Kampf um die Krim 1941 bis 1944
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 207873 | Verfasst am: 26.01.2017 - 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Munitionsverbrauch AOK 11 vom 2.6.1942 bis 3.7.1942 (gefunden in Uwes Monumentalwerk):

- le.FH 18 (AZ und DZ) 537,778
- le FH 18 (Nebelgranate) 20,849
- le FH 18 (Panzergranate) 1,059
- sFH 18 (AZ und DZ) 150,328
- sFH 18 (NebelGr.) 7,637
- sFH 18 (BetonGr.) 4,030
- sFH 37(t) 37,857
- sFH 34(t) 18,986
- 15cm K18 7,200
- 15cm K i.MrsLafette 264
- 17cm K i. MrsLafette 360
- 19,4 cm K 485(f) 2,239
- 24cm Haubitze 39 2,383
- 28cm Haubitze L/12 2,761
- 28cm Kü.Haubitze L/12 735
- 28cm Lange Bruno (E) 877
- 30,5cm Mörser (t) 6,074
- 35,5cm M1 412
- 42cm Gamma-Mörser 199
- 42cm Haubitze (t) 180
- Karl-Gerät 180
- Dora 53

enspricht einem Verschuß von 46.573,4t (= 103,5 volle MunZüge)

Winken

Jan-Hendrik
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udorudi
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BeitragBeitrags-Nr.: 207876 | Verfasst am: 26.01.2017 - 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu fällt mir noch eine ominöse Zahl ein, mal gefunden im 8,8 Flak-Buch von Piekalkiewicz.

Zitat:
Schussverbrauch Erdziele nur von den 8,8 Batterien des Flakregiment 18 vor Sewastopol, Juni 42: 181.787 Schuß


Wenn die Zahl stimmt, diente die normale Artillerie ja nur der Gefechtsfeldbeleuchtung ?
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 207879 | Verfasst am: 27.01.2017 - 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

udorudi hat Folgendes geschrieben:
Dazu fällt mir noch eine ominöse Zahl ein, mal gefunden im 8,8 Flak-Buch von Piekalkiewicz.

Zitat:
Schussverbrauch Erdziele nur von den 8,8 Batterien des Flakregiment 18 vor Sewastopol, Juni 42: 181.787 Schuß


Wenn die Zahl stimmt, diente die normale Artillerie ja nur der Gefechtsfeldbeleuchtung ?


Ich denke, die 8,8 wurde vor Sewastopol vor allem für die Bekämpfung der zahlreichen Bunker und anderen schweren Befestigungen eingesetzt. Das wird auch der Grund für den hohen Munitionsverbrauch sein.

Dafür war die normale Art. mit Sprengmunition nicht geeignet und wohl auch nicht die dafür notwendige Menge an Spezialmunition vorhanden. (z. B. siehe Anzahl Betongranaten sFH oder PzGr. lFH)
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udorudi
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BeitragBeitrags-Nr.: 207880 | Verfasst am: 27.01.2017 - 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, wenn die ganzen Verteidigungsanlagen nur in mühsamen Direktbeschuß durch 8,8 zu bewältigen waren,
wofür dann der immense Verbrauch an FH18 Munition.
Wollte man einfach nur vielen Batterien interessante Einträge für den Wehrpass erlauben?

Dazu kommen ja noch der geballte Werfereinsatz, bei über 500 Rohren sind nach ein Dutzend Salven
auch schnell 20-30 Tonnen verbraucht.
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 207882 | Verfasst am: 27.01.2017 - 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

udorudi hat Folgendes geschrieben:
Ja, wenn die ganzen Verteidigungsanlagen nur in mühsamen Direktbeschuß durch 8,8 zu bewältigen waren,
wofür dann der immense Verbrauch an FH18 Munition.
Wollte man einfach nur vielen Batterien interessante Einträge für den Wehrpass erlauben?

Dazu kommen ja noch der geballte Werfereinsatz, bei über 500 Rohren sind nach ein Dutzend Salven
auch schnell 20-30 Tonnen verbraucht.


Moin,

FH18 war Bestandteil/Standardausstattung der Art.Rgter. fast aller Divisionen.
Die Festung Sewastopol mit ihren Vorwerken, Kasematten und Verteidigungsanlagen
im Vorgelände, war erheblich schwerer zu knacken/erobern als Brest bei Kriegsbeginn.
Die Ausmaße waren ja auch "etwas" größer. Grins

Ansonsten kann man alles in den Dokumenten der NARA (z.B. H.Gr. Süd, AOK 11 und XXX. AK) nachlesen.
Leider sind meine Beiträge zu Sewastopol, nach Aufspielen der neuen Software hier:
http://www.wehrmacht-forum.de/ im Nirwana verschwunden.
:::::::::::

A.H.Qu., d. 3. April 1942

Bezug: F.S. H.Gr. Süd Ia vom 18.3.42
Betr.: Gliederung der unterstellten Heerestruppen (Stand 1.4.42)

A.O.K. 11, Ia Nr. 1373/42 geh.

A.O.K. unmittelbar unterstellt:
Höh. Artl.Kdr. 306,
Artl.Rgt.Stab 49,
6./Artl.Abt. 818,
schw. Artl.Abt. 672 (Dora-Gerät) im Antransport,
schw. Artl.Abt. 833 (K-Gerät),
1./Mörs.Abt. 641,
Stab II./Artl.Abt. 814 mit 1., 2. und 5. Bttr.,
Eisenbahn-Bttr. 688,
Wetterpeilzug 513,
Küsten-Artl.Rgt.Stab 766
Küsten-Artl.Abt. 144 im Antransport,
Küsten-Artl.Abt. 284 im Antransport,
Küsten-Artl.Abt. 287 im Antransport,
Küsten-Artl.Abt. 474 im Antransport,
Küsten-Artl.Abt. 707 (o. 2. Bttr.) im Antransport,
Küsten-Artl.Abt. 774 im Antransport,

Stab Niemann mit:
schw. Werfer-Rgt. 1 (o. 2 Bttrn.),
Werfer-Rgt. 70,
II./Werfer-Lehr-Rgt. 1,
Brückenbau-Btl. 552 (o. 3. Kp.),
Brückenbau-Btl. 646,
Sturmboot-Kdo. 902,
Sturmboot-Kdo. 903 (o. 18 Boote),
Heeres-Brüko-Staffel 11,
Brüko T 173,
Brüko B 70,
Brüko B 1./703,
Brüko B 1./410,
Brüko B 2./427,
Brüko B 2./430,
Brüko B 533,
Brüko B 536,
Brüko B 624,
Oberbaustab 14,
Oberbaustab 19,
Kdr. der Bautruppen 37,
Kdr. der Bautruppen 103,
Festungs-Bau-Btl. 61 (o. 1½ Kpn.),
Bau-Btl. 86,
Kgf.Bau-Btl. 245,
Straßen-Bau-Btl. 505 (o. 1 Kp.),
Straßen-Bau-Btl. 597 (o. 2. u. 4. Kp.),
Straßen-Bau-Btl. 678,
O.T. Einheit 61,
O.T. Einheit 67,
O.T. Einheit 71 (o. Tle.),
O.T. Einheit 73 (o. Tle.),
O.T. Einheit 111,
Einsatzstab Kluger,
Fla-Btl. 22,
A.N.Rgt. 558,
Prop.Kp. 649,
Verm.Abt. 617,
Verkehrs-Rgl.Btl. 756,
G.F.P. 647,
Nahaufklärungsgruppe 8 mit Stabia,
Wewa Z (mot),
3./(H) 13,
3./(F) 11,
Kurierstaffel 7,
Ln.Betriebs-Kp. (mot) 8,
Flak-Rgt.Stab 18 (auf Zusammenarbeit angewiesen) mit:
I./Flak 14,
Flak 64,
Flak 501.

Gen.Kdo. LIV. A.K. unterstellt:
Arko 138,
Artl.Rgt.Stab 783,
5./Artl.Abt. 818,
Artl.Abt. 737 (o. 1. Bttr.),
IV./Artl.Rgt. 207 (als schw. Abt. bei 22. Div.),
4./A.L.R. 2,
Mörser-Abt. 857 (o. 3. Bttr.),
Mörser-Abt. 641 (o. 1. Bttr.),
Mörser-Abt. 815,
4./Haubitz-Abt. 814,
Kan.Abt. 767,
Lichtmess-Bttr. Bb. 29 (o. 1 Zug),
Bb.Abt. 556,
1./Küst.Artl.Abt. 147 (Beute-Bttr.),
3./Küst.Art.Abt. 148,
Nebelwerfer-Abt. 4,
1./Werfer-Rgt. 1,
Pi.Btl. 744 mit kl. Pi.Kw.Kol. 697,
Brüko B 88,
Pz.Jg.Abt. 560 (o. 1 gem. Kp.).

72. Inf.Div. unterstellt:
4./Artl.Abt. 818,
1./s.F.H.Abt. 154,
1 Zug Lichtmess-Bttr. Bb. 29,
V°-Messtrupp 511,
1./Fest.Bau-Btl. 61.

Rum. Geb.Korps unterstellt:
3./Küst.Artl.Abt. 147,
Küst.Artl.Abt. 772,
Pi.Btl. (mot) 46,
Pi.Btl. (tmot) 741 mit kl. Pi.Kw.Kol. 693,
3./Brückenbau-Btl. 521,
1./Fest.Bau-Btl. 40,
½ Kp. Fest.Bau-Btl. 61.

Gen.Kdo. XXX. A.K. unterstellt:
Arko 110,
Sturmgeschütz-Abt. 190,
s.F.H.Abt. 154 (o. 1. Bttr.),
6./Artl.Abt. 54,
II./A.L.R. 2 (o. 4. Bttr.),
Kan.Bttr. 917,
Pi.Rgt.Stab 690,
Brüko T 176.

Gen.Kdo. XXXXII. A.K. unterstellt:
Arko 114,
Sturmgeschütz-Abt. 197,
Sturmgeschütz-Abt. 249,
Stab II./Artl.Abt. 818,
III./Artl.Rgt. 111 (o. 1 Bttr.),
2./s.F.H.Abt. 77,
2./A.L.R. 2,
1./s.F.H.Abt. 737,
3./Mörser-Abt. 857,
Stab I./Artl.Abt. 814,
lei. Bb.Abt. 31,
Nebelwerfer-Abt. 1 (o. 1. Bttr.),
2./s.Werfer-Rgt. 1,
Pi.Rgt.Stab 617,
Teile Sturmboot-Kdo. 903 (12 Boote),
4./Straßen-Bau-Btl. 597,
1.gem./Pz.Jg.Abt. 560,
Fla-Btl. 610,
6./Lehr-Rgt. Brandenburg.

Befehlshaber der Landengen unterstellt:
II./Artl.Abt. 54 (o. 6. Bttr.),
I./Art.Abt. 77 (o. 2. Bttr.),
lei. Bb.Abt. 29 (o. Lichtmess-Bttr.),
2./Küsten-Artl.Abt. 707,
Brückenbau-Btl. 521 (o. 3. Kp.),
Teile Sturmboot-Kdo. 903 (6 Boote),
Brüko B 46
Brüko B 2./405,
Brüko B 620,
Brüko B 668,
1./Straßen-Bau-Btl. 505,
2./Straßen-Bau-Btl. 597,
Teile O.T. Einheit 71
Teile O.T. Einheit 73.

Korück 553 unterstellt:
2./Küsten-Artl.Abt. 145,
2./Küsten-Artl.Abt. 147,
Küsten-Artl.Abt. 148 (o. 3. Bttr.),
Pi.Btl. (mot) 70.
::::::::::
Quelle: NARA

Winken
Uwe


Zuletzt bearbeitet von UHF51 am 27.01.2017 - 19:01, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 207883 | Verfasst am: 27.01.2017 - 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

udorudi hat Folgendes geschrieben:
Ja, wenn die ganzen Verteidigungsanlagen nur in mühsamen Direktbeschuß durch 8,8 zu bewältigen waren,
wofür dann der immense Verbrauch an FH18 Munition.
Wollte man einfach nur vielen Batterien interessante Einträge für den Wehrpass erlauben?

Dazu kommen ja noch der geballte Werfereinsatz, bei über 500 Rohren sind nach ein Dutzend Salven
auch schnell 20-30 Tonnen verbraucht.


Ich denke, Uwe wird es genauer und konkreter sagen können, aber man muß ja bei der Eroberung einer weitläufigen Festung von der Größe Sewastopols zwischen dem allg. artilleristischen Einsatz der beteiligten Großverbände, der ja sicher jeden Angriff der Infanterie vorbereitet und begleitet hat und dem normalen artilleristischen Einsatz im Feuerkampf gegen leichte Ziele, gegen Artilleriestellungen des Gegners, Störfeuer, Bekämpfung von Seezielen usw. von der speziellen Bekämpfung von Bunkern und schweren Befestigungen mittels großkalibriger Artillerie und eben auch der wirksamen 8,8 im Erdkampf trennen.

Soll heißen, der Verbrauch der in den Divisionen vorhandenen Art.Abteilungen wird aufgrund der Schwere und Besonderheit dieses Kampfes in schwierigen Gelände sicher sowieso höher als normal gewesen sein, dazu dann der hohe Verbrauch an beton-und panzerbrechender Munition durch schwere und schwerste Art. und Flak gegen die Befestigungen. Das summiert sich auf allen Seiten.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 207885 | Verfasst am: 27.01.2017 - 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist doch wohl ein großer Unterschied zwischen der taktischen Vorbereitung, also Niederhalten der gegnerischen Artillerie, Blockieren der Nachschubwege, Ausschaltung der Festungswerke....und Gefechtsfeldunterstützung im direkten Beschuß !

Meine Meinung

Jan-Hendrik
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