Auslandseinsätze der Bundeswehr
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 208962 | Verfasst am: 13.10.2017 - 07:00    Titel: Auslandseinsätze der Bundeswehr Antworten mit Zitat

Angesichts der Tatsache, dass die "Auslandseinsätze" unserer Väter und Großväter vor 1945 im Auftrage der damaligen rechtmäßigen(!) Regierungen heute als verbrecherischer Akt betrachtet werden, bin ich der Meinung, dass ein Soldat / Offizier der BundesWEHR im Frieden, außer als Urlauber in seiner dienstfreien Zeit, nichts ausserhalb der Landesgrenzen* zu suchen hat!

Deshalb bin ich für:

- Aberkennung aller im Ausland im Auftrage fremder Mächte erworbenen Auszeichnungen und keine Anerkennungen solcher Leistungen gegenwärtig und auch künftig nicht, Orden und Abzeichen sind abzugeben

- Rückzahlung sämtlicher "Entschädigungen" die für Auslandseinsätze gezahlt wurden und

- Künftig soll es auch für solche Einsätze keinerlei Vergütungen, auch keine Grundvergütung, mehr geben.

Es steht jedem, der im Ausland Rambo spielen will frei, sich seiner Staatsbürgerschaft zu entledigen und sich als Söldner anheuern zu lassen - eine Anerkennung derartiger "Leistungen" seitens des Deutschen Volkes ist diesem zu verwehren


Qualifizierte Meinungen?

*Sollte das Vaterland angegriffen oder bedroht werden, ist der Feind noch in seinen Ausgangsstellungen - auch auf seinem Territorium - anzugreifen und zu vernichten!
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BeitragBeitrags-Nr.: 208964 | Verfasst am: 13.10.2017 - 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber das ist genau die Verallgemeinerung, die keiner braucht und dich nicht sonderlich differenziert denkend darstellen lässt.

Ersteinmal waren die Angriffskriege der Nazis natürlich ein verbrecherischer Akt. Polen, Holland, Dänemark, Griechenland etc waren keine begründbaren Präventivangriffe.

zu den Bundeswehreinsätzen: Es ist schlicht falsch, alle Auslandseinsätze über einen Kamm zu scheren:

Kambodscha und die sanitätsdienstliche Hilfe nach Ende des südostasiatischen Krieges dort wirst du kaum als falsch bezeichnen wollen.

Äthiopien und die humanitäre Hilfe bezüglich Luftransport von Hilfsgütern war ebenfalls eine in meinen Augen absolut angemessene Hilfe (zumal mit der Hilfe dort vor Ort die Fluchtbewegung in die Nachbarländer gestoppt wurde und evtl auch uns die Flüchtlinge vom Hals gehalten haben)

Kroatien und Bosnien in den 90er Jahren waren ebenfalls absolut notwendig, um die Situation dort zu entspannen und den Einwohnern ein Verbleib in deren Heimt zu gewährleisten.

Es gibt in der Liste noch mehrere, in meinen Augen unbestreibar gute Auslandseinsätze.

Als absolut fragwürdig sehe ich hingegen die Einsätze im Kosovo, Afghanistan, Syrien und Mali an. Leider gibt es kein Gericht, welches diese Einsätze einmal rechtlich neutral bewerten würde.

Etwas Bauch habe ich bei den Einsätzen gegen die Piraten am Horn von Afrika (immerhin hat der Westen und China das Problem mit den Piraten maßgeblich mit verursacht) und der Flüchtlingshilfe im Mittelmeer. Ja, man kann die Leute nicht auf See verrecken lassen, aber erstens machen sie es freiwillig (aus wirtscaftlicher Not heraus, die wir in den Industrienationen mit verursacht haben) und zweitens ködern wir sie ja ganz gut mit der HIlfe in der EU. Sogeffekte und so.

Das Gesetz jedoch ermöglchst diese Einsätze, und der BT muss (und gab) seinen Segen dazu. Daher ist den Soldaten kein Vorwurf zu machen, sondern dem Parlament, der die Soldaten auf den Weg schickt. Ich selbst war in Auslandseinsätzen und halte (meine) Einsätze in Bosnien und im Kosovo humanitär für richtig, Kosovo zumindest völkerrectlich für falsch. Afghanistan z.B. habe ich z.B. abgelehnt, weil ich den ganzen Einsatz für falsch und vergebens halte.

Ich wünschte mir auch oftmals eine andere Politik hinsichtlich der Einsätze, aber da kann jeder Soldat für sich ausmachen, wie er damit umgeht. Von meinen Kameraden gibt es allerdings keinen, der aus Überzeugung in den Einsatz geht, sondern des Geldes und der Karriere wegen. Aber das ist Sache der Soldaten.

Ich sehe das als Problem der Politik, nciht der Soldaten.

Aber da wir Meinungsfreiheit haben akzeptiere ich deine undifferenzierte Ansicht bezüglich "den Auslandseinsätzen" einfach.
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