Falklands - der vergessene Krieg
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HannesKrötz
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BeitragBeitrags-Nr.: 174031 | Verfasst am: 24.07.2009 - 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ungeklärt ist z.B., ob der eine LVTP7 bei der Invasion wirklich zerstört wurde.


Du meinst die Geschichte mit der Carl Gustav, oder ?
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British_soldier
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BeitragBeitrags-Nr.: 174033 | Verfasst am: 24.07.2009 - 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

keine angst es wird was kommen, und was neu angeht, jeder ist irgendwo neu...

Schön das du dich mit dem Falklandkrieg so beschäftigst mit den 50 büchern, gibt nur wenige, als hier meine grösste Achtung vor dir

Wie gesagt kommst mal ins Britische Militärarchiv mit mir, ich hab die berechtigung si zu lesen und nìzen zu machen, jedoch es auszuleihen darf ich nicht.

ICh werde also am Dienstag ( vorher sind Truppenübungen und Besuche) mir die Mühe machen nach gütersloh zu fahren und die Bücher kopieren.

Hier in Münster wo ich stationiert bin gibt es aber auch ein Haufen Bücher. Leider fehlt mir die Zeit um alles durchzuhacken.

Auf jedem Fall werde ich mich mit anderen Falkländer unterhalten.

Ich vor mir habe hier mal die KAmpfberichte (nicht verwechseln mit dem BAttle honours) vom Welsh guards der Army ( hast du sie auch?) und hier steht dass ein Seargent Patrick Skat von einem Radpanzer verwundet wurde, sich jedoch unter beschuss retten konnte.
Du behauptest jedoch dass keine PAnzer im einsatz waren ,sondern nur dumm irgendwo hinliegen.

KEine Angst dich werde ich schon enttäuschen
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Case793
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BeitragBeitrags-Nr.: 174035 | Verfasst am: 24.07.2009 - 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, Britsh Soldier.

Ich bin neugierig. Warst Du auch bei der Schlacht um Mount Tumbledown dabei?

Übrigens, für einen Briten (Schotten?) ist Dein Deutsch sehr gut. Ich habe in Internet-Foren schon viele Deutsche erlebt, die bedeutend schlechter und unverständlicher geschrieben haben

Gruß,
Christian
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British_soldier
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BeitragBeitrags-Nr.: 174036 | Verfasst am: 24.07.2009 - 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

SChotte mütterlicherseits und Pole väterlicherseits

ICh diene hier schon fünfeinhalb Jahre, ausserdem achte ich immer auf eine korreckte schreibweise im Forum. Und bevor ich NAchrichten schicke korrigiere ich sie immer.

Ja dort habe ich mitgemacht, möchte aber nicht viel dazu sagen


Gruss
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Case793
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BeitragBeitrags-Nr.: 174039 | Verfasst am: 24.07.2009 - 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann ich voll und ganz respektieren.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 174050 | Verfasst am: 24.07.2009 - 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Du meinst die Geschichte mit der Carl Gustav, oder ?


Ja. Angeblich hat der Royal Marine Gibbs den LVTP7 mit einer LAW (66mm) im Mannschaftsraum getroffen. Die Marines Brown und Best haben die Amphibie dann mit einer Carl Gustav (84mm) im Motorraum abgeschossen ("[...Marines Brown and Best finished it with a well aimed round of 84mm trough the front...]")

Die Argentiner haben in ihren Berichten nur, dass die "Amtracs" schwer beschossen wurden. Ein LVTP hat angeblich 79 MG-Treffer geahbt, aber keine wurde von einer Rakete getroffen. Martin MIddlebrook, der erste nicht-argentinische Historkier, der ZUgang zu den Akten und Meldungen hatte (2002) fand auch keine Bestätigung für einen Abschuss. Es wurden zwar einige beschädigt, aber keiner wurde schwer getroffen oder gar zerstört. Ein LARC-5 soll angeblich ein Hindernis im Wasser gerammt haben, aber auch da ging keiner verloren.

Ich denke, es ist ein Irrtum der Briten, die den Amtrac sicher beschossen haben, aber im Gefecht das Halten und Absitzen der Soldaten als Abschuss gewertet haben. Meine Theorie jedenfalls. Auch Gorden Smith hat in seiner (leider sehr drögen) Beschriebung der Kämpfe keinen Hinweis auf einen Abschuss gefunden.

Also gibt es hier die Schulderung dreier Marines und die Aktenlage, die sich widersprechen.

@British Soldier:
Zitat:
und hier steht dass ein Seargent Patrick Skat von einem Radpanzer verwundet wurde, sich jedoch unter beschuss retten konnte.


Wäre interessant. Als Guardsman muss es ja in den letzten Tagen des Krieges gewesen sein. Was also doch (entgegen der Literatur) möglich sein könnte ist, dass ein oder mehrere AML90 irgendwo geschossen haben. Da die Kisten in Port Stanley und Moody Brooke gefunden wurden wäre eine Info sehr interessant. Nur waren sicher AML90.
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BeitragBeitrags-Nr.: 174067 | Verfasst am: 25.07.2009 - 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe die Gliederung der arg. Invasionskräfte bekommen:

Am 2.04.82 waren an der Einnahme beteiligt
Hauptquartier und Fernmelder aus diversen Einhieten: 42 Mann, angelandet per Landungsboot

2. Marineinfanteriebataillon 287 Mann per Landungsboote und Amtracs (LVTP7)

Amphibisches Trabsportbataillon (Batallon de Vehiculos Anfibos) 20 LVTP7 und 5 LARC-5, Besatzungen gesamt 101 Mann

Amph. Kommandokompanie (Compania de Commando Anfobios) 92 Mann per LVTP 7 und Sturmboote

Buzos Tacticos (Marine-Kommandos, ähnlich der SEAL, nur eingesetzt zur Stranderkundung und als Pfadfinder) 12 Mann per Schlauchboote

Marinefeldartillerie (Btl-Stärke) 6x105mm Oto Melara Haubitzen, 41 Mann per Landungsboote

Reservekompanie (1. Marineinfanteriebataillon) 65 Mann, die nach Einnahme per Landunsgboot angelandet wurden

Logistikkompanie (gemischt durch Marineinfanterie und Marine) 84 Mann, die als letzte der Landungstruppen angelandet wurden. Diese haben den Flugplatz Port Stanley zur Ankunft der Verstärkungen durch C-130 vorbereitet.

Ein Oberst sagte bei seinem Verhör nach der Kapitulation, die Streitmacht war völlig übertrieben. Die Einnahme hätte man mit einer oder zwei C-130 durchführen können, die einfach auf dem Flugfeld gelandet wären. Die ca. 100 Mann hätten zur Einnahme völlig gereicht. Die Militärführung wollte aber eine Machtdemonstration zeigen.


Ein interessantes Projekt der Briten fand am 16.05.82 statt. In der Operation Mikado landete ein SAS-Ream in Argentinien in der Nähe des Fliegerhorstes Rio Grande, von dem die Super Etendards und die Skyhawks starteten. Das Kommando sollte die Basis erkunden und die Landung zweier britishcer C-130 vorberieten.

Die SAS wollte in Stärke von 50 Mann dirket auf dem argentischen Fliegerhorst landen und alle vorhandenen Jagdbomber zerstören. Die Männer sollten sich dann nach Chile durchschlagen und sich dort den Behörden stellen. Da das Vorauskommando aber entdeckt wurde setzten die SAS ihren Puma in Brand und gingen nach Chile. Dort stellten sie sich den Behörden und wurden nach GB ausgeflogen. Die Operation Mikado wurde daraufhin abgebrochen.

Schade, wären sicher tolle Kriegsfilme drüber gedreht worden über diese Operation... (Ironie aus).
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British_soldier
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BeitragBeitrags-Nr.: 174088 | Verfasst am: 26.07.2009 - 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

es gab auch SAS operationen in Stanley Flugplatz
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BeitragBeitrags-Nr.: 174098 | Verfasst am: 26.07.2009 - 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab reichlich SAS Operation. Pebble Island, wo sie mehrere Flugziuege zerstört haben, South Georgia, Falkland Sund etc. Winken
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British_soldier
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BeitragBeitrags-Nr.: 174253 | Verfasst am: 31.07.2009 - 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

ach die sas, sagenumwogene Männer die vor nichts zurückschrecken.


Damals hatte man noch gar keine Ahnung von denen, so geheim waren die. In der armee sagten sie dass dort nur die besten hinkommen.
War die erste ihrer art und hatte den nazis im krieg rìchtig den arsch versohlt

paar jahre vorher hatten sie doch so ein konsulat gestürmt oder nicht?


Die argentinier fürchteten sich sogar mehr vÖr denen als vor den ghurkas.



Übrigens dass mit den Radpanzern, ich hab mal rumgefragt, stimmt waren nur AMLs, hab wohl die reserveräder als 3. rad verwechselt........
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BeitragBeitrags-Nr.: 202093 | Verfasst am: 03.06.2013 - 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

lange habe ich nichts mehr von den Falklands geschrieben, habe aber immer nebenbei das Thema weiter bearbeitet und alles an Büchern gelesen, derer ich habhaft werden konnte.

Dabei habe ich über den Veteranenverband der Malvinas in Argentinien Kontakt zu Veteranen bekommen, viele, teils tolle Fotos bekommen und einen Haufen weiterer Infos zusammen getragen.

Ich werde bald darüber berichten. Ist viel bei herumgekommen. Winken
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