Die Schlacht in den Ardennen im Dezember 1944
Gehe zu Seite 1, 2, 3 ... 23, 24, 25  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » militärische Operationen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
rommelkiste
Stamm-Mitglied


Anmeldedatum: 26.01.2004
Beiträge: 950
Wohnort: Bad Fallingbostel

BeitragBeitrags-Nr.: 18542 | Verfasst am: 15.07.2004 - 18:59    Titel: Die Schlacht in den Ardennen im Dezember 1944 Antworten mit Zitat

Die deutschen Truppen wollten ja durch die Ardennen einen Sichelschnitt nach Norden machen, dabei wurden sehr viele Resourcen verschwendet.
Manche sagen, man hätte diese Truppen besser im Osten eingesetzt.

Was meint ihr dazu? Eher von der Taktik, als der politische Hintergrund!


Andy
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Munin
Engagiertes Mitglied


Anmeldedatum: 12.06.2004
Beiträge: 155
Wohnort: Tirol...

BeitragBeitrags-Nr.: 18543 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

zu diesem Zeitpunkt war Deutschland so oder so verloren.. allerdings brauchte man die Treibstoffvoraäte(?) und die Operation war ja auch teilweise erfolgreich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden AIM-Name Yahoo Messenger MSN Messenger
Daniel.P
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 12.12.2003
Beiträge: 1715
Wohnort: oppendorf

BeitragBeitrags-Nr.: 18545 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß so gut wie nix über die Operation, deshalb könnt ihr hier ja zusammen tragen und ich bilde mich Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
gurion
Interessiertes Mitglied


Anmeldedatum: 06.04.2004
Beiträge: 113

BeitragBeitrags-Nr.: 18548 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Das Ziel der Offensive war ja bis Antwerpen vorzurücken, und somit die Alliiersten Streitkräfte zu spalten.
Das mann die Allierten wieder ins Meer werfen kann. Dann wollte man sich wieder mit den Russen annehmen.

Allerdings war die Offensive sehr schlecht vorbereitet und war generell von anfang an zum Scheitern veruteilt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jan-Hendrik
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 04.04.2004
Beiträge: 23709
Wohnort: Hohnhorst

BeitragBeitrags-Nr.: 18549 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Operation entsprang der "Genialität" Hitlers und ließ seinen Generälen graue Haare wachsen . Ähnlich der nachfolgenden Offensive in Ungarn wurden hier die letzten Reserven verheizt , die viel dringender an der Oder gebraucht wurden ( Guderian war wegen diesen sinnlosen Operationen dem Herzinfarkt nahe , später folgte sein berühmter Wutanfall gegenüber Hitler , der zur seinem Verschwinden in der "Führerreserve" führte ) . Im Endeffekt war das Scheitern dieser Operation aufgrund der vollkommenen Luftüberlegenheit vorprogrammiert . Aber der Führer wußte es natürlich ( wie immer !) besser...

Jan-Hendrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7802
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 18552 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Das Wichtigste in Kürze:

Im September 1944 kam der alliierte Vorstoß gen Osten ins Stocken. Die Deutschen schafften gar in Lothringen örtliche gegenstöße, Arnheim im Norden dürfte bekannt sein. Im Hürtgenwald steckten mehrere US-Divisionen fest und kamen nicht voran. Als einziger nennenswerter Erfolg mag die Einnahme von Aachen genannt sein.
Am 16.09.44 schon war Hitler der Meinung, man müsste an der Westfront zum Gegenangriff übergehen und die Briten und Amerikaner trennen.
Am nächsten Tage begannen die Arnheimer Luftlandungen, und überraschenderweise gelang die Aufreibung der 1. brit. LLD in Arnheim.
Adolf befahl den gegenstoß in den Ardennen, das gebirghe, durch das die dt. Heere schon 1914 und 1940 vorgestoßen sind. Ziel war Antwerpen und die Einkesselung dern der 1. kanadischen und 2 britischen Armee und die zerschlagung der 9. US Armee.
Man stellte dafür die 6.SS PzArmee mit dem I. SS PzKoprs frei (1. und 12. SS PzDiv, 3. FJDiv, 277. VGD und 12. VGD), außerdem in der Mitte die 18. VGD, die 62. VGD, die 116- PzDiv, die 2. und die PzLehr, sowie die 20. und die 560. VGD.
Im Süden sollte die 5. FJD, die 352. VGD und die 276. VGD die Flanke sichern.

In den Ardennen lagen nur schwache US-Kräfte, u.a. die 28. InfDiv, die gerade aus dem Hürtgenwald kam und gerade mal zur Hälfte aufgefüllt war.
Am 16.12.44 gings los, die Panzer hatten dabei nur für ein Zehntel der Strecke Sprit, der Rest sollte von US-Depots erbeutet werden.
Bastogne konnte nicht genommen werden, die 101st Airborne und dei 10. US PzDiv hielten die Stadt. Im Norden wurde die SS-KpfGr Peiper (SS-PzRegt 1) in La Gleize aufgerieben, weil alle Brücken über die Bäche gesprengt waren. Die am weitesten vorgestpßenen dt. Einheiten kamen bis nach Celles, etwa ein Drittel der Strecke.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7802
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 18553 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Die US-Luftüberlegenheit kam erst am 21.12.44 zur Geltung, da bis dahin schelchtes Wetter Bodenangriffe unmöglich machte. Auch dehalb kamen die dt. Panzer überhaupt so weit.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Jan-Hendrik
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 04.04.2004
Beiträge: 23709
Wohnort: Hohnhorst

BeitragBeitrags-Nr.: 18562 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nun , von der Operationsplanung her kann man aber kein schlechtes Wetter vorraussagen ! Ist mir bekannt , das die ANfangserfolge auf dem schlechten Wetter beruhen .

Jan-Hendrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7802
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 18565 | Verfasst am: 15.07.2004 - 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Von der Idee war die Schlacht nicht übel, nur hat man sich auf zuviel unsichere Wunschtatsachen verlassen. Und die Idee mit Skorzeny&s PzBrig 150 war auch theoretisch gut, praktisch blödsinn.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
rommelkiste
Stamm-Mitglied


Anmeldedatum: 26.01.2004
Beiträge: 950
Wohnort: Bad Fallingbostel

BeitragBeitrags-Nr.: 18572 | Verfasst am: 15.07.2004 - 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

War es nicht utopie, das ganze gelingen auf das erzielen der Treibstofflager der Alliierten abzuzielen?

Andy
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Jan-Hendrik
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 04.04.2004
Beiträge: 23709
Wohnort: Hohnhorst

BeitragBeitrags-Nr.: 18577 | Verfasst am: 15.07.2004 - 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nennen wir es übertriebenen Optimismus , aber der war ja Hitlers Stärke , siehe Fall "Blau" ...


Jan-Hendrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Kai
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 09.07.2004
Beiträge: 672
Wohnort: Berlin

BeitragBeitrags-Nr.: 18584 | Verfasst am: 15.07.2004 - 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Nun , von der Operationsplanung her kann man aber kein schlechtes Wetter vorraussagen !

Jan-Hendrik


Eben doch! Die Operationsplanung berücksichtigte die Wettervorhersage des Wetterdienst der Luftwaffe, man wartete auf eine längere Schlechtwetterperiode.
Dank der Wetterstationen in der Arktis waren die Vorhersagen sogar relativ genau.
Allerdings fanden die Warnungen der Lw, dass diese Periode nur sehr kurz sein würde, kein Gehör - ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Lw-Führung entweder bekifft war (Göring) oder von Hitler ignoriert wurde, nicht weiter verwunderlich.
Viel mehr erwartete man, dass die seit Sommer gesammelten Reserven zu einem Luftschirm reichen sollten, der ja schließlich nur die "kleine Endphase" der Operation abdecken sollte.


"Übertriebener Optimismus" also allerorten...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jörg-Sebastian
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 03.05.2004
Beiträge: 2741
Wohnort: Betzdorf/ Rheinland-Pfalz

BeitragBeitrags-Nr.: 18613 | Verfasst am: 15.07.2004 - 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eben doch! Die Operationsplanung berücksichtigte die Wettervorhersage des Wetterdienst der Luftwaffe, man wartete auf eine längere Schlechtwetterperiode.
Dank der Wetterstationen in der Arktis waren die Vorhersagen sogar relativ genau.
Allerdings fanden die Warnungen der Lw, dass diese Periode nur sehr kurz sein würde, kein Gehör - ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Lw-Führung entweder bekifft war (Göring) oder von Hitler ignoriert wurde, nicht weiter verwunderlich.
Viel mehr erwartete man, dass die seit Sommer gesammelten Reserven zu einem Luftschirm reichen sollten, der ja schließlich nur die "kleine Endphase" der Operation abdecken sollte.


Die Infos habe ich auch...

Danach sollte ja "Bodenplatte" durchgeführt werden. Unter welchen Verlusten (Hauptsächlich durch "Frindly-Fire der eigenen Flak) ist ja allgemein bekannt.
Hat jemand Infos über den "Großen Schlag" ? Die Operation sollte ja erst, statt "Bodenplatte" eingesetzt werden. Mit über 3000 Flugzeuge wollte die Luftwaffe feindliche Flughäfen in Frankreich, Belgien, Holland und England angreifen. Hat jemand mehr Infos???


MfG

Jörg-Seb.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen MSN Messenger
Knut Knudsen
Erfahrenes Mitglied


Anmeldedatum: 10.06.2004
Beiträge: 494
Wohnort: Berlin

BeitragBeitrags-Nr.: 18623 | Verfasst am: 15.07.2004 - 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

die schlacht in den ardennen, Winken
von der theorie her hätte, man sie gewinnen können, aber von vornherein war man nicht in der lage die truppen ausreichend zu versorgen (treibstoff)
die armeen drangen tief ein, und eroberten ja einige orte zurück, aber leider war mit dem ende der nebelwand, auch die offensive gescheitert, die luftwaffe konnte ja nicht den luftraum freihalten, was mich daran nur wundert. wenn diese operation bodenplatte statt fand, dann frag ich mich doch wieso man die flugzeuge nicht zum panzer schutz gegen jabos abgestellt hat.


aus politischer und strategischer sicht, hätte man die truppen wohl an die oder schicken sollen!
wie wir ja wissen bekann anfang januar die sowjetische offensive auf bitten der westallierten. die deutschen truppen waren im nordosten schwach wie nie und wurden blitzschnell zerschlagen.....


ICH hatte die truppen, lieber nach osten geschickt, aus politischer sicht wär das klüger gewesen!


Meine Meinung
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hoover
Ist hier zuhause


Anmeldedatum: 09.05.2004
Beiträge: 7802
Wohnort: Verden (Aller)

BeitragBeitrags-Nr.: 18625 | Verfasst am: 16.07.2004 - 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Die Ardennen waren ohnehin ein schlechtes Terrain für einen Panzervorstoß.

Zu viele kleine Wege (die heutigen Autobahnen gab es noch nicht) und zu viele kleine Brücken, die überquert werden mussten. Dazu gab es fast keine natürlichen Furten (egal, das Brückenbaumaterial wurde alles bei den Sauer und Our-Übergängen verbraucht).

Den Angriff haben denn auch hauptsächlich kleine und selbstständige Pioniereinheiten, die auf eigene Faust die Brücken sprengten. Peiper wird sie gehaßt haben, die kleinen Jeeps oder Dodges mit wenigen Mann.

Wenn man heute den Weg Peipers oder den der Lehrdivision nachfährt (ist genau in Palluds "Battle of the Bulge" beschrieben), dann fragt man sich, wie da überhaupt Königstiger durchkamen.

Zuwenig Treibstoff, keine Reserven, keine Luftunterstützung, Munitionsmangel bei der Artillerie. Nachdem sich die Amis vom Schrecken erholt hatten konnten sie dann ja auch innerhalb von Tagen ganze Panzerdivisionen in die Ardennen werfen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » militärische Operationen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3 ... 23, 24, 25  Weiter
Seite 1 von 25

Druckversion

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.