Patronen zünden
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 192049 | Verfasst am: 27.01.2011 - 20:28    Titel: Patronen zünden Antworten mit Zitat

Hat man eigentlich bereits bei Handfeuerwaffen etc. eine andere Art der Zündung als Schlagbolzen etc., also mechanisch, angedacht?
Also bei normalen Patronen.

Dieses eine amerikanische Unternehmen, welches Waffen mit mehreren Schuss in einem einzellnen Lauf, vertreibt, zündet die Patronen ja elektronisch, und es wird spezielle Munition verwendet.

Könnte man eine Waffe verschleisfreier gestalten indem man Patronen zB mit Mikrowellen zünden würde, indem man diese im Bereich um das Zündhütchen bündelt?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 192054 | Verfasst am: 28.01.2011 - 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Klar ginge das, aber warum sollte man solch einen Aufwand betreiben? Winken
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Rellem
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BeitragBeitrags-Nr.: 192066 | Verfasst am: 28.01.2011 - 14:17    Titel: Re: Patronen zünden Antworten mit Zitat

Hallo
Lagren hat Folgendes geschrieben:
Hat man eigentlich bereits bei Handfeuerwaffen etc. eine andere Art der Zündung als Schlagbolzen etc., also mechanisch, angedacht?
Also bei normalen Patronen.

Dieses eine amerikanische Unternehmen, welches Waffen mit mehreren Schuss in einem einzellnen Lauf, vertreibt, zündet die Patronen ja elektronisch, und es wird spezielle Munition verwendet.

Könnte man eine Waffe verschleisfreier gestalten indem man Patronen zB mit Mikrowellen zünden würde, indem man diese im Bereich um das Zündhütchen bündelt?

Gehen würde das schon,aber warum?
Die mechanischen Zündsysteme sind derartig ausgereift, das es im Moment für anderes keinen Bedarf gibt.
Gruss
Rene
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 192135 | Verfasst am: 31.01.2011 - 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Heckler und Koch hatte für die Bundeswehr in den 80ern das Sturmgewehr G11 entwickelt, für hülsenlose Munition und, wenn ich mit recht erinnere, elektrischer Zündung.

Die Fa Voere brachte Anfang der 90er ein Jagd- und Sportgewehr mit hülsenloser Munition und elektrischer Zündung auf den Markt. Konnte man bis vor ein paar Jahren noch bei Voere kaufen, jetzt läuft´s nur noch unter Historie.

Wie im Automobilbau ist elektrische/elektronische Technik auch im Waffenbau prinzipiell billiger als mechanische, ein Wegfall der mechanischen Zündung ist also denkbar. Bisher liess sich kein Waffenbeschaffer von der Zuverlässigkeit solch neuartiger Systeme überzeugen, aber das kann sich ändern. Im Auto will ja auch keiner mehr einen Vergaser...

Ich könnte mir vorstellen, daß eine der aufstrebenden und zahlungskräftigen Nationen wie China oder Brasilien mit so einem System antreten wird, der Rest der Welt wird dann schnell nachziehen.

Der Schlagbolzen ist m.E. am Ende seiner Entwicklung und die wieder zunehmdend Bedeutung der Infanterie scheint den bestehenden Innovationsstau langsam aufzulösen.
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 192146 | Verfasst am: 01.02.2011 - 02:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das meine ich eigentlich auch.
je mehr Teile sich bewegen desto wahrscheinlicher ist es das irgendwas stecken bleibt.

Die Waffen von Metall Storm (habe die Firma wieder gefunden) haben ja eigentlich im kritischen Bereich überhaupt keine beweglichen Teile mehr, sondern hülsenlose
munition nacheinander in mehreren Läufen, der Nachteil ist dass man deren Munition kaufen muß.

Das was ich angedacht habe soll mit herkömmlicher Munition arbeiten, dabei dachte ich daran die Hülse nach Hinten durch deren Eigengewicht auswerfen zu lassen, Federung durch Gasdruck, damit hätte ich in diesem Bereich nur zwei bewegliche Teile (das Magazin nicht mitgerechnet).
So eine Waffe wäre wohl sehr zuverlässig.

Ein Problem könnte die Länge der Waffe werden, eben durch den Auswerfmechanismus.

Eine ähnlich perverse Idee ist mir dann auch für das Magazin gekommen.
Um nähmlich den Ejector richtig zu bremsen wird es nötig sein dem Gas einen kleinen Ausgang zu bohren, dieser "Überdruck" wird umgeleitet und lädt einen Drucktank zum betrieb einer Schneckenzuführung, ähnlich wie bei der Calico, hier jedoch sollte die Schnecke über die gesamte Strecke magnetische "Federn" für jede Patrone haben, so kann man bei einem Versager einfach weiter den Abzug ziehen.

(Wo gibts günstige Werkzeugmaschinen?) Grins
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Rellem
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BeitragBeitrags-Nr.: 192151 | Verfasst am: 01.02.2011 - 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Bitte eines nicht vergessen. Für elektrische Anlagen aller Art benötige ich eine Energiequelle, eine konventionelle Schlagzündung kommt ohne sie aus.
Die Patrone bringt die Energie für den Eigenantrieb und die Waffenfunktion mit.
Das heist aber nicht das elektrische Zündsysteme keine Zukunft hätten. Ganz im Gegenteil, sie werden bereits eingesetzt.
Die russischen Revolverkanonen der AK 30 Baureihe werden elektrisch gezündet. Dies ist begründet durch die hohe Feuerrate, die für Infanterie Waffen nicht zwingend notwendig ist.
Gruss
Rene
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 192155 | Verfasst am: 01.02.2011 - 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, die meisten Bordkanonen in den Flugzegen sind elektr. gezündet.

Aber bei Handwaffen ist es halt unnötig.
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 192157 | Verfasst am: 01.02.2011 - 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

vor 30Jahren war das Argument mit der Energiequelle noch wichtig. Der moderne Infanterist, ganz zu schweigen vom IdZ ist aber schon komplett verkabelt und schleppt zig Akkus mit sich herum, da kommt´s auf einen mehr nicht an.

Zugegeben, die Rüstungsplatzhirsche beschränken sich zur Zeit darauf, ihre altbewährten Knarren zu clonen und aufzuhübschen und alles was zur Zeit neu auf den Markt der Sturmgewehre kommt ist wenig revolutionär. Aber irgendwann wird ein Seiteneinsteiger so ein Teil bringen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 192158 | Verfasst am: 01.02.2011 - 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Abwarten. Im Moment geht man wider dazu über, die Waffen zu entfeinern.

Eine E-Zündung der Patronen bringt nur mehr Schadensbereiche mit sich. Auch sehe ich keinen Vorteil für Handwaffen. Ich habe in 12 Jahren Bw nicht eine Schießunterbrechung wegen defektem Verschluss oder Schlagbolzen gesehen. Nicht einen einzigen. Und als Schießlehrer war nich seeeeehr oft auf der Range.

Die meisten Schäden beim G36 z.B. waren an der Optik/Kollimator. Die Standard-Waffe der Zukunft muss leicht sein und wird ein Kalber von unter 6mm haben. 5,56 oder unter 5mm noch. Reihcweite dafür etwa 300m als Höchstschussweite. Sie werden leichter und kleiner (Bullpup). Aber ich bin mir fast 100% sicher, dass man keine elektische Zündung nutzen wird. Wartung und Schadensbehebung wäre stark ein Nachteil.
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 192166 | Verfasst am: 02.02.2011 - 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Die Standard-Waffe der Zukunft muss leicht sein und wird ein Kalber von unter 6mm haben. 5,56 oder unter 5mm noch. Reihcweite dafür etwa 300m als Höchstschussweite. Sie werden leichter und kleiner (Bullpup).



Hätte ich vor kurzem noch so unterschrieben.

Aber neue Bullpups scheinen nicht auf den Markt zu kommen. Steyr, FAMAS und das britische Paddel sind wohl am Ende ihrer Entwicklung, HK hat sich mit dem G36 und mit den neuen 416ern auf eine konventionelle Bauweisen festgelegt und die Amis und Russen klonen AKs und M16er.

Auch sieht man z.B. von FN und HK wieder neue Waffen in .308, baugleich mit Schwestern in .223. Da scheint doch der Wunsch nach nehr Wumms zu bestehen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 192171 | Verfasst am: 02.02.2011 - 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sprach von den waffen für den normalen INfanteriesten, also Standard. Dass man pro Gruppe auch .308 etc braucht wurde ja jetzt in Agan klar.

Und die ISraelis mit ihrer Tavor und die FN, alles BUllpups, erfreuen sich einer unglaublichen Verbreitung. Mir gefallen sie nicht wegen der handhabung. Über das SA80 habe ich tüchtig gemeckert beim Schießen, auch wenn es super handlich ist. Irgendwo ist immer der Nachteil.

Das HK416 als verbesserter Nachbau der M4A1 ist mein Favorit von allen, mal nebenbei.
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 192173 | Verfasst am: 02.02.2011 - 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Ich sprach von den waffen für den normalen INfanteriesten, also Standard. Dass man pro Gruppe auch .308 etc braucht wurde ja jetzt in Agan klar.


Jau, möchte auch nicht widersprechen. Ich zielte eher auf eine stärkere Differenzierung ab.

In der guten alten Zeit gab´s .308 für G3 und MG1, 9mm Para für Uzi und P1 - das war´s .

Heute führen wir .223 im G36, .308 im MG1, .338 im G22, 9mm in der MP5 und Uzi. Die Amis führen darüberhinaus noch buckshots und die dicken .50er im MG und im Barrett.

Trend vielleicht eher weg vom normalen Infanteristen hin zu normalen Spezialisten.

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Und die ISraelis mit ihrer Tavor und die FN, alles BUllpups, erfreuen sich einer unglaublichen Verbreitung. Mir gefallen sie nicht wegen der handhabung. Über das SA80 habe ich tüchtig gemeckert beim Schießen, auch wenn es super handlich ist. Irgendwo ist immer der Nachteil.

Das HK416 als verbesserter Nachbau der M4A1 ist mein Favorit von allen, mal nebenbei.


Die FN200 hab ich ganz vergessen und die Tavor vielleicht unterschätzt. However und siehe oben: neue Technik wird wahrscheinlich nicht aus den Staaten kommen, eher von den kleinen oder von neuen Lieferanten.

Zur Stunde scheinen die konventionellen Waffen trotz kürzerem Lauf bei gleicher Gesamtlänge gegenüber Bullpups keine Präzisionseinbussen zu haben. Daher ist der Bullpup-Trend wohl gestoppt.

Was planen eigentlich die Franzosen?
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 192181 | Verfasst am: 02.02.2011 - 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die Franzosen führen eine neue FAMAS-Variante ein. War kürzlich auf Military-Photos.net zu sehen.

Sieht aus wie ein Tannenbaum mit allen Anbauteilen.

Und Kroatien und Slovenien haben die FN2000 eingeführt als Standardwaffe. Und Israel verkloppt die TAVOR zu Sonderpreisen. Ob es neue Versionen der AUG gibt weiß ich grad net.
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Lagren
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BeitragBeitrags-Nr.: 192191 | Verfasst am: 02.02.2011 - 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine E-Zündung der Patronen bringt nur mehr Schadensbereiche mit sich. Auch sehe ich keinen Vorteil für Handwaffen. Ich habe in 12 Jahren Bw nicht eine Schießunterbrechung wegen defektem Verschluss oder Schlagbolzen gesehen. Nicht einen einzigen. Und als Schießlehrer war nich seeeeehr oft auf der Range.


Na ja, dort werden die Waffen ja auch gut gewartet.
Kann man sagen dass das auch auf einen ausgedehnten Kampfeinsatz zutrifft?
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BeitragBeitrags-Nr.: 192193 | Verfasst am: 03.02.2011 - 00:48    Titel: Antworten mit Zitat

Daher kommt es ja darauf an, dass die Waffen schnell und einfach auch unter widrigen Umständen gewartet wedren können. Bei rein mechaischen Waffen kein Problem. Was aber, wenn noch elektronik im Spiel ist?
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