s.Pz.Abt. (Fkl) 301
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205404 | Verfasst am: 17.01.2016 - 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Also nach Jaugitz war der Weg der Einsatz-kompanie wie folgt:

- Anfang März Sammeln im Raum Gummersbach, Fahrzeugüberholung
- ab 18.3. Wermelskirchen
- 19.3. Mettmann
- 25.3. Selbeck
- 27.3. Mülheim-Dümpten
- 28.3. 4 Tiger gen Gelsenkirchen- Nord
- 31.3. diese 4 Tiger Lütgendortmund, die restlichen 3 in Dümpten im Gefecht mit der 2.US-PzDiv.
12.4. Verlegung n. Gevelsberg

P.S. Hat jemand einen Vornamen von Olt. Endemann, gefallen am 25.2. als Chef der 1./301? Beim Volksbund hab ich leider nix gefunden...

Winken

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 205406 | Verfasst am: 17.01.2016 - 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Vorname sollte Friedrich sein. Gibt nur einen Endemann in den Verwendungskarteien von Offizieren der Panzertruppe.

Winken

Gruß
Tobias
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205407 | Verfasst am: 17.01.2016 - 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Winken

Merkwürdig, dass der Volksbund den nicht drinne hat...

Winken

Jan-Hendrik
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 205408 | Verfasst am: 17.01.2016 - 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das Foto vom in Ennepetal-Königsfeld abgeschossenen Sherman noch im Internet gefunden. Allerdings handelt es sich hier nur um einen Bildausschnitt, das eigentliche Foto ist größer.

http://www.derwesten.de/staedte/ennepetal/sinnlose-heldentode-in-den-letzten-minuten-id10549020.html

Winken
Thorsten
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Gastolli
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BeitragBeitrags-Nr.: 205411 | Verfasst am: 17.01.2016 - 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Es war Edgar Endemann, geb. 25.12.1922 (nicht im Volksbund gelistet)

Oblt. mit RDA 09.11.1944 / Pz.Rgt. 11, s.Pz.Abt. 301

NARA T78M, Roll 938, Bild 1638


Oliver
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 205412 | Verfasst am: 18.01.2016 - 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hoppala, da habe ich bei den Grennis geschaut... Rollene Augen

Winken

Gruß
Tobias
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 205462 | Verfasst am: 24.01.2016 - 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Neuer Fund: http://www.wz.de/lokales/sprockhovel/die-letzten-kriegswochen-in-der-stadt-1.1929895

Als Standort der Hummel wird nun in der Bildunterschrift die Bredenscheider Str. in Hattingen angegeben. Leider aber auch hier keine Erwähnung der 301, obwohl entgegen der Angaben im Artikel doch noch Einiges passiert ist.

Winken
Thorsten
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205477 | Verfasst am: 24.01.2016 - 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Leider recht mau, der Artikel, und der Referent scheint sich lediglich für die Luftangriffe interessiert zu haben.

Außerdem gibt es so einige 'authentische' Photos aus dem Ruhrkessel Rollene Augen

Winken

Jan-Hendrik
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 205478 | Verfasst am: 24.01.2016 - 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Leider recht mau, der Artikel, und der Referent scheint sich lediglich für die Luftangriffe interessiert zu haben.

Winken

Jan-Hendrik



Ja, ist leider so. Ich bin auch deshalb etwas enttäuscht, weil Herr Blank für meinen Geschmack schon durchaus gute geschichtliche Werke veröffentlicht hat ("Bitter Ends. Die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs im Ruhrgebiet 1944/1945" Klartext Verlag 2014. "Ruhrschlacht. Das Ruhrgebiet im Kriegsjahr 1943" Klartext Verlag 2013).

Winken
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 205484 | Verfasst am: 25.01.2016 - 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich noch beim Stöbern in "Und als der Krieg zu Ende schien" entdeckt habe:

- Kommandeur der Tigereinheit, die in Ennepetal-Voerde den Sherman abgeschossen hat, soll ein Hauptmann Kurt Krämer aus Berlin gewesen sein (Anmerkungen Seite 166).

- Bei dem von mir erwähnten Buch aus der Stadtbücherei scheint es sich um "Gevelsberg : Die Kleineisen-Industriestadt an d. Ennepe" von Franz Overkott aus dem Jahre 1956 zu handeln (ebenfalls Anmerkungen Seite 166. Das dort erwähnte Café Tillmann war an der Einmündung Nordstr. / Mittelstr.).

Winken
Thorsten
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S197
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BeitragBeitrags-Nr.: 205485 | Verfasst am: 25.01.2016 - 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gerade mal die Suchmaschine angeworfen. In der Threaderöffnung aus 2005 ist sogar ein Hauptmann Krämer erwähnt.

Mal sehen, was die Suchmaschine noch so bringt.

Nachsatz: hat leider keine neuen Erkenntnisse mehr gebracht.
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schachtellaufwerk
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BeitragBeitrags-Nr.: 208775 | Verfasst am: 26.07.2017 - 17:41    Titel: Breckerfeld/Ennepetal/Gevelsberg/Schwelm zwischen 13.4-16.4. Antworten mit Zitat

Hallo,

[ ] = Ergänzungen

http://heimatkunde-schwelm.de/Autoren%20 ... tte_1600-heute_II_20160703%20wz%20gQ.pdf

Oberstleutnant Knöspel:
....
Zur Verteidigung der Stadt [SCHWELM] standen nur wenig Truppen zunächst zur Verfügung, und zwar 2 Landeschützen-Kompanien ohne großen Kampfwert, einige Luftnachrichtenzüge und [b]2 Tigerpanzer[/b]. Verstärkung war in Aussicht gestellt. Diese Truppen waren beim [ENNEPETAL-KÖNIGSFELD - Meier am] Kühlchen [B 483] bereitgestellt. Hier kam es am 13.4. nachmittags zu Gefechten, - es gab auf beiden Seiten Verluste. Die Amerikaner stießen bis gegen [SCHWELM] Winterberg durch, zogen sich aber wieder zurück, weil sie von Teilen der inzwischen eingetroffenen Verstärkung, einem Bataillon SS, beim Betreten der Stadt Feuer erhielten
...

Major Lecht:
...
Es kam was kommen musste. Die südlich des Ruhrgebietes nach Osten vorgehende Heeressäule schwenkte etwa in der ersten Woche des April nach Norden ein und rückte dann aus der Gegend Lüdenscheid [B54] und Hückeswagen [B483] über Radevormwald [B483]und Breckerfeld [L528] gegen Schwelm [B483] vor. Alle Nachrichten erfuhr man "auf der Straße"; die vorgesetzten Dienststellen schwiegen sich aus und bald hörte eine Verbindung nach der anderen auf. Aber man wusste aus welcher Richtung der Gegner zu erwarten war: von Breckerfeld oder direkt vom Süden
...

Als eine Nebenstelle des OK von Breckerfeld eintraf, weil gegnerische Kräfte gegen den Ort anrückten, waren die letzten Tage zu zählen.

Wieder nur gerüchtweise erfuhr der Kommandant, daß gegnerische Kräfte vor der Straßen-Sperre bei [ENNEPETAL-KÖNIGSFELD] Meier „am Kühlchen“ stehen sollten. Er fuhr allein in einem Pkw hinaus, um sich zu überzeugen und fand an der Sperre einen unbesetzten deutschen Panzer. Die Besatzung lag im Keller eines Hauses in der Nähe der Sperre und schlief [SIC !]. Amerikanische Truppen sollten etwa 800 m vor der Sperre stehen [ENNEPETAL-KÖNIGSFELD, wahrscheinlich zwischen ZIPP, DREVE und WOLFSHÖVEL], sonst wussten die Leute von nichts. Sie wussten nicht einmal recht , wie sie hier hergekommen seien. Versprengte.

WP:

https://www.wp.de/staedte/hagen/in-letzten-kriegstagen-sterben-noch-15-menschen-id10550466.html
......
Für den historischen Ortskern [BRECKERFELD] wurde der 13. April , im übrigen ein schöner Frühlingstag, zum Tag des Schreckens: Als die Amerikaner von Halver her auf der Landstraße [L528] über den Wengeberg von Panzern begleitet anrückten, lösten fanatische Menschen, die noch an den Endsieg glaubten, durch ihr Tun unnützes Blutvergießen aus: Die Flak-Stellung bei Möcking versuchte durch Beschuss in Richtung Wengeberg die Amerikaner aufzuhalten.
.....
Am gleichen Tag erschoss sich im Pfarrgarten der katholischen Kirchengemeinde [ST. JACOBUS] am Wehrgraben ein deutscher Soldat. Es ist anzunehmen, dass er zur Besatzung des deutschen Panzers [TIGER I] gehörte, der sich im Bereich nahe der heutigen Tennisanlage im Sumpf [PÄMPKER BACH zwischen KÜCKELHAUSER STR. UND HANSARING] festgefahren hatte und so nicht mehr so in Stellung manövriert werden konnte, um die vom Wengeberg anrückenden Amerikaner unter Beschuss zu nehmen.

https://www.derwesten.de/staedte/ennepet ... e-in-den-letzten-minuten-id10549020.html

Gegen 14 Uhr am 13. April erreichten sie [US ARMEE] [ENNEPETAL-] Oberbauer. In Höhe Bilstein [L701 - BRECKERFELDER STR. - vermutlich Höhe Einmündung BÜLBRINGER STR] ein [US] Panzer [SHERMAN] durch deutsche Geschosse zerstört, vier US-Soldaten verbrannten.

Aus einem vorherigen Beitrag:

Ebenfalls aus diesem Buch: 4 weitere Tiger (teilweise als Königstiger bezeichnet) waren in Ennepetal-Voerde eingesetzt. Nach Wartungsarbeiten durch eine Werkstattkompanie auf dem Gelände der Firma Saure und Halverscheidt [ENNEPETAL-VOERDE, Wilhemlstr.] fuhren 3 Tiger in Richtung Oberbauer. Dort schoß dann ein Tiger im Bereich Kerkenberg ebenfalls einen Sherman (M4A3E8) ab. Auch dieser Sherman ist im Buch abgebildet (Seite 65). Die Tiger fuhren anschließend nach Voerde zurück und blieben dort aus Treibstoffmangel liegen (Bereiche Schellenberg und Firma Saure). Zumindest 2 Tiger sollen von deutschen Soldaten in Brand gesteckt worden sein.

Auf der Seite der 8th InfDiv findet man (bzgl:
http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?p=205335)

http://www.fatherswar.com/8thinfdiv/WW2/ww2_121stinf/121st_9.pdf

[14.4.45]
Landringhausen, Haslinghausen, Flockenhausen,
Blumenhaus, Duellenberg. The list seemed endless:
Sauerbruch, Linderhausen, Heide.
.......
Lt. Col. Kunzig split his elongated forces into two sections: the battalion commander and Capt. William S. Freeman led a medium tank force while
Major Frederick J. Baum led a light tank force to the rear. An enemy SP gun scored a direct hit on Capt. Freeman’s tank but he escaped injury to
continue the attack into Haslinghausen.

The following morning [15.4.45] the 1st battalion moved out of Schwelm to relieve the 2nd battalion on its final objective, Herzkamp.

"SP GUN" steht für "self-propelled Gun" - sprich: Selbstfahrlaffette mit Geschütz. Das muß kein Sturmgeschütz gewesen sein - sonden z.B ein "Nashorn" - das würde dann auch das Bild bzgl. Sprockhövel mit der "Hummel" erklären - Nashorn und Hummel waren ja bis auf die Bewaffnung für einen Laien faßt nicht zu unterscheiden - und oben offen.

Zusammenfassung:

Nach dem Bericht aus Breckerfeld hat sich ein Panzer - vermutlich Tiger - festgefahren - da die 301. laut 1.3.45 nur noch über zwei Bergepanther verfügte ist es sehr wahrscheinlich, das es sich mindestens um einen Tiger I gehandelt haben dürfte - Schlepp/Bergeversuche dürften unter Feindbeschuß wohl eher unwahrscheinlich gewesen sein und sind nicht vermerkt.

Da 3 Tiger nach den Kämpfen in Ennepetal-Oberbauer sich nach Gevelsberg zurückgezogen haben, gibt es 2 Varianten

Variante 1: Am 13.4 morgens besaß die 301. noch 5 Tiger I:

3 Tiger I Marschrichtung Ennepetal-Voerde/Oberbauer nach Breckerfeld [L701] , wobei einer sich in Breckerfeld festfuhr - ggf. versuchte man einen "Fächer" - im Südteil von Breckerfeld aufzubauen: Ein Tiger I westlich der L528 (der Festgefahrene, aus dessen Besatzung sich ein Soldat mutmaßlich erschoß) , ein Tiger I auf der L528 und ein weiterer Tiger I östlich der L528 - damit konnte man zum einen die L699 und K10 "bestreichen" und zum anderen einen Riegel gegen die vorrückenden Amerikaner auf der L528 bewirken (dort befindet sich auch eine Kreuzung). Somit dürften nach den Kämpfen in Oberbauer 2 Tiger I zurück nach Ennepetal-Voerde gefahren sein - ggf. Instandsetung bei Fa. Saure (Wilhelmstr) und von dort bergabwärts Richtung Ennepetal-Altenvoerde / Milspe um auf die B7 Richtung Gevelsberg zu kommen.

Ob einer aus Breckerfeld/Ennepetal-Oberbauer zurückgekehrten 2 Tiger I defekt war, oder der auf dem Gelände der Firma Saure (Ennepetal-Voerde, Wilhelmstr.) verbliebene Tiger I nicht repariert war ist nicht zu klären.

1 Tiger I in Ennepetal-Königsfeld / Meier am Kühlchen [L483] - Rückzug mutmaßlich durch Ölkinghausen über die Köllner Str [B7] nach Milspe - von einem Abschuß durch Amerikaner ist nicht die Rede - und dort zu den verbliebenen 2 Tigern gestoßen sein, die dann Richtung in Gevelsberg durch den Kruiner Tunnel [B7] den Rückzug antraten.

Um nun auf die 3 Tiger I zu kommen, die sich nach Gevelsberg zurückzogen zu kommen, bliebe nur die Möglichkeit, daß doch die 2 Tiger aus Oberbauer "überlebt" haben und nicht ein Tiger I sondern 2 Bergepanther, die wohl noch Anfang März im Bestand der 301. standen, angezündet wurden - denn mit einem Gewehrkolben ("Tiger I") kann man einen Nagel einschlagen - aber mit einem Hammer (Berpepanther) nicht
schießen. Dafür spricht,

Variante 2: Am 13.4 morgens besaß die 301. noch 4 Tiger I:

3 Tiger I Marschrichtung Ennepetal-Voerde/Oberbauer nach Breckerfeld [L701] - siehe Variante 1a

1 Tiger I instandgesetzt und Richtung Ennepetal-KÖNIGSFELD - ggf. liegt hier die Erklärung für den Bericht von MJR Lecht vom 13.4. der die Besatzung eines unbesetzen Panzers dort schlafend vorfand und diese als Versprengte auffaßte, da die Besatzung nicht wußte, wie sie dorthin kam. Die Erklärung könnte darin liegen, das es kurz vor Breckerfeld auf der L701 aus Richtung Ennepetal kommend eine Ortsbezeichnung KÖNIGSHEIDE gibt. Anstatt von Voerde zu den 3 anderen TIGER I nachzurücken, "verfranste" sich die Besatzung und fand sich wieder in KÖNIGSFELD.

Da in Breckerfeld ein TIGER I festgefahren, zogen sich die restlichen 3 nach Gevelsberg zurück ( 2 x Voerde + 1 x Königsfeld)

Auch hier bliebe nur als Erklärung für das "Abbrennen" die Preisgabe der zwei Bergepanther.

Nach dem Kampfeinsatz in Gevelsberg 15.4. wurden die verbleibenden Tiger I dann am 16.4 in Sprockhövel angezündet - das sind höchstens 5-6 Kilometer und würde Sinn machen, nachdem man aus Treibstoffknappheit schon die Bergepanther angezündet hatte. Mit Bergepanthern abzurücken und Tiger anzünden wohl weniger....

Dieser Einsatz von maximal 5 TIGER I ist stimmig mit dem Besatz der 301. Anfang März 45. Mehr wird nicht dazugekommen sein. Eine Beteiligung der 506. halte ich führ wenig wahrscheinlich.

Ggf. kann ja ein Interessierter mal nach Breckerfeld fahren zum Café Pfingsten - der Senior hat wohl in dem liegengebliebenen deutschen Panzer
gespielt

https://www.wp.de/staedte/hagen/in-letzten-kriegstagen-sterben-noch-15-menschen-id10550466.html

Vielleicht kann man rausfinden, was es für ein Panzer war...

Da ich selber in der Nähe von Ennepetal-Königsfeld / Meier am Kühlchen wohne und wir als Jugendliche Anfang der 80er dort rumstromerten, weiß ich mit 100% Sicherheit, daß dort auch noch eine (vermutliche) PAK Stellung war - und zwar ca. 5 Meter vom Waldrand südwestlich Verbindungsline/straße Dürholt / Meier am Kühlchen. Merkmal: Kreisrund ausgehobener Boden (ca. 30 cm unter Normalniveau), dazu Erdaufwurf auf dem Wall (Höhe damals 50 cm). Kreisdurchmesser ca. 5-6 Meter. Hervorragende Sicht auf die B483 - in Verbindung mit der Straßen/Panzersperre ein typischer Hinterhalt: Feind ausbremsen - Zeit zum Zielen auf - Abschuß. Ein Tiger ist da eigentlich fehl am Platze und erklärt die Merkwürdigkeit der "Versprengten".

Noch was zu den US-Kräften in Breckerfeld/Ennepetal/Schwelm: Sie gehörten nach meiner Recherche zur 12. Heeresgruppe unter Bradley. Den Vorstoß auf Schwelm über Ennepetal und Breckerfeld führte die 8. Infantriedivision durch, die dem XVIII. Luftlandekorps zugeteilt war, welches der 15. Armee unterstellt war. Die 78. Infantriedivision nahm Wuppertal ein (über Wipperfürth und Lennep) - siehe

https://archive.org/stream/Lightning78thInfantry#page/n247/mode/2up

diese Einheit gehörte wie auch die 8. Infantriedivision zum XVIII. Luftlandekorps.

:panzer







Panzer Panzer Panzer Panzer Panzer Panzer Panzer
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Gastolli
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BeitragBeitrags-Nr.: 208782 | Verfasst am: 02.08.2017 - 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, danke für diesen Beitrag, da hast Du Dir ja wirklich Mühe gemacht, alle ereichbaren Fakten und Meldungen und Gerüchte unter einen Hut zu bringen (was an sich kaum möglich ist).

Interessante Geschichte, nur eine kleine Episode im großen Krieg, aber trotzdem nicht einfach zu rekonstruieren!

Oliver
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