Luftmine?
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Florian
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BeitragBeitrags-Nr.: 29382 | Verfasst am: 08.09.2004 - 20:44    Titel: Luftmine? Antworten mit Zitat

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Luftmine und einer normalen Bombe?

mfg
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 29384 | Verfasst am: 08.09.2004 - 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst Du jetzt die überschweren Bomben oder die vom Flugzeug aus abgeworfenen Seeminen ?

Jan-Hendrik
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Florian
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BeitragBeitrags-Nr.: 29386 | Verfasst am: 08.09.2004 - 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

hab nur mal einen bericht gelesen, wonach die V1 eine ähnliche verwüstung anrichtete wie eine Luftmine.

nebenbei, hatten die deutschen überschwere bomben, ich dachte das höchste standardgewicht wäre 2 t gewesen?

mfg
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Parabellum
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BeitragBeitrags-Nr.: 29387 | Verfasst am: 08.09.2004 - 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke er meint ersteres.

Die Luftmine ist ein sehr großer, schwerer Sprengkörper mit enorm hoher Zerstörungskraft. Die Bezeichnung "Luftmine" ist irreführend. Luftminen sind im Prinzip nichts anderes als Sprengbomben. Im Volksmund wurden diese Bomben wegen ihrer Größe oft als "Badeofen" oder "Litfaßsäule" bzw. ihrer ungeheuren Wirkung als "Wohnblockknacker" bezeichnet.

Luftminen hatten ein Gewicht von mehreren hundert Kilogramm bis zu mehreren Tonnen und waren mit bis 70% ihres Gesamtgewichtes mit hoch explosiven Sprengstoff gefüllt. Sie hatten im Vergleich zu "normalen" Bomben nahezu gigantische Ausmaße: Mehrere Meter lang und im Durchmesser bis zum einem Meter breit aber verhältnismäßig dünnwandig.

Als besonders grausame Waffe wurden sie während des Zweiten Weltkrieges im zivilen Luftkrieg sowohl von den Deutschen als auch von Briten und Amerikanern eingesetzt. Ebenso wie kleine Sprengbomben detonierten Luftminen, die an Fallschirmen abgeworfen wurden, nicht wie der Name vermuten läßt in der Luft, sondern meist am Boden durch mehrere Aufschlag- oder Zeitzünder. Eine der selten direkt in der Luft gezündeten Luftminen hatte allerdings eine noch größere Wirkung. Die Abschirmung durch Nachbargebäude wurde minimiert und die Druckwelle durch durch die schräge Reflexion verstärkt. Luftminen wurden aber auch über Gewässern abgeworfen und detonierten dann durch Fernzünder, die auf Magnetfelder reagierten. So wurden darüberfahrende Schiffe zerstört.

Die Explosionskrater ("Trichter") waren eher flach oder fehlten völlig, und auch die Splitterwirkung dieser Bomben war verhältnismäßig gering, aber die binnen Sekundenbruchteilen freigesetzte Energie bei der Explosion war gewaltig. Die gigantische Druckwelle zerstörte im Umkreis von 100 Metern alle Gebäude gewöhnlicher Bauart, riß im freien Gelände bis zu 1000 Metern Türen und Fensterrahmen heraus und ließ Fensterscheiben noch in einer Entfernung von 2000 Metern zersplittern. Wenn solche Bomben gezielt über Häusern explodierten, deckten sie die Dächer der Häuser im Umkreis von mehreren 100 Metern ab. Straßen wurden durch die Wirkung für Rettungskräfte unpassierbar.

Eine verheerende Steigerung dieses Prinzips fand ihren Einsatz bei den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945. Diese in ihrer Sprengkraft alles bisher Dagewesene übertreffenden Bomben können durch ihre Zündung über der Erdoberfläche mittels Fern- oder Zeitzünder als die ersten richtige Luftminen bezeichnet werden. Allerdings brachte die gewaltige Energiefreisetzung einer Atombombenexplosion nicht nur die Zerstörung von Gebäuden und Infrastruktur sondern auch die möglichst großflächige Freisetzung von radioaktiven Spaltprodukten und damit die Verstrahlung großer Landstriche und deren Bewohner mit sich.

Zitat:
nebenbei, hatten die deutschen überschwere bomben, ich dachte das höchste standardgewicht wäre 2 t gewesen?


Die Luftwaffe hatten auch 2500kg-Bomben

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/Bomben.htm
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Florian
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BeitragBeitrags-Nr.: 29871 | Verfasst am: 11.09.2004 - 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

ok, thx, ich glaub jetzt hab ichs kapiert Idee
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