Die Wahrheit des Kriegsbeginns?
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schlosserrichi
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BeitragBeitrags-Nr.: 189493 | Verfasst am: 16.10.2010 - 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Servus
PIV hat Folgendes geschrieben:
Man kann zu dem Thema immer nur wieder diese Doku empfehlen. Auch allein nur um sich dazu seine eigenen Gedanken zu machen.

http://www.archive.org/details/Hitlers-Krieg-Was-Guido-Knopp-verschweigt



Hab noch eine andere Videoquelle aufgetan, da die MovieFiles bei der von PIV verlinkten Quelle bei mir nicht funktionieren wollen:

http://www.veoh.com/browse/videos/category/news/watch/v19778537xhjqjDNK

Ist zehnteilig aufgesplittet, zwar nicht gerade in berauschendster Qualität, aber dennoch ausreichend und lädt recht flott.


Gruß
Richard
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 207013 | Verfasst am: 19.10.2016 - 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz passend zum Thema, daher mal hier eingestellt. Sehr interessanter Artikel, der das Thema Wissenschaftlichkeit der Geschichtsschreibung betrifft.

Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges

Es liegt im Wesen der Erkenntnis, dass sie nur in äußerer und innerer Freiheit zu wahrheitsgemäßen Ergebnissen gelangen kann. Das gilt für den Forschenden wie für diejenigen, denen die Ergebnisse vermittelt werden. Auch diese müssen sie im freien Nachvollzug anerkennen können. Werden sie angezweifelt, müssen sie wissenschaftlich widerlegt werden, und auch diese Widerlegung bedarf der freien Anerkenntnis. Die Wahrheit muss sich stets in der freien geistigen Auseinandersetzung durch ihre Überzeugungskraft und Fruchtbarkeit durchsetzen.

Es darf keine Instanz geben, die verbindlich festschreiben dürfte, welches das wahre wissenschaftliche Ergebnis sei. Das wäre keine Wissenschaft mehr, sondern Dogmatismus. Er wirkt heute auf vielfältige subtile Weise: in der „Autorität“ staatlich organisierter Wissenschaft, durch staatliche Strafbestimmungen gegen nicht erwünschte historische Auffassungen, im medial verbreiteten Anspruch, „die Wissenschaft“ habe festgestellt und schließlich in indirekten Denkverboten, die von folgsamen Massenmedien verbreitet und durch öffentliche Diskreditierung und Anprangerung durchgesetzt werden.

Auch die Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges ist natürlich von den siegreichen Alliierten vorgegeben worden. Es kann hier nicht den vielfältigen Wegen nachgegangen werden, durch die das geschehen ist und weiter geschieht. Das Ergebnis spricht für sich: Die vorherrschende deutsche Geschichtsschreibung, vom gängigen Schulgeschichtsbuch bis zu den Standardwerken der Universitäts-Historiker und des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, nimmt zur Vorgeschichte und zum Verlauf des Krieges gleichsam wie mit einem „Tunnelblick“ fast nur die Rolle und Schuld der Nazi-Diktatur und des deutschen Volkes ins Auge. Was an Vorbereitungen im Hinblick auf einen möglichen Krieg in England, Polen, der UdSSR, Frankreich oder den USA im Einzelnen tatsächlich geschehen ist, wird dagegen kaum untersucht und weitgehend ausgeblendet.


http://www.geolitico.de/2016/10/19/kampf-ums-historische-bewusstsein/
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 207014 | Verfasst am: 19.10.2016 - 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
Vorgeschichte und zum Verlauf des Krieges gleichsam wie mit einem „Tunnelblick“ fast nur die Rolle und Schuld der Nazi-Diktatur und des deutschen Volkes ins Auge. Was an Vorbereitungen im Hinblick auf einen möglichen Krieg in England, Polen, der UdSSR, Frankreich oder den USA im Einzelnen tatsächlich geschehen ist, wird dagegen kaum untersucht und weitgehend ausgeblendet.


Nö!

"1939 - Der Krieg der viele Väter hatte"* von Gerd Schultze-Rhonhof** beschreibt genau das! Detailliert und aus Sicht eines Hobbyhistorikers - also eines ohne vorgefasste Meinung

* - sollte in keinem Bücherregal eines Patrioten fehlen
** - kenne ich persönlich seit Juni 1990 aus der KTS-II
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 207972 | Verfasst am: 07.02.2017 - 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die WO hatet Trump und nennt so ganz nebenbei aus Versehen einen der Hauptgründe für den 2.WK. Cool

Es tut sich ein Horrorszenario aus den 30er-Jahren auf

Die Tiraden aus dem Weißen Haus gegen Deutschland, die EZB und den Euro wecken böse Erinnerungen. In den 30er-Jahren zettelten die Briten den bislang letzten Währungskrieg an – mit fatalen Folgen.

https://www.welt.de/finanzen/article1618 ... rorszenario-aus-den-30er-Jahren-auf.html

Es waren die Briten, die diesen bisher letzten Währungskrieg anzettelten. Im Herbst 1931 schlug die Bank of England unter ihrem damaligen Gouverneur Montagu Norman das Pfund aus der Gold-Bindung – und ließ den Sterling rapide abwerten.

Mit der billigen Währung steigerte das Königreich kurzfristig seine Exportchancen, da britische Waren im Ausland nun günstiger wurden. Doch damit zerriss London auch die letzten Bande internationaler Zusammenarbeit, die das angeschlagene Finanzsystem noch vor dem endgültigen Kollaps bewahrt hatten. Andere Staaten reagierten, indem auch sie ihre Devise abwerteten.

Es war ein Krieg, in dem es keine Gewinner gab. Niedrigere Wechselkurse, um die heimische Industrie zu stärken, Schutzzölle, Handelsbarrieren. Zuvor hatten die USA 1930 den Smoot-Hawley Tariff Act verabschiedet. Protektionismus in Reinform. Die USA belegten mehr als 20.000 ausländische Produkte mit Strafzöllen. Der Welthandel brach um rund zwei Drittel ein. Die Initiatoren des Gesetzes, die Kongressabgeordneten Reed Smoot und Willis Hawley, sprachen ähnlich wie Trump heute.


Es gab nämlich einen Gewinner dieses Währungskrieges, das Deutsche Reich! Deutschland konnte und wollte diesen Währungskrieg nicht mithalten und veränderte seine Handelspolitik ab Mitte der 30-iger Jahre derart, daß man nicht mehr Waren gegen Geld sondern Waren gegen Rohstoffe handelte und bezahlte. Gleichzeitig gewährte man den Handelspartnern großzügige Darlehen, die dann wiederum mit Waren bzw. Rohstoffen beglichen werden konnten. Damit machte man sich von den internationalen Währungsspekulationen der westlichen Staaten, insbesondere GB unabhängig und baute sogar die Handelsbilanz im großen Maßstab aus. Auf dem seinerzeit einer der wichtigsten Rohstoff-und Handelsmärkte, dem Balkan, wurde GB als führende Handelsmacht durch Deutschland verdrängt. Die Briten wollten also auf jeden Fall das Aufsteigen Deutschlands als führende Handels-und Wirtschaftsmacht verhindern.

Denn im Gegensatz zu Deutschland, das mit vielen hochwertigen und gefragten Produkten handeln konnte, der Maschinenbau war eines der wichtigsten deutschen Handelsgüter weltweit, hatte GB nur Geld zu bieten. Das im Zuge des selbst angezettelten Währungskrieges dann auch noch immer weniger wert wurde und man somit als eines der größten Kreditgeber weltweit immer mehr an Bedeutung und Ansehen verlor.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 207979 | Verfasst am: 08.02.2017 - 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
Die WO hatet Trump und nennt so ganz nebenbei aus Versehen einen der Hauptgründe für den 2.WK. Cool


Zitat:
Es waren die Briten, die diesen bisher letzten Währungskrieg anzettelten. Im Herbst 1931 schlug die Bank of England unter ihrem damaligen Gouverneur Montagu Norman das Pfund aus der Gold-Bindung – und ließ den Sterling rapide abwerten

Also ich kann noch zwischen Währungskrieg und zweiter Weltkrieg unterscheiden.

Zitat:
Es gab nämlich einen Gewinner dieses Währungskrieges, das Deutsche Reich! Deutschland konnte und wollte diesen Währungskrieg nicht mithalten und veränderte seine Handelspolitik ab Mitte der 30-iger Jahre derart, daß man nicht mehr Waren gegen Geld sondern Waren gegen Rohstoffe handelte und bezahlte.

Was ja einen militärischen Konflikt unötig machte, oder?!
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 207980 | Verfasst am: 09.02.2017 - 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich kann noch zwischen Währungskrieg und zweiter Weltkrieg unterscheiden.

Das eine ist die Voraussetzung des anderen. Wirtschaftliche und finanzielle Interessen sind in der Regel die Ursache von Kriegen. Neben politischen Aspekten. Das ganze Vorgeplänkel und vor allem die verhängnisvolle Rolle GB und dessen polit. Aktivitäten haben wir hier ja nun auch schon ausgiebig diskutiert. Im übrigen begann der 2.WK erst mit der Kriegserklärung von GB und Frankreich. Zuvor war es ein dt./sowj-poln. Konflikt. Das sollte Dir so langsam mal klar geworden sein.

Was ja einen militärischen Konflikt unötig machte, oder?!

Gerade eben nicht, aus britischer Sicht! Siehe oben. Deutschland war wie 1914 auf dem Weg GB auf verschiedenen Gebieten erneut den Rang abzulaufen. Das war nicht im Interesse der brit. Finanz-und Wirtschaftseliten, die GB zu dem Zeitpunkt noch als Weltmacht und mit Vorrangstellung in Europa ansahen. Dazu dann noch die grundsätzlichen antideutschen Positionen von Politikern wie Churchill & Co. Bingo!

Ansonsten hast Du völlig recht. Deutschland hatte keinerlei Ambitionen bei seinen Handelspartner einzumarschieren, selbst 1,5 Jahre nach Kriegsbeginn nicht. Die deutsche Besetzung von GRI erfolgte bekanntlich überhaupt nur, weil GB in GRI milit. intervenierte und um den Bündnispartner ITA zu stützen und in Jugoslawien aufgrund des von GB und der SU betriebenen antideutschen Umsturzes.

Und letztlich noch der Hinweis, daß die oben beschriebenen wirtschaftlichen und politischen Aktivitäten Deutschlands und insbesondere GB auf dem Balkan, den GB im Rahmen seiner damaligen globalen Kolonial-und Interessenspolitik als seine ausschließliche politische und wirtschaftliche Einflußsphäre betrachtete und behandelte nicht eine "Theorie" von mir ist, sondern detailliert in "Das Deutsche Reich und der 2.WK/Bd.3 - Der Mittlermeerraum und Südosteuropa" beschrieben werden. Man legt da sehr interessant und offen dar, wie GB zielstrebig und mit allen Mitteln, bis hin zu einem Expeditionskorps, bestrebt war zunächst die erfolgreichen deutschen Handelsmaßnahmen zurückzudrängen und als dieses nicht möglich war diese Länder in einen Krieg gegen Deutschland hineinzuziehen.
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