SS-Panzerbrigade 'Westfalen'
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 205905 | Verfasst am: 23.03.2016 - 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Yerger war auch Ustuf. Helmut Büch bei der 'Westfalen' und kam bis in den Harz durch.

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BeitragBeitrags-Nr.: 206038 | Verfasst am: 05.05.2016 - 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Lothar von Kleist ist in Österreich gefallen, kann aus der 'Westfalen'-Arie gestrichen werden.

Siehe auch:

AHF

Im Auftrag von Roland noch ein Fundstück:

Zitat:
Kurt Barkhausen, geb. 16.4.1923 Wiershausen bei Hann. Münden, ursprünglich Nachrichtenmann, wurde 1942 beim Pz.Rgt 1 des Heeres in Erfurt zum Panzersoldaten umgeschult und war seit dem 13.7.1943 als Funker in einem Pz IV bei der 2.Kp. SS-Pz.Rgt 3: „... Im Herbst 1943 ging ich zum Führerberwerberlehrgang nach Ellwangen an der Jagst, dem sich der Offizierslehrgang (Heer/Waffen-SS) in Königsbrück anschloss...

Anfang 1945 wurde ich ins Panzer-Regiment der SS-Panzerbrigade „Westfalen“ nach Eselheide bei Detmold versetzt. Dort war ich als Führer der Führerbewerber-Kompanie eingesetzt, bis Ende April 1945. Im April 1945 wurde ich Brückenkommandant von Gieselwerder. Ich musste im Raum Osterode die Reste der Panzer-Lehr-Abteilung übernehmen, die in Braunlage aufgelöst wurde....

Meinen letzten Einsatz 1945 habe ich in der Führerbewerber-Kompanie des Panzer-Regiments in der SS-Panzerbrigade „Westfalen“ gehabt.
Ende März 1945 kamen wir im Raum südlich von Paderborn gegen die Amerikaner zum Einsatz. Wir vernichteten rund 20 Panzer und andere Kettenfahrzeuge. Wir mussten uns von Ort zu Ort zurückziehen und leisteten hinhaltenden Widerstand...
Die Amerikaner haben aufgrund ihrer großen Überlegenheit die Gebiete einfach, also oftmals ohne großen Widerstand, besetzt. Die Gefechte kosteten uns hohe Verluste...

An der Weser wurde ich zum Brückenkommandant in Gieselwerder ernannt, und mit der inzwischen in Fahnenjunker-Kompanie umbenannten Einheit sicherte ich die Hauptstraße an beiden Ortsausgängen. Ein weiterer Zug vom Heer wurde mir zugeteilt, der die Straße von Trendelburg zur Weser verteidigte.
Die amerikanischen Panzer kamen ungehindert über die Straße nach Trendelburg; außer Maschinengewehren und Panzerfäusten hatten wir keine weiteren Waffen mehr zur Abwehr.
Der Bürgermeister und der Ortsgruppenleiter wurden bei mir vorstellig und baten, die Brücke nicht zu sprengen, weil auf der entgegengesetzten Seite der Weser die Bauern des Ortes ihre Felder bewirtschafteten.
Die Pioniere aus der Garnisonsstadt Hann. Münden hatten von mir die Anweisung erhalten, erst zu sprengen, wenn von mir der Befehl dazu kam. In der Nacht erreichten die amerikanischen Panzer die Brücke ohne Gegenwehr, weil sich die deutsche Infanterie zurückgezogen und zudem aufgelöst hatte...


Nachdem uns die Amerikaner nördlich von Osterode überholt hatten, wollten wir wieder Anschluss an unser Regiment bekommen. Dies versuchten wir in kleineren Gruppen von sechs bis sieben Mann, die nur mit Handfeuerwaffen ausgerüstet waren. Dies gelang aber nur wenigen.
Ich selbst geriet mit meiner Gruppe in einem Forsthaus in amerikanische Gefangenschaft und wurde in einem amerikanischen Gefechtsstand über meine Person und meinen Auftrag anhand einer amerikanischen Geländekarte vernommen. Dann läutete eine Glocke, die Offiziere standen auf, es war Mittagszeit, sie verließen den Raum. Mir wurde ein Corporal als Bewacher zugeordnet. Dem dickleibigen Corporal sagte ich, er solle zum Essen gehen und mir etwas mitbringen, was er auch nach Wiederholung meinerseits freudestrahlend tat, er verließ den Raum.
Daraufhin nahm ich die Geländekarte, steckte sie in meine Jacke, riss das Fenster auf und sprang in eine Böschung. Dort bleib ich liegen.
Wenige Augenblicke später waren Kommandorufe zu hören, und die Amerikaner schickten ihre Soldaten auf die Suche nach mir. Zwei Soldaten gingen unmittelbar an mir vorbei, entdeckten mich aber nicht und suchten im angrenzenden Wald. Nach einiger Zeit gingen sie auf dem Rückweg wieder an mir vorbei, auch jetzt, ohne mich zu bemerken.
Danach schlug ich mich zu den eigenen Linien durch. Deutsche Fallschirmjäger fuhren mich sofort zum Gefechtsstand meines Regimentes, wo ich meinem Kommandeur über die aktuelle Lage berichtete. Das Mitbringen der amerikanischen Geländekarte über den Frontverlauf war der Hauptgrund für die Verleihung des EK I...

Das Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt ich im Jahr 1945 im Harz in Braunlage vom Kommandeur des Panzer-Ersatz-Regimentes. Er nahm es seinem Adjutanten ab und heftete es mir an. Dies war die letzte Eintragung in meinem Soldbuch vom Kommandeur, vorgenommen am 16.April 1945...

Bei Kriegsende: „... Auf Schleichwegen war ich mit meinem österreichischen Fahnenjunker (Hofbauer) unterwegs in Richtung Hannoversch Münden, als uns zwei Polen auf Fahrrädern entgegenkamen. Sie wollten uns bestehlen, wir konnten sie aber in die Flucht schlagen. Mit ihren Rädern, an einem befand sich eine polnische Flagge, setzten wir unsere Flucht fort.
Im Ort Mensen wurde ich mit meinem Begleiter von den Amerikanern gefangengenommen. Hier musste ich meinen Arm freimachen und man entdeckte meine Blutgruppentätowierung. Wir wurden auf einen Lkw geladen, es ging zur Sammelstelle. Auf einem Sportplatz waren mehrere Gefangene zusammengetrieben worden – Ortsgruppenleiter und Lehrer, die ich aus meiner Schulzeit kannte. Auf der Fahrt nach Göttingen sind wir vom Lkw angesprungen und im Straßengraben gelandet, wobei uns die Staubwolke des Lkw Schutz bot. Wir kamen in derselben Nacht im Ilkstal bei Hannoversch Münden bei meiner Großmutter in einem abgelegenen Haus an. Nach zwei Tagen war das Haus von Amerikanern umstellt, weil der Nachbar uns denunziert hatte.
Wir entkamen der Verhaftung dadurch, dass wir uns noch rechtzeitig hinter dem Schornstein und auf dem Dachboden verstecken konnten. Das war Mitte Mai 1945.
Am nächsten Tag sind wir Richtung Augustdorf bei Detmold losgezogen, dem Standort, von wo wir ursprünglich gegen die Amerikaner aufgebrochen waren. Dort hatten die Bauern Angst vor Übergriffen durch Amerikaner und Engländer, die gefangene deutsche Soldaten, vor allem von der Waffen-SS, umgebracht hatten. Aus Angst haben die Bauern Unterlagen und Dokumente von mir verbrannt, so auch ein Album mit Bildern vom Ilmensee und vom Einsatz in Russland.
Mein treuer Begleiter, Fahnenjunker Hofbauer aus Österreich, hat mich nicht verlassen, sondern wollte erst wissen, wie es seiner Mutter geht, und deren Nachricht abwarten. Wir sind beide nach Marburg gegangen und haben uns in einer Schreibstube einquartiert, deren Inhaberin mit einer Bekannten von mir verwandt war. ...“
Erst Anfang Februar 1947 wurde Barkhausen, jetzt von den Engländern, an der Weser gefangen genommen und kam über das Vernehmungslager Fallingbostel, ins Hauptquartier des CIC nach Bad Nenndorf, anschließend nach Augustdorf (Eselheide) bei Detmold in das Internierungslager, „ ... und zwar auf die Krankenstation aufgrund meines rapiden Gewichtsverlustes von zehn Kilogramm in etwa sechs Wochen und Kraftlosigkeit. Es hab in Bad Nenndrf am Tag nur zwei Brotschnitten, eine Wassersuppe und Tee.
Nach vier Wochen Genesung sperrte man mich in ein größeres Internierungslager ein. Nach einigen Tagen gelang es einem vertrauten Mithäftling, nachts den Zaun aufzuschneiden, so dass ich dadurch entkommen konnte...“
In Hannoversch Münden wurde Barkhausen erneut, diesmal durch Amerikaner, verhaftet und nach Kassel zum Stadtkommandanten gebracht, von dort nach Staumühle, wo er zu 90 Tagen Bunkerhaft verurteilt wurde. Auch hier entzog er sich der Gefangenschaft und kam über Paderborn und Hofgeismar in den Harz zu seiner späteren Frau.
(Kurt Barkhausen in DMZ Zeitgeschichte Nr. 21 Mai – Juni 2016, S. 46 – 49)

geb. 16.4.1923 Wiershausen bei Hann. Münden. War Fähnleinführer im Jungvolk und Gefolgschaftsführer in der HJ, meldete sich freiwillig zur Waffen-SS, Mai 1941 als 18jähriger zur Nachr.Ers.Abt. Nürnberg einberufen, Ausbildung zum Funker und Fernsprecher, am 6.8.41 vereidigt, 27.10.41 zum Nachr.Zug der SS-Flak-Abt. T, am 14.2.42 zur 2./SS-Flak-Abt T, 1942 Ausbildung zum Panzersoldaten im Pz.Rgt 1 des Heeres in Erfurt, und am 13.7.43 zur 2.Kp. SS-Pz.Rgt 3, Herbst 1943 Führerbewerberlehrgang in Ellwangen an der Jagst und dann Offz.Lehrgang in Königsbrück
EK II, Verwundetenabzeichen in Schwarz, Panzerkampfabzeichen in Silber, Ostmedaille, EK I, Eintrag v. 16.4.45, Kurt Barkhausen in DMZ Zeitgeschichte Nr. 21 Mai – Juni 2016, S. 46 – 49)


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BeitragBeitrags-Nr.: 209638 | Verfasst am: 14.01.2018 - 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
So gab der frühere Oberstleutnant Martin Gierga zu Protokoll, daß ihm bei der Standgerichtsverhandlung erklärt worden sei, Gräfer habe sich auf Schleichwegen zum Feind begeben und dann eine amerikanische Abteilung hinter die deutschen Linien geführt, wobei eine deutsche Einheit bei einem Feuerüberfall der Amerikaner aufgerieben worden sei.


OTL wurde Anfang Februar zur Einarbeitung als Ia des Truppenübungsplatzes dorthin versetzt.

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BeitragBeitrags-Nr.: 209663 | Verfasst am: 16.01.2018 - 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Jan-Hendrik"]
AHF

Im Auftrag von Roland noch ein Fundstück:

Zitat:


An der Weser wurde ich zum Brückenkommandant in Gieselwerder ernannt, und mit der inzwischen in Fahnenjunker-Kompanie umbenannten Einheit sicherte ich die Hauptstraße an beiden Ortsausgängen. (...)

Jan-Hendrik



Interessanter Bericht. Schon witzig, diese Brücke, also die Neue, war mein Primärziel Mitte der Achtziger. Wäre "der Russe" einmarschiert, hätte ich sie sprengen sollen.
Anker Wirf.
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