16. Inf.Div. (mot) - 16. Pz.Gren.Div. - 116. Pz.Div.
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 202552 | Verfasst am: 07.08.2013 - 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

19.02.1943: Das Wetter ist kalt, nebelig, dann stürmisch und bedeckt. Die Kampfgruppe unter Führung von Hptm. Tebbe bestand aus Pz.Abt. 116, I./Gren.Rgt. (mot) 156 und der 2./Pz.Art.Rgt. 128. Sie erhielt Befehl, um 05.00 Uhr aus Petro-Georgijewsk anzutreten und über Garmasch nach Stepanowskij vorzustoßen, es zu nehmen und zu halten.
Zur Unterstützung dieses Angriffes sollte um 05.00 Uhr antretend vom Straßenkreuz 4 km westlich Bolschaja Neklinowka eine Kp. Kradschtz.Btl. 165 dazu leichte und schwere Panzer der s.Pz.Abt. 503 (Tiger), Kdr. Oberstlt. Erich Hoheisel, aus Latonowo zugeführt werden. Der Kommandeur (Hptm. Ganter) Kradschtz.Btl. 165 sollte den Befehl über das Halten von Stepanowskij übernehmen. Diese Kampfgruppe kam nicht mehr zum Einsatz.
Um 05.00 Uhr tritt die KGr. Tebbe zum Angriff an. Sie erreicht Garmasch, sichert dort das Beziehen der Geschützstellungen Batterie Bünau, während I./156 (verlastet) unter Führung von Hauptmann Baumgarten-Crusius aufschloss. Die 2./Pz.Art.Rgt. 128 geht in Stellung.
2./Gren.Rgt. (mot) 156 sitzt auf die Panzer auf, zumal der Angriffsbefehl lautet: Kampfgruppe Tebbe nimmt beiderseits des Weges antretend Stepanowskij, I./156 (ohne 2. Kp.) folgt auf Mot-Fahrzeugen, solange Feindlage dieses zulässt.
Nach Absetzen folgen des Angriffs der Panzer. Nach Nehmen des Ortes besetzen und halten des Osthanges der Höhe 105,7 – nord-nordwestlich Stepanowskij. Bei feindlichem Pz.Angriff: Absetzen, in Deckung gehen und Niederhalten feindlicher aus aufgesessener Infanterie.
2./Pz.Art.Rgt. 128 – mit Beobachtungsstelle auf Punkt 90,7 – unterstützt den Angriff durch Niederhalten feindlicher Batterien und Abwehrwaffen, insbesondere im Raum Stepanowskij und Matwejew Kurgan. Flankenbedrohung aus Norden – insbesondere aus Höhenzug 105,7 – ist auszuschalten.
Räderteile: Sind nach Garmasch abzuschieben und durch die dort befindlichen Teile (Tross) unter Hptm. Brese zu sichern. Nach Feuerbereitschaft der 2./Pz.Art.Rgt. 128 tritt die KGr. Tebbe um 06.05. Uhr an. Die Höhe 90,7 wird ohne Feindberührung erreicht. Die schwache Inf.Sicherung von Hptm. Brese wird zur Zeit noch vorgefunden. Von hier ab entfaltet und entwickelt sich Pz.Abt. 116 beiderseits des Weges und stößt über die Höhe 90,7 in den Fedorenko-Grund vor.
Dabei erhalten die eigenen Panzer, besonders die 4./Pz.Abt. 116 unter OLt. Kühne, heftiges Pak-Feuer aus der Gegend ca. 1 km nördlich von Stepanowskij. Auf die erkannte Pak-Stellung legt die 2./Pz.Art.Rgt. 128 einen Feuerschlag und ermöglicht hierdurch das Überschreiten der Höhe in schnellen Sprüngen. I./Gren.Rgt. (mot) 156 (ohne 2. Kp.) folgt aufgesessen. Im Fedorenko-Grund drehen die Panzer nach Osten ein. Mit der Unterstützung der 2./Pz.Jäg.Abt. 228 gelingt es, in überschlagendem Einsatz die Pak-Stellungen im hohen Schilfgras zu bekämpfen. Eine Batterie 7,62-cm-Pak wird außer Gefecht gesetzt. Die abgesessenen 156er Grenadiere durchkämmen das Gelände nach versprengter feindlicher Infanterie. Es ist 06.45 Uhr.
Immer wieder auflebendes Pak-Feuer verhindert das Hinaustreten aus dem Fedorenko-Tal. Dann treffen zur Unterstützung Ju 87 (Luftflotte 4) ein. Durch Richtungsschüsse aus dem Panzer mit Leuchtpistolen werden Lichtzeichen auf die Ziele gegeben. Mit Bomben und Bordwaffen greifen die Kampfflieger an.
Inzwischen ist I./Gren.Rgt. (mot) 156 (o. 2. Kp.) hinter der Grube abgesessen und greift jetzt mit den Panzern Stepanowskij an.
Infolge von Munitionsmangel bei den Panzer IV und Mangel an Nebelmunition, wird das Niederhalten des flankierenden Pak-Feuers erschwert. Um 07.45 Uhr erfolgt ein Stuka-Angriff. Die Pz.Abt. 116 dringt in das Dorf ein. Die Häuser werden von der 2./Gren.Rgt. (mot) 156 durchsucht. Die Panzer beziehen Stellung am Ortsrand und bekämpfen in Richtung Matwejew Kurgan zurück flutenden Feind. In Stepanowskij werden drei deutsche 8,8-cm-Flak und zwei 2-cm-Flak wieder in eigene Hand gebracht. Dazu zahlreiche Waffen, Geräte und ein Protz-Kraftwagen. Ein Schwerverwundeter der 79. Inf.Div., der am Vortage dort nicht geborgen werden konnte und sich im Schilf versteckt hatte, wird nun geborgen und zurück geschafft.

2./Gren.Rgt. (mot) 156 bereinigt und besetzt nunmehr unter dem Schutz der Panzer die Höhe 2 km nördlich Stepanowskij. Das I./Gren.Rgt. 156 erhält Befehl, unter Zurücklassung von Sicherungen, in Stepanowskij die Höhe südlich davon zu besetzen und zu halten.
Mit Inbesitznahme dieser beiden Höhen ist nunmehr der Durchbruch und die Nachschubstraße des sowjet. IV. Mech. Garde-Korps unterbrochen und abgeriegelt. Um 08.30 Uhr bekämpft der Feind aus Gegend südlich Matwejew Kurgan die bereits sich in Stepanowskij sich sammelnden Panzer mit mehreren »Stalinorgeln« (neuerer Art vom Typ "Januschka"). Der V.B. Der 2./Pz.Art.Rgt. 128 hat die Stellung erkannt und zwang sie durch Feuer zum Stellungswechsel. Einmal erkannt, können sie auch in der neuen Stellung nicht unerkannt, unbehelligt wirken, sie werden mit Feuer belegt und rücken ab,
Um 09.10 Uhr wird Oberfeldwebel Algermissen (3./Pz.Abt. 116) zur Aufklärung über Woroschilowskij nach Rjashenaja angesetzt. In Woroschilowskij werden schwache Feindtruppen vernichtet. In Rjashenaja werden eigene Truppen festgestellt. Um 09.20 Uhr trifft Hptm. Ganter (Kdr. Kradschtz.Btl. 165)¹ auf dem Gef.Stand der KGr. Tebbe ein. Er wird in die Lage eingewiesen und ihm der Abschnitt übergeben. Die Pz.Abt. 116 zieht zur weiteren Verwendung der Division um 16.00 Uhr in Garmasch unter.
20.02.1943: Auch heute scheint die Sonne nicht durchzubrechen. Es ist 06.00 Uhr, kalt, stürmisch und bedeckt, als der Befehl zum Durchkämmen des schluchtenreichen Fedorenko-Tals eintrifft. Das Tal wird bis nach Dubikin von versprengten Feindkräften gesäubert. Mehrere Pak und Panzerbüchsen vernichtet. Von Dubikin aus wird nach Osten eingedreht, um die beherrschenden Höhe 105,7 im Angriff zu nehmen. Da erreicht Hptm. Tebbe die Orientierung, dass der Angriff der 23. Pz. Div. von Norden aus nach Süden gut vorankommt. Der Angriff auf Höhe 105,7 ist einzustellen und um 12.00 Uhr soll KGr. Tebbe zusammen mit dem Kradschtz.Btl. 156 und der s.Pz.Abt. 503 zum Angriff auf Anastassijewka antreten.
Jedoch ist die s.Pz.Abt. 503 innerhalb des Abschnittes der 23. Pz. Div. gebunden. Sie steht daher nicht zur Verfügung, desgleichen auch nicht Kradschtz.Btl. 156. Aus dem Angriff wird ein Sicherungsauftrag. – Die Abteilung marschiert über Pokrowskij, Lewschenko, Werschnje-Schirokij. Um 13.00 Uhr wird Sicherung bezogen in Höhe der Sowchose Nr. 15 (ca. 11 km ostwärts Anastassijewka).
21.02.1943: Das Wetter hat sich insofern verändert, als es nunmehr klar ist. Um 05.15 Uhr soll die KGr. Tebbe, der die 4./Kradschtz.Btl. 165 unter Führung von OLt. Euler unterstellt ist, in Zusammenarbeit mit der s.Pz.Abt. 503 unter Führung von Oberstlt. Hoheisel zum Angriff auf Anastassijewka antreten, um das sowjet. IV. Mech. Garde-Korps zu vernichten. Die Kampfführung wird Hptm. Tebbe übertragen. In gemeinsamer Absprache mit dem Kommandeur der s.Pz.Abt. 503 wird beschlossen, dass 503 nördlich umfassend auf Anastassijewka vorstoßen soll, während Pz.Abt. 116 frontal bindend und von Süden mit der 4./Pz.Abt. 116 in Anastassijewka einbricht. Der Tiger-Abt. 503 sind außerdem Teile eines Bau-Btl. (?) unterstellt worden. Der Angriffsbeginn musste verschoben werden, da die s.Pz.Abt. 503 verspätet eintrifft.
Erst um 07.30 Uhr ist die gemeinsame Bereitstellung bei Punkt 127,8 etwa 7 km südostwärts Anastassijewka eingenommen. Um 08.00 Uhr erfolgt von Osten ger über Punkt 66,9 ein frontaler Scheinangriff der Abt. Tebbe auf Anastassijewka, um dem Gegner zu einer Schwerpunktbildung an der westlichen Ortsseite zu veranlassen. Jetzt tritt zur nördlichen Umfassung die Tiger-Kp. von Oberleutnant Heilmann an, und zur südlichen Umfassung die verstärkte 3./Pz.Abt. 116 unter Führung von OLt. Kühne. Die 3. Kp. ist verstärkt durch einen Zug Panzer IV unter OFw. Rose und durch die 4./Kradschtz.Btl. 165, welche auf die Panzer aufsitzt. Gleich nach dem Antreten fällt die Fu-Verbindung innerhalb der s.Pz.Abt. 503 (Tiger) aus. Der N.O. (Lt. Karl Zinke) übernimmt mit dem Befehlspanzer der Pz.Abt. 116 die Fu-Verbindung und behält diese auch bis zum Abbruch des Kampfes.
Um 08.00 Uhr beginnt der Angriff. Auf etwa 2 000 m eröffnen ca. 12 Feindpanzer und Pak aus dem Südteil des Dorfes das Feuer. Die Kradschützen sitzen ab. Unter Ausnutzung der Mulde und unter dem Feuerschutz der anderen Pz.Züge stößt ein Zug zur Straße vor, die von Süden in den Ort Anastassijewka führt. Ein feindliches Aufklärungsflugzeug, das gerade starten will, wird von einem unserer Panzer abgeschossen. Der Spitzenpanzer stellt die Verminung der Straße fest. Die Kradschützen folgen dem Angriff zu Fuß. Zwei T-34 werden an der Südostecke von Anastassijewka abgeschossen. Sie brennen. Eine Pak auf der Höhe westlich von A. wird durch Volltreffer vernichtet. Weitere Feindpanzer, nach Schätzung sind es etwa 12 – 14, haben sich in in den Ort zurück gezogen.

¹ Kampfgruppe Ganter:
Kradschtz.Btl. 165 (3. Kp. sowie Reste der 4. u. 5. Kp.) I./Gren.Rgt. (mot) 156,
Tle. 79. Inf.Div. (mit Pi.Btl. 666, Btl. v. Brasse u. 6./Inf.Rgt. 179), dazu einige wenige Panzer.

Fortsetzung folgt.
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Zuletzt bearbeitet von UHF51 am 07.08.2013 - 12:25, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragBeitrags-Nr.: 202562 | Verfasst am: 07.08.2013 - 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Etwa 100 m vor dem Südeingang von Anastassijewka sind ausgebaute Schützenstellungen mit Pz.Büchsen. Im Südwestteil schwere Granatwerfer, die bereits feuern. Unter dem Feuerschutz des mittleren und rechten Pakzuges gelingt es dem linken Zug in einem Sprung den Südrand des Ortes zu erreichen, feindliche Infanteriestellungen zu überrollen und sich an den ersten Häusern festzusetzen. Die Kradschützen werden durch Zuruf verständigt. Ihnen gelingt es mit ganz geringen Verlusten über die frei Fläche zu kommen und sich in den Häusern des Ortes festzusetzen. Ein T-32 wird abgeschossen.
Der Russe, der die Flanken bedroht, zieht sich nun mit seinen schweren Waffen in den Mittelteil des Ortes zurück. Dadurch wird der Ortsrand entblößt und die Masse der Kp. OLt. Euler (4./K.B.165) kann nunmehr von Südosten in Anastassijewka eindringen. In Zusammenarbeit Panzer und Kradschützen wird danach Haus für Haus durchkämmt.
Schließlich hat die Kp. Kühne (3./Pz.Abt.116) folgende Linie erreicht: Rechter Zug ist im südöstlichen Teil, mittlerer Zug daran anschließend. Der linke Zug in den Gärten am Westrand des Ortes. Nach Süden hat OLt. Kühne zwei Pz. IV zur Sicherung eingesetzt. Die durch Beschuss in Brand geratenen Häuser und Panzer nehmen durch ihre Rauchentwickelung die Sicht. Der Feind sammelt sich wieder, benutzt die Gelegenheit, im Schutze des beißenden Rauches sind zwei T-34 mit aufgesessener Infanterie zu erkennen. Einer der T-34 durchbricht im Schutze des Qualmes die vordere Linie, stößt nach Süden durch und wird hier von der nach Süden abgestellten Sicherung durch OFw. Rose abgeschossen. Der andere T-34 nimmt hinter einem Haus Deckung. Er ist weder durch den rechten noch den mittleren Zug zu fassen.
Der feindliche Gegenstoß wird beiderseits der Dorfstraße mit Schwerpunkt ostwärts geführt. Die eigenen Kradschützen bleiben in der Höhe der eigenen Panzer und schießen mit einer zurückeroberten 2-cm-Flak auf die feindliche Infanterie, die unter großen Verlusten liegenbleibt. Der nach Süden sichernde Zug schießt dann schließlich in einem günstigen Moment den angreifenden T-34 ab. Damit ist dieser Gegenangriff des Feindes abgewehrt.
In diesem Moment bietet der Kommandeur der 16. Inf.Div. (mot), General Gerhard Graf v. Schwerin, dem Hptm. Tebbe Luftwaffenunterstützung durch Bomberverbände an. Hptm. Tebbe erfragt durch Funk bei der Tiger-Kp. Heilmann Standort und Lage. Oberleutnant Heilmann meldet, das der Angriff gut vorankommt und er bereits den Nordteil von Anastassijewka erreicht habe. Da die Teile von Tebbes KGr. Bereits bis zur Mühle von A. stehen, lehnt er die Luftwaffenunterstützung ab, um nicht die eigenen Truppen zu gefährden. Weil seiner Meinung nach in etwa einer ½ Stunde Tuchfühlung untereinander erfolgen müsste. Da jedoch, trotz der starken Feindbesetzung von Anastassijewka, vom Anrücken der Kp. Heilmann nichts zu bemerken ist, wird nochmals um Lage und Standort gebeten. Heilmann bestätigt wiederum, dass er im Nordteil von A. sei und keinen Feindwiderstand vorfände.
Daraufhin ergeht die Information an die Einheiten der Abteilung, dass mit dem Gegenstoß oder Ausbruch des Feindes nach Osten oder Westen in Kürze zu rechnen sei. Aber von der Kp. Heilmann ist weder etwas zu sehen noch zu hören. Hptm. Tebbe bittet durch Funk um Abschießen von Leuchtsignalen. Der Abschuss wird per Funk mitgehört. Die Leuchtsignale sind aber nicht zu sehen. Da meldet Kp. Heilmann: "Sie werden lachen, ich bin in einem ganz anderen Ort – nämlich in Nordteil von Marfinskaja."
Dem Hptm. Tebbe war bei dieser Meldung keineswegs zum Lachen zumute, bedeutete sie doch, dass das gesteckte Ziel – die Vernichtung des IV. Mech. Garde-Korps – gefährdet war. Die Unterstützung der Luftwaffe war nun auf Grund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr anforderbar. Außerdem musste im Fall eines Misslingens des Angriffs auf Anastassijewka der verstärkten Kp. Kühne (3./Pz.Abt. 116) mit den abgesessenen Kradschützen des OLt. Euler (4./K.B. 165) sich ggf. über eine freie Ebene und ansteigendem Hang absetzen.
Hptm. Tebbe befahl nunmehr den Ort zu halten bis nach Abstimmung mit Oberstleutnant Hoheisel durch Marfinskaja in schnellem Zug durchzustoßen auf Nordteil von Anastassijewka. Nach kurzer Zeit meldete OLt. Heilmann, dass infolge starker Abwehr ein Angriff auf A. unmöglich sei.
Ein Panzer der 3./Pz.Abt. 116 erhielt zwei Treffer. Er ist nur noch rollfähig. Der Fahrer bootet aus und sieht hinter der nächsten Hausecke einen T-34; er vernichtet ihn mit einer Haftladung. Die Häuser und die Panzer brennen. Ein weiterer Angriff erscheint ohne Erfolgsaussichten, da die Dunkelheit in Kürze hereinbrechen wird. Der Gegner verteidigt sich zäh in den Häusern. Hptm. Tebbe entschließt sich zum Lösen vom Feind. Unter Ausnutzung mehrerer Feuerschläge sowie Ausnutzung des Rauches gelingt es der Kp. Kühne und den Kradschützen sich unter Feuerschutz der Panzer von Punkt 66,9 vom Feind zu lösen.
Die KGr. Tebbe sammelt und zieht um 23.30 Uhr für den Rest der Nacht in Latonowo unter. Die s.Pz.Abt. 503 sichert gegen Anastassijewka.
Der Zug OFw. Rose der Pz.Abt. 116 wird der s.Pz.Abt. 503 unterstellt und bei Sowchose Nr. 15 zur Sicherung eingesetzt. Um Mitternacht erhält Hptm. Tebbe Befehl für den in den Morgenstunden erneuten Angriff auf Anastassijewka; diesmal mit Artillerie und Luftwaffenunterstützung.
22.02.1943: Der Zug des OFw. Rose (drei Panzer III und ein Panzer IV) der Tiger-Abt. 503 (Kp. Heilmann) unterstellt, hat Auftrag, bei Sowchose Nr. 15 den Übergang über die Ssarmatskaja-Schlucht gegen Ausbruchsversuche des in und bei Anastassijewka eingeschlossenen Feindes zu sichern. Durch einen Melder wird der Zug Rose an die Furt geleitet und nimmt von dort aus Verbindung mit der nördlich davon sichernden Kp. Heilmann auf.
In den ersten Stunden des 22.02. erscheint der Feind mit mehreren Panzern. Es werden 12 Stück gemeldet und eine endlos erscheinende Lkw-Kolonne insbesonders vor der Sicherungsstellung der Kp. Heilmann. Der Zug Rose erhält Befehl, mit dem Pz. IV und einem Pz. III nach Norden vorzustoßen, um der Kp. Heilmann durch Flankenstoß Entlastung zu verschaffen.
Nachdem Kp. Heilmann einen Feindpanzer abgeschossen hat, dreht der Gegner mit Panzern und einigen Fahrzeugen nach Süden ab und nähert sich den Stellungen des Zug Rose. Dieser erhält daraufhin von der Kp. Heilmann den Befehl, die vorgezogenen beiden Panzer wieder in die Sicherungsstellung zurückzunehmen und den Übergang über die Ssarmatskaja-Schlucht zu halten. Gleich darauf sind Panzergräusche aus Norden zu hören, die sich nach Osten verlieren. OFw. Rose meldet diese Beobachtung und erkennt gleichzeitig Mot-Kolonnen am Ostrand der Schlucht von Norden kommend, die nach Osten in eine Schlucht auf Ssamoiloff einbiegen.
Der Zug nimmt den Kampf auf, erhält aber den strikten Befehl, weiterhin nach Westen zu sichern. Er erhält erst die Erlaubnis zum Eingreifen, als kein Fahrzeug mehr zu sehen war. Auf Bitten erhält OFw. Rose nun auch die Erlaubnis, die Verfolgung aufzunehmen. Die Russen verlassen nunmehr ihre Fahrzeuge und fliehen zu Fuß. Rose stößt bis über die Rollbahn Taganrog – Stalino bei Ssamoiloff vor, als aus entgegengesetzter Richtung vier Sturmgeschütze (?) mit aufgesessener Infanterie kommen.
Der Nachrichtenoffizier (N.O. Lt. Zinke) der Pz.Abt. 116, der nie auf Befehle wartete, hatte den Fu-Verkehr des OFw. Rose mitgehört. Wir waren im Bilde und tobten, dass dem Rose die Hände gebunden waren. Wir versuchten nun zu beantragen, dass OFw. Rose mit seinem Zug wieder der Pz.Abt. 116 unterstellt wird. In Erkenntnis des Ausbruchsversuches des IV. Mech. Garde-Korps verstärkte Hptm. Tebbe den noch immer bei Stepanowskij befindlichen Zug des Stabsfeldwebel Schulze mit zwei Panzer IV.
Mit St.Fw. Schulze, der immer auf Empfang zu stehen hatte, wurde sofort Verbindung aufgenommen. Er musste selbst an das Fu-Gerät. Die Einweisung und den Befehl, den er durch Hptm. Tebbe erhielt, war einfach und kräftig: "Du Hundesohn, aus mit dem Schlaf. Unsere Freunde brechen aus, sie werden bei Dir vorbeikommen. Pass auf, dass keiner durchkommt. Nimm sofort mit den Grenadieren Verbindung auf, orientiere sie und bitte sie um Unterstützung. Auf Empfang bleiben, jede Bewegung melden!"
Schulzes große Stunde, die ihm das Ritterkreuz einbringen sollte, begann. St.Fw. Schulze nahm mit dem Chef der 1./Gren.Rgt. (mot) 156, Oberleutnant Memminger, Verbindung auf. Beide sollten später eng zusammenarbeiten. Es war eine sternenklare Nacht. Kalt, die Wege und Hänge waren tagsüber aufgetaut und gegen Abend gefror der matschige Schnee zu spiegelblankem Eis. Oberleutnant Kurt Sollmann, der Chef der Versorgung, hatte alle Hände voll zu tun, immer wieder rutschten Fahrzeuge in den Graben. Da setzte er Zugmaschinen ein, die er von der Werkstatt holte. Auch die Verpflegung war knapp. Die Besatzungen lebten aus eigenen Vorräten, die die erfahrenen Kommandanten immer im Panzer hatten.

Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 202574 | Verfasst am: 08.08.2013 - 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Um 02.00 Uhr nachts erfolgte die uns bereits bekannte Orientierung durch den Ia, Oberstleutnant v. Kienle, dass der Feind aus Anastassijewka ausbräche und man sich zu weiterer Verwendung zum Straßenkreuz nördlich Petro-Georgijewsk begeben sollen. Die Pz.Abt. 116 ist noch nicht marschbereit. Der einzige Spritwagen, der sich festfährt, kann per Hand noch entladen werden. OLt. Sollmann erhält den Befehl, Betriebsstoff und Munition zum Straßenkreuz nördlich Petro-Georgijewsk zu bringen. Das war zwar gefährlich, aber jetzt musste alles auf eine Karte gesetzt werden. Einige Panzer wurden aufgetankt. Die anderen werden in Schlepp genommen.
Bis zu drei Panzer werden angehängt und los geht es zum befohlenen Straßenkreuz. Immer wieder rutschen die Panzer auf den vereisten Straßen ab und um 08.30 Uhr kann nun die Pz.Abt. Tebbe von Straßenkreuz nördlich Petro-Georgijewsk über Werschnje-Schirokij, südlich Kruglik über Punkt 108 nach Höhe Punkt 105,7 nördlich Fedorenko vorstoßen. Außer durch Funk besteht auf diesem Angriffswege keine Tuchfühlung oder Berührung mit der 23. Pz. Div.

Da meldet Stabsfeldwebel Schulze, dass vor der ausbrechenden Kolonne etwa 1 km davor ein feindlicher Pz.Spähwagen vorausfährt, und zwar auf der Straße Federenko – Matwejew Kurgan.
Dieser wird vmtl. von der Flak abgeschossen, bzw. fuhr auf Minen. Der Panzer von St.Fw. Schulze fällt durch technischen Defekt aus. Er bootet um. Die feindliche Kampfgruppe taucht deutlich im Fedorenko-Tal auf. Zwei kleine Bäche muss Schulze überqueren, bis es ihm gelingt, das Tal zu sperren. Er bekämpft die Feindspitze mit allen Waffen. Beim Feind entsteht Verwirrung.
Da lösen sich aus Mitte der Kolonne vier Feindpanzer, zwei KW-1 und zwei T-34. Bei einem weiteren deutschen Panzer bricht die linke Zwischenwelle. Er fällt bewegungsunfähig aus, kann aber noch schießen. Die beiden KW-1 werden in zusammengefassten Feuer des Zug Schulze auf etwa 250 m Entfernung zusammengeschossen. Die beiden T-34 versuchen, gefolgt von Mot-Fahrzeugen, in ein Seitental nach Norden auszubrechen.
Der Zug des St.Fw. Schulze nimmt die Verfolgung auf, während die restlichen bewegungsunfähigen Panzer des Zuges die feindliche Infanterie und Mot-Kolonnen niederkämpfen. Sie verhindern, dass die erst jetzt erkannten angehängten Pak-Geschütze in Stellung gehen. Von der eigenen Pak – oder der Artillerie – zumindest aus der Artilleriestellung, erhält ein eigener Pz. IV einen Treffer. In der Verfolgung werden die beiden Spitzenpanzer T-34 abgeschossen.
Unter den sich Ausbootenden befinden sich zwei sowjet. Generäle. Der eine ergibt sich, während der andere sich tapfer verteidigt und fällt. Es war dies, wie sich später herausstellen sollte, der Kommandierende General des Mech. IV. Garde-Korps Generaloberst (Generalmajor?) Danstischin.
Der Abschnitt ging später an die 23. Pz. Div., welche dann die Gefangenen übernahm und auch verhörte.
Die Kolonne, nunmehr gänzlich in Verwirrung geraten, stockt. Ein Entweichen ist nicht mehr möglich. Die Hänge zum Teil steil oder auch vereist. Die Besatzungen der Fahrzeuge verlassen fluchtartig ihre Lkw und verkriechen sich in Löchern und Gräben. Die noch mehrfachen Versuche, doch noch Pak in Stellung zu bringen, scheitern. Schulze schießt sie mit seinem Panzer ab.
Der die Schlucht nördlich umfassende angriff der Pz.Abt. 116 unter Hptm. Tebbe kommt ebenfalls gut voran. Punkt 108 ist genommen. Die Schlucht breitet sich unter uns aus. OLt. Kühne, Chef 4./Pz.Abt. 116 dreht nach Süden in die Schlucht ein. Er und St.Fw. Schulze erhalten von Hptm. Tebbe den Befehl, untereinander direkte Fu-Verbindung aufzunehmen und in engster Zusammenarbeit den ausgebrochenen Feind in der Schlucht zu vernichten. –
Von zwei Seiten werden nun Teile des sowjetischen Korps gefasst. Oberleutnant Kühne sieht die zahlreichen zerklüfteten Schluchten feindbesetzt. Ein Fahren mit dem Panzer ist nicht möglich. Die eigene Infanterie ist noch nicht herangekommen. Da entschließt er sich mit seinen Männern der 4./116 auszubooten und im Kampf Mann gegen Mann werden zahlreiche Gefangene eingebracht.
In der Zwischenzeit stößt Hptm. Tebbe auf die Höhe Punkt 105,7 vor. Der Gegner ist zermürbt. Nach kurzem Kampf ist auch diese beherrschende Höhe wieder in eigener Hand. Als der Panzer des Hptm. Tebbe mitten auf der Höhe steht, breitet sich vor seinen Augen die volle Katastrophe aus.
Tief kann man in das Tal bis nach Matwejew Kurgan sehen. Da erscheint auf der Höhe der Gefechtskübel von Tebbe. Aus ihm springt mit fröhlichem Gesicht der treue, bewährte Bursche von Hptm. Tebbe, der OGefr. Merle. In der Hand eine Schüssel mit Essen. Lachend, aber trotzdem auch mit Flüchen wird er empfangen, denn hier hat er weiß nichts zu suchen. Da greifen uns Tiefflieger an. Der eine setzt auf den von Tebbe an. Der Fahrer fährt zickzack. Die Bomben fallen. Merle erhält noch rechtzeitig eine Warnung. Schnell und geistesgegenwärtig lässt er den Essenstopf fallen und mit einem Hechtsprung ist er unter dem Panzer des Kommandeurs. Die Bombe kracht ca. 1 m daneben nieder. Knall, Staub und Dreck. Wir schütteln uns und booten aus, um nach dem guten Merle zu sehen. Er blutet und lacht, dann flucht er. Unser Abt.Arzt, der immer in allen Brennpunkten des Kampfes anwesende Oberarzt Dr. Heinrich Hechelmann, nimmt ihn in seinem Panzer mit, um ihn im nächsten Dorf zu versorgen.
Die Höhe ist genommen. Da melden OLt. Kühne und St.Fw. Schulze, dass acht sowjetische Stabsoffiziere gefangengenommen sind, sowie ein General und ein Major tot sind.
Die Höhe 105,7 wird an die 23. Pz. Div. übergeben.
St.Fw. Schulze verbleibt in Stepanowskij, während die Pz.Abt. 116 wieder in Latanowo zur Verfügung der Division sammelt. OLt. Kühne, der schon seit einigen Tagen trotz Erkrankung geführt hat, muss jetzt ins Quartierbett und da hilft kein Einspruch. Er muss jetzt die Führung an OLt. Christoph Leonhardt übergeben.
Nach Rücksprache mit OLt. Memminger wird St.Fw. Heinrich Schulze zum Ritterkreuz eingegeben. Er erhält dieses (18.08.1943) und wird später zum Leutnant (00.03.1944) befördert.
An diesem 22.02.1943 werden außer Gefangene 130 Lkw erbeutet, diese erst einmal verbleiben bei der Pz.Abt. 116. Aber so viele Fahrer sind gar nicht vorhanden, um diese Fahrzeuge zu bewegen. Daher lässt Hptm. Tebbe und über Dolmetscher werden Freiwillige gesucht, die sich bereiterklären, die erbeuteten Lkw zu übernehmen. Es melden sich alle Gefangenen und nun werden die Fahrzeuge wieder mit denselben Fahrern besetzt, die ursprünglich jene gefahren haben. Diese russischen Gefangenen werden dann später als Hilfswillige (»Hiwis«) eingestellt und bleiben zum größten Teil bis zum Schluss des Krieges bei der Pz.Abt. 116 bzw. Pz.Rgt. 16. Sie haben sich gut bewährt.

Die Kampfhandlungen am 22.02.1943 aus der Sicht des Kradschützen-Bataillon 165
(...)
06.10 Uhr – Der Feind wollte das Fedorenko-Tal, seine Einfallstraße auch zum Rückzug benutzen. Jedoch bevor er noch an Stepanowskij herankam, wurde ihn der Weg verlegt. Fünf Selbstfahrlafetten der Pz.Jäg.Abt. 228, der Pz.Zug Schulze und Teile I./Gren.Rgt. (mot) 156 geboten ihm ein eisernes Halt. Daraufhin dreht der schon reichlich durcheinandergeratene Feind mit Masse in die auf Punkt 105,7 hinführende Seitenschlucht ab. Hier vollendet sich das Schicksal des IV. Garde mech. Korps. Es sei gleich gesagt, seit dieser Stunde heißt diese Schlucht nur nach die Todesschlucht. Im zusammengefassten Feuer der Panzer des Zuges Schulze, der Selbstfahrlafetten, unserer von Jedusch vorstoßenden 3. Kp., einer Batterie Nebelwerfer (von der II./Wf.Rgt. 54) und aller erreichbaren Artillerie wurde die über 200 Fahrzeuge starke Feindkolonne zusammengehauen und eingestampft. Starken abgesessenen Teilen gelingt es zunächst ein Entkommen in die benachbarten Schluchten und auf die umliegenden Höhen.
09.00 Uhr – Nach Aufbringen sämtlicher Räderteile setzt sofort die Bereinigung des Geländes von den zersprengten feindlichen Fußteilen an.
09.14 Uhr – Oberleutnant Euler und die 4 Sturmgeschütze rücken nach Garmasch ein und bringen 30 Gefangene mit.
09.30 Uhr – Zur Bereinigung der Höhe 90,7 werden angesetzt: 4 Stu.Gesch. mit 4./5. Kp. Es werden 40 Gefangene, darunter 3 Offiziere eingebracht, 20 tote Bolschewisten einschließlich 10 Offiziere bleiben auf dem Osthang der Höhe 90,7. Die 4./5. Kp. bleibt als Sicherung auf Höhe 90,7. Die Stu.Gesch. erhalten Befehl, nach Garmasch einzurücken.
10.30 Uhr – Noch ehe die Stu.Gesch. eingerückt sind, rollen 600 m westlich KGr.Gef.Stand zwei T-34 vorbei, dahinter etwa 200 Mann Infanterie mit Marschrichtung auf Petro-Georgijewsk. Unsere Troßteile in Petro-Georgijewsk setzten diesem Angriff ihre stärkste Waffe entgegen, indem sie sich, wie vorher oft geübt, absetzen.
11.30 Uhr – Die 4 Stu.Gesch. stoßen, da sich die Feindpanzer in schneller Fahrt entfernt haben, in die Feindinfanterie hinein, rollen diese auf, machen viele Tote und Gefangene und zersprengen den Rest. Beim KGr.Gef.Stand werden laufend Gefangene abgeliefert, es befindet sich darunter fast der gesamte Korps-Stab des IV. Garde mech. Korps. Bis zum Abend ist bis auf das stark bewachsene Gelände um die Höhe 105,7 das gesamte Gebiet hinter der HKL bereinigt.
15.00 Uhr – Bei 105,7 hat die zur Bereinigung angesetzte Kp. von der 15. Lw.Feld.Div. einen harten, verlustreichen Kampf gegen zäh sich wehrenden Feindgruppen, welche von Offizieren geführt werden.
17.00 Uhr – Ohne die Bereinigung abschließen zu können, bringt diese Kp. über 100 Gefangene ein.
18.00 Uhr – Nach überschlägiger Zählung kann die KGr. Ganter für den heutigen Tag folgende Beute auf ihr Erfolgskonto verbuchen: 360 Gefangene darunter 21 Offiziere. Ungefähr die gleiche Zahl an Toten, 130 Kfz, 12 – 15 Panzer, darunter 3 Pz.Spähwagen, 10 Pak 7,62-cm, 6 Pak 4,5-cm, 4 Flak 3,7-cm, 6 Fla-MG, 12 Gr.Wf., ungezählte MG, MPi, Karabiner und sonstiges an Waffen und Gerät.
(...)
Fortsetzung folgt.
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BeitragBeitrags-Nr.: 202578 | Verfasst am: 10.08.2013 - 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Karte vom Kampfraum:
http://www.bilder-hochladen.net/files/2dwr-iq-2640-jpg-rc.html
Quelle:
Kurt Wendt, Warum Pourquoi Почему Why Windhunde?
Ein Bildband der 116. Panzer-Division (2.000 nummerierte Exemplare); Seite 172
industrie- und werbedruck ohg Ahrweiler & Gottschalk, Halstenbek 1976
::::::::::::::

23.02.1943: In der Nacht greift der Russe wahrscheinlich aus Matwejew Kurgan kommend zur Entlastung der eingeschlossenen Teile des Mech. IV. Garde-Korps Nowosselewskij an. Das dort liegende Gren.Rgt. 179 wird geworfen. Der Ort geht verloren.
Die Pz.Abt. 116 stellt sich zusammen mit dem II. Bataillon des Gren.Rgt. (mot) 60 zum Angriff auf Nowosselewskij (Hügel Punkt 101) bereit. Der Angriff kommt bis auf 1 200 m an den Ort heran. Ein T-34 wird abgeschossen, ein Panzer IV fällt durch Beschuss aus. Starkes flankierendes Abwehrfeuer bringt den Angriff zu Stehen. St.Fw. Schulze wird zum flankierenden Stoß von Stepanowskij über Gruntowskij herangezogen. Er tritt wieder zur Abteilung. Die Abt. Tebbe verbleibt als Sicherung hinter Höhe Punkt 101.
24.02.1943: Der Morgen des anbrechenden Tages verläuft ruhig. Lt. Zinke übernimmt für Hptm. Leonhardt, der zum Abt.Gef.Stand befohlen wurde, die Führung der dortigen Kampfstaffel (verst. 2./Pz.Abt. 116). - Er spielt gerade mit dem zweiten Arzt, dem Unterarzt Leck (?) Skat. Es wird eifrig und aufgeregt gedroschen. Da wird die vorderste Linie von Feindpanzern überrannt. Lt. Zinke wirft die Karten hin. Alarm, Alarm! Er stürzt in seinen Panzer. Alles klappt wie am Schnürchen. Die kampfgewohnten Besatzungen sind in ihren Wagen. Flankierend setzt er seine Panzer auf die Schlucht südostwärts Punkt 101 an. In wenigen Minuten stehen fünf feindliche Panzer in Brand. Die restlichen entkommen in Richtung Gruntowskij.
Zwei Panzer verbleiben dort zur Sicherung, während die Kampfstaffel in Dobrizin unterzieht. Um 17.00 Uhr trifft der Befehl ein, die Höhe Punkt 101 zu nehmen. Der Zug der 2./Pz.Abt. 116 unter St.Fw. Schulze stellt sich mit den Kradschützen hinter der Höhe bereit. Beim Schein mehrerer Leuchtkugeln wird ein Panzer des Typ »General Lee« abgeschossen. Noch im Dunkeln wird unter dem Schutz der Panzer die Höhe Punkt 101 genommen und besetzt. Ein Gegenangriff wird abgeschlagen.
25.02.1943: Im Morgengrauen greift der Feind mit Panzern erneut die beherrschende Höhe an. Er wird abgewiesen und ein weitere Panzer vom Typ »General Lee« wird abgeschossen. Es liegt den ganzen Tag starkes Artilleriefeuer auf Höhe Punkt 101. Aber sonst bleibt es ruhig.
26.02.1943: Der Tag verläuft ruhig. Es kann erstmalig wieder technischer Dienst durchgeführt werden. Die Häuser sind dicht belegt. 3 – 4 Besatzungen teilen sich einen Raum.
27.02.1943: Völlige Ruhe. Die Pz.Abt. 116 erhält Fla-Schutz, es sind zwei 3,7-cm und 2-cm-Flak.
28.02.1943: Der Russe greift um 09.00 Uhr die beherrschende Höhe Punkt 101 an. Stabsfeldwebel Schulze der Pz.Abt. 116 voraus, greift im nunmehr bekannten Gelände umfassend an. Ein T-34 beschädigt. Die Höhe ist wieder in eigener Hand. Es wird Sicherung bezogen und die Abteilung geht wieder nach Dobrizin.
01.03.1943: Der Feind versucht, den beschädigten T-34 zu bergen. Schulze schießt den T-34 in Brand. Ein weiterer T-34 und ein T-70 werden angeschossen.

In den nächsten Tagen fühlt der Feind immer wieder mit Panzern, dabei auch amerikanischen Typen, vor. Er wird jedoch jedes mal abgewiesen.

Bei der Kampfgruppe der 16. Inf.Div. (mot) waren auch noch folgende Einheiten an der Vernichtung des sowjetischen Mech. Garde-Korps beteiligt:
Sturmgeschütz-Abteilung 209
II./Werfer-Regiment 56
II./Grenadier-Regiment 610

E N D E

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BeitragBeitrags-Nr.: 203245 | Verfasst am: 10.12.2013 - 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Erwähnungen der 16. Inf.Div. (mot) im KTB der 4. Pz.Armee Ende 1942 siehe:

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=11341

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Balsi
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BeitragBeitrags-Nr.: 203249 | Verfasst am: 10.12.2013 - 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

zu Teufel, Hans-Georg 3./PZAbt. 116 - gefallen zusammen mit

Teuschel, Herbert - Gefreiter
Valentiner, Franz-Wilhelm - Unteroffizier

Quelle: Grabfoto
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BeitragBeitrags-Nr.: 203259 | Verfasst am: 13.12.2013 - 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Balsi hat Folgendes geschrieben:
zu Teufel, Hans-Georg 3./PZAbt. 116 - gefallen zusammen mit

Teuschel, Herbert - Gefreiter
Valentiner, Franz-Wilhelm - Unteroffizier

Quelle: Grabfoto


Danke, habe ich in meiner erweiterten priv. Namenliste eingefügt.
Scheinbar ist der Todestag von Teuschel beim VdK falsch eingetragen, müsste dann ebenfalls 19.7. sein, denn die Männer konnten ja erst am 3.8. tot geborgen werden.
Teufel war ja auch seit 19.7. als vermisst gemeldet.
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Balsi
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BeitragBeitrags-Nr.: 203262 | Verfasst am: 14.12.2013 - 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich glaube Du meinst den Valentiner..denn Teuschel ist richtig notiert.

grüsse
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BeitragBeitrags-Nr.: 203263 | Verfasst am: 14.12.2013 - 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jau, war Irrtum vom Amt. Verrückt
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