Detailierte Angaben zur Operation Zitadelle
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udalerikus
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BeitragBeitrags-Nr.: 196451 | Verfasst am: 31.08.2011 - 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe mal eine kniffelige Frage zur Einheit in einem bestimmten Gebiet.
Ich habe das Tagebuch eines Landsers, der sich nach der Genesung ende 1942 zur 'Sturmartillerie' meldet. Genau definiert er das leider nicht. Er ist bei einem Ersatztruppenteil in Schweinfurt. Das könnte sowohl das StuG-Ersatz-Abteilung 200 sein oder das Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 12. Im Januar/Februar geht es dann Richtung Roslavl-Orel.
Am 31.1. wird die Abteilung 'in Stodolitsche, drei km vor Roslawe, mit neuen Geschützen 7,5 Langrohr ausgestattet'.
Dann ist er ende Februar in Dimitrowk/Dmitrowks/Dmitrowsk und Morewow. Die ganzen Orte entsprechen nicht der Originalschreibweise, sind wohl nach der Aussprache geschrieben. Zu D. scheint es aber so, als wenn zwei D. gemeint sind. Tatsächlich gibt es ein Dmitrowsk SW von Orel und ein ähnlich geschriebenes NW von Orel. Leider habe ich auch keine guten Karten. Maps hilft da nicht sehr. Zumindest gibt es da im März Gefechte und immer wieder ist sein 'Geschütz' wegen Motorschaden oder gerissenen 'Kreuzgelenk' in der Werkstatt. Am 1. März geht seine Einheit mit den Sturm-Regimentern 14, 195, 215 in Stellung. Am 5.3.43 ist der erste Einsatztag.
Dann ist mal wieder des Motor kaputt, und er wird nach Woschenka abgeschleppt.
Am 15.3. wird ein Zug Infanterie abgeschnitten und vernichtet. Sie werden am 21.3. in der Kirche Dmitrowsk (jetzt wohl richtig geschrieben) aufgebahrt. Am 24.3. schreibt er, dass Leutnant Clefmann gefallen ist. Es handelt sich wohl um den Zugführer der StuG-Abteilung 189. Sein Zugführer ist ein Leutnant Huber.
Was mich wundert: bei dem Dmitrowsk SW von Orel können zu dieser Zeit in der Nähe doch keine längeren Gefechte stattgefunden haben, da die HKL doch wohl einiges entfernt war?
Am 20.04. marschieren sie von D. nach Schablikino, Prilebi, Schlobodka. Am 30.4. ist ein Übungsschießen, am 3.5. ein Schulschießen, wobei er ausdrücklich HLB betont. Am 7.5. geht es nach Schlobodka, Glosenowka, Boluben(?). Am 8.5. Sicherung bei Kunatsch, Alependrawka. Am 27.5. geht es nach Preo Proschenski, danach scheinbar wieder nach Kunatsch. Dort müssen jetzt Ferdinands angeliefert worden sein. Bis zum Beginn von Zitadelle gibt es Sandkastenspiele und Kartenübungen.
Leider habe ich außer D. keinen Ort wirklich identifizieren können. Ich bin auch nicht sicher, in welcher Einheit er ist.
Eine Vermutung geht zur Stug-Abteilung, aber hatten nicht auch andere Einheiten 'Geschütze' und Batterien? Zur Division (evtl. 78. Sturm-Div., vielleicht auch andere?) gehörte ja auch Artillerie mit entsprechenden begriffen.

Was könnte das also für eine Einheit sein, in der mein Unteroffizier sich befand und wie heißen die Orte tatsächlich?

Kann da jemand etwas zu sagen?

Schönen Gruß
Udo
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 196453 | Verfasst am: 31.08.2011 - 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Gemeint ist wohl Dmitrowsk?

http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitrowsk

Und dann schau mal hier.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_der_Oblast_Orjol

Michael1 Winken
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udalerikus
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BeitragBeitrags-Nr.: 196454 | Verfasst am: 01.09.2011 - 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

Michael1 hat Folgendes geschrieben:
Gemeint ist wohl Dmitrowsk?

http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitrowsk

Und dann schau mal hier.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_der_Oblast_Orjol

Michael1 Winken


Hallo Michael,

Dmitrowsk als EIN Ort der Liste und das Gebiet um Orel dürfte klar sein. In Dmitrowsk befand sich im März 1943 die StuG-Abteilung 189 und operierte in der Umgebung. Gefechte gab es auch bei Straschrowski und Krasnowski. Das Übungsschießen der '189' war im Februar bei Stoldolitsche.
Leider gibt es auf der Wiki-Karte keine weiteren kleineren Ortschaften.
Meine Vermutung wegen der zwei 'Dimitrowsks' ergibt sich aus folgender Passage des Tagebuchs:
Sonntag d. 29. Februar 1943 Morgens 7 Uhr. Ankunft in Dmitrowks . Es sieht mies aus. Dmitrowks wird geräumt. Russe drückt stark. Batterie fährt zurück nach Morewow Wir sind in D. und reparieren. Werden abge-schleppt.
Montag d. 1. März 1943 Rückmarsch nach Dimitrowsk. Sturm-Regimenter 14, 195 und 215 gehen in Stellung. Wir rechnen bis zum 4. März. Motorwech-sel.

Dimitrowsk wird also geräumt und sie sind in D. und reparieren. Das muss ja dann ein anderes D. sein. Es tauchen aber nur die drei o.g. Schreibweisen von D. auf. Anschließend muss D. wohl eingenommen worden sein, so dass dann die '189' dort stand.
Es irritiert mich etwas, dass um diese Zeit die Front von den Russen schon so weit nach Westen vorgedrückt sein muss, denn 'D.' liegt ja deutlich westlicher als Orel, das vollständig in deutscher Hand war.

Gruß
Udo
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 197145 | Verfasst am: 23.10.2011 - 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Ferdinand bei Zidadelle

http://waralbum.ru/9911/

Michael1 Winken
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PzAufkl13
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BeitragBeitrags-Nr.: 205895 | Verfasst am: 22.03.2016 - 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag,

kennt sich irgendwer mit den personellen Verlusten der sowjetischen Schützendivisionen während Zitadelle aus?

Meine Frage bezieht sich im Speziellen auf die 52. Garde-Schützendivision. Diese lag am 05.07. im Schwerpunkt des Angriffs des II. SS-Panzerkorps, verteidigte weiter in Angriffsrichtung in den nächsten Tagen (siehe hier), verteidigte anschließend noch den Psel-Brückenkopf am 10.07. und wurde wohl am 11.07. durch die 95. Garde-Schützendivision teilweise abgelöst, verteidigte aber immer noch, jetzt nur nicht mehr im Schwerpunkt (siehe hier).

Gab es laufend Ersatz für eine Schützendivision? Ich würde es sonst für höchst bemerkenswert halten, dass eine sowjetische Schützendivision ein erfolgreiches Verzögerungsgefecht über die Dauer von einer Woche gegen einen deutschen Großangriff führt, zumal die Befehle auf sowjetischer Seite für die Phase Ein- und Durchbruch mit Sicherheit lauteten, die Stellungen hartnäckig zu verteidigen, dass heißt, dass gerade am 05.07. die Verluste bereits sehr hoch gewesen sein müssen.
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wirbelwind
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Beiträge: 247

BeitragBeitrags-Nr.: 207620 | Verfasst am: 25.12.2016 - 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Herumstöbern las ich, dass die eingesetzten 90 ,,Ferdinands" bei 13 eigenen Ausfällen 320 gegnerische gepanzerte Fahrzeuge abgeschossen haben sollen während der Opreation ,,Zitadelle". Keine schlechte Bilanz, meine ich.
MfG Wirbelwind
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