Meuterei auf der "Gorch Fock"
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Michael1
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BeitragBeitrags-Nr.: 191847 | Verfasst am: 19.01.2011 - 18:51    Titel: Meuterei auf der "Gorch Fock" Antworten mit Zitat

Cool Berlin - Von außen betrachtet ist das Image der "Gorch Fock" tadellos: Die weiße Dreimastbark ist wichtigster Werbeträger der deutschen Marine, Schule fürs Seemannsleben.

Hinter den Kulissen:Ermittlungen des Wehrbeauftragten liefern nach Informationen von SPIEGEL ONLINE Hinweise auf eine regelrechte Meuterei - und zeichnen ein düsteres Bild von der Ausbildung auf dem Schulschiff.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740350,00.html



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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 191849 | Verfasst am: 19.01.2011 - 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Früher hätte man se kielholen lassen....und gar nicht erst Weibsvolk mitgenommen Cool

Meine Meinung

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 191851 | Verfasst am: 19.01.2011 - 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Früher hätte man se kielholen lassen....und gar nicht erst Weibsvolk mitgenommen Cool

Meine Meinung

Jan-Hendrik


So ist es. Wer den uralten Brauch der christlichen Seefahrt bzgl. des Weibsvolkes nicht beachtet, der muß damit rechnen, daß die das ganze Unternehmen zum Kentern bringen. Verrückt
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F.B.
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BeitragBeitrags-Nr.: 191853 | Verfasst am: 20.01.2011 - 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

mir stellt sich da auch die Frage was das für Seeleute sein wollen. Die hätten mal auf einem Flying P-Liner segeln sollen. Am besten noch um Kap Hoorn.

Meine Meinung
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 191855 | Verfasst am: 20.01.2011 - 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

F.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

mir stellt sich da auch die Frage was das für Seeleute sein wollen. Die hätten mal auf einem Flying P-Liner segeln sollen. Am besten noch um Kap Hoorn.


Die meisten werden gar keine Seeleute, das ist ja das traurige. Seefahrt an für sich ist ja schon Charakterbildend, klassische erst recht. Daran haben aber die wenigsten wirklich Interesse. Stattdessen geistert eine schwüllstige Mischung aus Seemannsromatik und feuchten Träumen in deren Köpfen. Dann ist man sehr überrascht, das Segelschiffahrt in erster Linie viel harte Arbeit und wenig Schlaf heißt... Gut gemacht!

Die beiden letzten, der insgesamt 6, tödlichen Unfälle der GF waren ja Frauen. Wobei der vorletzte, die 18 Jahre alte Offiziersanwärterin Jenny B. stürzte am 4. September 2008 während ihrer Nachtwache vor Norderney von Bord des Schiffes in die Nordsee, immer noch der misteriöseste ist. Es lässt sich halt nur schwer erklären, wie jemand bei stabiler Schiffslage und kaum Wellengang(<2m) über die 1,50m hohe Reling "gefallen" ist. Auch ein trauriges Schicksal.

Und beim letzten Unfall hats so ein "Geschiss" doch nur gegeben, weil eine Frau runtergekomment ist. Als 2002 der 19jährige Kadett aus dem Großmast fiel, gabs nur ne kurze Pressenotiz. Traurig, aber passieren kann so etwas schon mal. Von den vielen Unfällen ohne Todesfolge reden wir mal nicht...

Mangelhaft finde ich die Sicherheit in den Wanten allerdings schon. Die Begründung lautet, das Sichern würde da zulange dauern. Das ist wohl wahr, mit dem veralteten Sicherungsgeschirr. In der Bergkletterei gibts aber schon lange eine Sturzsicherung die am Seil mitläuft und erst greift, wenn man fällt.

Kleiner Nachtrag:

Zitat:
Die Soldatin, die am 7. November 2010 aus der Takelage auf das Deck des Schiffes fiel, hätte nach Informationen des Blattes(Kölner Stadtanzeiger) gar nicht auf die Masten hochklettern dürfen. Sie unterschritt mit 1,59m die dafür vorgeschriebene Mindestgröße.

http://www.ad-hoc-news.de/koelner-stadt- ... nfall-soldatin-haette--/de/News/21861535


Zuletzt bearbeitet von Michael aus G am 20.01.2011 - 12:07, insgesamt 2-mal bearbeitet
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LTDAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 191856 | Verfasst am: 20.01.2011 - 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Manöver glückte nicht. Statt die Lage zu entspannen, spitzte sich der Konflikt an Bord zu:
Kommandant und Erster Offizier warfen den beiden vermittelnden Offiziersanwärtern und zwei
weiteren Kadetten plötzlich "mangelhafte Zusammenarbeit mit der Schiffsführung" vor. Alle vier
sollten "wegen Meuterei und Aufhetzen" der Offiziersanwärter noch vor dem Auslaufen der
"Gorch Fock" von der Ausbildung abgelöst und zurück nach Deutschland geflogen werden.


Seit Wilhelmshaven 1918 sollte unsere Marineführung doch eigentlich wissen, wozu
Matrosenräte führen
Auch eine Form von Tradtionspflege Lachen
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 191918 | Verfasst am: 22.01.2011 - 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Guttenberg setzt Kommandant der „Gorch Fock“ ab


HAMBURG. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat den Kommandanten des Marine-Segelschulschiffs „Gorch Fock“ abgesetzt. Wie die Bild am Sonntag berichtet, habe Guttenberg den Inspekteur der Marine angewiesen, den Kommandanten des Schiffes von seiner Funktion zu entbinden. Zudem habe er verfügt, daß die Gorch Fock auf direktem Weg nach Deutschland zurückkehrt.


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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 191936 | Verfasst am: 22.01.2011 - 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hat sich nichts geändert, an der Politik der "Sündenböcke"... Haarsträubend
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frank
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BeitragBeitrags-Nr.: 191944 | Verfasst am: 23.01.2011 - 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:
Hat sich nichts geändert, an der Politik der "Sündenböcke"... Haarsträubend


Wen möchtest Du sonst absetzen?

Er ist der Kommandant und steht für seine untergebenen Soldaten gerade.Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.Wenn er das zugelassen hat,bitte schön.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 191946 | Verfasst am: 23.01.2011 - 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Wir sind hier, die Demokratie zu verteidigen, aber nicht, um sie zu leben!"


Das ging da ja schlimmer ab als bei den Pionieren Haarsträubend

Der SPON-Bericht.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740870,00.html
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 191952 | Verfasst am: 23.01.2011 - 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Eine jämmerliche Kadettengeneration. Was nicht wegdiskutiert werden kann, wird weggemobt. Deswegen sollte man die GF wirklich an die Kette legen. Die heutige Generation hat solch ein Schiff nicht verdient...

Da lacht ja der Taliban...
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 191957 | Verfasst am: 23.01.2011 - 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:
Eine jämmerliche Kadettengeneration. Was nicht wegdiskutiert werden kann, wird weggemobt. Deswegen sollte man die GF wirklich an die Kette legen. Die heutige Generation hat solch ein Schiff nicht verdient...

Da lacht ja der Taliban...


Dem kann man nur zustimmen!

"Viele weinen sich auf der 'Gorch Fock' in den Schlaf"

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" in der Kritik. In einem Gespräch schildert eine junge Frau die Zustände an Bord und beklagt "übertriebene Härte" und Drill.

http://www.welt.de/politik/deutschland/a ... ch-auf-der-Gorch-Fock-in-den-Schlaf.html

Da heute die meisten der jungen Leute denken, es wird ihnen etwas geschenkt, was durch die geringen Anforderungen in der Schule und dort fehlendem Erlernen und Erleben von Durchsetzungsvermögen, Fleiß und Beharrlichkeit nur noch gefördert wird, so ist es auch kein Wunder, daß viele angehende Berufssoldaten meinen, daß Ganze ist nur ein Spaß, in diesem Falle eine lustige Weltreise auf einem Segelschiff. Und nicht nur die weibl. OA, die sind nur noch die Krönung dieser absurden Farce namens Bundeswehr.

Das hier vor allem seemännische Tugenden und Fertigkeiten und auch Marinetradition vermittelt werden sollen ist den Nörglern und Weicheiern wohl nicht in den Sinn gekommen. Statt auf so eine Ausbildung, Tradition und auf das Schiff stolz zu sein, wird gejammert, geheult und sogar gemeutert. Typisch für diese Generation und unsere Nation. Keinerlei Härte gegen sich selbst, kein Nationalstolz oder gar militärisches Traditionsdenken, alles so leicht, einfach und schnell wie möglich um ohne Anstrengungen an die vermeintlichen Tröge, Posten und Pöstchen zu kommen.
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JS3M
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BeitragBeitrags-Nr.: 191960 | Verfasst am: 23.01.2011 - 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ein "schwimmender Puff"

München (kle) - Nach dem noch immer rätselhaften Tod einer 25-jährigen Soldatin auf dem Marine-Schulschiff "Gorch Fock" häufen sich nun Sex-Vorwürfe.

Eine ehemalige Rekrutin berichtet gegenüber der Nachrichtenagentur dapd von "eindeutigen und übereindeutigen sexuellen Angeboten an Bord". Viele Frauen hätten das als belästigend empfunden. Aufgrund der ständigen Avancen sei die "Gorch Fock" in Marinekreisen auch als "größter schwimmender Puff Deutschlands" bekannt. Vor allem die weiblichen Rekruten hätten es schwer, da sich viele der männlichen Kollegen Chancen bei ihnen ausrechneten. Trotz Beschwerden sei jedoch nie etwas unternommen worden.

Zu den sexuellen Bedrängungen seien Drill, Einschüchterung und Schlafmangel an der Tagesordnung gewesen. "Da wurde gebrüllt, da wurde gedrillt. Das war systematisches Schleifen wie in einem schlechten Film", so die ehemalige Rekrutin gegenüber der Agentur. Sogar das Klischee von Putzdiensten mit Zahnbürsten sei an Bord erfüllt worden. Am schlimmsten habe sie jedoch die zu kurzen Ruhephasen empfunden. Schlafmangel hält sie auch für einen möglichen Grund für die tödlichen Unfälle der Vergangenheit. Auch der Druck sei oft zu groß. Viele der Offiziersanwärterinnen weinten sich aus der Überforderung heraus in den Schlaf.


quelle: web.de
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F.B.
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BeitragBeitrags-Nr.: 191961 | Verfasst am: 23.01.2011 - 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Wenn die Damen überfordert sind, stellt sich die Frage ob das der richtige Beruf für sie ist!!!!!! Nichts gegen Gleichberechtigung, aber das Beispiel zeigt mal wieder das alles seine Grenzen hat!!!!!

Meine Meinung
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 191965 | Verfasst am: 24.01.2011 - 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Frage: Wurden die Kadetten gezwungen, in die Takelage zu klettern?

Maria S.: Der Druck war ständig da. Es ist vom ersten Tag an klar: Wer nicht spurt, der fliegt – zuerst nach Hause, dann aus der Offizierausbildung. Wer was nicht richtig oder nicht schnell genug macht, wird angeschrien. Auf Ängste oder Unsicherheiten wird keine Rücksicht genommen. Da ist es egal, ob du müde bist oder fertig oder keine Kraft mehr hast. Wenn Aufentern befohlen ist, dann musst du in die Takelage. Alles andere ist Gehorsamsverweigerung.


Komisch. Noch keiner hat auf diese Frage mit "Ja, wir wurden gezwungen." geantwortet. Stattdessen immer dieses Gesäusel von Druck und so. Tja, Armee ist halt kein Ponyhof...


Zitat:
Frage: Haben es Frauen an Bord besonders schwer?

Maria S.: Wir sind als Frauen in einer Männerdomäne natürlich in einer ganz besonderen Situation.


Natürlich haben sie es schwerer. Vorallem mit den eigenen Waschraum, Klo ujnd Kojendeck, das ihnen ja "zusteht"... Gut gemacht! Dafür dürfen sich die mänlichen Kadetten mit einem Waschraum weniger begnügen, bzw müssen enger zusammenrücken.


Zitat:
Frage: Kam es zu sexuellen Übergriffen?

Maria S.: Nicht direkt. Aber an eindeutigen und übereindeutigen Angeboten hat es wahrlich nicht gemangelt.


Was den das für eine Antwort? Kam es nun, oder kam es nicht? Oder will man wieder nur den Anschein erwecken? Das in der Armee, insbesondere die Marinierten, eine streckenweise "blumige" Aussprache haben können, ist ja nun kein Geheimnis... Winken





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