Sächsische Truppenteile 1914 im Osten
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 190253 | Verfasst am: 17.11.2010 - 22:28    Titel: Sächsische Truppenteile 1914 im Osten Antworten mit Zitat

Bei Kriegsbeginn 1914 waren zunächst die sächs. Landwehr-Infanterie-Regimenter 101, 107 und 133 für die Festungen der Ostgrenze bestimmt. Das Ldw.Inf.Rgt. 101 für Graudenz, Ldw.Inf.Rgt. 107 für Thorn und das Ldw.Inf.Rgt. 133 für Posen. Außerdem wurden nach Kriegsbeginn noch einige Ersatz-Bataillone von den Reserve- und Landwehr-Rgtern. in die Ostfestungen verlegt:
I. Ers.Btl. des Grenadier-Res.Rgt. 100 (Maj. v. Schimpff) nach Posen,
Ers.Btl. des Res.Inf.Rgt. 104 (Oberst Frhr. v. Hammerstein) nach Breslau und
I. Ers.Btl. des Ldw.Inf.Rgt. 107 (sp. unter Oberstlt. Eydam) nach Thorn.
Mitte Sept. 1914 wurde aus Ldw.Ers.Btl. 47 und Ldw.Ers.Btl. 48 in Leipzig das Landwehr-Ersatz-Regiment 5 (Gen.Maj. v. Zenker) gebildet und per Bahn über Breslau nach Polen befördert.
Von den Landsturm-Bataillonen kamen zunächst nach dem Osten:
Landsturm-Btl. Meißen XII/4 nach Gnesen,
Landsturm-Btl. Pirna XII/5 nach Polen, dann an die Front,
Landsturm-Btl. Zittau XII/7 nach Posen und
Landsturm-Btl. Leipzig XIX/4 nach Polen.

Landwehr-Infanterie-Regiment 101
allmählich ausgebaut zu den Ldw.Inf.Rgtern 101 und 103 der 46. Landwehr-Infanterie-Brigade (Graf Pfeil)
Das Ldw.Inf.Rgt. 101 lag zunächst als Kriegsbesatzung in der Festung Graudenz vom 10.08. - 14.09.1914 und bestand zunächst aus den Btlen. I - IV sowie dem Ers.Btl.
Es fand im Vorpostendienst vor der Festung Verwendung. Das Ers.Btl. nahm an der Schlacht bei Tannenberg teil. Es hatte dort die ersten verwundeten Sachsen.
Am 28.08.1914 mobil geworden, wurde das Regiment am 14.09. nach Soldau befördert und nahm an dem Zug der Division v. Semmern über Mlawa-Ciechanow auf Sonsk teil. Vom 24.09. ab wurde dem Rgts.Kdr. Oberst Graf Pfeil der Grenzschutz im Abschnitt des Gouvernements Graudenz übertragen. Dabei bildeten die Btle. II und III unter Oberstlt. Schurig die Grenzschutz-Abteilung Straßburg; die Btle. I und IV standen unter Befehl von Major Steinkuhr in Lautenburg, später unter Oberstlt. Kloß in Mlawa.
Im November 1914 standen die Grenzschutz-Abteilungen in den Abschnitten Rypinicka - Gorzno (I. u. II. Ldw.Inf.Rgt. 101) und bei Niske - Schwitz (III. u. IV. Ldw.Inf.Rgt. 101). Durch Zuteilungen entstand nach und nach die Brigade Graf Pfeil. Das II. und das Ers.Btl. nahmen im Dezember an den Kampf bei Ciechanow teil. Das IV. Btl. kämpfte vom 12. bis 15.01.1915 im Verband der Division v. Breugel, bei Budy - Borowe. Im Febr. 1915 wurde aus dem Ers.Btl. das V. Btl. des Ldw.Inf.Rgt. 101. Die Btle. I - III bildeten das Regiment Schurig, die Btle. IV und V, zu denen abwechselnd weitere Kompanien traten, das Regiment Kloß, beide Rgter. zusammen die mehrfach woanders noch verstärkte Brigade Graf Pfeil (sp. 46. Ldw.Inf.Brig.).
Erst am 22.06.1915 kam ein neues V. in Mlawa zum Rgt. Kloß, das bisherige V. Btl. wurde nun in VI. Btl. umbenannt.
Im Juli wurde dann aus den Btlen. II, III und VI das neue Ldw.Inf.Rgt. 101, und aus den Btlen. I, IV und V am 22.07.1915 das Rgt. Kloß, später Ldw.Inf.Rgt. 103.
Die Bataillone I und VI wechselten, so dass endgültig die Btle. I - III Ldw.Inf.Rgt. 101, die Btle. IV - VI das Ldw.Inf.Rgt. 103 bildeten.
Die Brigade Graf Pfeil unterstand zunächst dem Gouvernement Graudenz; später dem Korps Zastrow, welches vorübergehend den Namen Korps Graudenz führte aber später dann als XVII. Reserve-Korps bezeichnet wurde.
In der ersten Hälfte des Juli 1915 war die Brigade der 14. Landwehr-Infanterie-Division zugeteilt und wurde vom 13.07. ab beim XI. AK der Armee-Gruppe Gallwitz während der Durchbruchskämpfe zum Narew eingesetzt. Dann trat sie zur Armee-Gr. Beseler über. Die Brigade bewährte sich besonders bei der Erstürmung der Festung Nowo-Georgjewesk am 20.08.1915 und bei der Besetzung von Wilna am 18.09.1915.
Die beiden Rgter der 46. Ldw.Brig. verloren in der Zeit vom 22.09.1914 bis 15.11.1915: 23 Offz. tot, 74 verwundet, 1.183 Mannschaften tot, 4.068 verwundet, 112 Mann vermisst - darunter kein Gefangener.
An Gefangenen lieferte die Brigade allein bei Nowo-Georgjewsk 20.000 Mann ab, im übrigen Zeitraum ca. 6.000 Mann.
Erbeutet wurden von Ldw.Inf.Rgt. 101: 22 schwere, 14 leichte Geschütze, 11 MG's; von Ldw.Inf.Rgt. 103: 24 schwere, 8 Stück 15-cm-, 55 leichte Geschütze, 11 MG's und viel anderes Material.
Während des im Herbst 1915 wieder einsetzenden Stellungskrieges stand die Brigade vor Smorgon.


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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 190266 | Verfasst am: 18.11.2010 - 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Landwehr-Infanterie-Regiment 107

Das Rgt. wurde bereits am 08.08.1914 von Zwickau nach Thorn überführt, bildete dort erst einmal die Festungsbesatzung im Nordost-Abschnitt, rückte dann nach Straßburg - Lautenburg vor und nahm an der Schlacht von Tannenberg am 26.08. im Verband der 37. Infanterie-Division teil. Auch am 03. und 25.09.1914 kämpfte das Rgt. im Grenzbereich von Mlawa. Während der Novemberkämpfe in Polen hatte das Ldw.Inf.Rgt. 107 am 19., 20. und 27.11.1914 an Gefechten teilgenommen. Ab Mitte Dezember stand es dann an der Pilica.
Ende März 1915 wurde es aus Polen zum Beskiden-Korps in die Karpathen überführt und am 02.04.1914 in Hamonna ausgeladen. Im Verband des Beskiden-Korps hatte das Rgt. Anteil an dem großen Siegeszug durch Galizien und das südliche Polen im Sommer 1915.
Am 26.08.1915 überschritt es bei Brest-Litowsk den Bug nach siegreichen Kämpfen. Nach erfolgreichen Kämpfen am 09. und 10. Sept. beim weiteren Vormarsch und Gefechten an der Jassiolda und bei Woika bezog es Anfang Oktober 1915 die Abwehrstellung am Wygonowskoje-See.

Landwehr-Infanterie-Regiment 133

Es traf am 10.08.1914 mobil in Posen ein und gehörte zur Hauptreserve der Festung unter Gen.Maj. v. Bredow. Am 14.08. rückte es nach Kalisch vor und wurde am 06.09. mit der Hauptreserve von Posen nach Königsberg überführt. Im Okt. 1914 nahm es an dem polnischen Feldzug Hindenburgs teil, und bestand am 10., 11., 13. und 26. Okt. Gefechte bei Grojek, Mlochow, Koworow und Prussy. Im Sommer 1915 nahm es im Verband des Landwehr-Korps an der großen Sommeroffensive des Jahres 1915 teil.
Das IV. Btl. des Ldw.Inf.Rgt. 133 wurde am 18.05.1915 in Posen neu aufgestellt, hatte aber mit dem Ldw.Inf.Rgt. 133 keinerlei Verbindung. Es wurde bei der Armee-Gr. Lauenstein zunächst als Grenzschutz in Kurland eingesetzt. Dann war es bei der Njemen-Armee, gehörte als Detachement v. Schimpff zum Gouvernement Libau. Im August war es bei der Gruppe Mitau und bei der Brigade Hohmeyer. September 1915 gehörte das Rgt. zum Abschnitt Friedrichsstadt und war dann weiter bei der Gr. Mitau an der Düna im Einsatz.
Nach hartnäckigen Kämpfen in dem Bergland der Lysa-Gora im Juni 1915 folgte das Ldw.Inf.Rgt. 133 im Verband der 28. Ldw.Brig. (3. Landwehr-Division) dem zurückgehenden Feind bis zur Weichsel. Dabei hatte es vom 15. - 21.07. schwere Gefechte im Raum Sienno zu bestehen. Am 30.07. überschritt es 30 km unterhalb von von Iwangorod die Weichsel und drängte in wochenlangen Kämpfen die Russen bis zum Bug zurück, welcher am 18. August 1915 überschritten wurde.
Unter starken Verlusten (unter den Verwundeten befanden sich der Rgts.Kdr., General Hummitzsch, und 2 Btls.Fhr.) warf das Regiment schließlich die Russen in den Bielowischer Urwald, nachdem es 2 Tage zuvor, am 22.08., beim Durchbruch der feindlichen Stellung bei Chlewisze 600 Gefangene gemacht hatte.
Von Herbst ab hielt das Ldw.Inf.Rgt. im Verband der Division Bredow (Armee-Gr. Woyrsch) seine Abwehrstellung östlich vom Bielowischer Urwald, wo es im Februar 1916 der König besuchte.


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BeitragBeitrags-Nr.: 190268 | Verfasst am: 18.11.2010 - 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Uwe2

Diese Dissertation von Jan Hoffmann befasst sich mit der sächs. Armee 1871 bis 1918
Ist vlt. auch für Dich interessant

Olav Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 190271 | Verfasst am: 18.11.2010 - 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olav,

als Dissertation sehr gut, aber hinsichtlich meines Themas nicht wirklich relevant.
D.h. mir geht es um die Sächs. Truppen im 1. Weltkrieg wie u.a. so etwas:

Nachweisung der sächsischen Formationen Ende 1915
Transkription und Bearbeitung: UHF51 ● Berlin
Quelle:
»Geschichte der Sachsen im Weltkrieg« Band II von Sachsen in großer Zeit, bearbeitet von Artur Baumgarten-Crusius
Akademische Buchhandlung R. Max Lippold, Verlagsabteilung, Leipzig 1920
Diese Zusammenstellung veranschaulicht die Leistung, welche die sächsische Heeresverwaltung in den ersten
beiden Kriegsjahren vollbracht hat. Diese Nachweisung enthält mehr als 800 Formationen, die von Sachsen aus
aufgestellt worden sind. Im Folgenden bedeutet die Zahl XII oder XIX hinter jeder Formation, dass deren
Aufstellung beim stellvertretenden Generalkommando des XII. bzw. des XIX. Armee-Korps erfolgt ist.

Oberkommandos:
Armee-Oberkommando 3. Armee: XII.
Generalkommandos:
XII. Armee-Korps: XII, XIX. Armee-Korps: XIX; XII. Reserve-Korps: XII, XXVII. Res.Korps: XII.
Infanterie
Divisionsstäbe:
23. Infanterie-Div.: XII, 24. Inf.Div.: XIX, 32. Inf.Div.: XII, 40. Inf.Div.: XIX, 58. Inf.Div.: XIX,
123. Inf.Div.: XII; 23. Res.Div.: XII, 24. Res.Div.: XIX, 53. Res.Div.: XII; 19. Ersatz-Div.: XIX.
Brigadestäbe:
45. Inf.Brigade: XII, 46. Inf.Brig.: XII, 47. Inf.Brig.: XIX, 48. Inf.Brig.: XIX., 63. Inf.Brig.: XII,
64. Inf.Brig.: XII, 88. Inf.Brig: XIX, 89. Inf.Brig.: XIX., 116. Inf.Brig.: XIX, 177. Inf.Brig.: XIX,
183. Inf.Brig.: XIX, 192. Inf.Brig.: XII, 245. Inf.Brig.: XII; 45. Res.Inf.Brig.: XII,
46. Res.Inf.Brig: XII, 47. Res.Inf.Brig.: XIX, 48. Res.Inf.Brig.: XIX, 105. Res.Inf.Brig.: XII,
106. Res.Inf.Brig.: XII; 45. Ersatz-Brig.: XII, 47. Ers.Brig.: XIX; 45. gem. Landwehr-Brig.: XII,
46. Ldw.Brig.: XII, 47. gem. Ldw.Brig.: XIX.
Regimenter:
Leib.Gren.Rgt. 100: XII, Gren.Rgt. 101: XII, Inf.Rgt. 102: XII, Inf.Rgt. 103: XII, Inf.Rgt. 104: XIX,
Inf.Rgt. 105: XIX, Inf.Rgt. 106: XIX, Inf.Rgt. 107: XIX, Schützen-Rgt. 108: XII, Inf.Rgt. 133: XIX,
Inf.Rgt. 134: XIX, Inf.Rgt. 139: XIX, Inf.Rgt. 177: XII, Inf.Rgt. 178: XII, Inf.Rgt. 179: XIX,
Inf.Rgt. 181: XIX, Inf.Rgt. 182: XII, Inf.Rgt. 183: XIX, Inf.Rgt. 192: XII;
I. Bataillon Inf.Rgt. 329: XII, Stab und I. Btl. Inf.Rgt. 351: XII, II./351: XIX, III./345: XIX,
III./354: XIX, III./374: XIX, I./381: XII;
Gren.Res.Rgt. 100: XII, Res.Inf.Rgt. 101: XII, Res.Inf.Rgt. 102: XII, Res.Inf.Rgt. 103: XII,
Res.Inf.Rgt. 104: XIX, Res.Inf.Rgt. 106: XIX, Res.Inf.Rgt. 107: XIX, Res.Inf.Rgt. 133: XIX,
Res.Inf.Rgt. 241: XII, Res.Inf.Rgt. 242: XII, Res.Inf.Rgt. 243: XIX, Res.Inf.Rgt. 244: XIX,
Res.Inf.Rgt. 245: XIX;
Ers.Inf.Rgt. 23: XII, Ers.Inf.Rgt. 24: XIX, Ers.Inf.Rgt. 32: XII, Ers.Inf.Rgt. 40: XIX;
Rekruten-Depot 19. Ers.Division: XII
Gren.Ldw.Rgt. 100: XII, Ldw.Inf.Rgt. 101: XII, Ldw.Inf.Rgt. 102: XII, Ldw.Inf.Rgt. 103: XII,
Ldw.Inf.Rgt. 104: XIX, Ldw.Inf.Rgt. 106: XIX, Ldw.Inf.Rgt. 107: XIX,
Ldw.Inf.Rgt. 133 (4 Btle.): XIX, Stab Ldw.Inf.Rgt. 350: XIX, III. Btl. Ldw.Inf.Rgt. 350: XIX;
1. Ers.Btl. Ldw.Inf.Rgt. 107: XIX;
Stab Landsturm-Inf.Rgt. 19: XIX, I. Btl. Ldst.Inf.Rgt. 19: XII, II. und III. Ldst.Inf.Rgt. 19: XIX;
1. Ldst.Inf.Btl. Dresden (XII, 1): XII, 2. Ldst.Inf.Btl. (XII, 2): XII; Bautzen (XII, 3): XII;
Meißen (XII, 4): XII; Pirna (XII, 5): XII; Freiberg (XII, 6): XII; Zittau (XII, 7): XII;
Großenhain (XII, 8): XII; Flöha (XII, 9): XII; Ldst.Ers.Btl. XII (XII, 10): XII, 2. (XII, 11): XII,
3. (XII, 12): XII, 4. (XII 12): XII;
1. Ldst.Inf.Btl. Leipzig (XIX, 1): XIX, 2. (XIX, 2): XIX, 4. (XIX, 4): XIX, 5. (XIX, 5): XIX;
2. Chemnitz (XIX, 11): XIX; Zwickau (XIX, 18): XIX; 3. Chemnitz (XIX, 12): XIX;
Wurzen (XIX, 9): XIX; Glauchau (XIX, 15): XIX; Auerbach (XIX, 19): XIX; Rochlitz (XIX, 20): XIX.
Jäger-Bataillone:
Jäger-Btl. 12: XII, Jäger-Btl. 13: XII; Res.Jäg.Btl. 12: XII, Res.Jäg.Btl. 13: XII, Res.Jäg.Btl. 25: XII,
Res.Jäg.Btl. 26: XII.
Radfahrtruppen:
Radfahr-Kompanie des Jäger-Btl. 12: XII, Radf.Kp. d. Jäg.Btl. 13: XII, Radf.Kp. 58: XII.
Maschinengewehr-Formationen
Maschinengewehr-Züge:
Feld-MG-Zug 68: XIX, Feld-MG-Zug 69: XIX, Feld-MG-Zug 70: XII, Feld-MG-Zug 71: XII,
Feld-MG-Zug 72: XIX, Feld-MG-Zug 73: XIX, Feld-MG-Zug 98: XII, Feld-MG-Zug 99: XII,
Feld-MG-Zug 100: XIX, Feld-MG-Zug 101: XIX, Feld-MG-Zug 176: XII, Feld-MG-Zug 177: XII,
Feld-MG-Zug 178: XII, Feld-MG-Zug 179: XII, Feld-MG-Zug 180: XIX, Feld-MG-Zug 181: XIX,
Feld-MG-Zug 182: XII, Feld-MG-Zug 183: XII, Feld-MG-Zug 184: XIX, Feld-MG-Zug 185: XIX,
Feld-MG-Zug 380: XII, Feld-MG-Zug 381: XIX, Feld-MG-Zug 382: XII, Feld-MG-Zug 383: XII,
Feld-MG-Zug 384: XIX, Feld-MG-Zug 385: XIX, Feld-MG-Zug 386: XII, Feld-MG-Zug 387: XII,
Feld-MG-Zug 388: XII, Feld-MG-Zug 389: XIX, Feld-MG-Zug 390: XII, Feld-MG-Zug 391: XIX;
Feld-MG-Zug des I. Btl. Ldst.Inf.Rgt. 19: XII, Feld-MG-Zug des II. Btl. Ldst.Inf.Rgt. 19: XIX,
Feld-MG-Zug des III. Btl. Ldst.Inf.Rgt. 19: XIX.
Maschinengewehr-Kompanien:
MG-Kp. des Leib-Gren.Rgt. 100: XII, MG-Kp. des Gren.Rgt. 101: XII, MG-Kp. des Inf.Rgt. 102: XII,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 103: XII, MG-Kp. des Inf.Rgt. 104: XIX, MG-Kp. des Inf.Rgt. 105: XIX,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 106: XIX, MG-Kp. des Inf.Rgt. 107: XIX, MG-Kp. des Schtz.Rgt. 108: XII,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 133: XIX, MG-Kp. des Inf.Rgt. 134: XIX, MG-Kp. des Inf.Rgt. 139: XIX,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 177: XII, MG-Kp. des Inf.Rgt. 178: XII, MG-Kp. des Inf.Rgt. 179: XIX,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 181: XIX, MG-Kp. des Inf.Rgt. 182: XII, MG-Kp. des Inf.Rgt. 183: XIX,
MG-Kp. des Inf.Rgt. 192: XII, MG-Kp. des Jäg.Btl. 12: XII, MG-Kp. des Jäg.Btl. 13: XII;
MG-Kp. d. Gren.Res.Rgt. 100: XII, MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 101: XII, MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt.102: XII,
MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 103: XII, MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 104: XIX, MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 106: XIX,
MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 107: XIX, MG-Kp. d. Res. Inf.Rgt. 241: XII, MG-Kp. d. Res.Inf.Rgt. 242: XII;
MG-Zug d. Res.Inf.Rgt. 243: XIX, MG-Zug d. Res.Inf.Rgt. 244: XIX,
MG-Zug d. Res.Inf.Rgt. 245: XIX;
MG-Kp. d. Res.Jäg.Btl. 12: XII, MG-Kp. d. Res.Jäg.Btl. 13: XII,
MG-Kp. d. Res.Jäg.Btl. 25: XII, MG-Kp. d. Res.Jäg.Btl. 26: XII;
MG-Kp. d. Ers.Inf.Rgt. 23: XII, MG-Kp. d. Ers.Inf.Rgt. 24: XIX, MG-Kp. d. Ers.Inf.Rgt. 32: XII,
MG-Kp. d. Ers.Inf.Rgt. 40: XIX;
MG-Kp. d. Gren.Ldw.Rgt. 100: XII, MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 101: XII,
MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 102: XII, MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 103: XII,
MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 104: XIX, MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 106: XIX,
MG-Kp. d. Ldw.Inf.Rgt. 107: XIX, MG-Kp. d. Ldw. Inf.Rgt. 133: XIX.
MG-Scharfschützen-Trupps:
MG-Scharfschützen-Trupp 90: XII, MG-Scharfschützen-Trupp 139: XII.
Maschinengewehr-Abteilung:
MG-Abteilung 8: XIX.
Gebirgs-Maschinengewehr-Abteilung:
Gebirgs-MG-Abteilung 249: XIX.

usw. usf.

Ohne Fortsetzung.
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BeitragBeitrags-Nr.: 190292 | Verfasst am: 19.11.2010 - 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Landwehr-Ersatz-Regiment 5
Formiert aus den Ldw.Brig.Ers.Btl. 47 (Döbeln) und 48 (Leipzig), allmählich aufgestockt zu der Brigade Zenker (Ldw.Ers.Rgt. 8 und 9) und schlußendlich zur 177. Inf.Brig (Inf.Rgt. 353 und 354).

Mitte Sept. 1914 traten zunächst die Landwehr-Ersatz-Bataillone 47 und 48 zu dem Ldw.Ers.Rgt. 5 unter General v. Zenker in Leipzig zusammen.
Das Rgt. wurde Mitte Oktober über Breslau und Czenstochau nach Skiernewice befördert, wo es am 16. Okt. eintraf. Es rückte dann bis Lowicz vor und nahm später an dem Rückzug über die Warta teil. Am 24.10.1914 trat es in der Nähe von Lodz zum Heeresteil des General v. Liebert. Es erreichte über Lask die deutsche Grenze bei Wilhelmsbrück am 05.11. und trat zur Division Menges über, Ersatz-Brigade I Schmiedecke (Ldw.Ers.Rgt. 4 und 5). Das Landwehr-Ersatz-Regiment 5 (Oberstlt. Haasmann) bildeten die preußischen Ldw.Ers.Btle. 10 und 11 sowie die sächsischen Ldw.Ers.Btl. 47 und 48.
Am 17. November 1914 wurde der Vormarsch auf schlechten und tiefsandigen Wegen in Richtung Sieradz angetreten. In den ersten Tagen wurden einzelne und versprengte Russen gefangengenommen. Am 20.11. bauten die Landwehrsoldaten eine Brücke über die Warta und hatten, Sonntag den 22., bei Sdunska Wola das erste Gefecht. Im ständigem Kontakt mit dem Gegner wurde am 06.12. Pabianice erreicht, welches am Tag zuvor durch Gren.Rgt. 2 und 9 erobert worden war. Bis Ende 1914 stand das Ldw.Ers.Rgt. 5 Wacht an der Pilica.
Gen. v. Zenker erhielt Mitte Nov. 1914, als bei Aufstellung der Korps Breslau und Posen mehrere Brigaden neu aufgestellt wurden, eine verstärkte Abteilung, die zunächst als Detachement , später als Brigade und Gruppe v. Zenker Erwähnung finden sollte. Die Stärke und Zusammensetzung schwankte je nach Aufgaben.
An sächsischen Truppen befanden sich bei der Brig. Zenker im Nov. 1914 das Ers.Btl. vom Inf.Rgt. 104 und das Landsturm-Btl. Pirna (XII/5). Dezember befindet sich das Ers.Btl. des Res.Inf.Rgt. 102, zusammen mit einigen preuß. Bataillonen, Batterien und einer österreichischen Ulanen-Schwadron. Seit Weihnachten 1914 befand sich auch des Ldw.Ers.Btl. 47 wieder bei der Brig. v. Zenker (III./Ldw.Ers.Rgt. 5). Während der schweren Kämpfe im März 1915 (Schlacht b. Stolniki) wechselten die Truppen im Brigadeverband v. Zenker sehr oft. Später bildeten Ers.Rgt. 8 und 9 den Stamm der Brigade. Diese wurde am 20.07.1915 nach einer ruhigen Zeit in der Stellung an der Rawa - Bzurka von Tomaszow in den Raum Kowno im Eisb.Transp. überführt und trat dort zum XXXX. Res.Korps.
Vom 24.07. - 20.08.1915 nahm die Brigade an den Stellungskämpfen an der Jeßja teil und kämpfte vom 21.08. - 08.09.1915 als Gruppe v. Zenker im Verband des verst. XXI. AK in der Njemen-Schlacht. Sie überschritt am 24.08. den Njemen und stieß bis zum 03.09. bis Orany, an der Bahnstrecke Grodno - Wilna, vor und setzte den Vormarsch bis zum 11.09. fort. Sie hatte an der Schlacht bei Wilna und an den Verfolgungskämpfen bis zur Linie Smorgon - Narotsch (09.09. - 04.10.1915) großen Anteil. Dann kämpfte die Brigade im Verband des verst. I. AK, machte am 16. einen Vorstoß gegen Njemenzyn und zwischen 20. und 24.09. gegen Soly und Smorgon. Hier kämpfte sie bis zum 02.10., stieß dann zum Heeres-Kavalleriekorps 6, baute die Stellung am Tweretsch bis 17.10. aus und kehrte dann zur 88. Inf.Div. zurück.
Bereits am 02.08.1915 hatte die Brigade v. Zenker die Bezeichnung 177. Infanterie-Brigade erhalten, Ersatz-Regiment 8 wurde in Infanterie-Regiment 353 und Ersatz-Regiment 9 in Infanterie-Regiment 354 umbenannt.
Die Brigade hielt bis Ende 1915 die ausgedehnte Geteny-Stellung in Breite von ca. 4 km, lediglich stellenweise von Seen bzw. Sümpfe unterbrochen. Das feindliche Artilleriefeuer verursachte immer wieder Verluste. Vor Weihnachten trat Tauwetter ein und benötigte alle Kräfte zur Entwässerung der Stellungen und Gräben. Dann zwang das Zufrieren des Dryswjaty-See zu kleineren Stellungsveränderungen. Danach folgten bis Jahresende keine Veränderungen mehr.
Das Landwehr-Brigade-Ersatzbataillon 47 (Döbeln), das zunächst das II. Btl. des Ldw.Ers.Rgt. gebildet hatte, schied später aus. Es bildete seit August 1915 das III./Ldw.Inf.Rgt. 350.
Das Landwehr-Brigade-Ersatzbataillon 48 (Leipzig) blieb auch beim Ldw.Ers.Rgt. 9 als III. Btl. (seit Febr. 1915). Am 17.08.1915 wurde es III./Inf.Rgt. 354.
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BeitragBeitrags-Nr.: 190317 | Verfasst am: 20.11.2010 - 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

I. Ersatz-Bataillon Grenadier-Reserve-Regiment 100
War erst I. Ers.Btl. des Gren.Res.Rgts. 100, seit dem 26.04.1915 bei Landsturm-Regiment Königsberg 1, Regiment Hammerstein und ab 18.10.1915 und wurde dann I. Bataillon des Infanterie-Regiment 381.

Das Btl. bildete zuerst unter Maj. v. Schimpff einen Teil der Festungsbesatzung Posen. Am 31.03.1915 wurde es mobil nach Memel überführt und stand z.V. des Truppenkommandos Tilsit. Zunächst mit Wachdienst und Schanzarbeiten beschäftigt, wurde es am 24.04. nach Tauroggen überführt und machte im Verband des Ldst.Rgt. Königsberg 1 den Vormarsch über Kielmy in Richtung auf Schaulen mit. Zwischen dem 03. und 07.05. und am 20.05.1915 nahm es an den Kämpfen an der oberen Dubissa und stieß sogar am 08.06. über diese vor. Im Juli war das Btl. nach kurzer Unterstellung unter der bayerischen Kavallerie-Division wieder bei der Truppenabteilung Esebeck an der Dubissa.
Als am 18.08.1915 Kowno gefallen war, rückte das Btl. zum Wachdienst dort am 19. ein, stieß aber am 01.09. wieder zum Rgt. Hammerstein und nahm an dessen Kämpfen an der Straße Podberezie - Wilna teil. Die Welija überquerte es am 18.09. und Anfang Oktober erreichte nach mehreren Gefechten seine spätere Abwehrstellung vor Swilely. Am 18.10.1915 wurde das Rgt. von Oberstlt. Frhr. v. Hammerstein in das Regiment 381 umgewandelt. Das Bataillon bildete dessen I. Btl., die beiden anderen bildeten IV. Btl. vom Ldst.Rgt. Königsberg 1 und IV. vom Landwehr-Rgt. 19, im Verband der 182. gemischten Landwehr-Brigade des Gen.Lt. Frhr. v. Esebeck, welche zur 17. Landwehr-Division der 10. Armee gehörte.
Die Stellung des Bataillons befand sich 2 km östlich vom Tweretsch.

Ersatz-Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 102
Seit dem 15.11.1914 mobil, unterstand das Btl. bis zum 09.12. der Division v. Menges des Korps Breslau, danach der Brigade Zenker, wechselte mehrfach den Verband und wurde Januar 1915 mit dem Ers.Btl. vom Ldw.Inf.Rgt. 104 zum Bataillon Schultz-Trinius vereinigt.

I. Ersatz-Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 104
Das I. Ers.Btl. Res.Inf.Rgt. 104 gehörte zunächst zur Kriegsbesatzung von Breslau, ab 08.02.1915 zum Ers.Rgt. Leimbach von dort abkommandiert, seit 20.10.1915 dann III. Bataillon K.S. Ldw.Inf.Rgt. 345.

Am 05.02.1915 wurde das Btl. im Eisb.Transp. über Thorn nach Gollub befördert. Es bezog Stellung auf den Höhen von Lipno, beteiligte sich am Stellungskampf sowie:
11.06. Gefecht von Wlosty,
14.08. Gefecht bei Smulßka,
16.08. Gefecht bei Saremby,
18.08. Gefecht vor Fort Janowo,
19.08. Gefecht bei Sakrotschin, drang in die Zitadelle von Nowo Georgiewsk zwischen Fort 1 und 2 ein,
20.08. Parade vor dem Kaiser,
27.08. in Nasielsk verladen, über Gumbinnen nach Dumschki (südwestl. von Kowno) befördert, marschierte über den Njemen bei Olita,
12.09. Sturm auf den Friedhof von Orany (1. Kompanie),
13.09. Kämpfe an der Wersoka,
21.09. Kampf um Baranowitschi.
Dann wurde am 26.09.1915 die 87. Infanterie-Division, zu der das Ldw.Inf.Rgt. 345 gehörte, aus dem Verband der 10. Armee herausgelöst und marschierte Anfang Oktober über die Dryswjata vor, macht am 06.10.1915 den Sturmangriff am Boginskoje-See mit und übernahm dort dann die Sicherung bis Ende 1915.
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BeitragBeitrags-Nr.: 190331 | Verfasst am: 21.11.2010 - 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ersatz-Bataillon Landwehr-Infanterie-Regiment 104
Bildete ab dem 11.08.1914 unter Oberst Frhr. v. Hammerstein-Loxten einen Teil der Festungsbesatzung Breslau. Am 31.08.1914 trat das Btl. unter Major Schultz-Trinius zur Division v. Wrochem, im November zur Division v. Menges und machten den Novemberfeldzug bis an die Pilica mit. Im Januar 1915 ausgebaut zum Bataillon, später Regiment Schultz-Trinius, aus dem dann im Febr. 1915 das Ersatz-Regiment 6 und schlußendlich das Infanterie-Regiment 351 formiert wurde.

I. Ersatz-Bataillon Landwehr-Infanterie-Regiment 107
Zuletzt II. Bataillon Infanterie-Regiment 346.
Das I. Ers.Btl. Ldw.Inf.Rgt. 107 gehörte anfangs zur Kriegsbesatzung von Thorn.
Am 14.01.1915 wurde aus 2 Feld-Kpn. und 2 preuß. Kpn. das Bataillon Eydam (= 1. Feld-Btl. des Feld-Rgt. der Festung Thorn) formiert.
Das Regiment wurde außerhalb der Festung Thorn zum Stellungsbau verwendet und nahm vom 21.02. bis zum 14.07.1915 an den Stellungskämpfen bei Czerniewo - Zagroba im Bereich der Armee Scholtz teil. Am 15. Juli dem Oberstlt. Leimbach zugeteilt als Bataillon "Nordost", kämpfte es am 20.07. bei Olschini, am 19.08. im Raum Nowo Georgiewsk und wurde am 28.08. im Eisb.Transp. über Gumbinnen zur 10. Armee abbefördert. Von da ab machte es den Vormarsch über den Njemen (Orany) mit. Am 07.10.1915 kämpfte es bei Mumischki und erhielt am 16.10. die Umbenennung in II./346.

Die sächsischen Landsturm-Infanterie-Bataillone im Osten

Landsturm-Infanterie-Bataillon Meißen XII/4
seit 27.10.1914 mobilgemacht, kam am 01.11. nach Gnesen, wurde im Grenzschutz und später im Etappendienst, seit 02.07.1915 im Stellungskrieg an der Rawka verwendet. Seine Kompanien wurden dann getrennt im Sommer 1915 am Serwetsch und an der Schtschara eingesetzt. Ab Herbst 1915 tat das Bataillon wieder Etappendienst bei der Etappen-inspektion 12.
Landsturm-Infanterie-Bataillon Pirna XII/5
wurde vom 15.09.1914 bis 03.01.1915 bei der Division Menges als Kampftruppe verwendet, dann Etappentruppe bei der Verwaltung von Russisch-Polen vom 30.01. bis 30.05.1915. Weitere Frontverwendung vom 01.06. bis 07.08. beim I. AK.
Vom 08.08.1915 bis 08.02.1916 im Etappendienst bei der Etappeninspektion 12.
Landsturm-Infanterie-Bataillon Zittau XII/7
war seit 15.08.1914 mobil, gehörte ab dem 27.12.1914 zur Landsturm-Inspektion Posen, war seit 06.02.1915 für Wach- und Arbeitsdienst der Ortskommandantur Kalisch unterstellt. Frontverwendung ab dem 31.05.1915 beim I. AK, der Armee-Gruppe v. Gallwitz (2. Infanterie-Division). Seit 01.10.1915 tat es beim Generalgouvernement Warschau in Ostrolenka, Lomsha und Kowno Etappendienst und wurde dann ab 20.10.1915 dem XVII. Reserve-Korps (85. Landwehr-Division) zugeteilt.
4. Landsturm-Infanterie-Bataillon Leipzig XIX/4
tat seit 22.11.1914 bei der Division v. Jacobi Dienst und gehörte danach der Etappeninspektion 8 und 10 an. Im Sommer 1915 unterstand es abwechselnd dem XXXX. AK, der 1., 2. und 4. Kavallerie-Division, der Brigade v. Zenker, dem XXI. AK, dem Gouvernement Kowno und bis Jahresende 1915 dem III. Reserve-Korps.
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BeitragBeitrags-Nr.: 190359 | Verfasst am: 22.11.2010 - 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die sächsische Fußartillerie an der Ostfront 1914/15

Bei Kriegsbeginn stellte zunächst das 2. sächs. Fußartillerie-Regiment Nr. 19 (Dresden/XII. AK) mehrere seiner Neubildungen zur Kriegsbesatzung von Posen. Später wurden Teile davon beweglich gemacht und nahmen am Stellungs- und Bewegungskrieg unter GFM v. Hindenburg teil. Einzelne Batterien, z.T. Neuaufstellungen, traten zu den Besatzungen der inzwischen eroberten Festungen über.

III. Bataillon Fußartillerie-Regiment 19
Es wurde bei Kriegsbeginn neu errichtet, zunächst Stab, 9. und 10. Batterie. Während die Btle. I und II Fußart.-Rgt. 19 als schwere Artillerie des Feldheeres den aktiven Korps XII und XIX auf den westlichen Kriegsschauplatz folgten, rückte das III. Fußart.-Rgt. 19 als I. Halb-Btl. Fußart.-Btl. Posen II als Kriegsbesatzung nach Posen.
Im Jahr 1915 nahm es an den Feldzug gegen das russ. Feldheer teil.
Außerdem gehörte das
Reserve-Fußartillerie-Bataillon 19 zu 4 Batterien von Kriegsbeginn an zur Besatzung der Festung Posen. Bereits ab dem 25.09.1914 nahm es an den Kämpfen im Osten teil. Es war meist der 36. Division unterstellt, aber auch zweimal der 1. Reserve-Division und jeweils einmal dem I. Res.Korps, der 37. und 38. Infanterie-Division und 9. Kavallerie-Division. Auch das
Landwehr-Fußartillerie-Bataillon XIX. AK zu 4 Batterien gehörte von Kriegsbeginn an zur Kriegsbesatzung der Festung Posen. Am 17.05.1915 wurde es nach Lowicz vorgezogen und nahm am Stellungskrieg an der Utrata im Verband der 9. Armee teil. Bei beginn der deutschen Offensive August 1915 beschoß das Bataillon die Forts von Warschau. Bereits am 05.08.1915 fiel Warschau. Danach half das Bataillon Nowo Georgiewsk zu bezwingen, was bis 20. August erreicht wurde. Dann rückte das Btl. gegen Brest-Litowsk vor und nahm schließlich im Abschnitt der 35. Reserve-Division am Abwehrkämpfen im Osten teil. Weiter gehörte das
Landsturm-Fußartillerie-Bataillon XII. AK zu 4 Batterien zunächst nicht mobil zur Kriegsbesatzung Posen. Seine 1. Batterie wurde im August nach Kowno beordert. Die 4. Batterie nahm von August bis September 1915 bei der 42. bzw. 31. Infanterie-Division am Krieg im Osten teil. Ebenfalls gehörte das
Landsturm-Fußartillerie-Bataillon XIX. AK von Kriegsbeginn an bis Ende September 1915 zur Kriegsbesatzung der Festung Posen. Dann kamen Stab und die 1. Batterie nach Kowno, die 3. sowie 4. Batterie nach Nowo Georgiewsk. Zudem stellte das
Ersatz-Bataillon Fußartillerie-Regiment 12 für den Osten 2 neue Batterien auf:
Fußartillerie-Batterie 576 (am 01.11.), diese kam nach Thorn;
Fußartillerie-Batterie 598 (am 25.11.), sie war vorübergehend in Posen und Danzig und kam wieder nach Frankreich (vor Reims). Schlußendlich stellte das
Ersatz-Bataillon Fußartillerie-Regiment 19 in Posen 1915 mehrere einzelne Batterien auf:
Fußartillerie-Batterie 440 (am 29.09.), die zur Armee-Abt. v. Strantz am 15.11. überführt wurde,
Fußartillerie-Batterie 441 (am 21.09.), sie verblieb in Posen,
Fußartillerie-Batterie 442 (am 21.09.), sie verblieb in Posen,
Fußartillerie-Batterie 508 (am 29.09.), sie kam zum VIII. AK,
Fußartillerie-Batterie 567 (am 06.11.), sie blieb in Posen,
Fußartillerie-Batterie 587 (am 06.11.), sie blieb in Posen und
Fußartillerie-Batterie 625 (am 23.12.), welche ebenfalls in Posen verblieb.

Gruß Uwe2
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