Zahlen, Daten, Fakten rund um die Bundeswehr
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208389 | Verfasst am: 09.05.2017 - 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Weniger Rechtsradikale in der Bundeswehr

Während Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen immer neue Verdachtsfällen behauptet, sprechen die Zahlen des Militärischen Abschirmdienstes eine andere Sprache. Die "rechtsradikale" Verdachtsfälle nehmen ständig ab.

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/weniger-rechtsradikale-in-der-bundeswehr/
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udorudi
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BeitragBeitrags-Nr.: 208390 | Verfasst am: 09.05.2017 - 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
[b]Weniger Rechtsradikale in der Bundeswehr


Da kennt die Ursula keine Gnade, die brutalstmögliche Säuberung
aller Vitrinen und Wände in den Unteroffiziersheimen ist im vollen Gang.
Es wäre beinahe zu einer ARD-Brennpunktsendung gekommen,
hat doch jemand verrostete FG42-Munition an einer Kellerwand entdeckt. Lachen
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JS3M
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BeitragBeitrags-Nr.: 208405 | Verfasst am: 11.05.2017 - 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

ohne Worte... Haarsträubend

https://web.de/magazine/panorama/diebstahl-bundeswehr-waffen-panzer-gestohlen-32319518
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208406 | Verfasst am: 12.05.2017 - 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Uschis Bilderstürmerei nimmt so richtig Fahrt auf! Dabei schreckt man vor nichts mehr zurück. Rofl Lachen Verrückt

Hamburger Bundeswehr-Uni entfernt Helmut Schmidts Foto

Das Bild zeigt den Alt-Bundeskanzler offenbar in Wehrmachtsuniform. Bundeswehr fahndet nach Devotionalien aus der Nazi-Zeit.

Der Skandal um eine vermeintliche rechte Terrorzelle und extremistisches Gedankengut in der Bundeswehr hat in Hamburg zu einer skurrilen Maßnahme geführt. So sollen Angehörige an der nach Helmut Schmidt benannten Universität der Bundeswehr am Holstenhofweg in Marienthal ein Bild des 2015 verstorbenen Altkanzlers entfernt haben. Wie der "Focus" berichtet, sei Schmidt auf dem Bild in Wehrmachtsuniform zu sehen.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, hatte angeordnet, dass an Bundeswehrstandorten nach Devotionalien der Wehrmacht gesucht werde.

Wie der "Focus" unter Berufung auf Bundeswehrkreise berichtet, gebe es eine Mail, in der Offiziere angewiesen würden, alle "Symbole der NS-Zeit, Wehrmachtsdevotionalien (vom Bajonett bis zum Wehrmachtsstahlhelm), Wehrmachtsbilder, Wehrmachtsattribute, Sinnsprüche mit Vergleichen/Beschreibungen oder Zitaten aus der NS-Zeit, sämtliche Gegenstände (jede Art von Darstellung), welche mit einer Sympathie/Verehrung der Wehrmacht in Verbindung gebracht werden könnten", sofort aus den Diensträumen zu entfernen.

Ein Sprecher der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg war am Donnerstagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.


http://www.abendblatt.de/hamburg/article ... r-Uni-entfernt-Helmut-Schmidts-Foto.html

http://www.epochtimes.de/politik/deutsch ... dt-foto-aus-wehrmachtszeit-a2117093.html

Das geht ja jetzt im Stundentakt! Ganz frisch von heute nachmittag aus dem Ticker... Cool

Von der Leyen stoppt Bundeswehr-Liederbuch „Kameraden singt!“

Nach der Affaire um Franco A. wird nun auch im Liederbuch der Bundeswehr nach rechtem Gedankengut gesucht. Von der Leyen wünscht eine völlig neue Ausgabe.

http://www.epochtimes.de/politik/deutsch ... ch-kameraden-singt-stoppen-a2117600.html

Jetzt kann man mal gespannt sein, wann sie den ollen Heino zur Sicherheit wegsperren! Nicht das der noch „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ einfach weiter singt und sich das bei unseren Soldaten in Pink und Regenbogenfarben doch noch festsetzt. Grins

https://www.youtube.com/watch?v=V91VrV6Rlak&spfreload=10
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208416 | Verfasst am: 13.05.2017 - 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht die Bundeswehr ist irre, sondern die Ministerin

Von der Leyen: Die Falsche zur Klärung der Vorfälle bei der Bundeswehr

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/a ... aerung-der-vorfaelle-bei-der-bundeswehr/
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 208419 | Verfasst am: 13.05.2017 - 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

VdL will Kanzlerin wedren, und die Knazlerin wird sie nicht fallen lassen. Wird ebenso gut für sie ausgehen wie ihre Plagiatsaffäre. Prallt alles ab.

Und die Bundeswehrführung ist auch nichts mehr wert. Da kommt kein Widerstand.
In den letzten Jahren wurde die politische Bildung massiv eingeschränkt und durch die Freiwilligenarmee sind Männer zur Truppe gekommen, von denen die allerwenigsten aus Überzeugung zur Bw gingen, sondern weil es ein sicherer Job ist (ich kenne genügend davon). Die werden schön ruhi sein und sich nicht mucken, um nicht aufzufallen. Die Beurteilung könnte ja heruntergesetzt werden, dann ist die Karriere im Arsch.

VdL ist die hautschuldige, weil sie ihre ganzen Versprechungen bei Amtseintritt nicht eingehalten hat, vielmehr ist die Bundeswehr in schelchterem Zustand als bei ihrem Amtsantritt. Aber das interessiert in der Politik keinen.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208425 | Verfasst am: 14.05.2017 - 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht munter weiter. vdL kann nicht Militär, aber "Säubern" kann sie und läuft da zur Höchstform auf.

Von der Leyen will Kasernen umbenennen

Nach dem Skandal um den rechtsextremen Offizier Franco A. will die Verteidigungsministerin ein Zeichen setzen. Nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen seien ein falsches Signal - „nach außen und innen“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article164544417/Von-der-Leyen-will-Kasernen-umbenennen.html

Eine Schande ist nur, das diesen ganzen Irrsinn die Generalität mitmacht. Wir haben in der BW zwar leider keine Stauffenbergs, Tresckows, Becks und Olbrichts mehr und in der Gesellschaft keine Goedelers, Scholls, Moltkes und wie die vielen anderen mutigen Menschen alle hießen mehr, aber das Schändliche ist doch, daß die BW-Führung devot und willfährig alles was von Oben kommt abnickt, auch den größten Irrsinn und die totalste Unfähigkeit.

Auch diese absurde Bilderstürmerei und Hetzjagd, die nur von den tatsächlichen Problemen der BW und dem totalen Führungsversagen der Ministerin ablenken soll. Erst nach der Pensionierung tauchen dann ein paar der "mutigen" Ex-Generäle wieder auf und haben es dann schon immer besser gewußt.

Dieser ganze Führungshaufen der BW ist eine elende, erbärmliche und feige Ja-Sagertruppe, die sich nur um ihre Pensionen kümmert und ihre Untergebenen im Stich läßt, wenn Mut und auch Gegenrede und Widerstand notwendig wäre. Das Ganze ist eine Farce und Schande für eine Armee!

Neuer Slogan: Ursel befiehl, wir folgen dir!

Schreibt Paetow hier sehr schön! Grins

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/blackbox/blackbox-kw-19-das-grosse-aufraeumen/
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 208426 | Verfasst am: 14.05.2017 - 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:

Wie der "Focus" unter Berufung auf Bundeswehrkreise berichtet, gebe es eine Mail, in der Offiziere angewiesen würden, alle "Symbole der NS-Zeit, Wehrmachtsdevotionalien (vom Bajonett bis zum Wehrmachtsstahlhelm), Wehrmachtsbilder, Wehrmachtsattribute, Sinnsprüche mit Vergleichen/Beschreibungen oder Zitaten aus der NS-Zeit, sämtliche Gegenstände (jede Art von Darstellung), welche mit einer Sympathie/Verehrung der Wehrmacht in Verbindung gebracht werden könnten", sofort aus den Diensträumen zu entfernen.


Ohoh, was passiert wenn sie die WTSS Koblenz entdeckt? Oder Gatow? Oder gar Munster? Grins
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 208429 | Verfasst am: 14.05.2017 - 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Museen sind vom Traditionserlass ausgenommen. Zudem nur noch Koblenz Bundeswehreigen ist. Munster und Dresden sind inzwischen Trägervereine, wo die Budneswehr nur im Vorstand sitzt.

Ach die zahlreichen Ausstellungen, wie in Bremen Landeskommando sind ausgenommen,weil diese militärhistorisch aufgearbeitet und gegliedert sind.

Probleme gibt es nur bei wilden Sammlungen bzw Einzelstücken, die nicht im Rahmen von Ausstellungen gezeigt werden, sondern alleinstehend ohne historischen Kontext.
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udorudi
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BeitragBeitrags-Nr.: 208430 | Verfasst am: 14.05.2017 - 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:


Ohoh, was passiert wenn sie die WTSS Koblenz entdeckt? Oder Gatow? Oder gar Munster? Grins


Zumindest der Tigernachbau aus Kunststoff ist letzten Monat abgeschlossen worden,
den wird man wohl nicht gerade nach Fertigstellung direkt wieder einschmelzen.
Bei den Fördergeldern und der Kooperation mit Museen wird man sicherlich gnadenlos den Rotstift ansetzen,
auch die Namensgebung der Panzer in guter alter Wehrmachtstradition nach den Raubtieren Afrikas scheint nicht mehr lange tragbar.
Im Zuge der seit Januar geforderten totalen sexuellen Verbuntung der Bundeswehr scheinen mir Panzernamen aus der Insekten- oder Vogelwelt angebrachter,
bei diesen Gattungen existieren auch genügend Exemplare, die ebenfalls nach Beliebigkeit das Geschlecht wechseln.
Mangels qualifiziertem Personal will man ja exzessiv Lesben, Schwule und Transsexuelle anwerben,
das neue Logo mit den psychedelischen Regenbogenfarben scheint dazu wie geschaffen:
Let‘s talk about sex, Soldat
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161701628/Let-s-talk-about-sex-Soldat.html

Und was die Kasernennamen angeht - sollen sie auf unauffällige friedfertige Politiker aus der 2. Reihe zurückgreifen,
z.B. eine mannhafte "Dr. Anton Hofreiter-Kaserne", wo jeder das Haar so lang trägt, wie er denn mag.
Ist eh alles belanglos geworden, die Landesgrenzen sind offen wie ein Scheunentor und vom Endziel des "Super-Europas" mit der Abschaffung
der Nationalstaaten weichen sie nicht mehr ab.


Mit Tradition und der eigenen Vergangenheit geht man im Islam weit lockerer um, da tragen selbst aktuelle europäische Moscheen
die Namen von Kriegsverbrechern und grausamen Feldherrn:
Moscheen in Wien nach Kriegsverbrechern benannt
http://www.krone.at/wien/moscheen-in-wie ... n-benannt-sofort-schliessen-story-565969
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208439 | Verfasst am: 16.05.2017 - 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Keinerlei Skrupel mehr!

Bundeswehrkrankenhaus entfernt Weltkriegs-Rotkreuzflagge

Sie war die letzte Rotkreuzflagge des Zweiten Weltkriegs in Berlin und kennzeichnete einen Truppenverbandplatz der Wehrmacht unweit des Reichstags. Nach der Übergabe an die Rote Armee wurde sie in der Nacht auf den 1. Mai 1945 geborgen. Jahrelang hing sie im Bundeswehrkrankenhaus im niedersächsischen Westerstede samt einer Erläuterungstafel – bis Ende vergangener Woche. Nun wurde die Flagge entfernt.

https://jungefreiheit.de/politik/deutsch ... haus-entfernt-weltkriegs-rotkreuzflagge/

Das hektische Agieren einer Ministerin

[b]Anerkennung für die Wehrmacht auch im einst feindlichen Ausland[/b]

Am Leserfeuer gegen die Ministerin beteiligte sich auch Professor Dr. Jürgen Bussiek, Mandelieu, Frankreich: „Die Worte der Verteidigungsministerin über die Bundeswehr und am 3. Mai über die Wehrmacht sind eine Beleidigung für eine ganze Generation. Wenn die Ministerin behauptet, die Bundeswehr habe nichts, aber auch gar nichts mit der Wehrmacht gemein, außer einigen Widerstandskämpfern, dann kann ich diese herabwürdigenden Worte im Namen meiner Vorfahren (Vater, Onkel, Cousins) nicht unwidersprochen hinnehmen. Man muss sich fragen, in welcher Vorstellung Ursula von der Leyen lebt. Ist die Bundeswehr bei ihrer Gründung aus dem heiteren Himmel gefallen? Offiziere, Unteroffizier und Mannschaften der Wehrmacht haben die Bundeswehr aufgebaut. Der Generalinspekteur der Luftwaffe Steinhoff war ein bekannter Jagdflieger mit 176 Abschüssen. Der Minister und Vizekanzler Mende trug seine Wehrmachtsauszeichnungen bei gegebenen Anlässen, für Anwesende kein Grund der Empörung. Bundeskanzler Schmidt und Bundespräsident von Weizsäcker waren Offiziere der Wehrmacht. Auch im einst feindlichen Ausland findet die Wehrmacht Anerkennung. Mein französischer Nachbar erlebte die Wehrmacht als Besatzung und sagte mir einst: „Ihr habt uns mit euren Soldaten regiert, aber sie haben sich anständig benommen, besser als die Amerikaner, die als Befreier kamen.“

http://kpkrause.de/2017/05/16/das-hektische-agieren-einer-ministerin/#more-6942
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208450 | Verfasst am: 19.05.2017 - 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Offener Brief von Wolfgang Hübner, Frankfurt a. M., an Ursula von der Leyen

Frau Bundesministerin von der Leyen, ich schreibe Ihnen diesen offenen Brief im ehrenden Gedenken an meinen 1997 verstorbenen Vater, den selbständigen Frankfurter Bäcker- und Konditormeister Heinrich Hübner, ehemals Obergefreiter in der Artillerie der Wehrmacht.

Mein Vater, Jahrgang 1910, war von 1939 bis 1945 Soldat der deutschen Wehrmacht. In dieser Zeit zuerst im besetzten Frankreich stationiert, war er auf Befehl beteiligt an der Invasion der damaligen Sowjetunion. Er überlebte als einer der wenigen Soldaten seiner Einheit sowohl die Kämpfe als auch den Rückzug. Nach relativ kurzer amerikanischer Gefangenschaft kehrte er im Frühherbst 1945 zurück zu meiner Mutter in Frankfurt, wo er mich noch im gleichen Jahr zeugte.

Mein Vater musste sechs Jahre seines Lebens für einen Krieg opfern, von dessen Notwendigkeit er nie überzeugt war. Damit war er einer von Millionen deutschen Männern, die viel lieber diese Jahre im Privat- und Berufsleben ohne tägliche Todesgefahr und ohne all die traumatischen Erlebnisse verbracht hätten. Mein Vater war im Krieg kein Held und kein Feigling, er war auch kein Deserteur oder Überläufer. Er wollte keine Menschen töten, und er wollte nicht selbst getötet werden. Mein Vater wollte, wie Millionen Soldaten der Wehrmacht auch, diesen schrecklichen Krieg einfach nur überleben.

Dazu musste er oft stark und tapfer sein, denn zum Überleben gehört neben Glück auch Tapferkeit. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür, denn sonst gäbe es mich nicht. Und dann könnte ich Ihnen, Frau von der Leyen, diesen Brief nicht schreiben. Sie haben als Bundesverteidigungsministerin gesagt, die heutige Bundeswehr habe nichts mit der Wehrmacht zu tun. Sie haben deshalb nun eine widerwärtige Gesinnungsschnüffelaktion in Gang gesetzt, um jedes Indiz einer Traditionslinie zwischen Wehrmacht und Bundeswehr zu denunzieren und zu unterbinden. Sie haben sich nicht gescheut, die gesamte Bundeswehr unter den Generalverdacht einer „politischen Unkorrektheit“, also einer zeitgeistigen Perversion, zu stellen. Diese abstoßende Kampagne haben Sie aus niederen Motiven angeordnet, nämlich damit Sie sich selbst politisch gleichzeitig retten und profilieren können.

Selbstverständlich dürfen in der Bundeswehr keine offen neonazistischen oder gar terroristischen Umtriebe geduldet werden. In solchen Fällen ist mit aller gebotenen Klarheit und den zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu reagieren. Das kann und wird kein wirklicher Patriot unseres Landes kritisieren. Doch aus einem bislang weitgehend ungeklärten, von ziemlich verstörenden Merkwürdigkeiten geprägten Fall die Berechtigung zu einer „Säuberung“ im Erdoganschen Ungeist herzuleiten – das ist mehr als nur ein politischer Fehler oder ein selbstherrlicher Fehltritt von Ihnen, Frau von der Leyen – das ist eine Schande für Deutschland!

Und die Verantwortung für diese Schande wird für Sie als zuständige Bundesministerin keinen Deut geringer wegen der erbärmlichen Feigheit der Generalität der Bundeswehr, die offenbar erst nach erfolgter Pensionierung zu vollen Bezügen dereinst ein viel zu spätes kritisches Wort zu Ihrem Vorgehen wagen wird. Eine Bundeswehr unter einer solchen politischen und militärischen Führung kann nur tiefes Misstrauen erwecken. Denn wer mag sich schon von einer solchen Truppe im Notfall die tapfere Verteidigung unseres Landes erhoffen?

Ich gehöre seit vielen Jahren zu den Besuchern der alljährlichen Gedenkfeiern am Volkstrauertag in der Paulskirche. Und wenn immer es möglich ist, bin ich auch beim alljährlichen Gedenken an den gescheiterten Aufstand des 20. Juli 1944 am gleichen Ort anwesend. Zudem unterstütze ich schon lange mit Spenden den Volksbund Kriegsgräberfürsorge. Dieser macht bei seiner stillen, doch ungeheuer verdienstvollen Arbeit übrigens keinen Unterschied zwischen toten Wehrmachtssoldaten, die entweder Nazi-Sympathien oder – in der Mehrzahl, wie ich von meinem Vater weiß, keine hatten. Der Volksbund versucht vielmehr, jedem Gefallenen ein letztes Stück Würde zurückzugeben.

Ich ehre als Nachgeborener des Jahrgangs 1946 und nichtpazifistischer Wehrdienstverweigerer von 1968 bewusst und aus tiefster Überzeugung all die gefallenen, vermissten, in Gefangenschaft gestorbenen, von körperlichen und/oder psychischen Verletzungen gezeichneten deutschen Soldaten der Wehrmacht, der Luftwaffe und der Marine im zweiten Weltkrieg sowie auch unsere Kriegsopfer des ersten Weltkriegs. Unter ihnen sind auch der in Verdun gefallene Vater und der mit einem Kriegsschiff am letzten Tag des Jahres 1942 im Nordmeer versunkene 19jährige Stiefbruder meiner Mutter.

Es waren Abermillionen junge Männer unseres Volkes, die nicht mein und Ihr Glück hatten, in Zeiten des Friedens ihr gesamtes bisheriges Leben verbringen zu dürfen. Ich habe Respekt vor dem Schicksal der früher geborenen Generationen, die so große Opfer bringen mussten. Andere Staaten feiern ihre Opfer und Teilnehmer an den zwei Weltkriegen als Helden. Ich weiß nicht, ob die britischen und amerikanischen Bomberpiloten, die auch meine Heimatstadt Frankfurt weitgehend zerstörten, Helden waren oder sein wollten. Doch ich werfe ihnen ihr Tun nicht vor, denn es war ihre soldatische Pflicht, die sie unter Lebensgefahr und unter Inkaufnahme von nicht wenigen Opfern erfüllten.

Ich bin gerade deshalb nicht bereit, den Angehörigen der Wehrmacht vorzuwerfen, im Kampfeinsatz an vielen Fronten tapfer und erfolgreich gewesen zu sein. Es gibt hochkarätige Stimmen unter Politikern und Militärs der ehemaligen alliierten Kriegsgegner, ja selbst aus Israel, die den Leistungen der Wehrmacht höchste Achtung, ja Bewunderung zollen. Das kann und will ich weder kommentieren noch kritisieren. Auf jeden Fall aber ist die Wehrmacht keine verbrecherische Armee, sind also Millionen deutsche Soldaten wie mein Vater und der Onkel, den ich nie kennen lernen durfte, keine Verbrecher gewesen. Es war nicht ihrer Verantwortung geschuldet, dass die damalige politische Führung aus rassistischen Massenmördern bestand, die unser Volk in seine größte Katastrophe trieben und unter anderen Völkern so ungeheuer viel Leid verursachten.

Mein Vater, einer von Millionen unbekannten Helden des Wiederaufbaus nach 1945, hat mir schon als Kind gesagt, dass es besser für die Welt und auch für unsere Volk war, diesen Krieg verloren statt gewonnen zu haben. Im Laufe meiner nun schon vielen Lebensjahre habe ich immer klarer erkannt, welche Klugheit und Größe in dieser schmerzlichen Einsicht eines einfachen Mannes und naziresistenten Kriegsteilnehmers zum Ausdruck kam.

Gerade mit dieser Einsicht hat mir mein Vater eine stabile Brücke zum Verständnis dieses leidvollsten Kapitels unserer Geschichte nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut. Und genau deshalb weiß und akzeptiere ich, dass die Geschichte der Wehrmacht, ihre Tragik wie ihre Verstrickung, untrennbar und unauslöschlich zur Geschichte unseres Volkes und zu meiner Biographie gehört, weil sie ein prägender Abschnitt im Leben meines Vaters war, den er weder verklärte, aber den er auch nie unterschlug. Charles de Gaulle soll einmal gesagt haben, man erkenne den Charakter eines Volkes daran, wie es mit einem verlorenen Krieg und den Opfern eines solchen Krieges umgehe.

Nach meinem Gefühl schneiden die Deutschen bei diesem Charaktertest immer schlechter ab – am allerschlechtesten aber nun Sie, Frau von der Leyen. Denn Sie verkörpern mit Ihrem widerwärtigen Verhalten gegenüber der Bundeswehr eine Geschichtsvergessenheit und Geschichtsverleugnung, die mit Sicherheit der Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zur Landesverteidigung und auch zu Auslandseinsätzen nicht förderlich sein kann. Und wollen Sie und Ihre Sie unterstützende Kanzlerin wirklich eine unter neonazistischen Generalverdacht gestellte Bundeswehr an die russischen Grenzen senden?

Alle Mitglieder der Bundeswehr müssen das Recht zu einer positiven Identität haben. Dazu gehört das Recht auf eine aufgeklärte Traditionspflege, also auch das Bekenntnis zum besten Erbe deutschen Soldatentums in den Jahrhunderten deutscher Geschichte. Zu diesem Erbe zählen auch die außergewöhnlichen militärischen Taten und besonders dekorierten Soldaten des zweiten Weltkriegs. Sie, Frau von der Leyen, gehen nun mit diesem Erbe in verachtenswerter Weise um.

Ich mag mich nicht für Sie schämen, das werden Sie vielleicht irgendwann selbst tun. Aber ich sage ihnen voraus: Wenn sich das deutsche Volk nicht auflösen sollte oder abgeschafft wird, dann wird Ihnen die Verachtung späterer Generationen so gewiss sein wie Ihnen schon jetzt die Verachtung vieler Angehöriger der Bundeswehr und vieler Bürger unseres Landes gewiss ist. Frau Bundesministerin, Sie sind die Schande der Nation!
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 208451 | Verfasst am: 19.05.2017 - 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Diesem Brief ist nichts hinzuzufügen, außer, er sollte an sämtliche Redaktionen der zwangsalimentierten "Kotaumedien" (ARD & ZDF), sowie sog. Funke Mediengruppe (Springerpresse) geschickt werden.
Meine Meinung


Zuletzt bearbeitet von UHF51 am 19.05.2017 - 18:28, insgesamt einmal bearbeitet
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208452 | Verfasst am: 19.05.2017 - 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast zwar recht, bringt aber nichts und würde in den links-grün-versifften Redaktionsstuben der ÖR & Co. nur Ablage Papierkorb bedeuten. Kein Wunder, daß nur alternative Medien solche und ähnliche Beiträge veröffentlichen.

Aber immerhin, PI hat so eine große Reichweite, daß paßt schon! Gut gemacht!
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 208457 | Verfasst am: 20.05.2017 - 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Schlagkraft statt Vielfalt!

http://patriotische-plattform.de/blog/20 ... t-vielfalt-wir-stehen-zu-unserer-truppe/
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