Rückeroberung von Goldap 1944
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Gotrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 208686 | Verfasst am: 26.06.2017 - 15:29    Titel: Rückeroberung von Goldap 1944 Antworten mit Zitat

Ich sehe dass Goldap noch nicht seinen eigenen Thema hat.
Ich habe (noch) nicht viel Infos über die Rückeroberung von Goldap in November 1944.

Die Kampf war von 3 bis 5 November 1944.
Auf Karten/Internet/Bücher sehe ich das die folgende Einheiten beteiligt war in der kämpfen:

* 5.Panzer-Division (Kampfgruppe)
* Führer-Grenadier-Brigade (teile)
* 50. Infanterie-Division
* 131. Infanterie-Division (teile)
* 367. Infanterie-Division (teile)
* Flak-Regiment 116

Welcher Einheiten noch mehr?
Hat jemand mehr Info über dieser kämpfen? Vielleicht Karten?
Welche teilen von 131.ID war beteiligt in der kämpfen, und wo?

Danke! Winken
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Timm
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BeitragBeitrags-Nr.: 208746 | Verfasst am: 10.07.2017 - 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gotrick,

soweit noch nicht bekannt:

Ab dem 28. Oktober ist die Angriffskraft der sowjetischen Truppen gebrochen. Die Frontlinie im Bereich des XXVII. Armee-Korps lässt sich aus deutscher Sicht sehr gut halten, lediglich der Frontverlauf im Raum GOLDAP stellt eine gewisse Bedrohung dar, weshalb sich die 4. Armee dazu entschließt, unter Führung des XXXIX. Panzer-Korps den GOLDAPER Frontbogen angriffsweise zu bereinigen. Erneut entscheidet man sich für einen zangenförmigen Angriff. Die nördliche Zange bilden die 5. Panzer-Division und das Panzer-Grenadier-Bataillon der Führer-Grenadier-Brigade, die südliche Zange die 50. Infanterie-Division und das Panzer-Füsilier-Bataillon der Führer-Grenadier-Brigade.

In der Nacht vom 2. zum 3. November greift die 5. Panzer-Division mit dem unterstellten Panzer-Grenadier-Bataillon der Führer-Grenadier-Brigade ohne Feuervorbereitung aus nördlicher Richtung gegen GOLDAP und am Westufer des GOLDAPER Sees an. Bereits um 02.00 Uhr erreicht der nördliche Angriff die Nordspitze des GOLDAPER Sees. In der Morgendämmerung des 3. November startet dann auch die 50. Infanterie-Division mit dem unterstellten Panzer-Füsilier-Bataillon der Führer-Grenadier-Brigade ihren Angriff auf die Stadt und den Raum ostwärts davon. Zuvor nicht erkannte, gut getarnte Pak-Riegel verursachen schwere Ausfälle bei den Panzer-Füsilieren. Die 50. Infanterie-Division verlegt daraufhin den Schwerpunkt nach Osten und kurz darauf vereinigen sich die beiden Angriffsspitzen ostwärts von GOLDAP. Sofort geht man zur Verteidigung nach Osten und Westen über.

Am 3. November meldet die Heeresgruppe Mitte: Bei 4. Armee brachte der heutige Tage einen großen Angriffserfolg. In konzentrischem Angriff von Süden und Nordwesten wurden die in und um GOLDAP stehenden starken Feindkräfte abgeschnitten und eine Hauptkampflinie in der Linie GUT NEUBODENHAUSEN – Südwestspitze GOLDAPER See – Nordspitze GOLDAPER See aufgebaut. Entlastungsangriffe des Feindes von Osten gegen die Front der 50. Infanterie-Division südlich des GOLDAPER Sees und gegen 5. Panzer-Division und Führer-Grenadier-Brigade an der Südwest- und Nordwestecke des GOLDAPER Sees konnten unter Abschuss von 8 Panzern abgewehrt werden. Zur Vernichtung der im Raum GOLDAP abgeschnittenen Feindteile sind noch heftige Kämpfe im Raum GOLDAP im Gange, die auch am morgigen Tag andauern werden.

Am 4. November meldet die Heeresgruppe Mitte: Die im Raum GOLDAP eingeschlossenen Feindkräfte in Stärke eines Regiments, wurden im Nordteil der alten Kaserne und im Westteil der Stadt auf engem Raum zusammengedrängt. Zu ihrem Entsatz führte der Feind während des ganzen Tages starke, von Schlachtfliegern und Panzern unterstützte Angriffe gegen die neu gewonnene Hauptkampflinie südlich des GOLDAPER Sees, die abgewiesen wurden. Mit schwächeren Kräften gelang es dem Gegner, in Booten über den See zu setzen und auf dem Westufer Fuß zu fassen. Sofort eingeleitete Gegenangriffe sind in gutem Fortschreiten. Nördlich des GOLDAPER Sees konnte der Feind seinen gestrigen Einbruch durch erneuten Angriff etwas erweitern. Er wurde jedoch abgeriegelt und ein Gegenangriff zur Bereinigung eingeleitet.

Am 6. November meldet die Heeresgruppe Mitte: Bei 4. Armee wurden die schwachen feindlichen Kräfte am Westufer des GOLDAPER Sees restlos vernichtet.

Die 50. Infanterie-Division mit dem unterstellten Panzer-Füsilier-Bataillon der Führer-Grenadier-Brigade meldet nach Abschluss der Kämpfe die Vernichtung von 42 russischen Panzern während des dreitägigen Kampfes um GOLDAP.

Quellen:
Die geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmacht, Band 11
Dieckert/Großmann: Der Kampf um Ostpreußen

Grüße
Timm
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Gotrick
Interessiertes Mitglied


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Beiträge: 50

BeitragBeitrags-Nr.: 208796 | Verfasst am: 08.08.2017 - 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Timm ! Gut gemacht!


Ich sehe in das Buch "Im zeichen des Schwertes" von Wilhelm Blankenhagen:

"...Die 131. Division bekam ihre neue Verteidigungslinie südlich Augustowo zugewiesen.
Ein Dorn im Auge in der deutschen Führung war die Stadt Goldap, die von der russischen Truppen besetzt war.
Durch die Besetzung der Stadt hatte der Russe hier seine Front nach Westen weit vorgedrückt.
Nun, da der Feind anscheinend eine Ruhepause einlegte, wurde von der deutschen Führung in Erwägung gezogen,
Goldap wieder zurückzugewinnen. Es wurden von der Armee Angriffskräfte, darunter auch Teile der 131. Infanterie-Division, freigemacht..."


Weist jemand welche teilen von 131.ID beteiligt war in der kämpfen, und genau wo eingesetzt?

Gruss.
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