Hermann Göring
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 92941 | Verfasst am: 14.04.2006 - 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

So , ich buddel des Thema mal wieder aus Zwinkern

Habe letztes Wochenende mit ein paar Herren plaudern können , die Hanna Reitsch noch persönlich kannten , ja zum Teil sogar mit ihr geflogen sind . Die Reitsch-Udet und Reitsch-RvG-Geschichtchen sind alle definitiv ins Reich der Märchen zu verweisen !

Noch ein paar Anmerkungen ...

- offiziell übernahm Göring am 7.7.1918 das Kdo. über des JG Richthofen
- seine 22 Abschüsse zwischen 16.11.1915 und 18.7.1918 sind bestätigt , mit Datum und Typ der unten genannten Quelle zu entnehmen
- Während der Gefangenschaft wurde Göring mit Parakodein von seiner Morphiumsucht "entwöhnt"

Quelle :

"Die Generale der Waffen-SS und der Polizei , Band 1 " , Biblio Verlag

Winken

Jan-Hendrik
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Freischütz
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BeitragBeitrags-Nr.: 103984 | Verfasst am: 01.09.2006 - 04:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Haduwollf,
auch wenn ich lange nichts hab von mir hören lassen, so habe ich das Panzerarchiv nicht vergessen und auch nicht unsere Diskussion um Reitsch, Udet, Göring, Greim usw.
Ich möchte unseren Disput gerne fortsetzen. Erstmal hast Du recht, es war die Blohm und Voss 222 und es war auch ein Flugboot (landete ja auf dem Rumpf im Wasser - und nicht auf Schwimmern - die DO X ist für mich das einzige flugfähige Schiff - die Schiffsmerkamle überweigen hier doch meines Erachtens sehr).
So ganz möchte ich die Geschichten von N24 hinsichtlich der Liebesbeziehung Udet und Reitsch nicht vom Tisch wischen. Denn seine Abscheidsworte an Inge Bleier "Ingelein warum hast Du mich verlassen" zeugen ja nicht gerade von einer intakten Beziehung oder ?? Fragend
Aber wem seine letzten Worte tatsächlich galten ist doch allgenmein bekannt.
"Eiserner, warum hast Du mich verraten" diese Worte auf den Spiegel geschrieben, welche kurz nach dem Auffinden der Leiche entfernt wurden, waren an seinen Herrn und Meister gerichtet und klagten diesen an.
Auch zu Deiner Frage, was Skorzeny mit den Kirschkernplänen (eigentlich müsste es nach meinem Kenntnisstand Kirschblüten heißen - wenn man auf das japanische Pendant "Oka" abstellt Idee ) möchte ich Stellung nehmen und zitiere mal Hanna Reitsch aus "Fliegen Mein Leben" Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1951:
"Doch sollte es dann a u s s c h l i e ß l i c h Skorzenys Hilfe sein, die den Plan in kürzester Zeit Wirklichkeit werden ließ" Gemeint ist hier der Plan die die Fi 103 in die Fi 103-Reichenberg umzurüsten. Und weiter:"Er ging dabei ebenso großzügig wie abenteuerlich vor, indem er bei den entscheidenden Stellen alle Bedenken und Hindernisse einfach mit dem Vorwand hinwegfegte, daß er die Vollmachten besitze und angehalten sei, darüber Hitler laufend Bericht zu erstatten"
Ich denke, das müsste Deine Frage beantworten. Obwohl, ich würde das nicht Luftrüstung nennen, das war mehr eine Bastelei, quasi blanker Pragmatismus im Angesicht das baldigen Endes.
Für ernsthafte Luftrüstung waren keine Ressourcen mehr vorhanden, die Chance hatte Hitler selbst verfallen lassen indem er die Düsenjäger als Blitzbomber einsetzen ließ. Dieser Irrsinn Bombe mit Bombe vergelten zu wollen, brachte abertausenden deutschen Zivilisten den Tod. Auch wenn man keine Toten aufrechnen soll, an dieser Stelle muss ich es einfach tun um den Wahnwitz mal in Zahlen zu kleiden: in den vielen Monaten in denen V2-Raketen auf England abgeschossen wurden starben ca.35.000 englische Zivilisten. Ein einziger Bombenangriff auf Dresden, also innerhalb von 24 Stunden, brachte ca. 55.000 Menschen den Tod wobei die Dunkelziffer noch viel höher ist. Den einen einzigen wirksamen technologischen Vorsprung gegenüber den Alliierten, quasi die einzig funktionierende "Wunderwaffe" nicht der deutschen Zivilbevölkerung zugute lassen zu kommen, halte ich für ein Kriegsverbrechen am eigenen Volk.
Da flog die Me262, seit dem 18. Juli 1942, die Rettung vor dem Bombentod aber Herr Hitler faselte was von Blitzbombern die gen Osten fliegen sollten, während Köln Hamburg und Dresden mit ihren Bewohnern in Schutt Asche und Tod stürzten.
Auch der Aufstand der Luftwaffenoffiziere unter Galland konnte daran nichts ändern, Göring hatte einfach zu viel Angst vor Hitler.
Nun aber zurück zum Thema:
Auch wenn Frau Reitsch nicht auf der Ebene der kriegsentscheidenden Politik mitspielen durfte, gewollt hat sie das schon.
Zitat:"Deutschland war nach unserer damaligen Meinung aus seiner ausweglosen Situation nur dann zu retten, wenn es gelingen würde, eine günstige Verhandlungsbasis für ein schnelles Kriegsende dadurch zu schaffen, daß man die wichtigsten Schlüsselpositionen des Gegners und die Zentren seiner Widerstandskraft in schnell aufeinander folgenden Schlägen unter Schonung der feindlichen Zivilbevölkerung zerstörte. Auch wenn die Zahl der der Freiwilligen, die dabei den Tod finden würden, in die Tausende ging, so würde die nur eine geringe sein gegen die Verlustzahlen an der Front und in der Heimat, welche die Weiterführung des Krieges bringen würde".
Frau Reitsch träumte also weiterhin vom Endsieg indem sie Pläne umsetzen wollte die Widerstandskraft der Gegner zu brechen. Also erstmal den Gegner mit Selbstopfermännern in die Knie zwingen und dann über das Kriegsende verhandeln wollen. Und das im Jahre 1943. Wenn das keine Kriegspolitik sein soll, was dann bitteschön ? Ich weiß es nicht.
Du hattest in einem Deiner Postings ironisch gefragt ob Frau Reitsch vielleicht auch eine Liason mit GFM Kesselring gehabt hätte weil sie mit seinem Stab in Kriegsgefangenschaft ging. Ich sage dazu, sie blieb sich bis zum Ende treu und suchte bis zum Schluss Kontakt zu den Leuten die in der Waffengattung der Flieger etwas zu sagen oder Ahnung hatten. Kesselring war ja eine ganz große Nummer bei der Luftwaffe: Chef des Luftwaffenverwaltungsamtes, Chef des Generalstabes der Luftwaffe, General der Flieger, Chef der Luftflotte 1 (befehligte ca. 1000 Flugzeuge),bereitet die Operation Seelöwe mit vor, und und und,ach ich denke das reicht. Und er war Hitler ziemlich treu ergeben. (siehe auch seine beiden Bücher "Soldat bis zum letzten Tag" und "Gedanken zum zweiten Weltkrieg")
Und jetzt noch ein paar Zeilen an Tobias und seine Einschätzung zu besagter Sendung auf N24: Ich kann nicht nachvollziehen warum dies die schlechteste und verblödeste Doku des Jahrhunderts sein soll. Simple Pauschalierungen bringen da nichts. Ich finde es schon ganz gut wenn aufgezeigt wird, dass wenn totalitäre bzw. diktatorische Machtstrukturen, wenn sie in Bedrängnis geraten, auf völlig absurde Ideen und Bahnen gelangen. Das geht dann soweit das junge Menschen in der Blüte ihrer Jahre oder vielleicht noch am Anfang also quasi die eigene Zukunft des Staates, in einen mehr als zweifelhaften Märtyrertod, welcher nichts mehr an der Gesamtsituation ändern kann, geschickt wird. Halte ich schon für sehr absurd und auch für wichtig, dass so etwas den Menschen klargemacht wird. Mag sein dass die Botschaft vielleicht etwas besser verpackt sein kann, aber die Botschaft an sich ist in Ordnung. Gut gemacht! Aber ich hoffe, Tobias wird mir seine gegenteilige Meinung bestimmt noch erläutern.


Für heute solls erst mal wieder reichen,

Gruß Freischütz
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 104284 | Verfasst am: 05.09.2006 - 14:54    Titel: Kurze Antwort... Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

...keine Sorge, Freischütz, eilt doch alles nicht so... Lachen .

..in aller Kürze...der Suggestivnamen für die V1 war definitiv "Kirschkern"..kommt vom "Kirschkern-weitspucken".

Du kannst Dich mühen, soviel Du willst, Hanna Reitsch hatte eben nichts mit den Herren Udet und v. Greim. Man sollte nicht alles glauben, was miese Journalisten so auskochen, alles Geschwätz, siehe auch vorherige Postings.

Daß die deutsche Luftrüstung und deren Inhalt völliger planerischer Quatsch war, siehe auch den Unterschied zwischen Breiten- und Tiefenrüstung, brauchen wir an dieser Stelle nicht wiederholen, ebensowenig Sinn und Zweck des Kriegsverbrechens der Städtebombardements (durch beide Seiten).

Aus dem Wunsch, einen Waffenstillstand aus starker Psoition abzuschliessen würde ich keine "Sehnsucht nach dem Endsieg" herleiten...ein Waffenstillstand ist weit vom umfassenden Endsieg entfernt, aus damaliger Sicht war die Äusserung eines solchen Wunsches sogar schon recht riskant, denn es galt nur der Endsieg und der unbeirrbare Glaube daran...wer einen Waffenstillstand einforderte machte sich strafbar (Wehrkraftzersetzung und Defäitismus) und konnte in Plötzensee am Strick landen.

Ich finde die Sache mit der FW 200 sehr interessant....wo soll die denn startbereit gewartet haben...welche Maschine war es und wer die Piloten?
Einen nächtlichen Start und ein Entkommen der Maschine aus der Umklammerung der alliierten Luftüberlegenheit kann man sich durchaus vorstellen.
Immerhin gehörten auch zwei FW 200 zur Flugbereitschaft des Führers, und er reiste in früheren Zeiten mit den luxuriös ausgestatteten Maschinen einige Male.
Mit dem Condor zur Alpenfestung? Nach Italien? Ins neutrale Spanien oder gar weiter? Hmmmmm....
Fragend

Naja, besser, daß er auf Albert gehört hat.

So, muss wieder an die Arbeit.

Frohes Fabulieren

Euer
Haduwolff Winken
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 112339 | Verfasst am: 05.01.2007 - 23:11    Titel: Flugboot Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

nunja, ich muss zugeben, daß ich mich beim FLugboot vertan hab. Es war eine Blohm&Voss 238, ein wahres See-Ungeheuer, das startklar im Schaalsee lag. Von dem Typ gabs nur eine Maschine, die aber wirklich imposant war.

60,18 Meter Spannweite....wouw! 6.100 km Reichweite hätten gereicht, um gewisse Leute auszufliegen.

Hier ein Film mit dem Monster, das nur ein kurzes Leben hatte:

http://www.youtube.com/watch?v=PVIaOSQBFAE&mode=related&search=

Erstflug 11. März 45, Zerstörung am 4. Mai 45 durch Jabos am "Boden" bzw. getarnt auf dem See. Das Flugzeug war in der Erprobung hervorragend und wurde sofort zum Einsatz freigegeben.

Gruß
Haduwolff
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 120167 | Verfasst am: 21.04.2007 - 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Und hier noch mal eine Übersicht über seinen militärischen Werdegang

Winken

Jan-Hendrik
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 160243 | Verfasst am: 23.09.2008 - 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Göring als Jagdflieger im 1.Weltkrieg:

http://i33.tinypic.com/qouafk.jpg

Quelle:

Hermann Göring - Werk und Mensch von Erich Grießbach

Winken

Jan-Hendrik
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Holger Kotthaus
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BeitragBeitrags-Nr.: 199239 | Verfasst am: 06.05.2012 - 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Noch eine Randnotiz:

Hermann hatte übrigens einen Bruder, der vom 10.11.1910 bis zum 6.9.1918 bei der Schutztruppe in Deutsch-
Ostafrika
diente. Hauptmann Karl Göring wurde im 1.WK einer der erfolgreichsten Abteilungsführer unter
Generalmajor P. v. Lettow-Vorbeck bis er schwerverwundet in Portugiesisch-Ostafrika in Gefangenschaft geriet.

http://i49.tinypic.com/23itiyh.jpg
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johndoe
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BeitragBeitrags-Nr.: 200989 | Verfasst am: 16.01.2013 - 05:04    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich bekam nach einem Bandscheibenvorfall 2010 auch mehrfach Morphium, ebenso viele aus meiner Therapie / Turngruppe. Manche darin sogar über Jahre hinweg. Ich kann jedem versichern das man mit den heutigen Dosierungen schon kaum noch wach bleiben kann, geschweige denn einen täglichen militärischen oder politischen Dienst versehen kann! Autofahren ist fast unmöglich, man redet nur noch verwirrtes Zeug und kann kaum noch zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Einen Mensch der mit Morphium vollgepumpt wurde übersieht man nicht als solchen. Ich gehe mal davon aus das früher noch höher dosiert wurde?

Wie viel Morphium man nehmen muss um dann sogar "fett" zu werden wäre mir auch rätselhaft. Keiner den ich kenne und der Morphium bekommen hat, inkl. mir wurde je dicker. Eher im Gegenteil haben alle in der Zeit abgenommen, weil sie eher lustlos im Bett lagen oder das Mittagessen ganz vergessen hatten. Vom Alter her hatte Göring in meinen Augen das übliche Wohlstandsbäuchlein wie es unzählige Menschen auch noch heute haben. Ich bin auch keine 20 mehr und von damals 55 Kilo auf 85 Kg gewachsen.

Mir ist nicht bekannt ob es exakte und seriöse Unterlagen zu Görings Schmerzmittel Thematik gibt, aber es sollte jedem klar sein das Göring vom Ruf her ein heldenhafter, impossanter Mensch war, ein respektierter "Löwe" mit hoher Intelligenz, wie selbst seine Feinde sagten. Und genau diesen Mann musste man mit allen Mitteln nach dem Krieg zum unsympathischen und dummen Fettsack erklären. Nur so konnte man ihn ohne historische Probleme in Gefangenschaft umbringen. Auch wenn er ev. sogar Selbstmord begangen hat...?!

Es gab dazu auch gezielte Propagandaufträge (Umerziehung der Deutschen).

Die Abneigung gegen Göring ist heute ungewöhnlich hoch und selbst in eher Rechtskonservativen Kreisen gillt er als "Schwein".
Für mich klingt das nach den Ergebnissen einer Anti Göring Kampagne die es in sich hatte und wie sie nicht viele historische Persönlichkeiten je abbekommen haben.

Vielleicht hätte man zum Beispiel mit Dönitz das gleiche machen können und wir würden heute vielleicht von einem unfähigen und drogensüchtigen Admiral sprechen der zu dumm war seine U-Boote zu befehligen? Denn jemandem der den Krieg verloren hat kann ich recht leicht als Idioten hinstellen!

Oder was wäre gewesen wenn Richthofen überlebt hätte? Würden wir heute vom fetten, drogensüchtigen Richthofen sprechen der die Deutsche Luftwaffe verheizt hat?

Wie gesagt, es kann natürlich auch vieles der negativen Geschichten über Göring stimmen. Aber es passt in meinen Augen nicht wirklich zu dem Mann der sich dahin hoch gearbeitet hat wo er am Ende war.

Das gerade auf sein Gewicht immer wieder eingeprügelt wird ist umso erstaunlicher. Weil einfach lächerlich und eher eine charakterlose Gemeinheit auf Kindergartenniveau.
Wie kommt es also dazu wenn nicht aus den Inhalten aus Zeitungen, Filmen, Büchern und Geschichten aus Alliierter Nachkriegszeit die sich bis heute fortsetzen?
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 200992 | Verfasst am: 16.01.2013 - 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

Johndoe, im Prinzip hast Du recht mit Deiner Verteidigung gegen undifferenzierte Verunglimpfungen.

Doch eines darfst Du nicht vergessen. Göring hat sich schon selbst in das denkbar schlechteste Licht gesetzt.

Angefangen bei seinen extravaganten und affigen Prunkuniformen, seiner Ordenssammelwut und puren Protzerei, seinem pseudomittelalterlichen Gehabe in Karinhall, seinem Auftreten als "Reichsjägermeister" hat er sich selbst als Witzfigur installiert.

Dann seine brutalen Fehlplanunen, die falschen Entscheidungen und dummen, markigen Sprüche und Versprechungen.

Die Nummer mit "...dann heisse ich Meier" hat ordentlich reingehauen, und mit der Pleite bei der Luftschlacht um England war er auch bei seinen Fliegern unten durch.

Und die Bevölkerung liess sich auch nicht nur blenden. Göring war zwar populär, aber auch klar die Lachnummer des Regimes.

Göring hat sich zudem als Polizeichef und Gesetzgeber keine Freunde gemacht, und muss sich als Mittäter eben verantwortlich machen. Die Nummer mit dem Reichstagsbrand war dumm und durchsichtig, und so gings weiter.

Aber...ABER Göring war auch eine der wenigen damaligen Grössen, die sich der Bevölkerung stellte, als die Bomben kamen. Seine Auftritte in zerstörten Städten und Betrieben waren nicht nur Propaganda, sondern zeugen von echtem Mitfühlen.

Was aber nicht von seinem massiven Versagen in der Luftwaffenführung ablenken konnte.

Nein, Göring hat sich zur traurigen Witzfigur selbst gemacht und hat Respekt und Ansehen selbst vergeigt.
Unabhängig von einem eventuellen Drogenproblem.
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