Drohnen - Waffen in zukünftigen Konflikten?
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 194088 | Verfasst am: 15.04.2011 - 14:09    Titel: Drohnen - Waffen in zukünftigen Konflikten? Antworten mit Zitat

Ich habe mal die entstandene Diskusion vom "Das Projekt "T-95" Beitrag losgelöst... Winken

Rockhound hat Folgendes geschrieben:

Jedes Scenario kann man spielen.
Das Geschwader Drohnen muss auch gesteuert werden.
Schaltet man diese Steuerzentrale aus sind die Drohnen wertlos.


Du denkst zu konventionell. Schwarmtechnologie basiert auf dem autonomen interagieren der Flugkörper. Inklusive selbständigen Start/Landung und Refueling.
Natürlich sind sie noch nicht soweit, aber es werden seit Jahren kontinuierlich große Summen für die Entwicklung ausgegeben, Die einzelnen Technologien(Transpondersteuerung, ect.) gibts ja schon im Einsatz. Teilziele sind also schon erreicht.

Und ide Amerikaner sind ja nicht die einzigen die an solchen teiltechnologien forschen...

Zitat:
1,4 Milliarden Euro investiert die Europäische Union allein bis 2013 in die sogenannte “Sicherheitsforschung”. Bekannt wurde insbesondere das 15-Millionen-Euro-Projekt INDECT zur automatisierten Überwachung städtischer Räume wie auch des Internet. Allerdings ist der “Bevölkerungsscanner” INDECT nur die Spitze des Eisbergs; flankiert wird die EU-Förderung in mindestens einem halben Dutzend Länder durch nationale Forschungsprogramme ebenfalls mit Millionenbudgets



Kommandozentrale: Diese musst du erst einmal finden. Durch den SATCOM Linkup kann die auf dem Träger vor der Küste oder auch in Tampa/Florida sein. Und selbst wenn du eine ausschalten könntest, die Drohnen operieren autonom nach vorgegebenen Programmen. Die fallen dann ja nicht vom Himmel. Was du vom CC aus machst, sind ja "nur" Überwachung und Befehlsgebung. Das kann dann sofort deine Reservestation machen....

Und ja, natürlich wird es noch Panzer geben, aber diese Plattform ist "entwicklungstechnisch" am Ende, wie damals die Kolbenmotoren am Anfang des Jetzeitalters...
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 194098 | Verfasst am: 15.04.2011 - 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ja gut, dann hier weiter. Gut gemacht!
Es gibt für jede Waffe eine Gegenwaffe.
Sicherlich mit zeitlicher Verzögerung, aber sie kommt.
Störsender, Laserabwehrstrahlen(übrigends von den Amis gerade erfolgreich getestet).
ABER du besetzt mit einer Drohne o.ä. kein Gebiet und keine Stellungen.
Das zeigen eigentlich die heutigen Konflikte.
Die Allierten jagen die Taliban schon seit Jahren.
Sie wissen evtl. wo sie sind, aber bekämpfen können sie diese nicht.
Trotz Drohnen und Satelliten.
Klar ein MBT ist groß und hat eine gute Wärmesignatur.
Aber dafür wird es bestimmt auch eine Lösung geben.
Ich halte diese Waffe für noch lange nicht am Ende.
Vereinfachung der Bedienung, Verringerung der Besatzung.
Selbstladeautomaten, Verbesserte Antriebe.
Es ist soviel möglich, jedoch wird das Geld anderswo gebraucht.
Man spielt nach dem alten Lied, lieber Geld ausgegeben als Menschenleben opfern.
Und das ist auch gut so!

Horrido!Rockhound!
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BeitragBeitrags-Nr.: 194099 | Verfasst am: 15.04.2011 - 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die Luftwaffe rules the battlefields. Ob angeblich "todsichere" Drohnen, Missiles oder nicht, aus der Luft werden auch Menschen die Entscheider sein. Ob vor Ort als Profiler oder in einer Kdo-Zentrale. Wie auch immer. Der Tod kommt meiner Meinung nach aus der Luft. Die Luftwaffe ist die effektivste und flexibelste Waffengattung der heutigen Zeit. In gelungener Kombination mit den unverzichtbaren Landstreitkräften wird man die Aufgabenverteilung einer überlegenen Militärmacht Luftschlag und Besetzung/Vernichtung durch Landstreitkräfte immer durchsetzen können. Genau dies praktiziert die USA trotz aller milit. Probleme mit polit. Erfolg.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 194227 | Verfasst am: 22.04.2011 - 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
USA setzen bewaffnete Drohen in Libyen ein

Die USA setzen jetzt auch bewaffnete Drohnen in Libyen ein. Erste Angriffsflüge gegen die Regierungstruppen seien wegen schlechten Wetters abgebrochen worden, hieß es von Seiten des US-Militärs. Unbewaffnete Drohnen waren bereits zuvor zu Aufklärungszwecken eingesetzt worden.


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Zuletzt bearbeitet von Michael aus G am 03.07.2011 - 22:36, insgesamt einmal bearbeitet
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 195665 | Verfasst am: 03.07.2011 - 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

U.S. Expands Its Drone War Into Somalia
(Source: New York Times, By MARK MAZZETTI and ERIC SCHMITT Published: July 1, 2011 )

An American military drone aircraft attacked several Somalis in the militant group the Shabab late last month, the officials said, killing at least one of its midlevel operatives and wounding others.

The strike was carried out by the same Special Operations Command unit now battling militants in Yemen, and it represented an intensification of an American military campaign in a mostly lawless region where weak governments have allowed groups with links to Al Qaeda to flourish.


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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196956 | Verfasst am: 10.10.2011 - 01:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Exclusive: Computer Virus Hits U.S. Drone Fleet
(Source: WIRED MAGAZIN, By Noah Shachtman, Published: October 7, 2011)


A computer virus has infected the cockpits of America’s Predator and Reaper drones, logging pilots’ every keystroke as they remotely fly missions over Afghanistan and other warzones.

The virus, first detected nearly two weeks ago by the military’s Host-Based Security System, has not prevented pilots at Creech Air Force Base in Nevada from flying their missions overseas. Nor have there been any confirmed incidents of classified information being lost or sent to an outside source. But the virus has resisted multiple efforts to remove it from Creech’s computers, network security specialists say. And the infection underscores the ongoing security risks in what has become the U.S. military’s most important weapons system.



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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 196958 | Verfasst am: 10.10.2011 - 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Und hier sieht man das Technik und Elektronik nicht alles ist!

Horrido!Rockhound!
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196964 | Verfasst am: 10.10.2011 - 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab ja schon lange auf solch eine Meldung "gewartet". Erschreckend ist, das hier mittels Keylogger gespäht wird, wie so ein Teil geflogen wird. Praktisch ist damit möglich, das Dritte solch ein Teil(o. mehrere) übernehmen und für eigene Ziele einsetzen.
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 196965 | Verfasst am: 10.10.2011 - 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Kommandozentrale: Diese musst du erst einmal finden. Durch den SATCOM Linkup kann die auf dem Träger vor der Küste oder auch in Tampa/Florida sein. Und selbst wenn du eine ausschalten könntest, die Drohnen operieren autonom nach vorgegebenen Programmen. Die fallen dann ja nicht vom Himmel. Was du vom CC aus machst, sind ja "nur" Überwachung und Befehlsgebung. Das kann dann sofort deine Reservestation machen....


Womit diese dann auch angreifbar sind.
Dann bleibt die Frage wie sicher sind die Netze das niemand dort eindringen kann und die Dinger für sich verwenden kann!

Horrido!Rockhound!
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 197010 | Verfasst am: 13.10.2011 - 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Exclusive: Computer Virus Hits U.S. Drone Fleet
(Source: WIRED MAGAZIN, By Noah Shachtman, Published: October 7, 2011)


A computer virus has infected the cockpits of America’s Predator and Reaper drones, logging pilots’ every keystroke as they remotely fly missions over Afghanistan and other warzones.


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Kleines Update dazu...

Zitat:
Get hacked, don't tell: drone base didn't report virus
(Source: ARS Technica, By Noah Shachtman, Published: October 11, 2011)

Officials at Creech Air Force Base in Nevada knew for two weeks about a virus infecting the drone “cockpits” there. But they kept the information about the infection to themselves—keeping the unit that’s supposed to serve as the Air Force’s cybersecurity specialists in the dark. The network defenders at the 24th Air Force learned of the virus by reading about it in Danger Room.

The virus, which records the keystrokes of remote pilots as their drones fly over places like Afghanistan, is now receiving attention at the highest levels; the four-star general who oversees the Air Force’s networks was briefed on the infection this morning. But for weeks, it stayed (you will pardon the expression) below the radar: a local problem that local network administrators were determined to fix on their own.

“It was not highlighted to us,” says a source involved with Air Force network operations. “When your article came out, it was like, ‘What is this?’”

That didn’t happen when a so-called “keylogger” virus hit Creech more than two weeks ago.

“Nothing was ever reported anywhere. They just didn’t think it was important enough,” says a second source involved with operating the Air Force’s networks. “The incentive to share weaknesses is just not there.”


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Da weis man garnicht ob man laut lachen, oder sich anständig grusseln sollte...
Grins
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 197322 | Verfasst am: 08.11.2011 - 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Auch diese "Marke" ist genommen. Friendly Fire durch Drohnen. Wobei, zivile Konvois waren ja schon 2009 "irrtümlich" beschossen worden... Ärgerlich

Zitat:
Multiple missteps led to drone killing U.S. troops in Afghanistan
By David S. Cloud and David Zucchino, Los Angeles Times, November 5, 2011

Reporting from Washington—
On the evening of April 5, a pilot settled into a leather captain's chair at Creech Air Force Base in southern Nevada and took the controls of a Predator drone flying over one of the most violent areas of southwestern Afghanistan. Minutes later, his radio crackled.

A firefight had broken out. Taliban insurgents had ambushed about two dozen Marines patrolling a bitterly contested road.

The Air Force captain angled his joystick and the drone veered toward the fighting taking place half a world away, where it was already morning. He powered up two Hellfire missiles under its wings and ordered a crew member responsible for operating the drone's cameras to search for enemy fighters.

It didn't take long to find something. Three figures, fuzzy blobs on the pilot's small black-and-white screen, lay in a poppy field a couple of hundred yards from the road.

"Hey now, wait. Standby on these," the pilot cautioned. "They could be animals in the field." Seconds later, tiny white flashes appeared by the figures — the heat signature of gunfire. "There they are," he said, now sure he was looking at the enemy.

At an Air National Guard base in Terre Haute, Ind., an intelligence analyst whose job it was to monitor the video to help prevent mistakes on the mission also observed the muzzle flashes — but noticed that they were firing away from the embattled Marines.

Marines at Patrol Base Alcatraz, 12 miles from the firefight, watched their screens too, as they kept in contact with both the drone crew and the platoon members, who had set out from the base just an hour earlier. It would be their decision whether to call in a missile strike.

Thirty-one seconds after the pilot reported muzzle flashes, the Marines at Alcatraz ordered that the Predator be prepared to strike if the shooters could be confirmed as hostile. At 8:49 a.m., 29 minutes after the ambush began, they authorized the pilot to fire.

In minutes, two Americans would be dead.

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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 197327 | Verfasst am: 09.11.2011 - 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Somit ist auch klar das man zum bekämpfen des Gegners eine vernünftige Übersicht braucht.
Freund - Feinderkennung ist ja schön und gut aber sie muss auch funktionieren.
Es zeigt sich immer wieder, wenn man eine Entscheidung mit einem Minimum an Informationen relativ schnell treffen muss wird es auch immer wieder zu solchen Vorfällen kommen.
Der Vorfall mit den Tankfahrzeugen ist da auch so ein Beispiel.
Daher sind Drohnen alleine keine Lösung.

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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 197328 | Verfasst am: 09.11.2011 - 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, man wird das Thema Drohnen in allen Größenordnungen und in allen Einsatzvarianten forcieren. Es wird sicher auch mal "Mutterdrohnen" geben, die mehrere Angriffs-Drohnen selbständig leiten und führen und nur noch die Zielsuche, Beobachtung und Zielzuweisung durhführen, um den Menschen zu entlasten und einen zahlenmäßig starken Einsatz zu gewährleisten und zu koordinieren usw.

Langfristig werden Drohnen sicher wichtige Aufgaben übernehmen, die heute noch wesentlich aufwändiger und vor allem teurer Flugzeuge und HS innehaben. Ganz banal werden sicher auch Drohnen einmal zur Verkehrsüberwachung die pilotengesteuerten HS-Einsätze wegfallen lassen, deren Einsatzdauer und Aktionsradius stark begrenzt ist. Dann fliegen eben Drohnen ganz Autobahnabschnitte stundenlang ab und gewährleisten eine hohe Beobachtungsdichte usw.

Und letztlich bieten Drohnen auch die Möglichkeit sie umfangreich auf anderen "zivilen" Gebieten einzusetzen, sei es bsw. statt den aberwitzig teuren Tornadoeinsätzen mit Wärmebildkameras zur Suche von Vermißten oder Opfern im kriminaltechnischen Einsatz oder im Einsatz in bürgerkriegsähnlichen Zuständen im eigenen Land usw. Dann fliegen eben nicht mehr provokativ ein paar Tornados über Protestkundgebungen wie in Heiligendamm, sondern dann begleiten in aller Ruhe Drohnen solche Aktionen, können gezielt Leute herausfiltern und fotografieren und ggf. sogar gezielt außer Gefecht setzen usw.

Das Einsatzfeld von Drohnen ist einfach riesig und das Kosten-Nutzenverhältnis im Gegensatz zur Luftwaffe unschlagbar und wird techn. sicher stetig weiterverbessert.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 197329 | Verfasst am: 09.11.2011 - 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:

Das Einsatzfeld von Drohnen ist einfach riesig und das Kosten-Nutzenverhältnis im Gegensatz zur Luftwaffe unschlagbar und wird techn. sicher stetig weiterverbessert.


Und das ist ja auch die Gefahr. Die Drohne selbst kann für "gute" und für "schlechte" Ziele eingesetzt werden. Die Politik wird es sehr kurzsichtig nur unter dem Kostenaspekt sehen, die Industrie aus Profitstreben forcieren und der Bevölkerung wirds wurscht sein, solange es sie nicht selbst betrifft.

Als Soldat muss ich aber jegliche Bestrebungen ablehnen, die den Mensch aus der Entscheidungsfindungskette herauslöst, bzw. nach weiter hinten versetzt.
Den die besten Entscheidungen trifft der, der "ganz vorne dran" ist und nicht der, der in Tampa/Fl. im klimatisierten Container am Joystick rumspielt...
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 197331 | Verfasst am: 09.11.2011 - 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:
PIV hat Folgendes geschrieben:

Das Einsatzfeld von Drohnen ist einfach riesig und das Kosten-Nutzenverhältnis im Gegensatz zur Luftwaffe unschlagbar und wird techn. sicher stetig weiterverbessert.


Und das ist ja auch die Gefahr. Die Drohne selbst kann für "gute" und für "schlechte" Ziele eingesetzt werden. Die Politik wird es sehr kurzsichtig nur unter dem Kostenaspekt sehen, die Industrie aus Profitstreben forcieren und der Bevölkerung wirds wurscht sein, solange es sie nicht selbst betrifft.

Als Soldat muss ich aber jegliche Bestrebungen ablehnen, die den Mensch aus der Entscheidungsfindungskette herauslöst, bzw. nach weiter hinten versetzt.
Den die besten Entscheidungen trifft der, der "ganz vorne dran" ist und nicht der, der in Tampa/Fl. im klimatisierten Container am Joystick rumspielt...


Ich denke, diese Entwicklung ist längs im Gange und wird sich nicht aufhalten lassen. Sie wird ja auch schon dahingehend immer weiter erprobt, daß auf dem Land, in der Luft und auf dem Wasser unbemannte Maschinen kämpfen sollen bzw. Waffenträger sind.

Das Problem "Entscheidungen des Menschen" ist dabei ja auch nur ein Punkt und eher untergeordet und auch sachlich nicht stichhaltig. Ganze Produktionswerke funktionieren perfekt automatisch, der Mensch wird schon von Robotern bzw. Automaten operiert und die meisten der in der Luftfahrt eingesetzten Riesenpassagiermaschinen fliegen praktisch perfekt automatisch, der Pilot schaut nur noch drauf. Die Liste könnte man lange fortsetzen und hierbei wird auch immer wieder betont, daß nicht die Maschine, sondern der Mensch der Hauptrisikofaktor ist.

Was Militäreinsätze von Robotern, Automaten und auch Drohnen betrifft ist ja eines der Hauptargumente, neben dem Kostenfaktor, daß der Mensch/Soldat als Waffenträger geschützt und geschont werden soll. Dieses Argument ist natürlich unschlagbar, auch wenn Automaten auch mal gegenüber einem Feind einen Fehler machen sollten.
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