Panzerbrigade 150
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 31493 | Verfasst am: 18.09.2004 - 22:41    Titel: Panzerbrigade 150 Antworten mit Zitat

Die Panzerbrigade 150

Auftrag, Gliederung, Einsatz

Mit den ersten Planungen zur Winteroffensive „Wacht am Rhein“ in den Ardennen war klar, dass der ganze Erfolg vom schnellen Vorstoß bis zu den Maas-Brücken und deren Einnahme war. Die Planer hatten dabei die Idee, Kommandotruppen in amerikanischen Uniformen einzusetzen und diese Brücken zu besetzen und deren Sprengung zu verhindern. Hitlers war sofort begeistert von dieser Idee und ernannte seinen Favoriten für spezielle Aufgaben, den Sturmbannführer Otto Skorzeny, zum Führer dieser Operation. Skorzeny war an der erfolgreichen Befreiung Mussolinis vom Gran Sasso beteiligt (und fälschlich von Himmler als der Durchführende gemeldet) und hatte den Regierungssitz in Budapest besetzt und den Abfall der Bundesgenossen verzögert. Am 22.10.44 bekam Skorzeny den Befehl zur Operation vom Führer persönlich, gleichzeitig wurde er zum Obersturmbannführer befördert. Ihm wurde, gemäß seinen Erinnerungen, zugesichert, dass er eine komplette Panzerbrigade bekommen würde und dass 2000 deutsche Flugzeuge am Himmel Luftdeckung geben würden.

In 5 Wochen musste die Brigade stehen! Eine erste Liste über das geforderte Material wurde sofort Generaloberst Jodl (Chef des Stabes OKW) übergeben, der die Lieferung zusagte.
Der Plan sah folgendermaßen aus: 3 Bataillone, 3.300 Mann. Am 25.10.44 schon wurden alle Dienststellen der Wehrmacht aufgefordert, Englisch sprechende Soldaten abzustellen. Dieser Befehl wurde am 30.11.44 von der 1. kanadischen Armee an die US-Dienststellen gemeldet, die aber darauf nicht reagierten. Die Ausrüstung sollte u.a. 16 Panzer M4 Sherman, 20 M10-Panzerjäger, Halbketten und LKW umfassen, und natürlich etwa 250 Jeeps wurden gebraucht.

Punkt 1 des Misserfolges: Es konnten keine US-Fahrzeuge aufgetrieben werden. Die 9. und 10. SS-Panzerdivisionen konnten ganze 34 Jeeps aus der Arnheim-Beute abgeben, außerdem kamen einige wenige Lkw zusammen. Ein einziger Sherman kam aus Italien, der aber vor der Offensive ausfiel. Aus den Lothringen-Operationen im September kamen 3 M8 Panzerspähwagen, mehr war nicht zu bekommen. Am 2.11.44 strich Skorzeny das gefordert auf 15 Panzer, 20 Panzerspähwagen, 20 Selbstfahrlafetten, 100 Jeeps und 120 Lkw zusammen, aber auch die waren nicht zu finden. Die Materialsammlung von Beutematerial lief unter dem Tarnnamen „Rabenhügel“. In Grafenwöhr wurde die Brigade dann aufgestellt, Skorzeny Truppen bekamen da den Tarnnamen „Solar“, den die Skorzeny-Jagdverbände bis zum Mai 1945 beibehielten. Als am Ende der Aufstellung keine US-Fz zur Verfügung standen (es wurde einfach ein Befehl ausgegeben, in dem den Heeresgruppen befohlen wurden, wie viele Fz bereitgestellt werden mussten, z.B. Heeresgruppe G 8 Sherman und 50 Jeeps) wurde die Nutzung von deutschen Fahrzeugen beschlossen, die teilweise auf „Beute“ zurechtgemacht werden oder aber zu US-Fz umgebaut werden sollten.

Gliederung:

Geplant war folgende Gliederung:
Brigadestab mit einem PzAufklZg und einem PzNachrichtenzug

Kampfgruppe 2150 (I. Bataillon)
Fernmeldezug
1. Kp 22 Panther (teilweise getarnt)
2. Kp PzGren auf US-Halbketten M3 und Varianten, später auf SdKfz 250 und 251
3. Kp PzAufklärer mit diversen Fz, Vierrad und Achtrad
4. Kp Infanterie auf Lkw
5. – 7. Kp wie 4. Kp
8. Kp FlakBatterie mit 6 x 88mm und 3 x 20mm

Kampfgruppe 2250 (II. Bataillon)
Wie I. Bataillon, nur anstatt der Panther hatte es 14 StuG III, teilweise getarnt.

Die Wirklichkeit:
Das I. Bat erhielt nur 5 Panther, die alle als M10 getarnt wurden. Das II. erhielt 6 StuG. Weiterhin konnten nur 74 Lkw bereitgestellt werden, die meisten davon deutschen Ursprungs. Außerdem lieferten die Heeresgruppen sogar russische und italienische Beutefahrzeuge und Ausrüstung an, weil sie einfach die Befehle erfüllen wollten. Die meisten Uniformen waren leichte Drillich-Uniformen, die in Italien erbeutet wurden, und es waren nur etwa 1000 US-Stahlhelme zu finden. Außerdem gab es viel zuwenig fließend englisch sprechende Soldaten. Einer Aufstellung zufolge gab es 40 perfekt sprechende Soldaten und etwa 150 gut sprechende. Der Rest konnte etwas Englisch und einige konnten fließend Yes und No sagen. Skorzeny entschloss sich, eine besondere Kommandoeinheit mit den besten Englischsprechern zu bilden, die „Einheit Stielau“.

Das Personal für die Infanterie kam von diversen elitären Einheiten, z.B. von den SS-Jagdverbänden Mitte oder vom SS-Fallschirmjägerbataillon 600. Außerdem wurde von allen Wehrmachtteilen Personal abgestellt, z.B. den Fallschirmjägern des Sonderverbandes Jungwirth, die die 7. PzGrenKp bildeten. Die Panzerbesatzungen kamen von der 4. Kp, PzRegt 11 der 6. PzDiv, die Panzerjäger und StuG-Besatzungen von der sPzAbt 655. Die Aufklärer wurden von der 1./PzAufklRegt 190 der 90. PzGrenDiv zubefohlen. Die Artillerie kam von der Führergrenadierbrigade. Der Brigadestab bekam das Personal von der PzBrig 108 und 113. Insgesamt waren 2.500 Mann bereit, davon 500 von der SS und 800 Luftwaffe.

Die deutschen Fahrzeuge wurden alle grün gestrichen und mit weißen Sternen versehen. Die Hoffnung war, dass diese als Beutefahrzeuge angesehen würden. Die 5 Panther wurden mit Blechplatten zu M10 umgekleidet. Die Planungen Skorzenys waren, Überraschungsangriffe nur nachts durchzuführen, dazu müssten die Tarnungen reichen.
Um den endgültigen Fahrzeugmangel gerecht zu werden wurde noch am 08.12.44 eine Neuordnung der Kampfgruppen vorgenommen. Er bildete 3 Kampfruppen, X, geführt von Obersturmbannführer Willi Hardieck, Y, geführt von Hauptmann Scherff und Z, geführt von Oberstleutnant Wolf. Jede bestand aus 3 Infanteriekompanien, 2 Panzerjäger- und 2 Panzergrenadierkompanien. Dazu kamen Mörser und Pionierzüge.
X und Y bekamen die getarnten Panzer.

Die Soldaten der 150 bekamen erst kurz vor Beginn der Offensive gesagt, um was es ging. Nur Skorzeny und die Kampfgruppenkommandeure wussten von dem kommenden Auftrag. Ein Gerücht besagte, dass die Brigade Dünkirchen befreien sollte (was etwa 800 Km durch feindliches Gebiet bedeutet hätte). Die Kerneinheit wurde jedoch die „Einheit Stielau“, die die Operation Greif ausführen sollte. Diese bildete sich aus 44 Soldaten, die sehr gut bis gut englisch sprachen, allerdings keinerlei Kommando- oder Sabotageausbildung hatten. Der Mut dieser Männer ist nicht zu beschreiben. Sie mischten sich unter die sich zurückziehenden US-Truppen, sabotierten Fernmeldeleitungen, leiteten den Verkehr um und sprengten sogar zwei Nachschublager. Nur die Brücken konnten sie nicht nehmen. Es waren immer 3-4 Mann im Jeep, die sich auf den Weg machten. Sie trugen US-Uniformen, zum Teil aber deutsche Uniformen darunter. Wenn der Auftrag beendet war und deutsche Truppen in der Nähe waren sollten sie die deutschen Uniformen anziehen und sich den eigenen Truppen anschließen. Wenn das Umziehen nicht mehr möglich war sollten sie mit hoch erhobenen Stahlhelm sich den eigenen Truppen „ergeben“. Alle Fz der PzBrig 150 trugen dazu ein gelbes Dreieck am Fahrzeugheck, die Waffen sollten bei Annäherung eigener, also deutscher Truppen auf 9 Uhr gedreht oder geschwenkt werden, nachts sollte zudem eine rote Taschenlampe geschwenkt werden. Die Stielau-Männer bekamen einen Kurzkursus in US-Militärverhalten, etwas Sprengausbildung und Waffenausbildung. Und allen war klar, dass sie bei Gefangennahme erschossen werden würden.

Der Einsatz der Panzerbrigade 150

Am 14.12.44 bezog die Brigade die Ausgangsstellungen bei Münstereifel. Am Nachmittag des 16.12., die Offensive war schon den ganzen Tag in Gang, schlossen sich die Kampfgruppen den 2 SS-Panzerdivisionen im Nordabschnitt an (der. 1., 12. sowie der 12. Volksgrenadierdivision) und stießen in Richtung Hohes Venn vor. Aber schon am Losheimer Graben fanden sich die 150er im Stau der Fahrzeuge von 4 Divisionen wieder, und niemand war da, wo er hätte sein sollen. Dazu kam, dass der Obersturmbannführer Hardieck auf eine deutsche Mine fuhr und sofort tot war. Der Hauptsturmführer Adrian von Fölkersam, ein alter Brandenburger, übernahm das Kommando über „X“. In der Nacht zum 17.12. schon war der geplante Einsatz illusorisch: Eine Kommandoeinheit wurde gefangen genommen und hatte Aufzeichnungen des gesamten Greif-Planes dabei. Am Morgen des 17. bat Skorzeny um Erlaubnis, die Brigade als normale Kampftruppe einzusetzen. Sie sollte danach die Rollbahn „C“ über Malmedy in Besitz nehmen und für eigene Truppen offen halten, u.a. für die Kampfgruppe Peiper. Die Amerikaner jedoch hatten bereits am Mittag des 17.12. alle Brücken zur Sprengung vorbereitet und Minensperren und Hinterhalte gelegt. Aufgrund des Verkehrschaos konnte nur die Kampfgruppe X und Teile von Y am Angriff auf Malmedy teilnehmen, Gruppe Z war verschwunden und wurde durch Melder gesucht. Der Angriff sollte am 21.12. stattfinden und schlug denn auch fehl, denn die Panzer wurden in den Morgenstunden des 21.12.44 sofort als Deutsch erkannt und abgeschossen. In den folgenden Stunden griffen die Amerikaner wiederholt an, deren Artillerie verschoss an diesem Morgen 3.000 Granaten auf die Stellungen der 150er. Kleine Anekdote am Rande: Von Fölkersam wurde durch Gewehrschuss am Hintern getroffen und musste ins Lazarett. Auch Skorzeny wurde durch Splitter getroffen und verlor ein Auge. Dann, am Mittag des 21.12., wurden alle Brücken durch US-Pioniere gesprengt, die Angriffe waren dadurch überflüssig geworden. Kleine Geschichte am Rande: die Amis dachten, die Brigade sei in Malmedy eingedrungen und bombardierte die US-besetzte Stadt am 23.12.44, wobei 202 Zivilisten ums Leben kamen. Diese Toten wurden nach dem Krieg als Opfer der Deutschen klassifiziert.

Die PzBrig 150 blieb bis zum 28.12.44 in den Linien und wurde danach wieder nach Grafenwöhr gebracht und dort aufgelöst. Die meisten Soldaten gingen wieder zu ihren alten Truppenteilen, viele aber blieben bei Skorzeny und traten des SS-Jagdverbänden bei. Der letzte Einsatz dieser Sonderverbände erfolgte unter dem Namen „Solar“ und „1001 Nacht“ im Raume Berlin im Mai 1945.

Von den „Greif“-Kommandos sind 13 erschossen wurden, viele fielen nur durch Kleinigkeiten auf, wie falsche Bezeichnungen der Truppen, deutsche Ausrüstungsteile im Fahrzeug usw. Zusätzlich dazu wurden etwa 50 Gefangene erschossen, die amerikanische Ausrüstungsteile trugen, wie Mäntel, Stiefel und Regenjacken. Die Amerikaner waren so empfindlich, dass sie kurzen Prozess machten. Ein Nebenerfolg war die Verwirrung, die die Amerikaner selber verursachten. Auf Fragen nach Baseballmannschaften wurden ganze Horden von Soldaten festgenommen, wenn sie Antwort nicht wussten. Aber das war nur ein Nebeneffekt.

Als Abschluss muss man sagen, dass Skorzeny unglaubliches geleistet hat, indem er in 5 Wochen mit unzähligen Änderungen eine Kommandoaktion geplant und gestartet hatte. Auch der Mut der einzelnen Soldaten sollte nicht unterschätzt werden.
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BeitragBeitrags-Nr.: 31499 | Verfasst am: 18.09.2004 - 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mehrmals gelesen, dass eine Einhait mit Fallschirmen abgeworfen wurde, da aber die Funkgeräte gleich nach der Landung kaputt gingen, und auch andere Schwierigkeiten eintraten, sie nichts ausrichten konnte.
Wisst ihr etwas darüber?
Werde mich mal schlau machen.
Morgen...


MfG
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 31500 | Verfasst am: 18.09.2004 - 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das, was Du meinst, ist das Unternehmen "Stösser", bei dem 490 Mann unter Führung von Frh August v.d. Heydte am Hihen Venn und bei Baraque Michel abgesetzt worden. Aber da die 12. SS PzDiv nicht durchbrechen konnte mussten sich die Fallschirmer in Richtung Monschau zurückschlagen. Die meisten Fallis wurden gefangengenommen, auch v.d.Heydte, der sich bei dem Absprung einen Arm brach, wurde gefasst.

Alles in allem ein absolut fehlgeschlagenes Unternehmen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 32119 | Verfasst am: 21.09.2004 - 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich ahbe mal 3 Fotos eingescannt. Ich finde das Thema recht spannend, vielleicht geht es anderen ja auch so...

http://img.photobucket.com/albums/v102/golani/PantherM10.jpg

Das ist einer der 5 "Panther/M10". Die Amerikaner sind allerdings aus irgendwelchen Gründen nicht drauf reingefallen.

http://img.photobucket.com/albums/v102/golani/GreifRochefort.jpg

Eines meiner Lieblingsbilder.
Ein "Greif"-Soldat in Rochefort schreibt seinen Spruch auf das Schild einer 76mm-Pak. Der Soldat trägt noch die komplette US-Uniform (M41-Jacke, M36-Koppel, M3-Kampfmesser und .30 M1 Carbine), hat aber einen deutschen Stahlhelm aufgesetzt. Auch sehr riskant. Rochefort wurde am 24.12.45 von Teilen der Panzerlehrdivision genommen.

http://img.photobucket.com/albums/v102/golani/GreifHinrichtung.jpg

Recht bekanntes Bild. Die 3 enttarnten "Greifen" OFR Günther Billing, Gefr. Wilhelm Schmidt und Uffz Manfred Pernass wurden am 17.12.44 in Ayeville gefasst, da sie das Kennwort nicht kannten und zudem deutsche Schutzüberzüge über den Scheinwerfern des US-Jeeps hatten. Bei einer Untersuchung wurden dann ein Funkgerät, Waffen, Sprengstoff usw entdeckt. Am 23.12.44 wurden sie bei Henry-Chapelle als Spione standrechtlich erschossen. Die drei hatten den Auftrag, den Feindverkehr an eine Maas-Brücke zu melden und die Verteidigung zu verhindern.
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Felix
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BeitragBeitrags-Nr.: 32193 | Verfasst am: 22.09.2004 - 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bis auf das Laufwerk ist der Panter/M10 sehr überzeugend. Zumindest wenn man ihn aus einigen Metern entfernung sieht.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 32197 | Verfasst am: 22.09.2004 - 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, es war ja auch geplant, bei Dunkelheit die Angriffe zu führen,was aber nicht geklappt hat. Bei Dunkelheit hätte es wohl funktioniert.
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BeitragBeitrags-Nr.: 32252 | Verfasst am: 22.09.2004 - 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ausserdem hatte der M10 kein Bug-MG,aber hier erkennt man ganz deutlich,das es ein als M10 getarnter Deutscher Panhter ausf.D war! Rollene Augen
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BeitragBeitrags-Nr.: 32557 | Verfasst am: 23.09.2004 - 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Will jemand noch was über "Stösser" wissen, den letzten großen Fallschirmeinsatz des Krieges?
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 32558 | Verfasst am: 23.09.2004 - 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ja hier!

*aufzeig*

Herzlichst Mijölnia
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 32559 | Verfasst am: 23.09.2004 - 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Jupp ...


Jan-Hendrik
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 32571 | Verfasst am: 23.09.2004 - 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab auch noch ein paar Bilder die die Panzerbrigade 150 zeigt ( meine ich zumindest ).Deshalb falls es sie nicht zeigt nicht böse sein.
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:01:49_ckla-falize01_1_.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:02:21_asamree01-0301.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:03:00_malmedy25.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:03:32_pzbrgm3wunderlich.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:04:10_pzbrigpumakpfgrscherf.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:04:46_stug_620.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:05:30_rahier01-1201.jpg
http://www.files2.1mb.at/23.09.2004_20:06:07_stug_213.jpg
So das war es.Soweit ich weiß sind das alles Fahrzeuge der PzBrig.150.

Mfg Oliver
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 32572 | Verfasst am: 23.09.2004 - 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

So hier hab ich jetzt eine detailierte Aufstellung der Pz.Brig.150.Ist zwar sehr lang ( nicht hauen Rot werden ) und in English,aber dennoch gut.Das ganze hab ich von der Seite http://www.militarypress.co.uk/ .

Panzer Brigade 150 ‘Rabenhügel” on 16 December 1944
Commander SS Sturmbannführer Skorzeny

Brigade HQ
14 men
2 jeeps-american
2 motorcycles-american
1 medium truck-american

Signals Platoon
36 men
1 jeep-american
2 medium civilian type cars-german
3 heavy civilian type cars-german
2 motorcycles-german
2 light MGs

Motorcycle Platoon
22 men
1 jeep-american
8 motorcycles with sidecar-german
2 motorcycles [american]
2 light MGs

Reconnaissance Platoon
62 men
1 jeep-american
1 motorcycle-american
6 SdKfz 234/1 armored cars
4 M8 armored cars-american
10 light MGs

The reconnaissance was split into three groups with a goup attached to each Kampfgruppe

Supply Column
69 men
2 light civilian type cars-german
2 motorcycles-german
4 light trucks-german
19 medium trucks-german
6 heavy trucks-german
1 light MG

**************************************************
KAMPFGRUPPE X
Commander SS Obersturmbannführer Hardieck

Kampfgruppe HQ
10 men
1 jeep-american
1 motorcycle with sidecar-german
1 truck-american
1 light MG

Signals Platoon
22 men
3 medium civilian type cars-german
1 motorcycle-american
1 medium truck-german
1 light MG

Engineer Platoon
34 men
1 jeep-american
1 light civilian type car-german
2 motorcycles-american
2 medium trucks-german Fords
1 medium truck-american
1 M3 halftrack-american
3 light MGs

Vehicle Repair Platoon
25 men
2 medium civilian type cars-german
2 light trucks-german

1st Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german Fords
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

2nd Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german Fords
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

3rd Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
1 medium truck-german Ford
1 heavy truck-german
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

Panzergrenadier Platoon 1
50 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
1 medium truck-german Ford
1 SdKfz 251/1
1 M3 halftrack-american
1 SdKfz 250/1
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Panzergrenadier Platoon 2
50 men
1 jeep-american
1 light civilian type car-german
1 motorcycle-american
2 medium trucks-german Fords
1 SdKfz 251/1
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Heavy Mortar Platoon 1
38 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Heavy Mortar Platoon 2
38 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Anti-Tank Platoon 1
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-german
4 light trucks-german
2 light MGs
3 3inch M5 Anti-Tank guns-american

Anti-Tank Platoon 2
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-german
4 light trucks-german
2 light MGs
3 3inch M5 Anti-Tank guns-american

Tank Company
130 men
1 jeep-american
2 motrocycles-american
2 medium trucks-german Fords
5 Panther modified to look like american M10s
1 Sherman-american

*******************************************************
KAMPFGRUPPE Y
Commander Hauptmann Scherff

Kampfgruppe HQ
10 men
1 jeep-american
1 motorcycle with sidecar-german
1 truck-american
1 light MG

Signals Platoon
22 men
2 medium civilian type cars-german
1 heavy civilian type car-german
1 motorcycle-german
1 medium truck-german
1 light MG

Engineer Platoon
36 men
1 jeep-american
1 motorcycle with sidecar-american
3 medium trucks-german Fords
1 M3 halftrack-american
3 light MGs

Vehicle Repair Platoon
25 men
2 medium civilian type cars-german
2 light trucks-german

4th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 heavy civilian type car-german
3 motorcycles-german
1 medium truck-american
1 medium truck-german Ford
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

5th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-american
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

6th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german Fords
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

Panzergrenadier Platoon 3
50 men
1 jeep-american
1 heavy civilian type car-german
1 motorcycle-american
2 medium trucks-german Fords
1 SdKfz 251/1
1 M3 halftrack-american
1 SdKfz 250/1
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Panzergrenadier Platoon 4
50 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle with sidecar-german
1 medium truck-german Ford
1 medium truck-american
1 SdKfz 251/1
1 SdKfz 250/1
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Heavy Mortar Platoon 3
38 men
1 heavy civilian type car-german
1 motorcycle-german
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Heavy Mortar Platoon 4
38 men
1 heavy civilian type car-german
1 motorcycle-german
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Anti-Tank Platoon 3
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
4 light trucks-german
2 light MGs
3 57mm M1 Anti-Tank guns-american

Anti-Tank Platoon 4
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-german
4 light trucks-german
2 light MGs
3 57mm M1 Anti-Tank guns-american

Tank Company
142 men
1 jeep-american
2 motrocycles-american
2 medium trucks-german Fords
5 StuG IIIs

*****************************************************
KAMPFGRUPPE Z
Commander Oberstleutnant Wolf

Kampfgruppe HQ
10 men
1 jeep-american
1 motorcycle -german
1 truck-german Ford
1 light MG

Signals Platoon
24 men
2 medium civilian type cars-german
1 heavy civilian type car-german
1 medium truck-german
1 light MG

Engineer Platoon
35 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
2 motorcycles-german
3 medium trucks-german Fords
1 M3 halftrack-american
3 light MGs

Vehicle Repair Platoon
25 men
2 medium civilian type cars-german
2 light trucks-german

7th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german Fords
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

8th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 heavy civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

9th Infantry Company
135 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
3 motorcycles-german
2 medium trucks-german Fords
2 heavy MGs
14 light MGs
2 8cm mortars

Panzergrenadier Platoon 5
50 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
2 medium trucks-american
1 SdKfz 251/1
1 SdKfz 250/1
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Panzergrenadier Platoon 6
50 men
1 jeep-american
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-american
2 medium trucks-german Fords
1 SdKfz 251/1
1 M# halftrack-american
2 heavy MGs
8 light MGs
1 8cm mortar

Heavy Mortar Platoon 3
38 men
1 heavy civilian type car-german
1 motorcycle-german
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Heavy Mortar Platoon 5
38 men
1 lightcivilian type car-german
1 motorcycle with sidecar-german
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Heavy Mortar Platoon 6
38 men
1 lightcivilian type car-german
1 motorcycle -german
5 light trucks-german
2 light MGs
4 4.2inch mortars-american

Anti-Tank Platoon 5
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-german
4 light trucks-german
2 light MGs
4 57mm M1 Anti-Tank guns-american

Anti-Tank Platoon 6
30 men
1 medium civilian type car-german
1 motorcycle-german
4 light trucks-german
2 light MGs
3 3inch M5 Anti-Tank guns-american

Tank Company
142 men
1 jeep-american
2 motrocycles-american
2 medium trucks-german Fords
5 StuG IIIs


*****************************************************
Summary:

PERSONNEL:
90 officers
448 NCOs
2138 enlisted men
Total of 2676 men

VEHICLES:
1 Sherman operational and 1 in long term repair
5 Panthers operational
5 StuG IIIs operational
4 SdKfz 250/1s operational
6 SdKfz 251/1s operational
6 M3 halftracks-american operational
6 SdKfz 234/1s operational
4 M8 armored cars-american operational
12 motorcycles with sidecar-german
1 motorcycle with sidecar-american
43 motorcycles-german
20 motorcycles-american
28 jeeps-american
6 light civilian type car-german
36 medium civilian type car-german
9 heavy civilian type cars-german
64 light trucks-german
56 medium trucks-german
8 medium trucks-american
6 heavy trucks-german
1 truck-american
1 truck-german


WEAPONS:
226 light MGs
31 heavy MGs
24 8cm mortars-german
24 4.2inch mortars-american
5 3inch AT guns-american
14 57mm AT guns-american


**********************************************************
Panzer-Brigade 150 was withdrawn from action on 28 December 1944 and transported to Grafenwöhr, Germany. They suffered around 400 men killed in the action in the Ardennes-a loss ratio of almost 15%.

**********************************************************
In addition to this Panzer-Brigade 150 there was also a Commando Group-EINHEIT STIELAU- of 150 men that was established and they were organized as follows:

DEMOLITION GROUP
10 squads each comprising 1 Jeep and 5 to 6 men. Their mission was to destroy vital bridges as well as US fuel and ammunition depots.

RECONNAISSANCE GROUP
10 squads each comprising 1 Jeep and 3 to 4 men. Their mission was to probe well past the Meuse River and report back any data pertaining to US fiorces. They were also to issue deceptive orders to US troops as well as destroying road signs and military markers.

LEAD COMMANDOS
10 squads each comprising 1 Jeep and 3 to 4 men. One squad was attached to each of the three attack Divisions of the 1.SS Panzer-Korps-1.SS; 12. SS and 12. VGD. Other squads attached to the three battlegroups of Panzer Brigade 150 with orders to cut telephone lines, destroy radio stations and to issue deceptive orders to US troops

This unit was under the command of SS Hauptsturmführer Stielau and the entire force consisted of the most fluent english speaking troops that had volunteered. It is believed that around 40 of these men were killed in action in the Ardennes-over a 26% loss ratio.
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BeitragBeitrags-Nr.: 32574 | Verfasst am: 23.09.2004 - 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Aufstellung, unterscheidet sich aber teilweise von meine Unterlagen.

Na, eine endgültige Auststattung wird es wohl nie geben.
Auf jeden Fall widerspricht diese Aufstellung der am 08.12.44 gemeldeten Stärke. Aber vielleicht sind in den Tagen bis zum 14.12. noch Fz angekommen.

Auf jeden Fall werde ich wohl mal einige Fz als Modell bauen.
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BeitragBeitrags-Nr.: 32579 | Verfasst am: 23.09.2004 - 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Operation „Stösser“
Zu Beginn der Ardennenoffensive fand das letzte deutsche Luftlandeunternehmen statt, welches aber schon bei den Vorbereitungen von Fehlern und Fehlschlägen begleitet war.

Oberst Friedrich-August Freiherr von der Heydte, Ritterkreuzträger und Kreta-Veteran, bekam den Auftrag, eine 1000 Mann starke Kampfgruppe zu bilden, die am Morgen des 16.12.44 über dem Moorgebiet bei Baraque Michel („Hohes Venn“, ein Hochmoor im Norden des Stoßkeiles und auf Höhe von Monschau) abspringen sollte. Auftrag war hierbei, die Straßenkreuzung Baraque Michel einzunehmen, Verstärkungen der US-Truppen zu stoppen und auf die 12. SS-Panzerdivision zu warten, die von Süden her auf der Rollbahn A, der nördlichsten Straße, kommen sollte.

In Oerlinghausen (bei Bielefeld) wurde die Kampfgruppe zusammengestellt, wobei die Männer aus allen Teilen der Fallschirmtruppe waren, ein Großteil jedoch vom FjRegt 6, Heydtes alter Einheit. Am Abend des 15.12. gab es eine Befehlsausgabe, danach sollten alle Teile zu den Fliegerhorsten Paderborn und Lippspringe verlegen, um ab 04.00 Uhr am 16.12.44 abzufliegen. Der Absprung an sich war für 04.30 Uhr für die Teile aus Paderborn und 05.00 Uhr für die Lippspringer Fallschirmer geplant. Aber es war Krieg. Nur die Hälfte der Fallschirmjäger erreichte pünktlich die Fliegerhorste, wo der Rest war, wusste niemand.
Der Absprung wurde um einen Tag verschoben.
Von der Heydte suchte seine Truppen zusammen, die er auch am Abend klar zum Apsprung hatte. Zu den Luftwaffenfallschirmjägern kamen am Nachmittag noch 4 Verbindungsoffiziere der 12. SS-PzDiv, die per Funk Kontakt zu den Panzern aufnehmen sollten, wenn sie gelandet waren. Da alle vier keine Sprungausbildung hatten bekamen sie einen „Trockenkurs“ im Fallschirmsprung auf dem Flugfeld. Sie trugen dazu den Knochensack über ihrer Tarnuniform.
Für die Landezone waren mäßige Winde und Schneeregen angesagt (zu schneien begann es erst ab dem 20.12.44). Bis 03.30 Uhr am 17.12.44 wurden die Transportflugzeuge der Typen Ju 52 und He 111 von Nachtjägern der Nachtschlachtgruppe 20 geschützt, danach durfte nichts mehr fliegen oder schießen. Im Reich selber wurden in großen Abständen Flugabwehrscheinwerfer in die Luft gerichtet, um so eine „Straße“ zu bilden, auf dem die Transporter fliegen sollten. Über dem Zielgebiet dann wurde die Absprungszone durch „Tannenbäume“, also Leuchtbomben, markiert. Aber die eigenen Scheinwerfer im Reich konnten nicht zu lange leuchten, da sonst die alliierten Bomber neugierig würden, auch schossen die Amis mit allem was sie hatten in die Luft, wobei auch einige Flugzeuge getroffen wurden. Sicher trug zu dem kommenden Durcheinander auch die Unerfahrenheit der Flugzeugführer bei, auf jeden Fall sammelten sich am Morgen des 17.12. ganze 100 Fallschirmjäger an der Straßenkreuzung. 870 sind insgesamt gestartet, nachdem einige Maschinen aufgrund technischer Probleme nicht gestartet oder schnell umgekehrt waren. 450 sind in den Ardennen gelandet, aber nur 100 am eigentlichen Ziel. Die Operation war gescheitert, bevor sie begonnen hat. Eine Gruppe Fallschirmjäger ist sogar am Stadtrand von Bonn abgesetzt wurden, weil der Pilot sich verfolgen hatte.

Um 05.00 Uhr hatte Heydte 25 Mann bei sich, um 08.00 Uhr waren es 150 Mann, von denen aufgrund von Sprungverletzungen nur 100 einsatzfähig waren. Er ließ sich die Männer an der Kreuzung verstecken und sandte Spähtrupps in Richtung Süden aus, die aber keinen Kontakt mit den Panzern der 12.SS aufnehmen konnten. Zu allem Überfluss waren auch alle Abwurfbehälter mit den Funkgeräten verloren gegangen, so dass die Männer auch nicht über den misslungenen Auftakt der Offensive benachrichtigt werden konnten. Die vier SS-Männer unter Führung von SS-Obersturmführer Harald Etterlich (7./SS-PzArtRegt 12) sind umsonst abgesprungen. Am Abend des 17.12. hatten sich immerhin fast 300 Mann bei Von der Heydte eingefunden, aber der Auftrag war trotzdem undurchführbar. Trotzdem kam es zu kleineren Scharmützeln, als die Fallschirmjäger ahnungslose Lkw-Fahrer oder Melder „einkassierten“, die im Hochmoor unterwegs waren.
Erst am 19.12. erfuhr der OB West, was mit der Kampfgruppe geschah, als zwei Fallschirmjäger sich zu einer deutschen Einheit an der Reichsgrenze durchschlugen. An diesem Abend bemerkten auch die Amerikaner, was sich in ihrem Rücken abspielte. Sie sandten eine stärkere Streitmacht aus, um im Hochmoor aufzuräumen. Auf einen Kampf konnten sich die Fallschirmjäger nicht einlassen, da sie wenig Munition, keine Verpflegung und nur wenige MG hatten. Es wurden Versorgungsbehälter abgeworfen, die aufgrund der Lagemeldung der zwei Soldaten geschickt wurden. Aber es wurden nur wenige davon geborgen (dabei waren Zigaretten und Wasser, keine Munition oder Verpflegung).

In der Nacht vom 19. auf den 20.12.44 befahl daher Oberst von der Heydte die Auflösung der Kampfgruppe. Alle Soldaten sollten sich in kleinen Gruppen gen Osten zur deutschen Reichsgrenze durchschlagen. Von der Heydte schlug sich bis Monschau durch, wo er am Morgen des 22.12.44 von Soldaten der 99. US-InfDiv gefangen genommen wurde.
Ein Drittel der Soldaten erreichte die deutschen Linien, hauptsächlich im Raume Kaltenberg. Die Meisten ergaben sich, als sie erschöpft und frierend nicht mehr weiter konnten.
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 40654 | Verfasst am: 26.11.2004 - 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir grade so auffällt : Der Hauptmann Scherf , der Gruppe Y führte , war "unser" Hauptmann Dr. Walter Scherf von der 3./sPzAbt. 503 ! Danach war er Kommandeur der sPzJgdAbt. 512 .


Jan-Hendrik
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