Armee Wenck (12.Armee)/ Entsatz in den Tod
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 196368 | Verfasst am: 25.08.2011 - 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

In Henrik Schulze, 19 Tage Krieg, S.373, wird eine SS-Kampfgruppe Stübing erwähnt, die mit 300-400 Mann sich nördlich Genthin eine heftige Schlacht mit den Russen um das Dorf Zabakuck geliefert haben...die Rote Armee konnte das Dorf erst am 7.Mai endgültig besetzen.

Führer der Kampfgruppe war der DKiG-Träger Hstuf. Hans Stübing aus Föhrde in Brandenburg.

In der Führerliste zuletzt geführt im November 1944 als Chef der 2./SS-PzRgt.1.

Wo kamen die Soldaten her? Ers.Truppe LAH?

Winken

Jan-Hendrik
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Bonzo
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BeitragBeitrags-Nr.: 196369 | Verfasst am: 25.08.2011 - 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jahn Henrik
Ich habe mir auch oft diese Frage gestellt, da es offenbar die einzige SS Kampfgruppe war, die in Brandenburg Havel im Einsatz waren. Aber wo kamen die her und wo gingen die hin ? Ein Veteran, der zusammen mit dieser Einheit die Brandenburger Altstadt verteidigte, berichtete mir, dass einige alte Hasen dabei waren aber auch viele ganz junge Jahrgang 28 die hauptsächlich aus der Neumark kamen.
Übrigens wurde Zabakukck nich von der Kampfgruppe Stübing, sondern von der Kampfgruppe Haaf zurückerobert. Aber vielleicht wahren die weiter nördlich im Ort Altenklitsche im Einsatz. Dort liegen über 50 Gefallene auf dem Dorffriedhof und ich konnte nie herausfinden, welcher Einheiten die angehörten. Meine Vermutung ist, dass es eventuell diese Kampfgruppe war, oder auch Div. Konitzky. Kampfgruppe Stübing war aber noch in Zabakuck, bevor die Russen den Ort besetzt haben, die sollen aber nach Angaben des Btl. Artzes der Fallschirmjäger in Richtung Nord abmarschiert sein.
Gruß Bonzo
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 196371 | Verfasst am: 25.08.2011 - 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ick war nicht bei der Division 'Jahn' Grins

Danke schon mal für Deine Ausführungen Zwinkern

Ich hab heute mal mit dem Autor telefoniert und wir sind übereingekommen, dass da noch einige Sachen zu klären sind...und genau solche Punkte reizen mich natürlich rein detektivisch sehr!
Ist übrigens schwer in Ordnung, der Herr Schulze Gut gemacht!

Winken

Jan-Hendrik

P.S.

Parallel habe ich hier noch einen Thread zu Stübing im Jahre 1945 eröffnet.
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Andi 2008
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BeitragBeitrags-Nr.: 196376 | Verfasst am: 25.08.2011 - 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hi
Könnte es sich bei den SS-Verband um Teile des SS-Kraftf.Ers./Ausb.Reg.1 handeln?
Andi
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Bonzo
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BeitragBeitrags-Nr.: 196381 | Verfasst am: 26.08.2011 - 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jan...tut mir Leid mit Jahn...habe bestimmt zu viel in dem genannten Buch gelesen.
Ja Schulze ist schon in Ordnung...aber er hätte auch ruhig mal mit mir Kontakt aufnehmen können, während seiner Recherchen...dann hätte man noch einiges gerade biegen können. Z.Bsp. die Mähr von dem Brückenkopf bei Havelberg, den die Div. U.v.Hutten angeblich verteidigt hat....der Brückenkopf war in Schollene. U.v.Hutten war nicht in Havelberg!!! Das hat Gellermann falsch interpretiert...und alle habens abgeschrieben. Voigt hatte mir nach mehrmaligem Gesprächen berichtet, dass er eine Einheit aus Sandau geholt hat, zur Verstärkung. Er wusste nicht welche Einheit das war. Da Gellermann U.v.Hutten genannt hat, ist er davon ausgegangen, dass es diese waren. Dann sind da noch einige Kleinigkeiten...aber ansonsten große Leistung, sehr zu empfehlen...
hast Du fein gemacht Herr Schulze Gruß Bonzo
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 196385 | Verfasst am: 26.08.2011 - 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Dann melde Dich bitte mal direkt bei ihm, er ist für jegliche Korrektur für die 2.Auflage sehr dankbar!

Dafür

Jan-Hendrik
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Pistole 08
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BeitragBeitrags-Nr.: 196654 | Verfasst am: 21.09.2011 - 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Bonzo hat Folgendes geschrieben:
Hallo kein Zeitzeuge

Ich glaube dass Anwohner aus der Gegend 2 verschiedene paar Schuhe zusammenmixen.
Die deutschen Panzer in Bamme sind die Reste des Pz Rgt. 2 die in Nauen nach Berlin rein sollten, aber sich dann doch lieber in Richtung Westen über Möthlow, Nennhausen Bamme Gegend von Havelberg bis Wittenberge abgesetzt hatten.
Ein Lt und Panzerkommandant berichtete mir einmal, dass in Grünigen und Bamme die Russen etsetzlich gehaust hatten, als sie durch den Ort fuhren und in Rathenow wieder auf deutsche Treuppen trafen...
In Premnitz war eine Auffangstellung der Berliner Ausbruchsgruppen die über die Brücke in Päwesin kamen, bis zum 4. Mai war die Brücke noch offen, dann versperrte ein abgeschossenes deutsches Sturmgeschütz die Zufahrt.
Da muss schon einiges an fahrbare deutsche Kampftechnik durch Premnitz durchgekommen sein, dass man dann an der Havelfähre bei Milow stehen lassen musste. Gruß Bonzo


Hallo Bonzo!

Den Ort "Grüningen" kenne ich in unserem Landkreis nicht. Der Lt. wird den Ort "Gräningen" gemeint haben, dieser liegt in Sichtweite von Bamme entfernt, ca. 2 Km.

Literaturtipp zu den Kämpfen um die "Festung Rathenow":

"Die ersten Tage des Friedens'' Tagebuch des Superintendenten Georg Heimerdinger.
Er beschreibt in Tagebuchform die Tage vom 24.04.45 bis 01.09.1945

Dann noch : Günter Müller ,,Letzte Kriegstage in Rathenow 1944/ 45''
Er war als Soldat in Rathenow eingesetzt und beschreibt seine Erlebnisse.

Die Kämpfe um RN fanden vom 24.04.45 bis 06.05.45 statt. Es wurden die Havelbrücken gehalten, damit sich die Armee-Wenck darüber Richtung Tangermünde/Elbbrücke absetzen konnte. Die Altstadt wurde zu ca. 80% zerstört, die Innenstadt zu ca. 60%.

Gruss

P08

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Matte
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BeitragBeitrags-Nr.: 200199 | Verfasst am: 04.10.2012 - 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich will hier mal ein paar Sachen zur 199. Inf.Div. aufbringen. Gellermann schreibt ja, dass dem XXXXI. Panzerkorps Teile der 199. Inf.Div. zugeteilt wurden, die aus dem Raum Oslo zugeführt werden sollten, aber bis zum 29./30. April nur ein Regiment der Division den vorgesehen Einsatzraum Friesack erreicht. Es konnte „nur das Regiment Boßen/199.I.D. für die Zeit ab 29.April im Raum Stölln nachgewiesen werden“...

Die 199. Inf.Div. wurde aus Norwegen nach Dänemark verfrachtet. Im KTB des W.B.Dän. kann man nachvollziehen, wann welche Teile der 199. Inf.Div. in Dänemark eingetroffen und wieder abtransportiert worden sind.

Die erste Kampfgruppe um das Grenadier-Regiment 357 ist bis zum 20.04.1945 abgefahren. Die zweite Kampfgruppe wird um das Grenadier-Regiment 345 aufgestellt. Am 25.4.45 heißt es dann zur 199. Inf.Div.: 2 Kampfgruppen mit 16 Zügen abgerollt.

Am Abend des 23.04.45 geht ein Schreiben mit höchster Dringlichkeitsstufe vom WFSt./Op.(H) bei der 12. Armee (Wenck) ein. In dem es unter 4. heißt:
„Der röm. 41.Pz.Korps (Gen. Holste) sind beschleunigt zur Durchführung seines Auftrages in den Raum Nauen – Fehrbellin – Rathenow nachzuführen:
a) röm.39.Pz.Korps.
b) Masse 199.Inf.Div., für deren 2 Regimenter die Ausladeräume durch Wehrmachtstransportchef sofort dem neuen Versammlungsraum anzupassen ist.

Zur 2. Kampfgruppe gehörte u.a. die 3. Kompanie des Pionier Bataillons 199 (mot). Von zwei Angehörigen dieser Einheit wurden bei Umbauarbeiten im Rathaus Kyritz die Soldbücher gefunden.

Kann es sein, dass beide Kampfgruppen noch in den Bereich der Armee Wenck gekommen sind, wenn auch nicht rechtzeitig bzw. in den allgemeinen Rückzug gerieten?

Winken Gruß Matte
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wirbelwind
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BeitragBeitrags-Nr.: 201025 | Verfasst am: 20.01.2013 - 15:07    Titel: brückenkopf bei schollene Antworten mit Zitat

Bonzo hat Folgendes geschrieben:
Hallo Jan...tut mir Leid mit Jahn...habe bestimmt zu viel in dem genannten Buch gelesen.
Ja Schulze ist schon in Ordnung...aber er hätte auch ruhig mal mit mir Kontakt aufnehmen können, während seiner Recherchen...dann hätte man noch einiges gerade biegen können. Z.Bsp. die Mähr von dem Brückenkopf bei Havelberg, den die Div. U.v.Hutten angeblich verteidigt hat....der Brückenkopf war in Schollene. U.v.Hutten war nicht in Havelberg!!! Das hat Gellermann falsch interpretiert...und alle habens abgeschrieben. Voigt hatte mir nach mehrmaligem Gesprächen berichtet, dass er eine Einheit aus Sandau geholt hat, zur Verstärkung. Er wusste nicht welche Einheit das war. Da Gellermann U.v.Hutten genannt hat, ist er davon ausgegangen, dass es diese waren. Dann sind da noch einige Kleinigkeiten...aber ansonsten große Leistung, sehr zu empfehlen...
hast Du fein gemacht Herr Schulze Gruß Bonzo

hallo,
bin Newcomer im Forum und befasse mich u.a.auch mit dem Schicksal der 12.armee. Nach meinem Kenntnisstand hat es zwischen Molkenberg und Parey auf der anderen Havelseite nur einen russ. Brückenkopf gegeben...Was ich nicht verstehe,dass der Division Graudecker im Abwehrkampf solch eine wichtige Rolle zugedacht wurde.das waren doch in der Regel V-Waffen Spezialisten, die kaum infrantristisch ausgebildet waren und die nicht in die Hände der Russen fallen sollten.
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Matte
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BeitragBeitrags-Nr.: 207086 | Verfasst am: 28.10.2016 - 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe hier immer noch diesen Zettel mit Angaben von:

Oberstleutnant Wilhelm Töllner

geb. 17.05.1897 Wardenburg (Oldenburg)
gef. 02.05.1945 Havelberg

1914 nach Bestehen des Notabiturs im humanistischen Gymnasium in Oldenburg Kriegsfreiwilliger beim Inf.Reg. Nr. 91, Teilnahme an den Kämpfen in Polen, Russland und Frankreich (Verdun), schwer verwundet. 1919 als Leutnant d.R. entlassen, EK2 u.a. Orden, 1921 Teilnahme an den Kämpfen in Oberschlesien.

1936 wieder bei der Wehrmacht eingetreten, Leiter verschiedener Wehrmeldeämter, 1941 zu den aktiven Truppenoffizieren überführt. 01.07.1942 Oberstleutnant, gegen Ende des Krieges als Kampfkommandant in Havelberg eingesetzt und als solcher gefallen.

Ob er tatsächlich Kampfkommandant in Havelberg war, kann ich nicht sagen.

Winken Matte
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Bonzo
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BeitragBeitrags-Nr.: 207090 | Verfasst am: 29.10.2016 - 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ist ja interessant Dein Beitrag.
Wie kommst Du zu der Info das er Kampfkommandant von Havelberg war?
Voigt, der auch am 2.5.45 in Havelberg als HJ Füher kämpfte meinte, dass der Kampfkomandant Ritterkreuzträger und Luftwaffenofizier war. Aber es ging ja zum Schluss drunter und drüber und verlässliche Infos sind schwer zu finden. Gruß Bonzo
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Matte
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BeitragBeitrags-Nr.: 207095 | Verfasst am: 30.10.2016 - 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Das stand in einem Buch. Den Titel weiß ich nicht mehr. Es ging in diesem nicht um das Kriegsende in Havelberg. Es ging um Genealogie. Dort war der Stammbaum von Oberstleutnant Töllner dargestellt. Ist halt ein Zufallsfund. Wieviel da dran ist, dass er Kampfkommandat in Havelberg war, kann ich auch nicht sagen.

In den Lagekarten der Heeresgruppe Weichsel steht bei Havelberg Brinkmann.

Winken Matte
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 207343 | Verfasst am: 28.11.2016 - 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
BeitragBeitrags-Nr.: 193067 | Verfasst am: 12.03.2011 - 19:29 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Gruß.

Westerhüsen/Schönebeck:

- am 12.April setzte die 83.US ID 2 Btl. Inf. über die Elbe
- am 13.April 1 weiteres Btl. Inf.
- am 14.April Gegenangriffe vom I./Gren.Rgt.Scharnhorst 2+ StuG von StuGBrig 243
- Artilleriefeuer der 2.US PD
- Brückenkopf beseitigt
- ca.220 US Soldaten als Gefangene


Laut

Der Kampf um Tangermünde am 12. und 13.April 1945 von Friedrich-Wilhelm Schulz, abgedruckt in der Altmärker Zeitung v. 19.3.2016, wurde der Brückenkopf von der Kampfgruppe A der 2.Panzerdivision gebildet.

Winken

Jan-Hendrik
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