Die Schlacht in den Ardennen im Dezember 1944
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Maulwurf 2011
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BeitragBeitrags-Nr.: 193788 | Verfasst am: 02.04.2011 - 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab schon deutlich bewiesen, dass deutsche Verluste viel höher waren. Aber man muss klar und deutlich sagen, dass auch die Russen diese Wahrheit nicht wollen.

1) Im Jahr 1941 machten die Sowjets 17.000 Gefangene und nach Overmans starben 302.000. Das sieht gut aus. Die Wahrheit sieht aber anders aus: 1,3-1,5 Mio Tote der Wehrmacht und 17.000 Gefangene. Das heißt, dass die Sowjets ganz viele Gefangene umgebracht haben.

2) Die Sowjets stellen sich mit Absicht schwach hin. Nach dem Motto "Wir konnten uns noch nicht mal verteidigen ! Wie sollten wir denn Hitler angreifen ?" Quelle: Wiktor Suworow

http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ventivkriegsthese
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Kgr Wahl
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BeitragBeitrags-Nr.: 194077 | Verfasst am: 14.04.2011 - 17:27    Titel: Die 12. ID. in der Ardennen-Offenive Antworten mit Zitat

Hallo, ich weiß nun nicht nach Lesen der vorherigen Seiten ob ich richtig bin oder es um den Ostfeldzug allgemein geht.?! Fragend

Beim ersteren möchte ich dann das Thema einmal aufgreifen und einen persönlichen Bericht des Kommandeurs Generalleutnant a.D. Gerhard Engel über die Bereitstellung einstellen:

In der Nacht zum 3. Dezember 1944 waren die letzten Teile der 12. ID. aus dem Kampfraum Jülich und Düren herausgezogen worden. Die Div. wurde in der noch im vollen Gange befindlichen dritten Schlacht bei Aachen durch Fallschirmjäger und die 246. VGD abgelöst, um in die Nordeifel verlegt zu werden, zu einer neuen Angriffsaufgabe.

Die Div. war zu dieser Zeit völlig abgekämpft und weder angriffs-noch abwehrbereit. Sie hatte bei der Infanterie meist über zwei Drittel ihrer Kampfkraft verloren.

Aber auch in den übrigen Einheiten waren waren die Verluste im Laufe der mit ungeheuren Materialverlusten geführten Abwehrschlacht fühlbar geworden.

Nur bei der Artillerie war Kampfeinheit und Feuereinheit noch am besten gewahrt. Sämtliche Batterien verfügten im Durchschnitt über 3 Rohre. Fühlbare Verluste bei den vorgeschobenen Beobachtern waren zwar unangenehm, dafür aber die Ausfälle in den Feuerstellungen umso geringer, trotz des Artillerie-Masseneinsatzes des Gegners und seiner pausenlosen Jabo-und Bombenangriffe auf die Feuerstellungen der schweren Waffen.

Gerätemässig bedurfte die Div. dringend der Auffrischung. Die Maschinenwaffen der Infanterie waren bis zu 90 Prozent verloren gegangen , ähnlich hoch waren die Ausfälle an Granatwerfern, Infanteriegeschützen und Panzerabwehrwaffen.

Die Pz.-Jäger Abtl. besass statt der zuständigen 20 Sturmgeschütze nur noch sechs teilweise nicht einsatzbereite Wagen.

Es gelang aber, sämtliche nicht motorisierten Teile der Division mit eignem Transportraum im Pendelverkehr verlastet, in den Auffrischungsraum zu bringen, wo zuletzt das Gren.-Rgt. 89 und die I. Abt. der Artillerie in den Morgenstunden des 4. Dez. 1944 eintrafen.

Als Raum waren der Div. von der Heeresgruppe zugewiesen die Orte

Tonsdorf-Engelgau, Zingsheim, Nettersheim, Marmagen, Schmidtheim, Blankenheim und Mülheim.

Eine unangehme Überraschung war der Befehl, eine Regimentsgruppe sofort in den Raum westl. Gemünd zu verlegen, um dort die örtliche Sicherung der Roer-und Urft-Talsperre zu übernehmen. Diese für das Leben westlich der Roer so wichtigen Anlagen befanden sich nach den schweren Kämpfen im Hürtgenwald nun in Frontnähe.

Die Div. war jedenfalls vom 3.12. ab als Heeresgruppenreserve eingeteilt und lag im rückwärtigen Gebiet der 7. Armee.

Am 11. Dezember wurde der Div.-Kommandeur zu einer Besprechung in die Gegend von Bad Nauheim befohlen. Auf dem Gefechtsstand des OB. West wurden Oberbefehlshaber, Kommandierende Generale und einige Div.-Kommandeure durch Hitler selbst mit dem Ziel, Absicht und Umfang der Ardennenoffensive vertraut gemacht.

Die 12. ID. sollte dabei aus dem Raum südl. Monschau die feindl. Stellungen am Losheimer Graben durchbrechen, beiderseits der Strasse Losheim-Bütgen-Malmedy weiter angreifen und dann je nach Lage westl. Malmedy, etwa im Raume Verviers, nach Norden eindrehen um dort den Schutz der rechten Flanke für die nach Westen über die Maas vorgehenden Panzerverbände übernehmen zu können. Mit dem eingreifen starker Feindkräfte aus dem Aachner Raum und englischer
Verbände aus Holland musste gerechnet werden.

Rechts der Division sollte die 277. ID. zunächst das Gelände bei Elsenborn gewinnen, links von der 12. Division die 3. Fallschirmjäger Div. in Richtung auf den Raum nördl. St. Vith angreifen und dort zunächst die Strasse Büllingen - St. Vith überschreiten. Über angriffstag und weitere Einzelheiten wurde nicht gesprochen, sondern lediglich mitgeteilt, dass die 12. ID. für den Angriffsbeginn der 6. SS-Panzer-Armee unterstellt würde, dieses Unterstellungsverhältnis jedoch nach geglücktem Durchbruch wechseln würde.

Dringende Vorstellungen mehrer Kommandeure, mit Rücksicht auf den Zustand ihrer abgekämpften Truppe den Angriffsbeginn noch hinauszuzögern und somit mehr Zeit für die Auffrischung zu geben, wurden aus politischen und militärischen Erwägungen heraus abgelehnt. Der vorraussichtliche Angriffsbeginn wurde zwischen dem 15. und 16. Dezemeber festgelegt.

Inzwischen war mit aller Macht an das Ordnen der aus dem Großkampf gekommenen Einheiten herangegangen worden. Üerraschend schnell eingetroffener Ersatz in Stärke von 3000 Mann sowie eine Genesenenkp. in Stärke von 500 Mann hatten die personellen Lücken zum Teil stopfen können. Der Ersatz selbst, größtenteils Ausgekämmt aus Stäben, Ersatzheer und bisher UK- Gestellten, entsprach ausbildungsmässig leider nicht den Anforderungen

Auch materielle Transport trafen ein. Die Ergänzung der Handwaffen und schweren Infanteriewaffen gelang verhältnissmäßig schnell. Schwieriger stand es um die Panzerabwehr. Die dringend angeforderten Sturmgeschütze, eine angesichts der Durchbruchsaufgabe einfach nicht zu entbehrende Begleitwaffe der Infanterie, kamen nicht heran. Trotz aller Verprechungen erhielt die Division nicht einen der fehlenden 14 Panzer und ging dann mit den wieder verwendungsbereit gemachten Sturmgeschützen in die Offensive.

Trotz aller Schwierigkeiten verstrich aber die Zeit der Ruhe nicht ungenützt. Deie Kp. bildeteten in kleinen Verbänden aus. Gelegentliches Schießen gewöhnten die jungen Rekruten an den scharfen Schuss. Die Zeit
in den,wenn auch engen Quartieren tat der dringend ruhebedürftigen Truppe gut.

Am 13. Dez. wurde der Division als Angriffstag der 16. Dezember mitgeteilt und die Unterstellung unter das I. SS-Panzerkorps, mit Angriffsbeginn befohlen.

Da der Durchbruch ausschließlich auf Überraschung abgestimmt war, begann die Verlegung der ersten Teile der Div. in der Nacht zum 15.12. Sie rückte in dieser und der folgenden, also in der Angriffsnacht in den Raum beiderseits Scheidt vor.

Dort sollte die 12. Div. Teile der 277. Div. ablösen und damit die Ausgangsstellungen für den Angriff beziehen. Die Bereitstellungen lagen meist in dem dort verlaufenden Westwall.

Vom Gegner war bekannt, daß er beiderseits des Losheimer Grabens mit der 99. US-ID. in breiter Front in Stellung lag, vorgeschobene Postierungen hart nordwestlich Losheim hatte, im übrigen aber sich in dieser Gegend völlig untätig verhielt. Gelegentliche Feuergeplänkel änderten nichts an der völligen Gesamtruhe in diesem Abschnitt.

Das Einrücken der Division in den befohlenen Abschnitt gelang in den Nächten vom 14./15. und 15./16. Dezember ohne Schwierigkeiten, da die Straßen noch frei und die Panzerverbände noch nicht angetreten waren.

Auch die Ablösung der 277. ID vollzog sich ohne Schwierigkeiten und ohne vom Gegner bemerkt zu werden. Diesem war anscheinend bisher aale Vorbereitungen für eine deutsche Offensive unbemerkt geblieben. Hierzu trug wohl auch in Anbetracht der unbeständigen Wetterlage geringe Luftaufklärung bei.

Das solls mal für das Erste gewesen sein.

Grüße Winken
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Fred
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BeitragBeitrags-Nr.: 194082 | Verfasst am: 15.04.2011 - 05:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ne ne, bist schon richtig hier.
Ich hoffe mal das jemand den Maulwurf gebügelt hat, nun müssen nur noch die Maulwurfshügel entsorgt werden.

Fred Winken
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Gotha 242
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BeitragBeitrags-Nr.: 195510 | Verfasst am: 25.06.2011 - 12:00    Titel: Ardennenoffensive Antworten mit Zitat

Hallo,

da hier viel über die Kampfgruppe Peiper in La Gleize geschrieben wurde,

schließe ich nicht aus, dass mir ein oder mehrere Spezialisten bei der folgenden

Frage weiterhelfen können: Es geht um die "Luftversorgung" der Kampfgruppe

Peiper. Dazu habe ich die nachstehend genannten Quellen durchgesehen:

- KTB OB West, Monat Dezember 1944

- Mehner, Die geheimen Tagesberichte...., Band 11

- Jung, Ardennenoffensive

- Lehmann, Leibstandarte, Band IV

- Parker, To win the Winter Sky

- Peiper, MS C 004 (Historical Division)

- Cole, The Ardennes: Battle of the Bulge


Hinsichtlich der Nacht bzw. der Nächte, in der Versorgungsbehälter abgeworfen

wurden und der Zahl der eingesetzten Flugzeuge könnte das Ergebnis nicht

widersprüchlicher sein, sodass ich verzichte, die in den oben aufgeführten

Quellen jeweils genannten Zahlen hier aufzulisten.

Verfügt jemand über weitere Quellen zu dieser Frage, wäre ich für einen Hinweis

dankbar.

Gotha 242
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Gardes du Corps
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BeitragBeitrags-Nr.: 204217 | Verfasst am: 17.12.2014 - 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Gestern war der 70. Jahrestag der Schlacht Anlass für die Welt, erinnernd zu schreiben

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-we ... -Grossangriff-war-ein-Vabanquespiel.html

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-we ... -der-allerletzte-Sieg-der-Wehrmacht.html

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-we ... sive-Spiel-mit-dem-richtigen-Wetter.html

und natürlich darf Malmedy - aus Siegersicht - nicht fehlen:

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-we ... den-von-der-SS-bei-Malmedy-ermordet.html

leider wurde mein Leserkommentar zensiert Traurig

es kann keinesfalls so gewesen sein, wie vom Autor geschildert. Er orientiert sich hier offenbar am "Malmedy-Prozess", der von Rechtsstaatlichkeit sehr weit entfernt war, wie selbst US_Untersuchungskommissionen feststellen mussten. Im Netz, z.B. bei youtube gibt es Dokumentationen, in denen man erfahren kann, wie die "Geständnisse" - nämlich durch Folter - zustande kamen. Einer der Hauptbeschuldigten kam erst kürzlich zu Wort. Der amerikanische Pflichtverteidiger der beschuldigten deutschen Soldaten, setzte sich bis an sein Lebensende für die vollständige Rehabilitierung seiner Mandanten ein,
Nicht von ungefähr wurde auch keines der verhängten Todesurteile vollstreckt.

Sehr einducksvolle Schilderungen findet man von der "anderen Seite" in den Memoiren des Ernest Miller Hemingway, der sich damit brüstet, als Kriegsberichter (!) eigenhändig deutsche Gefangene erschossen zu haben. Lange vor Malmedy ...
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