Seydlitz-Truppen
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Gotrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 208841 | Verfasst am: 26.08.2017 - 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein interessantes Dokument welche ich in der (online) Russische Archiv gefunden habe: Foto
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 208849 | Verfasst am: 28.08.2017 - 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann mich nicht erinnern, über die sogenannten "Seydlitz-Truppen" in der marxistisch-leninistischen Kriegsgeschichtsschreibung der DDR Umfangreiches / Wesentliches gehört, gelesen oder vermittelt bekommen zu haben.

Erwähnt wurden Lautsprechereinsätze und diverse Kundschafter, die hinter den Linien in feindlichen (deutschen) Uniformen unterwegs waren oder beim Verhör der deutschen Gefangenen eingesetzt wurden.

Ich persönlich glaube, dass dies auch erst gegen Ende des Krieges praktiziert wurde.

Von den deutschen Kommunisten, die nach Ehrenwort im Deutschen Reich, sich künftig gesetzestreu zu verhalten, aus der Schutzhaft entlassen wurden und in die UdSSR emigrierten, fiel ein Teil bei den Rotspanischen Truppen (Baimler, Becker ...) in Spanien oder wurde zum allergrößten Teil bei den stalinistischen kommunistischen (linken!) Säuberungen 1936-1938 erschossen, massakriert.

Bis 1943 machte Stalins Rote Armee so gut wie keine Gefangenen, >95% der sich Ergebenden überlebte die Gefangenschaft nicht, so dass auch hier die Kader fehlten.

Erst beginnend ab 1943 wurden überhaupt Gefangene gemacht und politisch umgedreht

Ich kann mir nur vorstellen, dass dieses Thema sehr bedeckt gehalten wurde, schon gar keine Namen genannt wurden, weil nach dem Krieg viele Umgedrehte nach Deutschland - insbesondere die Westlichen Besatzungszonen entlassen wurden, um hier im Verborgenen weiter für den sowjetischen Geheimdienst, später die Stasi zu arbeiten. Und das wurde uns regelmäßig vermittelt, auch in Film und Fernsehen (Armin Mueller-Stahl z.B. als Achim Detjen)

Wer weiß, wer von den "Großkopferten" in Westdeutschland ein Stasi- / KGB-Agent war/ist ... es dürfte in die Zehntausende gehen ... immerhin konnten sogar feindliche Agenten (Werner Frahm) Bundeskanzler werden
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wirbelwind
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Beiträge: 217

BeitragBeitrags-Nr.: 208850 | Verfasst am: 28.08.2017 - 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
pflichte Dir,Gardes du Corps, bei was die Grundzüge des Geschichtsunterrichts unter M. Honecker hinsichtlich Kampf der ,,ruhmreichen Roten Armee" im 2. WK betraf. Anfangs wurde noch der ,,Spitzbart" hervor gehoben, der mit Weinert, Pieck und anderen des NKFD deutsche Soldaten zum Überlaufen aufforderten bzw. die sowj. Genossen bei der Umerziehung der Deutschen in den Kriegsgefangenenlagern unterstützten. Von Seydlitz-Soldaten/Leuten hörte ich nichts. Bestenfalls vom General von Seydlitz, als er sein Memorandum im Stalingrader Kessel verfasste und willkürlich seine Stellung verließ. Anderes hörte und las ich damals nicht. Warum sich die Russen bezüglich dieser Thematik bedeckt hielten kann ich nicht beurteilen, Ob es wirklich nur mit der Tarnung zukünftiger Agenten/Spitzel zusammenhing, glaube ich nicht. Für mich sind der größte Teil der überzeugten Kommunisten in den KZs, bei Stalin oder im Spanischen Bürgerkrieg umgekommen, wie Hans Beimler oder Arthur Becker. Die den 2. WK überlebten, wurden in der Regel mundtot gemacht, wenn sie aus Amerika oder England aus dem Exil zurück kamen. Willy Brandt als feindlichen Agenten zu bezeichnen, find ich doch schon ein wenig schräg.

MfG Wirbelwind
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