Junkers Jumo 213 E-1
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MP86
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BeitragBeitrags-Nr.: 202140 | Verfasst am: 12.06.2013 - 12:49    Titel: Junkers Jumo 213 E-1 Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

ich suche spezifische Informationen zum Flugmotor Jumo 213 E-1, speziell im Vergleich mit dem DB 605 DC. Hierbei interessieren mich vor allem die genauen Dimensionierungen der Motore, ob die Möglichkeit der Instalation einer Motorkannone bestand und Leistungsdaten.

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

MfG, MP86
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Bebo
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BeitragBeitrags-Nr.: 202141 | Verfasst am: 12.06.2013 - 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Der Jumo 213 E-1 wurde in der Ta 152 verwendet; die Maschine war grundsätzlich mit einer 30 mm MK 108 Motorkanone ausgestattet. Der Motor hatte eine Startleistung von 1.750 PS (Kampfleistung 1.380 PS). Mit MW-50 konnte die Startleistung oder auch Sondernotleistung auf 2.050 PS gesteigert werden.
Die Varianten des DB 605 waren auch für die Nutzung einer Motorkanone vorbereitet. Der DC ist eine verbesserte Version des DM für C3-Kraftstoff mit MW-50 und hatte bis zu 2.000 PS Sondernotleistung. Der DM (Sondernotleistung 1.700 PS) ist wiederum vom D-2 (1.435 PS) abgeleitet.

Heißt also, dass die Leistungsdaten der Motoren nicht so stark voneinander abweichen. Allerdings soll (!!) der DB 605 DM/DC schadanfälliger gewesen sein. Ob das eine ernsthafte Rolle gespielt hat, kann nur spekuliert werden, da die deutschen Hochleistungsmotoren eh nur auf eine Laufzeit von ca. 25 bis 30 Std. ausgerichtet waren. Man war damals nicht mehr ernsthaft davon ausgegangen, dass die Motoren eine längere Zeit halten mussten.
Übrigens ein Grund dafür, dass die noch fliegenden Bf 109, die mit original DB-Motoren ausgerüstet sind, nur sehr "schonend" in der Luft vorgeführt werden.
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MP86
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BeitragBeitrags-Nr.: 202143 | Verfasst am: 12.06.2013 - 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Diese groben Eckdaten kenn ich ja auch. Das ist ja das Problem. Wie sieht es mit spezifischen Leistungsdaten in verschiedenen Höhen aus? Z.B. auf 1000m, 5000m und 10000m Höhe. Darüber kann ich nichts finden Zwinkern

Die Frage nach der Motorkanone (speziell auf den Jumo bezogen) ergab sich für mich nur, da das Getriebe am Jumo recht weit oben sitzt und sich dadurch eben die Frage ergeben hat, ob da überhaupt noch eine Kanone platz hatte. Aber die Frage ist ja geklärt ^^
Ebenfalls find ich überall nur die Angaben, das der Jumo 108mm länger war und 184kg schwerer war, dabei aber ein 0,7l kleineren Hubraum hatte. Aber was ist mit Daten wie Bauhöhe und -breite?
Was mich auch noch wundert ist die Tatsache, das bei allen Flugzeugen, in dem er zum Einsatz kam, eine Motorverkleidung mit einem runden Querschnitt gewählt wurde ...
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JS3M
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BeitragBeitrags-Nr.: 202146 | Verfasst am: 12.06.2013 - 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hab da ein bisschen was an Daten:

FW- Ta 152 H-1

Triebwerk:
luftgekühlter 12 Zylinder V MotorJumo 213 E-1
Startleistung 1750 PS;
2050 PS mit MW-50 Einspritzung;
1320PS in 10.000m Höhe oder 1750 PS mit GM-1

Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
534 Kmh in Seehöhe oder 563 Kmh mit MW-50;
748 kmh in 9000m Höhe mit MW-50 und 760 kmh in 12.500m mit GM-1

Vom DB 605 hab ich nur die daten für den AM (Bf 109 G-6)

Quelle: Eric Brown "Berühmte Flugzeuge der Luftwaffe 1939-1945" , Motobuch Verlag

EDit:
Diese Seite ist bekannt? http://kurfurst.org/Engine/DB60x/DB605_datasheets_DC.html
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Bebo
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BeitragBeitrags-Nr.: 202147 | Verfasst am: 12.06.2013 - 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Der Jumo 213 war hängend eingebaut; die MK 108 befand sich im Motortunnel. Es ist richtig, der Jumo ist etwas länger als der DB 605. Der 605 war ja für ein recht zierliches Flugzeug gebaut worden. Die relativ kleine Bf 109 bot halt nicht so viel Platz für einen noch längeren Motor. Wenn man eine 109 neben eine Fw 190 D oder Ta 152 stellen würde, könnte man gleich sehen, dass es da deutliche Unterschiede bei den Rumpfabmessungen gibt. Die 0,7 Liter weniger Hubraum des Jumo spielen bei insgesamt 35 Litern Hubraum aber keine so große Rolle mehr.

Man wird das alles auch nicht vor dem Hintergrund sehen können, welcher Motor jetzt einen Tick besser war als der andere und dann den jeweils anderen hätte ersetzen können. Viel wichtigere Gesichtspunkte waren doch: welches Flugzeugwerk kann wieviele Flugzeuge und Motoren sehr schnell liefern und wie schwierig ist die Anpassung an ein anderes Modell. Es gab ja auch Versuche, sowohl die Bf 109 als auch die Fw 190 mit anderen Motoren zu bestücken. Diese verliefen bei der 109 offensichtlich nicht so erfolgreich, dass man bereit gewesen wäre, eine völlig neue 109 um einen anderen Motor herum neu zu konstruieren und in Serie aufzulegen. Nur bei der Fw 190, die mit ihrem BMW 801 Sternmotor in großen Höhen etwas schwach auf der Brust war, gelang Kurt Tank mit dem Jumo 213 in einer (vorne und hinten) gestreckten 190 der große Wurf. Die Grundkonstruktion der Maschine musste aber nicht völlig verändert werden. Der Ringkühler passte auch hervorragend in die runde Maschine.

Der Bedarf an sehr vielen Jagdflugzeugen machte es jedenfalls erforderlich, dass man auf keine der beiden Konstruktionen verzichten konnte, obwohl die Bf 109 auch nach dem x-ten Update allmählich veraltet war und bei den alliierten Jägern an der Westfront nicht mehr wirklich mithalten konnte.
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 202148 | Verfasst am: 13.06.2013 - 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Bebo hat Folgendes geschrieben:
Ob das eine ernsthafte Rolle gespielt hat, kann nur spekuliert werden, da die deutschen Hochleistungsmotoren eh nur auf eine Laufzeit von ca. 25 bis 30 Std. ausgerichtet waren.


Nicht nur die Motoren, auch die Zellen waren auf eine max. Lebensdauer entfeinert worden. Untersuchungen bei der Me 109 hatten ergeben, das Zellen selten die 20-25h Marke überschritten... Winken
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