Wechsel eines Antriebsrads vom Panzer IV
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » Panzerfahrzeuge
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Historiker
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 21.10.2007
Beiträge: 12

BeitragBeitrags-Nr.: 195803 | Verfasst am: 12.07.2011 - 21:00    Titel: Wechsel eines Antriebsrads vom Panzer IV Antworten mit Zitat

Hallo zusammen
Ich habe eine technische Verständnisfrage an Euch alle. Mich interessiert wie lange und mit welchen technischen Aufwand man in einem Werkstattzug ein Antriebsrad eines Panzer IV zu wechsel hatte.

Vielen Danke für Eure Bemühungen im voraus

Gruss Historiker
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7857
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 195807 | Verfasst am: 13.07.2011 - 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe es mal zu einem Pz III gelesen. Ist ja fast das Gleiche:

Ketenbolzen lösen, nach Hinten ziehen, Muttern lösen, Antriebsrad wechseln, Kette vorziehen, Bolzen verbinden, fertig. Soll bei einem eingespielten Team nur 30 Minuten gedauert haben.

Die Kette wurde dabei per Stahlseil mit einer Winde gezogen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
weyax
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 27.09.2006
Beiträge: 179
Wohnort: Moselland

BeitragBeitrags-Nr.: 195809 | Verfasst am: 13.07.2011 - 12:32    Titel: Wartung Antworten mit Zitat

Schon mal eine Kette oder Antriebsrad gewechselt???

Da ist nichts mit lösen u. nach hinten ziehen, höchstens bei der Fahrradkette.

Selbst beim schnuckligen PzIII u. IV wiegen die Dinger doch einiges:

http://up.picr.de/7648590zsi.jpg

Folgendes hat sich immer bewährt:

Kettenlösen ist theoretisch ganz einfach. Als erstes wird die Kette auf der entsprechenden Seite entspannt, dann wird sie vorm Antriebsrad getrennt, das eine Ende plumpst dir dann auf die Füße und dann fährt der Panzer mit der noch kompletten Kette so lange zurück, bis die getrennte Kette das Antriebsrad freigibt.

Dann löst du mit dem 13er Schlüsselchen die ganzen Schräubchen des Antriebrades u. ziehst es locker durch die Hose atmend ab.

Und das Neue dann auf. Muttern festziehen, evt. das Ganze natürlich unter Vaselineunterstützung.

Das Aufziehen geht dann so, dass der Panzer die noch komplette Kette anbremst und mit Hilfe eines Stahlseiles wird jetzt der vor dem Panzer liegende Kettentrumm über das Antriebsrad gezogen. Dabei wird das Stahlseil am Antriebsrad festgemacht und das Antriebsrad zieht die Kette wie eine Winde auf das Laufwerk. Dann wird die Kette wieder mit Hilfe eines Kettenbolzens verbunden und über den Exzenter gespannt- fertig u. auf zur Probefahrt.

Grüße von einem, der das noch nie in einer halben Stunde geschafft hat, der aber auch kein eingespieltes Team hatte.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7857
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 195813 | Verfasst am: 13.07.2011 - 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Na, so unterschiedlich ist es nicht, wie ich es beschrieben habe. Winken
UNd ja, 30 Minuten mit eigespielten Team.

Kette habe ich schon einige Male gewechselt (Leo bzw Dachs) und M113. Gut gemacht!

Antriebsrad nie, dafür hatten wie die Instler. Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Michael aus G
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 06.05.2007
Beiträge: 1928

BeitragBeitrags-Nr.: 195815 | Verfasst am: 13.07.2011 - 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Ich habe es mal zu einem Pz III gelesen. Ist ja fast das Gleiche:

Ketenbolzen lösen, nach Hinten ziehen, Muttern lösen, Antriebsrad wechseln, Kette vorziehen, Bolzen verbinden, fertig. Soll bei einem eingespielten Team nur 30 Minuten gedauert haben.

Die Kette wurde dabei per Stahlseil mit einer Winde gezogen.


Und nun noch das ganze im Felde, bzw. Schlamm, Regen und/oder Schnee... Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7857
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 195819 | Verfasst am: 14.07.2011 - 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Das wäre sicher eine andere Frage. Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Historiker
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 21.10.2007
Beiträge: 12

BeitragBeitrags-Nr.: 195827 | Verfasst am: 14.07.2011 - 21:22    Titel: Wechsel eines Antriebsrads vom Panzer IV Antworten mit Zitat

Hallo zusammen
Vielen Dank Hoover, Michael, Wegax für Eure Infos und Hilfe. Ich hätte gedacht das es schwieriger ist und viel Länger dauert ein Antriebsrad zu wechseln.

Gruß Historiker bis bald und noch ein Mal Danke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
weyax
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 27.09.2006
Beiträge: 179
Wohnort: Moselland

BeitragBeitrags-Nr.: 195830 | Verfasst am: 15.07.2011 - 06:47    Titel: Insten Antworten mit Zitat

Ich denke aber doch, Du hast erkannt, dass diese halbe Stunde nur
ein höchst theoretischer Wert ist, meinetwegen für einen Kasernenumbau,
oder feldmäßig bei allerbesten Bedingungen.

Aber Antriebsräder werden ja nicht grundlos gewechselt, entweder haben sie einen
Beschuss- oder Minenschaden oder sind abgenützt.

Dann kann mir keiner erzählen, dass der Wechsel nicht Stunden beansprucht,
da der Pz evt. komplett mit Winden hochgehoben muß, das Antriebsrad erhitzt werden
muß vor der Demontage usw. usw.

Auch WH-Instler konnten sicher nicht zaubern u. Pz-Besatzungen auch nicht, da ihnen
noch weniger schwere Hilfswerkzeuge zur Verfügung standen.

Panzer

Grüße
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7857
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 195833 | Verfasst am: 15.07.2011 - 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
feldmäßig bei allerbesten Bedingungen


...durch eingespieltes Inst-Team an Pz III.

Die Besatzung im Feld wird das sicher nicht schaffen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Michael aus G
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 06.05.2007
Beiträge: 1928

BeitragBeitrags-Nr.: 195834 | Verfasst am: 15.07.2011 - 14:08    Titel: Re: Insten Antworten mit Zitat

weyax hat Folgendes geschrieben:

Dann kann mir keiner erzählen, dass der Wechsel nicht Stunden beansprucht,
da der Pz evt. komplett mit Winden hochgehoben muß, das Antriebsrad erhitzt werden
muß vor der Demontage usw. usw.


Will auch keiner. In der Regel war/ist es so, daß kleine Störungen vom Panzerfahrer und Panzerwart selbst behoben wurden. Bei kleineren, leicht zu behebenden Schäden kam der Inst-Trupp zu Einsatz. Bei größeren Sachen, und da zähle ich ein Antriebsradwechsel dazu, wurde das Fahrzeug nach Möglichkeit geborgen und zum Feldinst-Platz verbracht. Natürlich geht das auch im Felde, wurde/wird aber nach Möglichkeit vermieden. Gerade bei Beschußschäden ist ja auch immer noch was anderes zu Bruch gegannen... Grins
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » Panzerfahrzeuge Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

Druckversion

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.