Schwedische Freiwillige im Ersten Weltkrieg
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 190712 | Verfasst am: 09.12.2010 - 11:28    Titel: Schwedische Freiwillige im Ersten Weltkrieg Antworten mit Zitat

Im 1. Weltkrieg kämpften auf dt. Seite auch eine Reihe freiw. schwedischer Soldaten, hauptsächlich Offiziere. Jene mussten zunächst ihren Abschied aus der schwedischen Armee einreichen. Nach dessen Bewilligung stand der Übertritt in das dt. Feldheer nichts mehr im Wege. Sie wurden entweder in die Reserve oder aber durch Patent bzw. Anstellungsvertrag in das Aktivitäts-Verhältnis übernommen.
Rosén, Nils, Hauptmann, *16.05.1887, seit 1907 Leutnant im Svea-Art.Rgt.; bereits 1914 Eintritt als Oblt. in das FAR Prinzregent Luitpold von Bayern (Magdeburgisches) Nr. 4; am 03.06.1916 Hauptmann (aktiv) Kennbuchstabe B und Chef der 3., der sog. "Schweden-Bttr.", erhielt das EK II und I; am 16.11.1917 versetzt zur Ersatz-Abt. FAR 334; Sept. - Nov. 1918 wieder beim Feld-Rgt.
Beurteilung: Ein Offz. in des Wortes bester Bedeutung, ein Mann der Tat, der sein Leben rücksichtslos einsetzte.
In der schwedischen Rangliste 1929 als Hauptmann, 1941 als Oberstleutnant geführt; gestorben 29.05.1966.
Liljewalch, Olof, Hauptmann, *13.10.1888, seit 1908 im Svea-Art.Rgt.; 1911-1912 Forschungsreisender in Zentralamerika; 1916 Oberleutnant im FAR Prinzregent Luitpold von Bayern (Magdeburgisches) Nr. 4; am 26.05.1917 Führer der 6. Bttr., erhielt das EK I; am 22.03.1918 Hauptmann (in das aktive Offz.Korps am 04.09.1917 übernommen). Sommer 1918 Major in der finnischen Armee. Im Sept. 1918 traten die Hauptleute Rosén und Lliljewalch zusammen mit dem Fähnrich Sven Söderblom (Lt. im Sept. 1918) vom Uplands-Art.Rgt. trotz der schweren und fast hoffnungslosen Lage wieder in das Regiment zurück, und hielten bis zum bitteren Ende in hoher Pflichterfüllung durch. - "Unsere schwedischen Kameraden redeten nicht viel, sie handelten." - Liljewalch verließ am 10.11.1918 das Regiment. Für ihn waren Soldatenräte undenkbar. In einer abenteuerlichen Fahrt über Brüssel-Antwerpen gelangte er mit einem dänischen Frachter wieder in die Heimat.
1923 Kapitän im Svea-Art.Rgt.; 12.08.1923 bei einem Flugzeugunglück tödlich verletzt.
Söderblom, Sven, Leutnant, *24.01.1898; ab 1918 FAR Prinzregent Luitpold von Bayern (Magdeburgisches) Nr. 4, erhielt das EK II; 1919 Fähnrich Uplands- Art.Rgt., Reserve, aktiv 1921, Abschied 1923.
Hallström, Erik, Leutnant, *24.05.1886, von 1916-1919 im Füsilier-Rgt. Königin Viktoria von Schweden (Pommersches) Nr. 34, erhielt das EK II; 1918 Teilnahme am Finnischen Freiheitskampf, dort schwer verwundet. Nach dem Krieg Forstmeister, gestorben 24.10.1954.
Baltzar de Maré, Erik, Leutnant, *17.12.1885; ab 1917 Fahnenjunker, 1918 Leutnant im Füsilier-Rgt. Königin Viktoria von Schweden (Pommersches) Nr. 34; 1920 Fähnrich im Dalregiment, Unterleutnant 1922, Leutnant 1923, Kapitän 1935; gestorben 28.12.1940.

Fortsetzung folgt.
Gruß Uwe2


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BeitragBeitrags-Nr.: 190817 | Verfasst am: 14.12.2010 - 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Reichenberg, Erik, Leutnant, *06.01.1892, von 1915 bis 1918 Leutnant im schwed. Inf.Rgt. 2; von 1918 bis 1919 im Füs.Rgt. Königin Viktoria von Schweden (Pomm.) Nr. 34, erhielt das EK II; Teilnahme am Finnischen Freiheitskampf als Chef einer MG-Kp.; 1919-1957 schwed. Inf.Rgter. 2 u. 13; Major a.D.
Friman, ?, Leutnant; 1916 Eintritt in das Füs.Rgt. Königin Viktoria von Schweder (Pomm.) Nr. 34, erhielt das EK II, kämpfte 1919 gegen Polen. Verheiratet nach Estland, dort am 03.08.1922 verstorben.
Belfrage, C.M., Hauptmann, Chef der 11. Kp. des Inf.Rgt. Lübeck (3. Hanseatisches) Nr. 162; erhielt das EK I und II. Hauptmann Belfrage wurde schwer verwundet.
Bergqist, N.O.G., Leutnant; erhielt das EK II - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Kapitän geführt.
Engström, Per Einar, Leutnant; erhielt das EK II - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Oberleutnant geführt.
Essen, R.R.J. von, bekam das EK I und II - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Leutnant geführt.
Frick, P.A.E., Oberleutnant; erhielt das EK I und II - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Käpitän d. Res. geführt.
Pousette, Josef, Oberleutnant, *24.06.1888, von 1910 bis 1913 Leutnant im schwed. Inf.Rgt. 23; von 1913 bis 1915 Hauptmann der Gendarmerie in Persien; 1915-1919 Oberleutnant im Braunschweigischen Infanterie-Rgt. Nr. 92; erhielt das EK I und II; von 1919 bis 1952 schwed. Inf.Rgt. 5, Major, gestorben 1952.
Hellemark, E.G., Leutnant, *10.02.1888, von 1911 bis 1913 Leutnant im schwed. Inf.Rgt. 4; von 1913 bis 1915 Hauptmann der Gendarmerie in Persien; 1915-1918 Leutnant im 2. Garde-Regiment zu Fuß, erhielt das EK I und II - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Oberleutnant geführt, 09.01.1953 verstorben.
Josefsson, Carl, Leutnant, *28.05.1889, von 1915 bis 1916 Leutnant im schwed. Inf.Rgt. 3; von 1916 bis 1919 Leutnant in der königlich preußischen Armee; Gefangenschaft in Flandern und England.
Sonesson, Sven, Hauptmann, *09.07.1890; Infanterie-Rgt. Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin
(4. Brandenburgisches) Nr. 24 - laut Rangliste dem Chef des Generalstabes des Feldheeres überwiesen; 1920 schwedisches Infanterie-Rgt. 12, verstorben 1972.
Rosen, Claes Graf von, Hauptmann, *25.10.1885, ab 1912 Leutnant im Svea-Artillerie-Regiment, 1915-1919 Oberleutnant und Hauptmann im Holsteinischen FAR Nr. 24; erhielt das EK I und II - in der schwedischen Rangliste von 1923 als Kapitän geführt, Abschied 1931, im März 1959 verstorben.
Killander, ?, Hauptmann; FAR Großherzog (1. Badisches) Nr. 14, die Beförderung zum Hauptmann erfolgte am 01.12.1916, erhielt das EK I und II.
Hodengren, Olof, Musketier (weitere Dienstgrade nicht bekannt); 1. Kp. Inf.Rgt. Graf Tauentzien Nr. 20; gefallen am 23.03.1918.
Stalhandske, Knut von, Major, *06.05.1872, Hauptmann im Garde-Fußartillerie-Regiment, Major 06.11.1917 (Kennbuchtabe "L") und Kommandeur des Lauenburgischen Fußartillerie-Rgt. Nr. 20, erhielt das EK I und II sowie am 12.11.1918 das Hanseatenkreuz des Hamburgischen Senats - in der schwedischen Rangliste von 1929 als Kapitän d. Res. geführt.

Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 190823 | Verfasst am: 14.12.2010 - 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Gustav David Gilbert John William Graf Hamilton
*20.03.1869; Kriegsschule beendet er am 08.05.1890; Unterleutnant: 13.11.1891, Leutnant: 02.10.1892, Garde-Kavallerist, Rittmeister: 01.05.1908, Abschied: 27.10.1915.
Nachdem sich Rittmeister Graf Hamilton in Posen bei GFM v. Hindenburg und General Ludendorff gemeldet hatte, wurde er am 10.11.1914 als Rittmeister dem Leib-Kürassier-Regiment Großer Kurfürst (Schlesisches) Nr. 1 zugeteilt. Erst beim Stab des Rgts. dann als Eskadronchef. Seine schwedischen Wintererfahrungen waren v.a. während der Karpatenkämpfe für das Regiment sehr von Vorteil. Nach seiner Beförderung zum Major am 25.07.1915 erhielt er im gleichen Jahr die Ernennung zum Kdr. des Reserve-Jägerbataillon Nr. 22. Im März 1918 trat Graf Hamilton zum Stab der Ostsee-Division und nahm an den Befreiungskämpfen in Finnland teil. Im April erfolgte die Beförderung zum Oberstleutnant und im gleichen Jahr noch wurde er Kdr. des Kürassier-Regiment Graf Wrangel (Ostpreußisches) Nr. 3. Als Kommandeur dieses Rgts. vollbrachte er eine ausgezeichnete soldatischen Leistung. Beim Zusammenbruch wurde die Lage in der Ukraine schwierig, weshalb sich Graf Hamilton bei mehreren Gelegenheiten gezwungen sah, gegen seine Befehle in die inneren Streitigkeiten und Kampfhandlungen einzuschreiten, um Opfer der Revolution zu retten. Unter ständigen Kämpfen mit den Bolschewisten und großen Strapazen - es sei hier an den heimtückischen und gemeinen Überfall bei Besbalze, den er mit eiserner Härte erwiderte - gelang es ihm, sein Regiment in der Winterzeit den 1.400 km langen Weg aus der Ukraine in die Garnison nach Königsberg zurückzuführen, wobei die wirkliche Marschleistung mit ca. 3.000 km veranschlagt werden muß. Im Jahr 1920 nahm er Abschied aus preußischem Dienst und trat wieder in die schwedischen Armee ein, wo er zum Oberstleutnant der Leibgarde zu Pferde ernannt wurde. 1921 wurde Hamilton Oberst und Kdr. des Smalands Husarrer-Regimente. 1927 nahm Graf Hamilton seinen Abschied. Von 1928 bis 1940 war er dann Flügeladjutant von Kaiser Wilhelm II. im Exil von Doorn. - Eine für einen schwedischen Offizier außergewöhnliche Ehrung erhielt Hamilton 1939 am 25. Jahrestag der Schlacht von Tannenberg: Er wurde zum Generalmajor der Reserve in der deutschen Wehrmacht befördert. Seine Kriegserinnerungen hat Graf Hamilton in dem Buch: "I Fält" (Im Felde) 1919 niedergeschrieben. Am 11.08.1947 wurde dieser großartige Soldat zur 'Großen Armee' abberufen.
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