Wirkung eines Abprallers auf die Besatzung
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Worthmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 87816 | Verfasst am: 26.02.2006 - 00:33    Titel: Wirkung eines Abprallers auf die Besatzung Antworten mit Zitat

Moin,
das ist mein erster Beitrag hier, daher: Winken

Meine Frage betrifft die Wirkungen eines Abprallers bzw. einer nicht durchgegangenen Granate auf die Besatzung des Panzers.
Ich kann mir vorstellen das der Aufschlag ziemlich laut ist, im Inneren des Panzers wird sich dieser Effekt sich noch verstärken, also inwiefern war die Besatzung nach einem Treffer vorrübergehend "kampfunfähig"?
Das bei Abprallern die Elektronik versagen konnte und der Lack an der betreffenden Stelle schmelzen konnte ist schon oft diskutiert worden, aber auf die Frage nach der Wirkung auf die Besatzung habe ich noch keine Antwort gefunden.

mfg,


Worthmann
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Tobias
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BeitragBeitrags-Nr.: 87826 | Verfasst am: 26.02.2006 - 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Man muß die Abpraller auch nicht immer laut hören aber es kann sein das im Kampfraum Teile durch die Wucht abgerissen werden und durch die Gegend fliegen. Dabei können sich Besatzungsmitglieder verletzen oder töten.
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BeitragBeitrags-Nr.: 87846 | Verfasst am: 26.02.2006 - 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Worthmann!

erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum.

als Laie der Panzertechnik hab ich mal was dazu gelesen: Gabs da nicht Riesenprobleme mit Panzertürmen aus Gussstahl bei den frz. Panzern,
die nach Treffern wohl so laut dröhnten, dass die Besatzung die Fahrzeuge verlassen mußte. Gleiches meine ich mal von russischen Typen gehört zu haben.


Grüße
Thomas Winken
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waYne
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BeitragBeitrags-Nr.: 87863 | Verfasst am: 26.02.2006 - 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Die Franzosen hatten eher das Problem, das die Nieten sich selbstständig gemacht haben!
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Worthmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 87879 | Verfasst am: 26.02.2006 - 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten!
Abgesehen von den französischen Panzern (In einer Kirchenglocke zu sitzen ist sicher nicht witzig) scheint die Lautstärke des Aufpralls ja eher ein sekündäres Problem zu sein und eine Sache der nervenstärke der Besatzung....
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AG_Wittmann
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BeitragBeitrags-Nr.: 87885 | Verfasst am: 26.02.2006 - 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem mit der Lautstärke hatten die amerikanischen Panzer auch ... jedenfalls die Shermans mit Gußturm ...
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 87887 | Verfasst am: 26.02.2006 - 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde mal so sagen , nachdem was ich aus den Berichten von und Gesprächen mit ehemaligen Panzermännern herausextrahieren kann , ist ( wie so oft Zwinkern ) , das hier eine pauschale Antwort quasi unmöglich ist , da es natürlich auch auf den Panzertyp ankam , das Kaliber und die Art des Geschosses , welches apprallte usw. Kann also von einem kräftigem Durchschütteln der Besatzung nebst rausfallen aller Sicherungen bis zum "im Eifer des Gefechts gar nicht wahrgenommen" reichen ...

Winken

Jan-Hendrik
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Wilden
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BeitragBeitrags-Nr.: 87967 | Verfasst am: 27.02.2006 - 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Ich würde mal so sagen , nachdem was ich aus den Berichten von und Gesprächen mit ehemaligen Panzermännern herausextrahieren kann , ist ( wie so oft Zwinkern ) , das hier eine pauschale Antwort quasi unmöglich ist , da es natürlich auch auf den Panzertyp ankam , das Kaliber und die Art des Geschosses , welches apprallte usw. Kann also von einem kräftigem Durchschütteln der Besatzung nebst rausfallen aller Sicherungen bis zum "im Eifer des Gefechts gar nicht wahrgenommen" reichen ...

Winken

Jan-Hendrik

War da nichtmal was mit einem Tiger-Funker, der seinem Kommandanten nebenbei mitteilte, dass gerade ein Geschoss gerade quer durch den Kampfraum geschlagen war. Fragend So etws habe ich dochmal irgendwo im I-Net aufgeschnappt.
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Markus
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BeitragBeitrags-Nr.: 87979 | Verfasst am: 27.02.2006 - 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wilden hat Folgendes geschrieben:

War da nichtmal was mit einem Tiger-Funker, der seinem Kommandanten nebenbei mitteilte, dass gerade ein Geschoss gerade quer durch den Kampfraum geschlagen war. Fragend So etws habe ich dochmal irgendwo im I-Net aufgeschnappt.


Die Geschichte kenne ich mit dem Pz.38(t) oder leichten russ. Panzern, aber ein Geschoß, daß quer durch einen Tiger(!) geht, sollte doch ... bemerkt werden. Zwinkern

Gruß Markus
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 87981 | Verfasst am: 27.02.2006 - 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Bei Popjel ist zu lesen das bei abprallern auf dem T-34 sich kleinste metallsplitter im innenraum des Panzers lösten und die Besatzung verletzten.Meist aber nur Kratz und Schürfwunden.

Michael1 Winken
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Gefr.d.R.
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BeitragBeitrags-Nr.: 139596 | Verfasst am: 13.02.2008 - 17:31    Titel: Abpraller Antworten mit Zitat

Hallo,
im I.WK mussten die Besatzungen der Tanks Schutzbrillen und eine Art Maske aus Kettengeflecht tragen, da aufschlagende MG-Geschosse im Inneren der Tanks Splitter lösten, die herumflogen und die Männer verletzten.
mfg
Gefr.d.R.
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Nobby
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BeitragBeitrags-Nr.: 139605 | Verfasst am: 13.02.2008 - 18:56    Titel: Re: Wirkung eines Abprallers auf die Besatzung Antworten mit Zitat

Worthmann hat Folgendes geschrieben:
Moin,
das ist mein erster Beitrag hier, daher: Winken

Meine Frage betrifft die Wirkungen eines Abprallers bzw. einer nicht durchgegangenen Granate auf die Besatzung des Panzers.
Ich kann mir vorstellen das der Aufschlag ziemlich laut ist, im Inneren des Panzers wird sich dieser Effekt sich noch verstärken, also inwiefern war die Besatzung nach einem Treffer vorrübergehend "kampfunfähig"?
Das bei Abprallern die Elektronik versagen konnte und der Lack an der betreffenden Stelle schmelzen konnte ist schon oft diskutiert worden, aber auf die Frage nach der Wirkung auf die Besatzung habe ich noch keine Antwort gefunden.

mfg,


Worthmann


Moin,Moin.

In moderne Panzern, wie z.B. Leopard 2 wurden sog. Liner-Platten eingebaut um den sog. "Abplatzeffekt" zu verhindern bzw. zu mildern. Weiterhin können Schott- od. Reaktivpanzerung Begleitschäden eines Treffers "mildern". Wichtig sind auch Entfernung und Geschwindigkeit der Munition sowie der Auftreffwinkel und die Stelle des Treffers.
Nicht umsonst wurden die Turmhydrauliken auf Elektroantrieb umgerüstet und wie die Munition in gepanzerten Kammern im Turmheck oder ganz aus dem Turm verbannt.

Weiterhin darf man aber nicht die Auftreffenergie vergessen. Fahre mal mit dem Auffahrschlitten vom ADAC. Dann weißt du wovon ich Rede.

Ein Schuß aus einer Panzerkanone kommt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 1500m/sek. angeflogen. Auch als unwirksamer Treffer knallt er wie "D-Zug" auf den Panzer. Da kein Besatzungsmitglied einen Sicherheitsgurt besitzt, werden die Körper erheblichen Beschleunigungskräften ausgesetzt. Dazu gibt es auch in den modernen KPz keine Kopfstützen.
Der einzige zusätzliche Schutz bilden die gepolsterten Sprechhauben oder Gefechtshelme mit Sprechsatz.

Die Israelis haben im 6 Tage-Krieg erhebliche Verluste an Panzerbesatzungen durch Genickbruch gehabt.
Die gleichen Erfahrungen mußten die Amerikaner bei DESERT STORM machen.
Die Amerikaner verloren drei M1, dabei einen durch "Friendly Fire".

Dabei starben mehrere Soldaten ebenfalls durch Genickbruch.

Gruß

Nobby
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 206732 | Verfasst am: 10.09.2016 - 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nach über 8 Jahren dann noch ein Nachtrag von mir.

Beim Großflugtag 1981 in Werdohl-Küntrop konnte ich mich zufällig mit einem ehemaligen Besatzungsmitglied (Funker) eines Tiger II unterhalten und stellte ihm
genau diese Frage. Er meinte hierzu nur, es habe einen enormen Knall gegeben, danach habe man sich geschüttelt und sei weitergefahren.

Verrückt ist, dass ich mich nicht mehr an den Namen des Funkers aber noch genau an das Autokennzeichen erinnern kann. Verrückt

Winken
Thorsten
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