Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 186884 | Verfasst am: 18.07.2010 - 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Alex74 hat Folgendes geschrieben:
Natürchlich ist diesen von mir genannten buch alles sehr vage dargestellt(keine zeitangaben,welches Reg oder Btl ..Kp)
aber vorstellen kann ich mir das sehr gut ,wen man bedenkt aus was für personal
die damaliege totenkopf divison zusammengestetz war.Aber warum sollte der
autor sich diese vorfälle aus den fingern saugen?@UHF ja ich hab mir das Buch
damals auch 19,90 bei kastadt gekauft,glaube aber kaum das sich irgendwelche )9th-
klässer sich sochlen stoff reinziehen.da braucht du dich nicht gleich so aufzuregen,es
kommt mir fast so vor als hätte ich hier irgendjemannden persönnlich beleidigt.


Wenn man Deinen obigen Beitrag liest, fühlt man sich mehr betroffen als beleidigt. Haarsträubend
Wer so etwas mit der Tastatur "zaubern" kann ...
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Markus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186886 | Verfasst am: 18.07.2010 - 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Jan-Hendrik hat Folgendes geschrieben:
Bevor das hier ausartet:


Bitte bei sowas 'Butter beie Fische'!

Was? Wann? Wo? & Wer? Und das Ganze bitte möglichst mit einer belastbaren Quellenangabe.

Dafür

Jan-Hendrik


Warum muß man hier alles zweimal posten: Beitrags-Nr.: 186856

Du weiß ganz genau wo und wie du dich informieren kannst! Tu es oder lass es, aber hör auf zu behaupten, wir würden keine Quellen angeben!
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 186888 | Verfasst am: 18.07.2010 - 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hast DU irgendein Problem?

Ich habe keinerlei Behauptung aufgestellt, ergo muß ich gar nichts. Bekanntlich ist dafür derjenige zuständig, der sowas in den Raum wirft Idee

Also, Butter beie Fische, rumschwafeln vergeudet nur kostbare Zeit Rollene Augen

Dafür

Jan-Hendrik
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Alex74
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BeitragBeitrags-Nr.: 186890 | Verfasst am: 18.07.2010 - 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

@UHF so langsam zeigst ja dein wahres Gesicht Winken
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 186895 | Verfasst am: 18.07.2010 - 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Markus hat Folgendes geschrieben:

Du weiß ganz genau wo und wie du dich informieren kannst! Tu es oder lass es, aber hör auf zu behaupten, wir würden keine Quellen angeben!




Das Buch ist aber weder Quelle weil darin keine Quellen angegeben werden! noch kann man sich daraus informieren, es ist halt bla-bla-bla....

und jetzt Schluß mit Kindergarten!

Nachtrag: um es auf den Punkt zu bringen - dieses Kindergesabbel geht mir gehörig auf den Sack, warum beschäftigen wir uns hier nicht ausschließlich ernsthaft mit der Materie statt mit diesem Mainstream-Scheißdreck?

Uwe Schlafen
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UHF51
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BeitragBeitrags-Nr.: 186899 | Verfasst am: 19.07.2010 - 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Uwe,

es ist doch immer wieder bemerkenswert, dass sich Leute an sog. Einzelfälle "hochziehen".
D.h. diese Leute haben nicht ein einziges Buch über "Nürnberg" gelesen und fangen immer wieder eine "Imkreisdiskussion" an. (Vgl.: Die Kriegsschuldfrage!)
Ergo wird sich ein Verband herausgepickt - gerne und auch immer wieder eine Truppe der Waffen-SS, weil man ja auch zwei oder gar drei Bücher besitzt, um darauf aufbauend, eine unheilschwangere Diskussion zu beginnen.

Daher empfehle wegen der Ausgeglichenheit folgende Bücher:
Alfred M. de Zayas, Die Wehrmachtsuntersuchungsstelle
Theodor Seidel, Kriegsverbrechen in Ostsachsen / Die vergessenen Toten von April/Mai 1945
Nikolai Tolstoy, Die Verratenen von Jalta / Die Schuld der Alliierten vor der Geschichte
Werner Maser, Tribunal der Sieger
Jörg Friedrich/Jörg Wollenberg, Licht und Schatten der Vergangenheit / Zur Enttabuisierung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse
Bradley F. Smith, Der Jahrhundert-Prozeß / Die Motive der Richter von Nürnberg - Anatomie einer Urteilsfindung
David Irving, Der Nürnberger Prozess / Die letzte Schlacht *)
Das Urteil von Nürnberg 1946 dtv dokumente
Kurt Pätzold/Manfred Weißbecker, Stufen zum Galgen / Lebenswege vor den Nürnberger Urteilen

Wobei wir dann bei "Schuld & Sühne" angekommen wären!

*) David Irving war ehedem ein international anerkannter Historiker mit hervorragender Reputation!!

Winken
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 186909 | Verfasst am: 19.07.2010 - 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist zwar traurig, aber nicht zu vermeiden, daß die jahrzehntelange Diffamierungskampagne gegen eine ganze Generation und insbesondere gegen die Wehrmacht nicht nur absurde Stilblüten treibt, sondern auch Wirkung zeigt.

Fest steht doch eines, in keiner Armee der Welt waren die soldat. Tugenden wie Ritterlichkeit, Anstand und Ehre so verwurzelt und feste Tradition, wie in den dt. Armeen der beiden Weltkriege. Allen voran im dt. Offizierskorps, dessen Denken und Handeln letztlich eine Armee prägt und lenkt.

In den Feldzügen bis Mitte 1941 im Norden, Westen, Südwesten und in Afrika war diese Haltung und dt. Traditionslinie absoluter Usus. Jeden Gegner, ob Franzosen oder Serben, hat man im Ganzen ehrenvoll behandelt und ihm den milit. Respekt erwiesen.

Selbst im Rußlandfeldzug, in dem seit dem ersten Kriegstag auch der naivste und konservativste dt. Militär erkennen mußt, daß Hitler mit dem Krieg der Weltanschauungen und dem erbarmungslosen Umsetzen seitens der Roten Armee recht hatte, wurde das Festhalten bis zuletzt an diesen Werten mit vielen vermeidbaren dt. Blutopfern bezahlt.

Dabei mußte jedem Soldaten klar sein, daß in einer Gesellschaft und einer Armee, die solche Werte und Tugenden nicht kennt, sondern im Gegenteil als "bürgerlich" verachtet und in der das Menschenleben selbst der eigenen Leute keinen Pfifferling wert ist, man hier auf einen völlig anderen Gegner trifft, der Milde als Schwäche ansieht und alles und jeden buchstäblich vernichtet, der seine Ideologie nicht teilt.

Diese Lektion hat der dt. Soldat erst opferreich erfahren und lernen müssen. Und hierbei wurde er hineingerissen in den Strudel eines Krieges, der auf beiden Seiten bald nicht mehr zwischen Soldat und Zivilist unterschied und in dem die bisherigen Grenzen und Erfahrungen nichts mehr wert waren, wenn man überleben wollte.


Zuletzt bearbeitet von PIV am 19.07.2010 - 12:26, insgesamt einmal bearbeitet
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 186910 | Verfasst am: 19.07.2010 - 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Fest steht doch eines, in keiner Armee der Welt waren die soldat. Tugenden wie Ritterlichkeit, Anstand und Ehre so verwurzeltz und feste Tradition, wie in den dt. Armeen der beiden Weltkriege. Allen voran im dt. Offizierskorps, dessen Denken und Handeln letztlich eine Armee prägt und lenkt.

In den Feldzügen bis Mitte 1941 im Norden, Westen, Südwesten und in Afrika war diese Haltung und dt. Traditionslinie absoluter Usus. Jeden Gegner, ob Franzosen oder Serben, hat man im Ganzen ehrenvoll behandelt und ihm den milit. Respekt erwiesen.


Na, so allgemeimgültig würd eich das nciht sagen. Besonders das OffzKorps hat seine sich selbst verordnete Verpflichtung gegenüber dem deutschen Volk und dem Land nciht erfüllt, vielmer versagt. Sie haben trotz besserem Wissen dem Mordregime gedient und ihren Eid auf einen Verbrecher wissentlich über das Gewissen gestellt.

Aber das gehört nciht in dieses Thema. Winken
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Katukov
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BeitragBeitrags-Nr.: 186943 | Verfasst am: 20.07.2010 - 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
Fest steht doch eines, in keiner Armee der Welt waren die soldat. Tugenden wie Ritterlichkeit, Anstand und Ehre so verwurzelt und feste Tradition, wie in den dt. Armeen der beiden Weltkriege. Allen voran im dt. Offizierskorps, dessen Denken und Handeln letztlich eine Armee prägt und lenkt.


Ja, und besonders nach dem der deutsche Soldat, diese schöngeistigen Ergüsse gelesen hat, wollte er unbedingt so richtig schön rittlerlich die Bolschewiken ermorden...


Generalfeldmarschall von Brauchitsch am 28. März 1941:

„Die Truppe muß sich darüber klar sein, dass der Kampf von Rasse zu Rasse
geführt wird, und mit nötiger Schärfe vorgehen“ (1)


Mitteilungen für die Truppe vom Juni 1941:

„Es geht darum, das rote Untermenschentum, welches in den Moskauer
Machthabern verkörpert ist, auszulöschen. Das deutsche Volk steht vor der
größten Aufgabe seiner Geschichte. Die Welt wird erleben, dass diese Aufgabe
restlos gelöst wird.“ (2)


Befehl von Generaloberst Hoepner vom 2. Mai 1941:

„Der Krieg gegen Russland ist ein wesentlicher Abschnitt im Daseinskampf des
deutschen Volkes. Es ist der Kampf der Germanen gegen das Slawentum, die
Verteidigung europäischer Kultur gegen moskowitisch-asiatische
Überschwemmung, die Abwehr des jüdischen Bolschewismus. Dieser Kampf muß
die Zertrümmerung des heutigen Russlands zum Ziele haben und deshalb
mit unerhörter Härte geführt werden. Jede Kampfhandlung muß in Anlage
und Durchführung von dem eisernen Willen zur erbarmungslosen, völligen
Vernichtung
des Feindes geleitet sein. Insbesondere gibt es keine
Schonung
für die Träger des heutigen russisch-bolschewistischen Systems.“(3)



Richtlinien für das Verhalten der Truppe in Russland:

„1. Der Bolschewismus ist der Todfeind des nationalsozialistischen deutschen
Volkes. Dieser zersetzenden Weltanschauung und ihren Trägern gilt Deutschlands
Kampf.
2. Dieser Kampf verlangt rücksichtsloses und energisches Durchgreifen
gegen bolschewistische Hetzer, Freischärler, Saboteure, Juden und restlose
Beseitigung
jeden aktiven und passiven Widerstandes.“(4)


Armeebefehl von Generaloberst Manstein vom 20. November 1941:

„Seit dem 22.6. steht das deutsche Volk in einem Kampf auf Leben und Tod gegen
das bolschewistische System. Dieser Kampf wird nicht in hergebrachter Form
gegen die Sowjetische Wehrmacht allein nach europäischen Kriegsregeln geführt.
[…] Das jüdisch-bolschewistische System muß ein für allemal ausgerottet
werden
. Nie wieder darf es in unseren europäischen Lebensraum eingreifen.
Der deutsche Soldat hat daher nicht allein die Aufgabe, die militärischen
Machtmittel dieses Systems zu zerschlagen. Er tritt auch als Träger einer
völkischen Idee und Rächer für alle Grausamkeiten, die ihm und dem
deutschen Volk zugefügt wurden, auf.“(5)


Armeebefehl von Generalfeldmarschall Reichenau vom 10. Oktober 1941:

„Fern von allen politischen Erwägungen der Zukunft hat der Soldat zweierlei zu
erfüllen:
1. die völlige Vernichtung der bolschewistischen Irrlehre, des Sowjetstaates,
und seiner Wehrmacht.
2. die erbarmungslose Ausrottung artfremder Heimtücke und Grausamkeit
und damit die Sicherung des Lebens der deutschen Wehrmacht in Russland.“ (6)


Armeebefehl des Generalobertst Hoth vom 17.11. 1941:

„Jede Spur aktiven oder passiven Widerstandes oder irgendwelche Machenschaften
bolschewistisch-jüdischer ist sofort erbarmungslos auszurotten. Die
Notwendigkeit harter Maßnahmen gegen volks- und artfremde Elemente
muß gerade von den Soldaten verstanden werden. Diese Kreise sind die geistigen
Stützen des Bolschewismus, die Zuträger seiner Mordorganisation, die Helfer der
Partisanen.“(7)




(1) Hans-Erich Volkmann (Hrsg.), Das Russlandbild im Dritten Reich, Köln 1994, S. 146.
(2) Wolfram Wette, Die Wehrmacht, Frankfurt am Main 2005, S. 103.
(3) Gerd Ueberschär, Wolfram Wette (Hrsg.), Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion, Franfurt am Main 1991, S. 251.
(4) Hans Buchheim, Martin Broszat, Hans-Adolf Jacobsen, Helmut Krausnick,
Anatomie des SS-Staates, Deutscher Taschenbuchverlag, München 1999, S.499
(5) Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion , S. 290.
(6) Ebenda, S. 285 f.
(7) Ebenda, S. 288.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 186944 | Verfasst am: 20.07.2010 - 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade die zitierten Aussagen zum Ende 1941 hin wurden in erster Linie aufgrund der oben geschilderten und zu späten Erkenntnis getroffen, daß sich hier ein unerbittlicher, heimtückischer und grausamer Feind auftut, der nicht die primitivsten und elementarsten Regeln der Kriegsgebräuche eingehalten und vom ersten Tag an dt. kriegsgefangene oder verwundete Soldaten großteils abscheulich ermordet und massakriert hat. Bekanntlich sind im Gegensatz zu den Millionen russ. KG allein des Jahres 1941 kaum dt. Überlebende unter den in Kriegsgefangenschaft geratenen Soldaten der Jahre 1941-43 zu finden.

Nicht umsonst wird in den Zitaten auf artfremde Heimtücke und Grausamkeit hingewiesen, nämlich aus der Erkenntnis der Realität dieses Krieges.

Man kann also eine ganze Armee nicht an den markigen Sprüchen einiger weniger Personen festmachen, sondern an der Gesamtheit des Tuns. Und wie da die Sowjets zu bewerten sind dürfte genauso feststehen, wie der Fakt, daß sich aufgrund der einsetzenden Gewaltspirale dieser Krieg ganz anders entwickeln mußte, als alles vorhergehende.

Und letztlich paßte sich diese Erkenntnis und die entsprechende Wortwahl einiger dt. Militärs nur annähernd der praktisch seit Kriegsbeginn unverhohlen betriebenen menschenverachtenden sowj. Propaganda an, die ihr ganzes Volk aufstacheln wollte, die Deutschen nicht als Menschen oder Soldaten zu sehen, sondern als zu vernichtendes Gewürm und Ungeziefer etc.

Halte also mal allein Deinen Freund Ehrenburg daneben und schon sieht alles andere etwas anders aus im Kontext von Aktion und Reaktion.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 186945 | Verfasst am: 20.07.2010 - 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Na komm, PIV.

Der Satz, dass besonders der deutusche Soldat oder das deutsche OffzKoprs ritterlich gekämpft hat mag in Teilen stimmen, aber du wirst auch zugeben müssen, dass die deutsche WH-Führung bis hinunter zu den Korps zu oft aktiv bei den Mordaktionen unterstützt oder zumindest weggesehen haben.

So ritterlich war die Wehrmacht nicht. Die Wehrmacht jetzt so weißzuspülen wäre so, als wenn wir sagen würden, alle Russen waren Mörder und Vergewaltiger.
So einfach ist es nun nicht.
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 186946 | Verfasst am: 20.07.2010 - 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover, wenn Du meinen vorigen Post mal genauer liest müßte klar sein, was gemeint ist. Dabei geht es nicht um "Weißspülen" und kann es auch gar nicht gehen.

Bis zum Rußlandfeldzug hat die Wehrmacht jeden Feldzug ritterlich geführt und jeden Gegner auch so behandelt.

In den Rußlandfeldzug ist die Masse der Offiziere und Generäle grundsätzlich zunächst ebenso eingetreten, die Soldaten sowieso.

Anderslautende Weisungen der WH-Führung zur Kriegführung gegen den kommunist. Feind und seine Funktionsträger, nicht gegen den Rotarmisten oder die Rote Armee allg., wurden schon vom OKH entschärft und wie Du auch weißt, von den Führungsstäben entweder großteils nicht weitergegeben oder nicht beachtet. Grundsätzlich wurde im Hinblick auf Disziplin, Moral und Ordnung der Truppe eine straffe Militärgerichtsbarkeit im Falle von diziplinarischen Verfehlungen schon im höchsten Eigeninteresse beibehalten.

Das ist ein Fakt. Allein Jan-Hendrik hat dazu viele Dokumente, Div.Befehle etc. eingestellt, die das belegen und allein zahlenmäßig die von K. angeführten Zitate in das Licht der Realität stellen.

Mal davon abgesehen, daß die meisten davon erst nach der klaren Erkenntnis des Handelns des Gegners so scharf getroffen wurden.

Das sich der dt.-sowj. Krieg zu einem der beiderseitig geführten grausamsten Kriege entwickelte ist unbestritten. Wesentliche Voraussetzungen dazu liegen aber klar bei den Sowjets, nicht bei der russ. Bevölkerung, sondern bei den Kommunisten, die diesen Krieg von Anfang an jeglicher völkerrechtlichen Grundlage entzogen und bestrebt waren, unter unmenschlicher Einbeziehung der eigenen Bevölkerung eine größtmögliche und schnelle Brutalisierung des Krieges zu erreichen. Der von den Sowjets geschürte Partisanenkrieg und seine verheerenden Auswirkungen auf beide Seiten sind da nur ein Beispiel. Und natürlich hat auch die fatale Besatzungspolitik der Verwaltungs-und Wirtschaftsorgane in den rückwärtigen Gebieten dazu beigetragen, daß aus Befreiern Besatzer wurden, von polit. Aspekten mal abgesehen. Aber das ist ein anderes Thema und hat mit der WH nichts zu tun.

Die Rolle der WH und ihre Haltung zur und ihr Ansehen in der russ. Bevölkerung hat sich grundlegend erst mit Beginn der Rückzugskämpfe ab Herbst 1943 verändert und verschlechtert, als hier nun ihrerseits begonnen wurde mit der Taktik der "Verbrannten Erde" und den vielfältigen Maßnahmen zur Sicherung und Mitnahme von Arbeitskräften, Ressourcen etc.
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BeitragBeitrags-Nr.: 186970 | Verfasst am: 20.07.2010 - 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

@PIV:

Nun, auch wenn der Großteil der Soldaten sich ritterlich verhalten hat, so gilt das nciht für die Wehrmachtführung, die sie ganz eindeutig (nenne Gegenquellen) durch Beihilfe, Wegsehen, Mittäterschaft mitschuldiug gemacht hat.

Der normale Landser war zum großen Teil "ritterlich", die Wehrmacht per se war es nicht. Oder hat sie aktiv eingefriffe? Nein. Sie hätte es gemäß ihrem selbstverschriebenen Offizeirstum machen müssen. Hat sie nicht.
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Markus
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BeitragBeitrags-Nr.: 186971 | Verfasst am: 20.07.2010 - 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

PIV hat Folgendes geschrieben:
Gerade die zitierten Aussagen zum Ende 1941 hin wurden in erster Linie aufgrund der oben geschilderten und zu späten Erkenntnis getroffen, daß sich hier ein unerbittlicher, heimtückischer und grausamer Feind auftut, der nicht die primitivsten und elementarsten Regeln der Kriegsgebräuche eingehalten und vom ersten Tag an dt. kriegsgefangene oder verwundete Soldaten großteils abscheulich ermordet und massakriert hat. Bekanntlich sind im Gegensatz zu den Millionen russ. KG allein des Jahres 1941 kaum dt. Überlebende unter den in Kriegsgefangenschaft geratenen Soldaten der Jahre 1941-43 zu finden.


1. Sind die Aussagen vom Anfang des Jahres auch nicht ohne.
2. Hat die WH die sow. KG des Jahres 41 alles andere als anständig behandelt.
3. Hat Katukov das Beste vergessen. Den „Erlaß über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet Barbarossa“ vom 13.Mai 1941:

Zitat:
Behandlung der Straftaten von Angehörigen der Wehrmacht und des Gefolges gegen Landeseinwohner:
1. Für Handlungen, die Angehörige der Wehrmacht und des Gefolges gegen feindliche Zivilpersonen begehen, besteht kein Verfolgungszwang, auch dann nicht, wenn die Tat zugleich ein militärisches Verbrechen oder Vergehen ist


http://www.1000dokumente.de/pdf/dok_0093_kgs_de.pdf


-Markus
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PIV
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BeitragBeitrags-Nr.: 186980 | Verfasst am: 21.07.2010 - 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

zu 1) Ist das z. B. eine markige dem Zeitgeist geschuldete eher polit.-ideologische Aussage mit der v. Brauchitsch wohl Hitler gefallen wollte. Die WH hat sich in den ersten Wochen und Monaten gegenüber Roter Armee allg. und der sowj. Bevölkerung insg., nicht nur der russ., nachweislich absolut korrekt verhalten. Bekanntlich wurden sie in weiten Teilen der SU als Befreier angesehen und entsprechend behandelt.

zu2) Ist das Schicksal der russ. KG ein vielschichtiges Thema, daß mit den verschiedensten Faktoren zusammenhing, mit denen die Fronttruppe großteils gar nichts zu tun hatte. Im übrigen hat man eben Millionen russ. Soldaten gefangengenommen und nicht gleich ermordet, wie die Gegenseite. Wenig später standen hunderttausende von ehemaligen russ. Soldaten in dt. Diensten usw.

zu 3) Wurde dieser Erlaß zum einen schon am 24.Mai von v.Brauchitsch im Rahmen des von ihm erlassenen sog. "Disziplinarerlasses" insofern wieder eingeschränkt, als das die Truppe eben nicht tun und lassen konnte was sie wollte.

"...Unter allen Umständen bleibt es Aufgabe aller Vorgesetzten, willkürliche Ausschreitungen einzelner Heeresanhegöriger zu verhindern und einer Verwilderung der Truppe vorzeubeugen. Der einzelne Soldat darf nicht dahin kommen, daß er gegenüber den Landesbewohnern tut und läßt, was ihm gutdünkt, sondern er ist in jedem Fall gebunden an die Befehle seiner Offiziere...".

Es gibt nicht nur hunderte von Feldurteilen gegen WH-Angehörige, sondern auch zig Dokumente bis hoch zu den HGr., die eindeutig belegen, daß der Gerichtsbarkeiterlaß nach dem Willen der Kdr. die Wehrgerichtsbarkeit tatsächlich nicht einzuschränken hatte und man dsbzg. diesen Erlaß im Sinne von v. Brauchitsch und nicht Hitler ansah.

Am 29.Juli 1941 wurde bsplweise von einem Kd.General im rückwärtigen Heeresgebiet der HGr. Süd befohlen: "...Der Führer hat in seinem dzbzgl. Erlaß der Truppe ausdrücklich das Recht eingeräumt, im Verlaufe von Kampfhandlungen im Interesse der Erhaltung der Sicherheit der WH feindlich gesinnter Zivilbevölkerung gegenüber mit schärfsten Mitteln durchzugreifen. Dagegen bedeuten eigenmächtige Gewaltakte gegen die Zivilbevölkerung im befriedeten Gebiet reine Willkürakte. Deshalb bleibt die Strafverfolgung im vollen Umfang aufrechterhalten, wenn Soldaten sich gegen Leben und Eigentum wehrloser Eigentümer vergehen! Vorgsetzte, die das nicht verhindern können, sind für ihren Posten ungeeignet...!

Zum anderen, wohl kaum eine Bestimmung löste so viel Kritik und Widerspruch bei der Truppe bis hoch zum OBdH aus und gerade deshalb wurde dieser Erlaß von vornherein nicht ohne die genannten Einschränkungen und Richtlinien an die Truppe weitergegeben, so daß gesichert war, daß wie bisher üblich die Disziplinarvorgesetzten bei Erkennen einer strafbaren Handlung einen Tatbericht an die zuständigen WH-Gerichtsherren zur Prüfung und Modalität der Ahndung zu leiten hatten.

Im übrigen sollte man nicht immer versuchen die Forderungen insbesondere Hitlers pers. mit den Handlungen der Fronttruppe in einen Topf zu werfen. Bekanntlich wurde "Unten" vieles ganz anders getan, als von den polit. und milit. Verbrechern Oben beabsichtigt, weil allein schon hohe und höchste Truppen-Kdo.Ebenen der WH im Eigeninteresse ganz anders dachten und handelten. Auch die Rücknahme des von der Truppe zumeist gar nicht befolgten "Kommissar-Befehl" schon 1942 ist ein eindeutiger Beleg dafür und für die Diskrepanz zwischen Willen von Oben und Handlung Unten. Man sollte das also nicht immer komplett unter den Tisch fallen lassen, nur weil das evtl. in Denkschematas nicht hinein paßt.

Das sich im Verlaufe des Krieges und seiner Barbarisierung, die mit zahlreichen Verbrechen der Roten Armee an Soldaten der Wehrmacht praktisch schon ab dem ersten Kriegstag einsetzte, eine Verhärtung auch seitens der WH einstellte, insbesondere unter den Bedingungen des Partisanenkrieges, ist völlig unstrittig und ist wohl kaum verwunderlich. Ebenso ist völlig unstrittig, daß sich Teile der WH-Führung letztlich zum Handlanger Hitlers und der polit. Führung machten und das es Verbrechen und Straftaten auch von WH-Angehörigen gab.

Aus der WH aber und seinen Millionen Armeeangehörigen insg. und hier insbesondere der Fronttruppe, eine angeblich disziplinlose und willkürlich handelnde Mörderbande im Osten zu machen ist ja nun die übliche heutige Methode und geht an der Realität wie immer zu solchen Themen völlig vorbei. Als Bsp. dazu sein noch dieser Link angeführt.

http://alfreddezayas.com/Articles/Gutachtenkarls_de.shtml


Zuletzt bearbeitet von PIV am 21.07.2010 - 11:21, insgesamt einmal bearbeitet
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