Die Bundeswehr in der Krise?
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196903 | Verfasst am: 06.10.2011 - 20:49    Titel: Die Bundeswehr in der Krise? Antworten mit Zitat

Hier abgetrennt da dort offtopic... Grins

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=10721sid=128dfca1d30e6cbc19f24264b2e74291


steffen04 hat Folgendes geschrieben:

Konkret wird bemängelt:

- zu wenig Anbaumöglichkeiten für Zubehör am Vorderschaft
- keine Aufnahme für Nachtsichtgerät (was als Ausschlusskriterium für das Ding schon mehr als ausreicht)
- hohe und billige Klemm-Zielfernrohrmontage
- keine Not-Visierung für kurze Distanzen, keine Rotpunktvisierung
- Schulterstütze fast ohne Anpassungsmöglichkeiten an Schützengrösse
- original G3-Abzug, Dauerfeuer gesperrt: d.h. weder Match-, noch Kampfabzug
- keine zugelassene Präzisionsmunition


Die Herren Soldaten sind heutzutage verwöhnt. Grins

Unterm Strich kommts aber nicht unbedingt auf technische Überlegenheit an.
Sondern eher auf Kampfgeist, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft...
Da klemmt schon bei den Vorgesetzten. Leider sind in den letzten 20Jahren zuviel profillose Offiziere herangezüchtet worden.
Wenn ich dagegen an die ganzen "Orginale" früher denke, wird mir weh ums Herz...

Stattdessen glaubt die Nintento Generation sich heutzutage "bullet-proof" rüsten zu können. Deswegen das Geschrei nach besserer Ausrüstung. Die ganzen "Spielerle" sind doch nur Beruhigungspillen. Der Gegner von heute kämpft doch auf einem ganz anderen Niveau. Auf eignem Boden, angepasst an die vorherrschenden Bedingungen, vetraut mit dem Gelände und arm wie ne Kirchenmaus... der wird deswegen immer zäher kämpfen, da hilft dir auch kein neues Gwehr mit Zielfernrohr... Grins

Hier ginge es nur mit neuer Politik weiter. Den diesen Gegner wie in AFG schlägst du nicht auf dem Schlachtfeld, das war dort noch nie so und wie auch nie so werden.


Zuletzt bearbeitet von Michael aus G am 09.10.2011 - 00:12, insgesamt einmal bearbeitet
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F.B.
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BeitragBeitrags-Nr.: 196904 | Verfasst am: 06.10.2011 - 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Dem letzten Satz kann man zustimmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Meine Meinung

MfG

Frank
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steffen04
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BeitragBeitrags-Nr.: 196905 | Verfasst am: 07.10.2011 - 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Michael aus G hat Folgendes geschrieben:

Die Herren Soldaten sind heutzutage verwöhnt. Grins

Unterm Strich kommts aber nicht unbedingt auf technische Überlegenheit an.
Sondern eher auf Kampfgeist, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft...


Kann ich daraus ableiten, daß du der Meinung bist, daß die Allierten den WW. II wegen, ich zitiere dich, ihres Kampfgeists, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft... gewonnen haben? Damit dürftest du in diesem Forum eine Minderheitenposition vertreten?!


Spass beiseite: die Taliban sterben in Massen, weil sie lausig ausgerüstet und ausgebildet sind. Selbst wenn sie´s gewinnen: der Bodycount geht klar zu Gunsten der stärkeren Bataillone. Und um mal frei Patton zu zitieren: Soldaten sollen nicht für ihr Vaterland sterben, sondern dafür sorgen, daß es die armen Schweine auf der anderen Seite tun.. Und dafür brauchen sie halt ein bischen Feuerkraft und keine Goebbelssprüche (auch wenn die billiger sind).
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Rockhound
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BeitragBeitrags-Nr.: 196906 | Verfasst am: 07.10.2011 - 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Na darauf läuft es doch hinaus.
Kleinere Kaliber mit schlechter Mannstoppwirkung und Durchschlagskraft.
Viel Plastik drum herum, das ganze noch möglichst mit vielen Ecken und Kanten wo sich der Dreck festsetzen kann.
Ein wackeliges Visier mit schlechter Optik und das ganze zum doppelten Preis.
Warum sollte es bei der Handbewaffnung anders laufen als bei Fahrzeugen und Flugzeugen?

Ich frage mich nur was am G3 so schlecht gewesen sein soll?
Ebenso bei der AK 47.

Guerillakämpfer wissen schon warum sie diese Waffen vorziehen.

Horrido!Rockhound!
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 196907 | Verfasst am: 07.10.2011 - 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Unterm Strich kommts aber nicht unbedingt auf technische Überlegenheit an.
Sondern eher auf Kampfgeist, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft...


Das ist doch Blödsinn. Michael, du weißt das auch.

Wenn ich mittels technischer Neuheiten besser und schneller schie0ßen und treffen kann muss ich als Dienstherr, der auf Geheiß der Politik die Soldaten in den Krieg schickt (mag er sinnvoll oder nicht sein, das hat der Soldat nicht zu entscheiden), diese Sachen auch einführen. Sollen die Landser lieber sterben und Opferbereitschsaft zeigen? Blödsinn.

Solches Geschwafel ist eine Beleidigung für jeden Soldaten.
Zitat:

Da klemmt schon bei den Vorgesetzten. Leider sind in den letzten 20Jahren zuviel profillose Offiziere herangezüchtet worden.


Da stimme ich zu. Die Offiziere, vom GenInspBw bis hinuter zu den Zugführern müssen auf den Tisch schlagen und fordern, vernünftig ausgerüstet zu werden. Da ist die Politik in der Pflicht, die Vorraussetzungen zu schaffen. Immerhin tragen sie die Verantwortung für den Einsatz.
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Achim61
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BeitragBeitrags-Nr.: 196908 | Verfasst am: 07.10.2011 - 10:05    Titel: Sonstige Waffen Antworten mit Zitat

Hallo - so ganz würde ich die Gedanken vom Michael nicht einfach unter den Tisch kehren. Die beste Aüsrüstung und Bewaffnung nützt wenig wenn der Soldat nicht willig ist. Leider gehören ebend Dinge wie Opferbereitschaft, Einsatzwille und Kampfgeist dazu - also rein menschliche Dinge. Sonst könnten wir ja auch einfach Roboter kämpfen lassen.

Gruß - Achim61 Meine Meinung
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 196909 | Verfasst am: 07.10.2011 - 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Leider gehören ebend Dinge wie Opferbereitschaft, Einsatzwille und Kampfgeist dazu - also rein menschliche Dinge.


Mag bis zu einem gewissen Punkt stimmen. Aber wer von euch, wer von uns, kann
sich anmaßen über Opferbereitschaft und Kampfgeist im Einsatzland zu urteilen?
Ganz dünnes Eis.

Solche Zeilen sind es im Endeffekt, die die Soldaten fern der Heimat frustrieren
und die den Wunsch nach mehr Rückhalt in der Bevölkerung hervorrufen.


Winken

Gruß
Tobias
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Achim61
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BeitragBeitrags-Nr.: 196910 | Verfasst am: 07.10.2011 - 12:11    Titel: Sonstige Waffen Antworten mit Zitat

Tobias - ich urteile nicht darüber. Fest steht doch aber wohl das ein Soldat ganz anders kämpft wenn die Motivation stimmt - er sich also für eine Sache engagiert - davon überzeugt ist.
Schlechtes dafür Beispiel sind die Taliban die bis zur Selbstaufopferung kämpfen weil sie fest an ihre Sache glauben oder nimm andere Fanatiker - die Geschichte ist voll damit.

Gruß - Achim61
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 196911 | Verfasst am: 07.10.2011 - 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wer mal gedient hat, egal ob er auch in einem realen Einsatz war oder nicht, weiß genau, daß nichts separat zu sehen ist, sondern alles miteinander wechselseitig verknüpft ist und sich gegenseitig bedingt und ergänzt.

Die Eigenschaften eines Soldaten wie Opferbereitschaft, Einsatzwille und Kampfgeist, also zusammengefaßt mal Motivation genannt, hängen durchaus von der techn. Ausrüstung und auch von der Ausbildung ab.

Ein schlecht ausgerüsteter Soldat wird auch trotz zunächst höchster Motivation eine überlegene techn. Ausrüstung des Gegners nur bedingt und auch nur kurzfristig ausgleichen können. Auf Dauer wird Frustration und Unterlegenheitsgefühl einsetzen und die Motivation sinken.

Umgekehrt erhöht eine gute oder gar bessere Ausrüstung und Ausbildung die Motivation und ein Überlegenheitsgefühl sehr stark.

Die Amis wissen das und pumpen nicht ohne Grund so viel Geld ins Militär, um eine bestmögliche und techn. überlegene Ausrüstung und Ausstattung gerade der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Mit einer techn. Überlegenheit können nicht alle, aber sehr viele entscheidene Faktoren des milit. Einsatzes zum eigenen Vorteil umgemünzt werden und zur Minimierung von Verlusten etc. beitragen.

Das Problem der BW ist doch ganz einfach, daß die milit. Führungsspitzen und Offz. der BW keine Militärs mehr im Sinne der eigenen großen dt. milit. Vergangenheit und Erfahrungen und selbst nicht im Vergleich zu vielen anderen Armeen derzeit sind, sondern in erster Linie Beamte und politikhörige Befehlsempfänger, denen jedes Verantwortungsgefühl für die Soldaten abgeht, so bald ein entsprechendes Verhalten Posten, Pöstchen, Pensionen und Reputation gefährden könnte. Sie verhalten sich wie Politiker und nicht wie Militärs. Ein eigenverantwortliches und selbstbewußtes Verhalten und Auftreten hat man dem Offz.Korps der BW politisch-korrekt vollkommen ausgetrieben und niemand traut sich jetzt mehr Verantwortung zu übernehmen, Klartext zu sprechen, konkrete Maßgaben einzufordern und damit bei der Politik und dem Dienstherrn Staat anzuecken.

Wie schnell man hier seitens des Staates selbst verdiente Offz. bei kleinsten Abweichungen von der politisch gewollten völligen Unterwerfung praktisch beruflich vernichtet zeigen die Fälle Günzel & Co. aus der jüngsten Vergangenheit ganz klar.

Das man damit nur noch feige Abnicker und Duckmäuser erzieht ist das Resultat und politischerseits gewollt. Mit den bekannten Folgen für unsere Soldaten.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196920 | Verfasst am: 08.10.2011 - 03:15    Titel: Antworten mit Zitat

steffen04 hat Folgendes geschrieben:
Michael aus G hat Folgendes geschrieben:

Unterm Strich kommts aber nicht unbedingt auf technische Überlegenheit an.
Sondern eher auf Kampfgeist, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft...


Kann ich daraus ableiten, daß du der Meinung bist, daß die Allierten den WW. II wegen, ich zitiere dich, ihres Kampfgeists, Einsatzwille und (Wichtig!!!) Opferbereitschaft... gewonnen haben?


Nein, wie immer du zu dieser Schlußfolgerung kommst. Grins
[Den Vorwurf mit den "Goebbelssprüchen" übersehe ich noch dieses mal, fühle dich aber verwarnt... ]


Hoover hat Folgendes geschrieben:

Solches Geschwafel ist eine Beleidigung für jeden Soldaten.
Zitat:

Da klemmt schon bei den Vorgesetzten. Leider sind in den letzten 20Jahren zuviel profillose Offiziere herangezüchtet worden.


Da stimme ich zu. Die Offiziere, vom GenInspBw bis hinuter zu den Zugführern müssen auf den Tisch schlagen und fordern, vernünftig ausgerüstet zu werden. Da ist die Politik in der Pflicht, die Vorraussetzungen zu schaffen. Immerhin tragen sie die Verantwortung für den Einsatz.


Ja was nun? Ablehnung oder Zustimmung?

Diese Enschätzung kommt übrigens von Generalleutnant a.D. Egon Ramms.
Wem der nix sagt, er war von 2007-2010 Chef des Allied Joint Force Command Brunssum (JFC Brunssum), damit unteranderem Befehlshaber der ISAF Truppen... und dem Mann glaube ich diese Aussage... Grins

Außerdem hab ich leider zu viele "Karrierehengste" erlebt, allerdings muss ich auch sagen, viele gute Offiziere als Vorgesetze gehabt. Was nützt das aber, wenn sie aus Angst vor beruflicher Benachteiligung, lieber die Klappe halten?!

Hier noch so einer, der erst nach seiner Pensionierung den Mund aufmacht...
McChrystal: Afghan war a job half-done


Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Leider gehören ebend Dinge wie Opferbereitschaft, Einsatzwille und Kampfgeist dazu - also rein menschliche Dinge.


Solche Zeilen sind es im Endeffekt, die die Soldaten fern der Heimat frustrieren
und die den Wunsch nach mehr Rückhalt in der Bevölkerung hervorrufen.


Uns Soldaten sollte lieber die fehlerhafte Politk und mangelnde Führung frustrieren, nicht die Aussprache der unbequemen Wahrheit.
Und "Rückhalt in der Bevölkerung"? Für Krieg in fernen Ländern? Schlimm wenns dafür wirklich ne Mehrheit gäbe...
Gerade das NICHTVORHANDENSEIN eines solchen Rückhaltes, sichert unseren Soldaten das Leben. Und zwar das dieses "Mandat" nicht verlängert wird.
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 196921 | Verfasst am: 08.10.2011 - 07:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Gerade das NICHTVORHANDENSEIN eines solchen Rückhaltes, sichert unseren Soldaten das Leben. Und zwar das dieses "Mandat" nicht verlängert wird.


also mal ehrlich Michael. Das ist eine Ebene der Politik in der die Meinung des Volkes
überhaupt nicht Interessiert. Das haben doch die letzten 10 Jahre bewiesen. Sonst
wären wir schon seit einigen Jahren raus, bevor sich die Sicherheitslage im
deutschen Sektor so extrem verschärfte wie 2009 und 2010.

Wenn die Kameraden in Afghanistan schon täglich ihr Leben riskieren müssen, dann
ist das Mindeste, was die Heimat tun kann, ihnen den Rücken zu stärken. Habe
übrigens noch keinen Kameraden getroffen der sagte "Das Letzte was wir wollen ist
Verständnis und Stärkung durch das Volk."

Ich weiß nicht ob das hier Soldaten aus der Generation "Kalter Krieg" nachvollziehen
können.

Winken

Gruß
Tobias
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196926 | Verfasst am: 08.10.2011 - 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Gerade das NICHTVORHANDENSEIN eines solchen Rückhaltes, sichert unseren Soldaten das Leben. Und zwar das dieses "Mandat" nicht verlängert wird.


also mal ehrlich Michael. Das ist eine Ebene der Politik in der die Meinung des Volkes überhaupt nicht Interessiert.


Stimmt. Das könnte aber anders sein. Stattdessen lässt man sich ein gelbes Schleifchen umbinden...

Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:
Wenn die Kameraden in Afghanistan schon täglich ihr Leben riskieren müssen, dann ist das Mindeste, was die Heimat tun kann, ihnen den Rücken zu stärken.


Was möchtest du stattdessen machen? Wunschkonzert? Noch ne Kerner Spezial Sendung? Guttenberg zurück? Im Ernst. Du müsstest dann ja als erstes der Bevölkerung diesen Krieg erklären können. Das kannst du aber nicht. Nicht umsonst hat man sich jahrelang darum gedrückt es Krieg zu nennen.

Du änderst nicht mit einer gelben Schleife oder einem neuen EKI. Ich halts da lieber wie die Amerikaner: "Bring the Boys home!"

Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht ob das hier Soldaten aus der Generation "Kalter Krieg" nachvollziehen können.


Gerade WEGEN dieser Erfahrungen können wir das nachvollziehen. Gut gemacht!
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JS3M
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BeitragBeitrags-Nr.: 196927 | Verfasst am: 08.10.2011 - 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

auch wenns interessant ist...entweder Titel ändern oder OT beenden Zwinkern
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 196928 | Verfasst am: 08.10.2011 - 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Was möchtest du stattdessen machen? Wunschkonzert? Noch ne Kerner Spezial Sendung? Guttenberg zurück? Im Ernst. Du müsstest dann ja als erstes der Bevölkerung diesen Krieg erklären können. Das kannst du aber nicht. Nicht umsonst hat man sich jahrelang darum gedrückt es Krieg zu nennen.


scheinbar haben wir verschiedene Definitionen von "Unseren Soldaten den Rücken
stärken". Eins vorweg: Je eher wir aus Afghanistan raus sind, desto besser. Ich bin
der Letzte der den Kampf dort unten verteidigt.

Ich muss nicht den Bäcker kaufen wenn ich ein Brötchen haben will. Genausowenig
muss ich den Gesamtkonflikt unterstützen wenn ich meine eigenen Soldaten
unterstützen will.

Das ist nicht mal sonderlich schwer. Ein bisschen weniger Desinteresse der Masse,
ein paar Leute öffentlichkeitswirksam bestrafen die mit Schweinskopfmasken
Denkmäler besudeln. Das baut auf.

Zitat:
Gerade WEGEN dieser Erfahrungen können wir das nachvollziehen.


Und gerade da kommen mir pers. manchmal Zweifel wenn ich bestimmte
Ansichten der "Kalten Krieger" lese/höre (Nicht unbedingt nur auf diesen Thread
bezogen, sondern allgemein.).

Winken

Gruß
Tobias
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 196933 | Verfasst am: 09.10.2011 - 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tobias Giebel hat Folgendes geschrieben:
Genausowenig muss ich den Gesamtkonflikt unterstützen wenn ich meine eigenen Soldaten unterstützen will.

Das ist nicht mal sonderlich schwer. Ein bisschen weniger Desinteresse der Masse,
ein paar Leute öffentlichkeitswirksam bestrafen die mit Schweinskopfmasken
Denkmäler besudeln. Das baut auf.


Wir sollten mit dem Bestrafen erstmal in den eigenen Reihen anfangen. Scheinkopfmaskenbilder und so´n linker Propagandakram ficht mich nicht an, sowas hier schon...

"Gorck-Fock"-Unfall wird neu aufgerollt: Der Tod der Jenny Böken
Solche Vertuschungskacke ist oft genug gelaufen. Die Armee ist da wie die Kirche, sie versucht sowas immer intern zu "lösen". Leider löst sie das "Problem" nie, sondern versetzt es nur damit ja nur keiner den Mund aufmacht...

Wenn wir unseren Soldaten hier mehr Rechtssicherheit geben, zeigen wir ihnen damit viel besser unsere Wertschätzung.





“Wer über die Wahrheit schweigt, der lügt.” – Henry Ford
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