute erst auf die Hinfortnahme kinetischer Energie des Geschosses und nutzt folglich am Turm (wie an der Seite unter den Schutzblechen) Gummischürzen, die man hier gut sehen am T90 kann.

http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/4sc5-41.jpg

alternativ hier am T80 ist die angeschweißte Stahlschürze gut zu sehen

hier fürs erste einige Beispiele für modernisierte Fahrzeige mit Schürzen

http://www.bilder-hochladen.net/files/4sc5-3v.jpg
ohne Turmschutz - ein chinesischer Typ 69-II in iraghischen Diensten (Modell in 1/35)

http://www.bilder-hochladen.net/files/4sc5-40.jpg
mit Turmschutz ein ebenfalls iragh. T-55 mit Betonblöcken (analog StuG IV/III spätes Baulos)-aber warum das Ding nach der dt. Codiermaschine "Enigma" benannt wird ist mir nicht klar [Kann mir da jemand ein Bild auf die Mattscheibe zaubern?].

Lachen Meine Meinung ist, daß die Reaktivpanzerung auch eine
moderne Abart Schürze darstellt, wenn auch eine enganliegende
ein tarnfarbiges "Catsuite" sozusagen...

Winken
Grüße
vom
Grenzwolf
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jagdtiger
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 21.04.2005
Beiträge: 300
Wohnort: Münster

BeitragBeitrags-Nr.: 141659 | Verfasst am: 06.03.2008 - 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

also, was die reaktivpanzerung betrifft möchte ich doch widersprechen! die mündungsgeschwindigkeit heutiger panzergeschosse ist doch so hoch geworden, dass die reaktivpanzerung gar keine zeit mehr hat rechtzeitig zu explodieren um das geschoss in seiner richtung zu ändern!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Fakum12
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 17.08.2006
Beiträge: 374

BeitragBeitrags-Nr.: 141694 | Verfasst am: 06.03.2008 - 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm.... die Richtung entscheidend zu ändern nicht, das stimmt. Aber die modernsten russischen und israelischen Varianten von Reaktivpanzerungen können doch zumindest die Wirkung von KE Geschossen mindern, indem sie den Penetrator brechen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
eisenhans
Gast





BeitragBeitrags-Nr.: 141700 | Verfasst am: 06.03.2008 - 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Reaktivpanzerung wurde gegen Hohlladungen entwickelt!!! Und zwar unter dem Gesichtspunkt, in diesem Bereich den Panzerschutz bei moderater Kosten- und Gewichtssteigerung zu erhöhen. Gegen kinetische Penetratoren wie z.B. APFSDS aus 120mm Kanone verschossen ist diese Form des Schutzes, wie auch Schürzen, nahezu wirkungslos...
EDIT: Na gut - Kontakt-5 mal ausgeklammert...

gruss

Oliver

s.a.: http://waffen-der-welt.alices-world.de/faq/durchschl/pzdurchschlag.html
http://waffen-der-welt.alices-world.de/faq/pz/panzer.html
Nach oben
jagdtiger
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 21.04.2005
Beiträge: 300
Wohnort: Münster

BeitragBeitrags-Nr.: 141754 | Verfasst am: 07.03.2008 - 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

gebe dir da völlig recht eisenhans!!! Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Grenzwolf
Neues Mitglied


Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 6

BeitragBeitrags-Nr.: 141755 | Verfasst am: 07.03.2008 - 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Grins dito...

..aber wenn man alles zugleich dranbasteln wollte, wäre man ja wieder
bei den Abmessungen der Maus angekommen und dann wird der
Erfndergeist was "neues" kreieren.. Verrückt
Es ist halt ein Geschoß-Panzer-Kreislauf
(der allerdings nur von ober gesehen ein Rund ist...
guckt man von der Seite drauf ist es eine Spirale!)


Tja und die Reaktivpanzerung ist für die
aufgesessene Infanterie ja auch nicht ungefährlich Rot werden
obwohl sie an die guten Haltebügel vom T-44 bis T-62 (T64 nur im A-Baulos)
ja gar nicht mehr rankommen vor lauter Kisten- Kram- und Reaktivgeraffel... Weinen


Keine Ahnung Grenzwolf
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Michael aus G
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 06.05.2007
Beiträge: 1939

BeitragBeitrags-Nr.: 141939 | Verfasst am: 09.03.2008 - 03:26    Titel: Antworten mit Zitat

Grenzwolf hat Folgendes geschrieben:

Tja und die Reaktivpanzerung ist für die
aufgesessene Infanterie ja auch nicht ungefährlich Rot werden


Und bei Doppelgefechtsköpfen weitgehend ihrer Wirkung beraubt... Grins
Außerdem kommen Copperheads doch von oben... Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
MP86
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 05.08.2012
Beiträge: 36

BeitragBeitrags-Nr.: 200845 | Verfasst am: 31.12.2012 - 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Das Wirkprinzip dieser Schürtzen war doch eher, das die Hohlladung weit weg vom Panzer zündete, erst diese 5mm Panzerstahl durchdringen musste, dann noch die ganze Luft zwischen Schürtze und Panzer und dann erst auf die eigentliche Panzerung draf. Hatte zur Folge, das der Metallstachel schon eine Menge Energie verloren hatte und eine viel geringere Wirkung hatte. Auf dem gleichen Prinzip beruht die Zusatzpanzerung, die der Leo seit dem A5 trägt ... kurz gesagt, ich kann nicht nachvollziehen, warum sie nutzlos gewesen sein soll, wie Hoover schrieb. Dazu würde mich auch eine Quelle interessieren, was diese Tests der WaPrüf bei der Firma HASAG angeht. Noch nie was davon gehört. Im Gegenteil, ich kenn nur Aussagen, die sagen, das diese Schürtzen ihre Funktion erfüllt haben, sogar außerordentlich gut ... und was die Thomaschürzen angeht, die wurden in erster Linie gebaut, auf Grund von Materialmangel Zwinkern

@Micha aus G.

Zitat:
Und bei Doppelgefechtsköpfen weitgehend ihrer Wirkung beraubt


Die Aussage kann ich übehauptnicht nachvollziehen. Tandemhohlladungen wurden entwickelt, um Reaktivpanzerung unwirksam zu machen. Die erste Ladung bringt die Reaktivpanzerung zur explosion, macht damit den Weg frei und die zweite Ladung, die Hauptladung durchdringt die Grundpanzerung. Das ist das Wirkprinziep von Tandemhohlladungen ...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Michael aus G
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 06.05.2007
Beiträge: 1939

BeitragBeitrags-Nr.: 200850 | Verfasst am: 01.01.2013 - 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

MP86 hat Folgendes geschrieben:
@Micha aus G.

Zitat:
Und bei Doppelgefechtsköpfen weitgehend ihrer Wirkung beraubt


Die Aussage kann ich übehauptnicht nachvollziehen. Tandemhohlladungen wurden entwickelt, um Reaktivpanzerung unwirksam zu machen. Die erste Ladung bringt die Reaktivpanzerung zur explosion, macht damit den Weg frei und die zweite Ladung, die Hauptladung durchdringt die Grundpanzerung. Das ist das Wirkprinziep von Tandemhohlladungen ...


Das liegt ja auch daran, das du es nicht im Kontext zum von mir kommentierten Post von Grenzwolf gelesen und somit falsch verstanden hast... Grins

Gemeint war von mir, daß die Reaktivpanzerung durch Doppelgefechtsköpfe weitgehend ihrer Wirkung beraubt wird... Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7889
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 200853 | Verfasst am: 01.01.2013 - 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich suche die Unterlagen heraus über die HASAG-Versuche.

Evtl kann ich die mal zusammenfassen mit den ganzen Versuchsbeschüssen.

Ich würde allerdings die heutigen Abstandspanzerungen nicht mit den einfachen Blechschürzen aus dem 2. Wk vergeichen, ich denke, das ist aufgrund der Anbruingung und der Materialien nicht machbar.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
MP86
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 05.08.2012
Beiträge: 36

BeitragBeitrags-Nr.: 200871 | Verfasst am: 04.01.2013 - 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich würde allerdings die heutigen Abstandspanzerungen nicht mit den einfachen Blechschürzen aus dem 2. Wk vergeichen, ich denke, das ist aufgrund der Anbruingung und der Materialien nicht machbar.


Ich schrieb ja auch, dass das Prinzip, wie es funktionieren soll, das Gleiche ist, nicht das die heutigen Abstandspanzerungen das Gleiche wie diese Schürtzen sind Zwinkern
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte der neuen Zeitrechnung (ab 1945) » Panzerfahrzeuge Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Seite 3 von 3

Druckversion

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.