Gefechtsberichte
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » schwere Panzerabteilung 503
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Kommandantenneffe
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BeitragBeitrags-Nr.: 182101 | Verfasst am: 28.02.2010 - 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

@HROthomas
die 3 Konrad-Operationen waren doch die Kämpfe um Budapest udn nciht Pommern Fragend
Winken Bernd
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HROthomas
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BeitragBeitrags-Nr.: 182104 | Verfasst am: 28.02.2010 - 05:36    Titel: Antworten mit Zitat

Jo is richtig. habe nie das gegenteil behauptet Grins war mein vorredner... finde die berichte wie gesagt, sehr interessant und würde gerne mehr lesen.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 193057 | Verfasst am: 12.03.2011 - 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mal etwas aus der Chronik des Pz.Rgt. 6 (Gekämpft- Gesiegt-Verloren, Oskar Munzel, S.152):

Zitat:
[...]Am nächsten Morgen- 13.August- hatten wir zur Sicherung einen Vorderhang bezogen. Dabei bekamen wir vom Regiment eine Meldung, das Major Stockmann nicht wiederkäme und ich zunächst die Führung der Abteilung zu übernehmen hätte. Ich erbat, die Abteilung in Hinterhangstellung nehmen zu dürfen, was aber abgelehnt wurde. Im Gegenteil. Ich sollte mit der linken Kompanie vorstoßen, um eine von uns nicht einzusehende Höhe zu nehmen. Dort seien Pak und eingegrabene Feindpanzer, die vernichtet werden müssten. Der Kp.-Chef, Oblt. Sorge, kam zu mir und meinte grimmig: Natürlich würde er den Befehl ausführen, aber dann müßte er sich mit seiner Kompanie auf ewig abmelden, denn er wüßte sehr genau, was ihn dort erwarte. Nachdem wir alten Kampfgefährten uns zunächst >freundlich anbrüllten< kamen grade 3 Tiger von der schweren Abteilung Graf Kageneck von vorne zurück. Jeder Panzer hatte vor wenigen Stunden bis zu 20 Treffer von Kanonen des Kalibers 7,62 bekommen, die zum Teil noch in der Panzerung steckten. Sie waren nun nicht mehr einsatzfähig. Sie kamen gerade von der besagten Höhe zurück, die wir nun mit unseren Panzer IV nehmen sollten. Ich bat den Zugführer, dies dem Regimentskommandeur vorzutragen, und orientierte zugleich unseren Stab. Der Angriff wurde abgeblasen.[...]


Der Bericht ist von Oberleutnant Taulien verfaßt Zwinkern

Winken

Jan-Hendrik
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manfeld
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BeitragBeitrags-Nr.: 200730 | Verfasst am: 22.12.2012 - 14:52    Titel: Um sich hier auch reinzuhängen..... Antworten mit Zitat

Guten Tag,


hier mal was zur Auswertung der Einsätze der schweren Panzerabteilungen aus Sicht der Amerikaner:

"Swinging the sledgehammer: the combat effectiveness of German heavy tank battalions during World War II."

Eine Auswertung über alle schweren Panzerabteilung der Wehrmacht - Hochrehcnung Effektivität etc......

http://cgsc.cdmhost.com/cdm/singleitem/collection/p4013coll2/id/304/rec/1


Mans
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Ghost86
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BeitragBeitrags-Nr.: 205931 | Verfasst am: 31.03.2016 - 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Gefechtsbericht ist eigentlich allgemein bekannt aber vielleicht für manche in diesem Forum noch unbekannt ...

Auszug aus der "Tiger" Fibel:
"Dieser Tiger (des Leutnant Zabel) erhielt im Südabschnitt in 6 Stunden:
227 Treffer Panzerbüchse
14 Treffer 5,2 cm und
11 Treffer 7,62 cm.
Keiner ging durch!"

"Für die Qualität der Panzerung des “Tiger“ sprach die D656/27 (Dienstvorschrift) - die sogenannte Tiger-Fibel vom 01. August 1943 und der im Zusammenhang abgebildete Panzerkampfwagen VI "Tiger". Er hatte während der Kämpfe am Kursker Bogen im Juli 1943 innerhalb von sechs Stunden 227 Panzerbüchsen- und 25 Artillerietreffer erhalten und war trotz zahlreicher Schäden im Laufwerk mit eigener Kraft noch 60km weit gefahren.“[1]

Die in der "Tiger" Fibel genannten Beschussschäden finden ihre Quelle in der Schilderung des Leutnant Zabel, Kampfgruppe "Sander", anläßlich eines Angriffs am 10./11.Februar 1943 auf eine Kolchose, westlich von Sserernikowo. Die Einheit ist in diesem Bericht nicht genannt.[2]

Hier der Gefechtsbericht von Leutnant Zabel, Ostfront 1943: "Am 10. und 11. Februar 1943 sah sich die Kampfgruppe "Sander" bei einem Angriff auf eine Kolchose westlich von Sserernikowo plötzlich einer weit überlegenen Streitmacht gegenüber. Die Tiger im vorn eingesetzten Zug zogen die Masse des feindlichen Feuers auf sich. Das Feuer von Panzern, Panzerabwehrgeschützen und Infanterie mit Panzerbüchsen auf größter Kampfentfernung kam überwiegend aus der rechten Flanke und von vorn. Zu Beginn des Angriffs wurde mein Tiger an der Frontseite der Wanne durch eine 7,62 cm Pak getroffen. Die Kettenglieder die mit einer Stahlstange an der Frontplatte der Wanne befestigt waren, wurden abgeschossen. Wir hörten ein dumpfes Geräusch und fühlten einen leichten Stoß innerhalb des Tigers. Gleichzeitig sahen wir auf dem Boden vor und seitlich vom Tiger viele Fehlschüsse dicht neben und einschlagen. Kurz danach erhielt ich an der Kommandantenkuppel einen Treffer von einer 4,5 cm Pak. Die Halterungen des Winkelspiegels flogen weg. Der Winkelspiegel selbst schweißte sich fest, aber eine Durchsicht wurde durch den Einschlag von Geschoßsplittern unmöglich gemacht. Ein zweiter Treffer an der Kuppel schlug Halterungen vom Turmdach lose. Im selben Moment umgab eine Hitzewelle und eine Wolke aus beißendem Rauch die Besatzung. Zwei Treffer von 4,5 cm Panzerabwehrgranaten und 15 weitere Treffer anderer Panzerabwehrgeschosse wurden nach dem Gefecht an der Kuppel gezählt. Die Ladeschützenluke, die irgendwie klemmte und deshalb offen stand, erhielt mehrere Treffer von Panzerbüchsen, die einige Halterungen abschlugen. Andere Schüsse trafen die Luke und verklemmten die Scharniere, so daß sie nach dem Gefecht nur mit Hilfe einer Brechstange geöffnet werden konnten. Der Feind überschüttete an beiden Tagen den Tiger mit Maschinengewehrfeuer. Die Nebel-Abwurfvorrichtung an beiden Seiten des Turmes wurden durchlöchert, wobei die Nebelkerzen gezündet wurden. Dieser Nebel sickerte im Kampfraum ein und wurde so dicht und hinderlich, daß die Besatzung kurzzeitig außer Gefecht gesetzt wurde. Je mehr der Tiger sich der Kolchose näherte, desto größer wurde die Intensität des feindlichen Abwehrfeuers. Jeder Treffer am Tiger wurde von einem scharfen Geräusch, einem leichten Schlag, einer beißenden Rauchwolke, einem gelb flimmerndem Blitz und einer Detonation begleitet.
Die Nerven der Besatzung waren auf das Höchste gespannt. Wir schenkten Hunger, Durst oder Zeit keine Beachtung. Obwohl der Angriff über 6 Stunden dauerte, dachte die Besatzung, daß nur eine kurze Zeit vergangen wäre.
Nachdem eine weitere 7,62 cm Panzerabwehrgranate die Rohrblende traf, rissen die Rohrvorholer ab, die Rohrbremse begann Flüssigkeit zu verlieren und die Kanone blieb in der hintersten Stellung. Die Erschütterung, verursacht durch weitere Treffer, beschädigte die Funksprechanlage, eine Betriebstoffleitung und den Gangwählhebel beim Fahrer. Der Motor fing Feuer, als die Abdeckung, die den Auspufftopf schützt, abgeschossen wurde. Das Feuer wurde jedoch rasch gelöscht. Eine Sprenggranate, die von der Seite auf den Tiger geworfen worden war, wurde als eine dumpfe Explosion, begleitet von Hitze und Rauch, die den Tiger und die Besatzung umgab, wahrgenommen.
Wir zählten 227 Treffer von Panzerbüchsen, 14 Treffer von 5,7 cm und 4,5 cm Paks und 11 Treffer von 7,62 cm Paks. Die rechte Kette und das Fahrwerk waren schwer beschädigt. Einige Laufrollen und ihre Schwingarme waren durchlöchert. Das Leitrad hatte sich aus seiner Montierung gelöst. Trotz aller Schäden gelang es dem Tiger, noch weiter 60 Kilometer mit eigener Kraft zurückzulegen.
Die Treffer hatten das Aufreißen einiger Schweißnähte zur Folge was verursachte, daß der Betriebstofftank zu lecken begann. Die Ketten hatten einige Treffer erhalten, doch insbesondere diese behinderten Fahrfähigkeit des Tigers nicht. Zusammenfassend kann man sagen, daß die Panzerung des Tiger der intensivsten Beschießung widerstehen kann. Die Besatzung kann sich in das Gefecht mit dem sicheren Wissen begeben, daß sie durch hinreichende Panzerung, die auch das gut gezielte Panzerabwehrgeschoß abhält, umgeben ist."[3]

Ergänzendes Bildmaterial

Der besagte PzKpfw. VI "Tiger I" von Leutnant Zabel nach dem Gefecht: http://de.tinypic.com/r/2hdyvew/9

Auszug aus der "Tiger" Fibel (im Auftrag Guderians verfasst):
http://de.tinypic.com/r/24xmejq/9

Gefechtsbericht (NARA):
http://de.tinypic.com/r/nyzb11/9

Fußnoten und gleichzeitige Quellenangabe

1. Wolfgang Fleischer "Waffen Arsenal Panzerkampfwagen Tiger in der Truppe", Highlight Band 19, S. 32 inkl. zwei Fotos des Tiger (gibts kostenlos als PDF Datei im Netz)
2. "Die Deutsche Panzertruppe" von Jentz, S. 34/35.
3. NARA, siehe Gefechtsbericht von http://www.infanteriedivision.wordpress.com/ (dritter Link beim Bildmaterial)
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