Gefechtsberichte
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Foren-Übersicht » Militärgeschichte 2. Weltkrieg (1919 - 1945) » schwere Panzerabteilung 503
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 33686 | Verfasst am: 01.10.2004 - 20:00    Titel: Gefechtsberichte Antworten mit Zitat

Hier könnte Ihr Gefechtsberichte , Einsätze und dergleichen reinschreiben !


Jan-Hendrik
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Armin
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BeitragBeitrags-Nr.: 33750 | Verfasst am: 02.10.2004 - 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke mal, diese Karten passen hier herein.


http://tinypic.com/aw9zn


http://tinypic.com/awa3q


http://tinypic.com/awa43


http://tinypic.com/awa49


http://tinypic.com/awa4k


http://tinypic.com/awa4n



Quelle: http://www.aberjonapress.com/catalog/sh/maps.html


Winken
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BeitragBeitrags-Nr.: 33757 | Verfasst am: 02.10.2004 - 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zur letzten Karte eine kurze Zusammenfassung:

Am 19.10 um 05:00 begann nach kurzem Art-Vorbereitung südöstlich der Eisanbahnbrücke von Szolnok der Angriff der 24.PzD. An der Spitze der Panzerkampfguppe der Div. fuhr die 1./503 unter Leutnant Günter Piepgras, dahinter die 3./503. unter Leutnant von Rosen. Kurz nachdem die ersten Panzer die HKL überschritten haben, kamen die rumänischen Soldaten der 4. rumänischen ID mit erhobenen Händen ihnen entgegen.
Danach umfuhren die KT einen Damm, der quer zur Angriffsrichtung lag. Das nächste Dorf - Rákóczifalva - wurde schnell erreicht, die rumänen versuchten erfolglos zu fliehen, aber die Panzerfahrer hielten sich nicht mit ihnen auf, sie wurden einfach nach hinten dirigiert. Der Panzer "112" vernichtete auf 2 rumänische FLAK.
Die KT überrannten eine rumänische schwere Art.-Stellung (Teile des 1. rumänischen schwerern Art.Regiments), und damit durchbrachen sie die gesamte Tiefe der Verteidigung. Während des weiteren Vordingens stiessen die KT zweimal auf vermiente Abschnitte, sie konnten diese aber umfahren. Die vordringenden Panzer zerstreuten viele Nachschubseinheiten.
Um 10:00, nach 20Km Fahrt überquerte die 3. Kompaniue gerade die Bahnlinie Szolnok-Mezötúr, als sich ein Zug aus Richtung Mezötúr näherte. Zwei KT nahmen Stellung beiderseits der Schienen, und schossen die Lok ab. Der Zug hielt, mehrere Hundert Soldaten, die vom Zug abgesprungen sind, versuchten eine Baumgruppe zu erreichen, während dutzende von Pferden umherliefen. Die Panzer vernichteten den ganzen Zug, samt Waffen und Material....

Aus : Számvéber: Nehézpáncélosok

MfG
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 33783 | Verfasst am: 02.10.2004 - 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

So , hier die Gefechtsbericht aus Jentz?"Die deutsche Panzertruppe Band II" :

- zu Kursk

http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz1A.JPG

http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz1C.JPG

Statistisches zur Einsatzbereitschaft haben wer hier :

http://www.oozoon.info/Bilder/JentzSEB.JPG

Zum Ungarneinsatz 1944 haben wer des :


http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz2A.JPG
http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz2B.JPG
http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz2C.JPG
http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz2D.JPG
http://www.oozoon.info/Bilder/Jentz2E.JPG

Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 33991 | Verfasst am: 03.10.2004 - 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Bernd!

Mit dem Inf.Unterstützungsangriff meinst Du wahrscheinlich den Gegenangriff bei Gyöngyös am 19/20.11.

Nachdem die 76.ID die Stadt aufgab, Erhielt von Rosen am 19.11 den Befehl, die Stadt zurückzunehman. Der Plan sah einen Zangeangriff vor, die rechte Gruppe (Schwerpunkt) bestand aus 3 KT (wahrscheinlich von Rosen, Gärtner und Jakob), 6-7 Sdkfz 251/21 (FLAK-Wagen), etwa 40 Pz.Grenadieren. sowie etwa 120 gerade genesenen, demoralisierten Infanteriesten. Die linke Gruppe bestand auf 2 KT unter Bornschier.
Der Plan sah vor, dass diese beiden Gruppen durch die Stadt vorrücken, und sich mit den Teilen der ID auf der anderen Seite vereinigen - die übrigens gar nicht am Angriff teilnahmen.
Der Angriff begann am 20.11 um 02:00. Die Inf. blieb kurz nach NAgriffsbeginn liegen, die wenigen PzGre konnten zwar die Häuser säubern, aber nach etwa 1000m, als die Panzer eine Kreuzung erreichten, blieb der Angriff endgültig stecken. Die Panzer schossen die Häuser mit Sprenggranaten und Leuchtmunition zusammen.
Schliesslich mussten die Kampfgruppen um 14:00 die Stadt endgültig säubern.

Számvéber, Seite 61-63

MfG

Alex
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34047 | Verfasst am: 03.10.2004 - 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Mensch , des is doch sicher die Geschichte , wo Fw. Gärtner mit der MP aus der Luke in die Fenster gefeuert hat , um den Gegner niederzuhalten !

Danke Alex ! Gib uns mehr aus Szamvebers Buch ....



Jan-Hendrik
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 34430 | Verfasst am: 05.10.2004 - 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischen Manytsch und Rostow

Die Schwere Panzer-Abteilung 503 im ersten Einsatz

Bereits im Mai 1942 wurde die sPzAbt. 503 in Neuruppin aufgestellt.Abgaben der Panzer-Regimenter 5 und 6 bildeten das Stammpersonal.Noch nicht vollständig aufgestellt,erfolgte bereits die weitere Verlegung nach Döllersheim bei Wien.Hier erhielten die Panzermänner im Spätherbst die ersten Unterweisungen am Panzer VI,jedoch am Typ „ P “ ,der sogenannten Porsche-Ausführung.
Als Hitler entschieden hatte,dass nur noch die Henschel-Ausführung des Tigers in Produktion gehen sollte,wurden zunächst die I-Staffeln und alle Panzerfahrer der Abteilung nach Kassel kommandiert,um auf den Henschel-Tiger umzuschulen.
Kommandeur der sPzAbt. 503 wurde Oberstleutnant Post.
Da die Produktion des Tigers erst im August 1942 langsam anlief,konnte die Abteilung nicht sofort vollständig mit Panzern VI ausgerüstet werden.Es wurden zunächst nur nur zwei Kampfkompanien mit jeweils 9 Tigern aufgestellt.Hinzu kamen zwei Stabstiger für die Abteilungsführung.Die restlichen Fehlstellen wurden mit Panzern III,7,5cm KwK kurz,aufgefüllt.Diese bildeten jeweils die leichten Züge.
Die 1./sPzAbt. 503 wies zu jener Zeit folgende Stellenbesetzung auf:
Chef:Hauptmann von Kaphengst
Oblt.Ferdinand von Foerster ( letzter Kdr. 502/511 )
Lt.Oemler,Lt.Detlev von Koerber,Lt.Meller,Lt.Jammerath und Hfw.Schmitz.
Chef der 2.Kampf-Kp. Wurde Hptm.Heilmann.Eine 3.Kampf-Kp. gab es noch nicht.Sie hat ihre eigene Geschichte,auf die später eingegangen wird.
Die Ausbildung der Panzerbesatzungen erfolgte infolge der sehr späten Zuweisung der Pz VI überstürtzt und unvollständig.Zusätzliche Schwierigkeiten ergaben sich aus dem Hin und Her der Ausrüstung,sollte doch die Abteilung einmal für den Osten,dann wieder für Afrika und endlich doch für den Osten ausgerüstet werden.Die Ereignisse in Stalingrad veranlassten schließlich das OKH,die halbfertige sPzAbt. 503 ab 21.12. 1942 im Blitztransport der HGr.Don zuzuführen.Die Blitztransporte liefen über Minsk-Gomel-Charkow-Rostow nach Proletarskaja.Der Fhr. Des Vorkommandos,Oblt. von Foerster,meldete sich am Neujahrstag bei GenObst.Hoth und erhielt dort Befehl,sofort mit den eintreffenden Teilen der Abt. die Sicherung der wichtigen Manytsch-Übergänge zu übernehmen,da diese für die Rückführung der deutschen Truppen aus dem Kaukasus von entscheidender Bedeutung seien.
Sowjetische Armeen hatten die im Kaukasus stehende HGr.A bereits überflügelt und standen im Begriff,auf Rostow vorzustoßen und der HGr. Den Rückzugsweg abzuschneiden.Dann würde aber nicht nur die HGr.A,sondern auch die 4.PzArmee,GenObst.Hoth,verloren sein.
Der 4.PzArmee oblag in dieser Situation die Aufgabe,am Manytsch zu halten, den Rücken der 1.PzArmee freizuhalten und die Absetzbewegungen der im Kaukasus stehenden HGr.A zu sichern.Dazu standen ihr das LVII.PzK mit den Panzer-Divisionen 17 und 23,die 5. SS-PGD „ Wiking “,sowie einige Heeres- und Flak-Art-Verbände zur Verfügung.Der Gegner verfügte über die 28.,51. und 2. Garde-Armee.Am 2.1. 1943 wurde die „ Sicherungsgruppe Post “ gebildet, die Obstlt.Post , der Kommandeur der sPzAbt. 503,führte.
In Zusammenarbeit mit einer Luftwaffen-Einheit hatte die KGr. einen Teil des Manytsch-Abschnittes gegen feindliche Angriffe aus der Kalmückensteppe zu halten.Alle Teile der sPzAbt. 503 verlegten dazu nach Proletarskaja.
Als der Gegner am 4.1 in Stawropol eindrang,trat die Abt. am folgenden Morgen zum Gegenangriff an.Sie stieß bei Nikolajewskij mit der 2./503,Hptm. Heilmann , auf starken Feind.Dem Gegner wurden schwere Verluste beigebracht , viele Infantriewaffen vernichtet.Aber auch die Kp. verlor einen Pz III und hatte 2 Tote zu beklagen.Ein Pz III und 2 Tiger fielen technisch aus.Die übrigen Teile der Abt. trafen vor Stawropol ebenfalls auf massierte feindliche Panzer- und Pak-Abwehr und musste am Abend auf Krassnyj Skotowod zurückgenommen werden.Bei heftigem Schneetreiben und schneidendkaltem Wind wurde am Morgen des 6.1. der Angriff fortgesetzt.Während die 1./503 mit der II./PGR 128 die Ortschaft Konartel frontal angriff , ging die 2./503 links umfassend vor.Nach erbitterten Duellen gelang es , den Gegner aus Stawropol zu werfen.In diesen Duellen schossen die Tiger 18 Feindpanzer ab und vernichteten einen Spähwagen und 5 Pak.
Der Feind zog sich fluchtartig zurück.Er wurde von dem Zug Lt.Oemler ( 2.Kp. ) bis zur Ssolonka-Schlucht verfolgt.Während dieser Verfolgung wurde ein Pz III durch einen Artellerievolltreffer vernichtet.Uffz.Bless wurde beim Ausbooten getötet.
Bei Nacht igelte sich die KGr. ein.Am nächsten Tag schoß Lt.Küsow ostwärts des Goloje-Sees mehrere Lkw des Gegners in Brand.18 Gefangene wurden dabei gemacht.Ein Korpsbefehl rief am Abend sämtliche Teile der Abt. nach Proletarskaja zurück.Am 8.1. 1943 wurden vormittags 10.30 Uhr alle Panzerkommandanten der Abt. dem OB der 4.PzArmee,GenObst.Hoth,vorgestellt.Der OB dankte ihnen für den Abwehrerfolg und kündigte „ Aufgaben von größter Bedeutung “ an.Zu diesem Zeitpunkt hoffte GenObst.Hoth noch , Stalingrad entsetzen zu können.
Gegen Abend erhielt die Abt. den neuen Einsatzbefehl zum Angriff auf Wesselyj.Dieser begann am 9.1. um 05.45 Uhr.Beteiligt waren 11 Tiger und 12 Pz III.Wieder sollten die Grenadiere des II./PGR 128 sowie eine Batterie leichte FH den Angriff unterstützen.+
Der Angriff erreichte den Raum 2 Km westlich von Wesselyj,hier wurde er durch den Gegner gestoppt.Um 09.35 Uhr griffen die Panzer und Grenadiere Wesselyj erneut an.Der Gegner hatte inzwischen seine Panzer- und Pakfront derart verstärkt,dass auch dieser Angriff im heftigen Abwehrfeuer liegenblieb.Der dritte Angriff drang ebenfalls nicht durch, und als dieser zu Ende ging,verfügte die Abt. nur noch über 2 einsatzbereite Kampfwagen.Sie hatte 8 T 34 abgeschossen.Alle übrigen Wagen waren mit Beschussschäden oder durch technische Pannen ausgefallen.Auch die begleitenden Grenadiere erlitten beträchtliche Verluste.
Die Abteilung rollte nach Proletarskaja zurück.Zwar hatte dieser Angriff keinen besonderen Erfolg.Er brachte jedoch den Beweis der ungeheuren Beschussfestigkeit der Tiger .Die Abt.-Werkstatt in Proletarskaja schickte am 10.1. 1943 die Tiger 121 und 141 ( 1.Kp. ) zur Generalinstandsetzung in die Heimat zurück.Sie hatten schwerste Beschussschäden erlitten.In der Heimat entschieden Sachverständige des OKH und Oberst Thomale,dass der am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Tiger als „ Panzerdenkmal “ bei der PzErs.- und Ausb.-Abt. 500,Paderborn,aufgestellt werden sollte.Dieser Tiger hatte lt.Tigerfibel D 656/27 binnen 6 Stunden 227 Panzerbüchsentreffer erhalten und war 14 mal von 5,2-cm und 11 mal von 7,62-cm-Granaten getroffen worden.Trotz schwerer Schäden rollte er noch 60 Km mit eigener Kraft zurück.In den frühen Morgenstunden wurde die Abt. erneut zu einem Gegenangriff alamiert.Unter Führung von Obstlt. Post griff sie die verlorengegangenen Ortschaften Nikolajewskij und Romanoff an.Sie vernichtete mehr als ein Dutzend Geschütze 7.62cm,mehrere Pak 4,7cm und einige Zugmaschinen ohne nennenswerte eigene Ausfälle.Gegen 21.00 Uhr wurde sie nach Proletarskaja zurückbefohlen.
Am 13.1. erhielt Lt. Von Koerber Befehl, die Lage bei den Brücken von Nowy Manytsch und Baranniki zu erkunden.Er stellte zwei eingesickerte Feind-Battailione fest.Gegen diese wurde die 2./503 mit 3 Tigern und 6 Pz III unter Hptm.Heilmann angesetzt.Der Gegner wurde kämpfend geworfen und am Abend rollten die Panzer die 60 Km Strecke zurück.Während der Dunkelheit rutschte Tiger 113 ( 1.Kp. ) kurz vorm Ziel vom Damm in den Sumpf und konnte erst imt Einsatz von 7 Zugmaschinen herausgeholt werden.
Als es den Sowjets am 16.1. gelang,bis zu einer Kolchose,10 Km ostwärts Proletarskaja,an der Rollbahn gelegen,vorzudringen,griff eine Kampfgruppe aus allen einsatzbereiten Teilen der Abt.,geführt von Hptm.von Kaphengst,den Gegner an und stellte-unterstützt von Grenadieren der Division „ Wiking “-nach harten Kämpfen die Lage wieder her.
Proletarskaja wurde zum Frontgebiet und war auf die Dauer nicht zu halten.Die sPzAbt. 503 bereitete sich bereits auf den Rückzug auf Rostow vor.Nicht fahrbereite Tiger wurden über Manytsch in Richtung Ssalsk abgeschleppt.
Im Laufe des 17.1. näherte sich der Gegner Proletarskaja.Der Sicherungszug der 1./503,Lt.Jammerath, schoß sich den ganzen Tag mit russischen Voraustruppen herum.Dann erhielt die Abt. den Befehl zum Rückzug nach Rostow.
Über Ssalsk ging es nach Legerlikskaja und Metschtinskaja,wo Rast gemacht wurde.Gegen Mittag des 21.1. traf die Abt. in Bataisk ein.Erst am 22.1. ging es über lange Dämme und Brücken-die der Gegner vor den deutschen Truppen zu erreichen und zu sperren gehofft hatte-über den Don nach Rostow hinein.In Rostow wurde die 2./502,die der Abt. seit einigen Tagen unterstellt worden war,als 3.Kp. in die sPzAbt. 503 eingegliedert.Hauptmann Lange,ihr Chef,schilderte den getrennt von der sPzAbt. 503 verlaufenden Einsatz dieser Kp. folgendermaßen: „ Die Kompanie erhielt ihre Ausrüstung,nämlich 9 Tiger plus Panzer III,zwischen dem 21. und 28.12. 1942,so dass auch wir keine Zeit zur Eingewöhnung und gründlichen Ausbildung hatten.
Es gelang mit vielen Aushilfen und Improvisationen,die Kp. ab 27.12. 1942 in drei Transportzügen in Richtung Donfront rollen zu lassen.
Am 5. und 6.1. 1943 wurde in Proletarskaja ausgeladen “ .
Am nächsten Tag wurde die 2./502 der 17.PD unterstellt und in die 107 Km entfernte Ortschaft Ssungar ( Kuberle-Abschnitt ) befohlen.In 10,5 Stunden wurde dieser Marsch ohne wesentliche technische Ausfälle geschafft,dank der Vorsorge von Hptm.Lange,der alle 20 Km einen technischen Halt einlegen ließ.Die Tiger-Kp. Lange wurde als Wellenbrecher,als Fels in der Brandung,im Kuberle-Abschnitt eingesetzt,der von den dort liegenden rumänischen und italienischen Soldaten kopflos geräumt worden war.
Mehrere Tage dauerten die Angriffs- und Abwehrkämpfe,die in Zusammenarbeit mit dem Panzerverband Sander – PzRgt.39 – geführt wurden.13 Feindpanzer,23 Pak,2 Feldkanonen und mehrere feindl.Schützenbatl. wurden vernichtet.Danach musste sich die Kompanie wieder in den Raum Proletarskaja zurückziehen.Auf diesem Rückzug wurde ein Pz III mit der Besatzung Ofw.Gerels,Rummel,Jürgensen,Uffz.Kunze,Libscher vermisst.Lt.Taubert fiel.Lt.Forkel brach sich den Arm,Uffz.Gericke wurde ein Bein amputiert.
Der Wagen 211.Oblt.Scherf,hatte zwei Motorbrände.Am 14.1. 1943 sicherte die Kp.,geführt von Oblt.Scherf,das Absetzen der 16.ID ( mot. ),die bei Wesselyj einen Brückenkopf bilden sollte.Während der beiden nächsten Tage stand Hptm.Lange mit seinen Kampfwagen bei Stalinskyj-Pud und schlug dort mehrere feindliche Infantrieangriffe ab.Hier erhielt Hptm.Lange den Unterstellungsbefehl unter die sPzAbt. 503.In Rostow wurde schließlich diese auf sich allein gestellte Kp. als 3.Kp. in die sPzAbt. 503 eingegliedert.Damit besaß die Abt. drei Einsatz-Kompanien,die allerdings alle angeschlagen waren.Ende Januar 1943 verstärkte sich der sowjetische Druck auf Rostow täglich mehr.Nachts erfolgten starkew Bombenangriffe.Die Abteilung,die zum Großteil in einer Schule untergezogen war,wurde in neue Quartiere eingewiesen und weiter auseinandergezogen.
Am 28.1. 1943 wurde Obstlt.Post verabschiedet.Neuer Kdr. wurde Obstlt.Hoheisel.Oblt. v.Foerster wurde Chef der 1./503,da Hptm v. Kaphengst vom OKH nach Deutschland befohlen wurde.Wegen der herabgesunkenen Gefechtsstärken teilte Obstlt.Hoheisel die noch vorhandenen Pz der 1.Kp. auf die 2. und 3.Kp. auf,so dass wiederum nur zwei Einsatzkompanien zur Verfügung standen.Die Abt. wurde der 23.PD unterstellt.Diese hatte den Auftrag,Rostow so lange wie möglich zu halten.
Am Westrande von Rostow fiel in der Sicherung der Stadt am 9.2. Lt.Detlev von Koerber,als er verwundete Kameraden aus einem ihm unterstellten und in Brand geratenen Pz III retten wollte.
Bis dahin hatte die sPzAbt. 503 die ihr übertragene Aufgabe:Sicherung des dünnbesetzten Raumes zwischen Stalingrad und Kaukasus-zusammen mit der 16.ID ( mot. ),der 17. und 23.PD und der SS-PGD „ Wiking “ gelöst und damit zu beigetragen,dass die HGr.A gerettet wurde.Anschließend lag die Abt. fast 6 Wochen in Pokrowskoje unweit Taganrog in Ruhe.

Auffrischung im Raume Bogoduchow und Charkow
Vorbereitungen auf „ Zitadelle “

Am 12.3. 1943 verließ der Chef der 3./503 ,Hptm.Lange,aufgrund einer Anforderung des OKH die Abteilung.An seine Stelle trat Oblt.Scherf.Ab 11.4. 1943 wurde die Abt.,nunmehr der HGr.Süd unterstellt,über Mariupol nach Bogoduchow,70 Km westlich von Charkow verlegt.Hier wurden alle noch vorhandenen Pz III abgegeben.Dafür erhielt die Abt. so viele neue Panzer VI,dass die Sollstärke von 45 Tigern erreicht war.Damit standen wieder drei komplette Einsatz-Kompanien.
Um diese Zeit verließ auch der zweite Kdr.,Obstlt.Hoheisel,die Abteilung.Er wurde später Kdr. der Tiger-Lehrgänge in Paderborn.
Am 10.5. 1943 verlegte die Abt. nach Charkow.Hier traf kurze Zeit später auch der neue Kdr.,Hptm.Clemens Graf Kageneck,ein.Von nun an dienten alle Arbeiten und Vorbereitungen dem Unternehmen Zitadelle.
Die sPzAbt. 503 gehörte zur Armee-Abt.Kempf und unterstand dem III.PzK.,GendPzTr.Breith.Diesem Korps standen die 6.,7. und 19.PD zur Verfügung.
Sehr zum Leidwesen des Kdrs. wurden die drei Einsatz-Kompanien auf diese drei PDnen aufgeteilt.Die 1.Kp. kam zur 6.PD,die 2.Kp. wurde der 19.PD zugeführt und die 3.Kp. der 7.PD unterstellt.
Die Einsprüche von Hptm.Graf Kageneck gegen diese Zersplitterung seiner Kräfte verhallten ungehört.
Eingangs Juni wurde die 3./503 zu einer größeren Übung im Rahmen der 7.PD in der Nähe von Charkow befohlen.Alle Höheren Panzerführer der HGr.Süd waren zugegen,als diese Übung abrollte.Die Gleiche Übung wurde am 27.6. 1943 vor GFM von Manstein und einer Abordnung türkischer Generäle,die auf Einladung Hitlers die Ostfront besuchten,wiederholt.
Bei dieser Übung hatten die Tiger u.a. einen breiten Panzergraben zu überwinden.Die Übung klappte wie vorgesehen.
Am 1.7. 1943 rückte die 3./503 in ihren Bereitsstellungsraum ein.Der Angriff zur Operation „ Zitadelle “,der letzten deutschen Großoffensive im Osten,konnte beginnen.

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Quelle: Tiger Die Geschichte einer legendären Waffe 1942-45

Mfg Oliver
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 34525 | Verfasst am: 05.10.2004 - 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Die Schwere Panzer-Abteilung 503 während der Operation „ Zitadelle “

Am 5.7. 1943 um 02.25 Uhr,trat im Süden die Armee-Abt.Kempf mit dem III.PzK und dem Korps zbV. Raus zum Angriff über den Donez an.Mit der 6.PD brach das Korps,von Infantrie-Verbänden der 168.ID unterstützt,nördlich und bei Bjelgorod in Richtung Norden auf Tschernaja Poljana vor.
Die 19.PD führte aus dem Brückenkopf Bjelgorod nach Südosten vorstoßend einen Angriff auf Michailowka,der liegenblieb.Die 7.PD bildete gegen schwächeren Widerstand Brückenköpfe westl. Dorogubushino bei Ssolomino.
Um 02.00 Uhr waren an diesem ersten Angriffstage die Vorbereitungen bei der 3./503 abgeschlossen.Im Schein einer Taschenlampe wurde vom KpChef der Tagesbefehl verlesen.Eine halbe Stunde später setzten schlagartig das Werfer- und Artelleriefeuer ein.Kampffliegerverbände und Stukas jagten in geringer Höhe über die eigenen Linen hinweg und warfen Bomben auf die Feindstellungen.Gerhard Niemann,Richtschütze eines Tigers,berichtet darüber:
„ Durch eine schmale Waldschneise rollt unsere Kompanie in die Ebende des Donez.Ich sitze als Richtschütze auf meinem Platz zu Füßen des Kommandanten,Kopfhörer und Kehlkopfmikrophon umgehängt.Nervös überprüfe ich nochmals die Abzüge für Kanone und MG,die Handgriffe der Seiten- und Höhenrichtmaschine.An der Entfernungsskala stelle ich noch schnell die verschiedenen Entfernungen ein,dabei zittern die Hände ein wenig.
Die russische Artellerie eröffnet das Feuer.Eine Ortschaft wird durchfahren.Der Übergang über den Fluß,7 Km südostwärts von Bjelgorod bei Ssolomino,soll durch eine Furt erfolgen.Das Spitzenfahrzeug hat diese erreicht.Die anderen bleiben noch in Deckung.Überall schlagen Granaten der Feindartellerie ein.Auch Stalinorgeln mischen mit.Es ist ein Höllenkonzert.Der Spitzenwagen,Nr.321,verschwindet bis über die Kettenabdeckung.Langsam durchschneidet er das Wasser.Am gegenüberliegenden Ufer bleibt er stecken.Alle Versuche,herauszukommen ,scheitern.Das Sumpfgelände ist für 60-Tonnen Panzer unpassierbar.Die Tiger nehmen weit auseinandergezogen auf der freien Plaine vor dem Donez Stellung.Das russische Feuer konzentriert sich auf die Übergangsstelle.Die Brücke,die wir nicht benutzen durften,weil sie nur für 30 Tonnen passierbar war,erhält einen Volltreffer.Die Pioniere leisten Übermenschliches.Die ersten verwundeten Infantristen kommen zurück.Sie können es nicht fassen,dass die Tiger immer noch hier untätig herumstehen.Fahrt vor!Fahrt vor!Die Kameraden warten auf euch! rufen sie verzweifelt.Aber wir stehen auf dieser Seite,die Infantrie auf der anderen und dazwischen rauscht der Donez.
Es wird Mittag.Erbarmungslos brennt die Sonne auf die Panzer.Es ist wie in einem Brutofen.Da,endlich!Die Pioniere haben es geschafft.Sie haben einen Übergang errichtet.Kompanie Marsch.Nach wenigen hundert Metern sind die schweren Panzer in der Linie der abgekämpften Grenadiere.Da kommt der erste Befehl.Achtung,zwei Uhr,Erdbunker!-Sprenggranate!Die Füße treten das Pedal des Turmschwenkwerkes nach vorn.Der Turm macht eine Rechtsschwenkung.Die linke Hand stellt die Entfernung an der Optik ein,die rechte kurbelt an der Höhenrichtmaschine.Das Ziel erscheint in der Optik.Fertig,entsichern-Schuß!
Das Ziel ist in eine Rauchwolke gehüllt.Fahrer Marsch.Ein kleiner Ruck,und schon zeigt sich mir ein anderes Bild.Die ersten Rotarmisten tauchen vor dem Panzer auf.Massenweise erheben sich braungeleidete Gestalten,kniend und stehend knallen sie auf die Stahlpanzerungen.Die MG eröffnen das Feuer.Sprenggranaten platzen unter ihnen auseinander.Sie werfen die Arme in die Luft,fallen.Nur ganz wenige finden in einer Bodensenke Deckung.Dann werden sie überrollt und von der nachfolgenden Infantrie unschädlich gemacht.
Schießen,schießen!Rechts von der Kompanie taucht ein Getreidefeld auf.Kanone Ein Uhr-fünfzig Meter-entsichern!Mit großer Vorsicht tasten wir uns vor.Die Stirn ist fest gegen den Kopfschutz der Optik gepresst.Die Augen schmerzen von dem anstrengenden Suchen.Da,voraus eine Feindpak!Vor dem Panzer steigt eine Erdfontäne auf.Wir schießen.Die Pak wird getroffen,fällt aus.Weitere Treffer aus unseren Tiger.Von allen Seiten kracht es.Vier Pak mindestens schießen auf uns.Der Fahrer ruft etwas von Durchschuß!Unser Funker ist verwundet.Der Ladeschütze wuchtet Granate auf Granate ins Rohr und führt neue Gurte ins MG und ich schieße.
Der Kommandant steht im Turm und gibt dem Fahrer Weisungen.Wir erreichen eine Pak.Unter den Ketten knirscht es.Die Pak zerbricht unter dem Gewicht des Tigers auseinander.Wieder ein Treffer direkt auf die Stirnfläche.Das Licht erlischt.Die elektrische Abfeuerung streikt.Aber der Panzer fährt noch!
Eine neue Pak,keine 50m vor uns.Die Besatzung geht stiften,bis auf einen.Der hockt hinter dem Schild,schießt!ein fürchterlicher Knall durchhallt den Kampfraum.Der Fahrer wendet auf der Stelle,eine weitere Pak zerbricht unter unseren Ketten.Wieder ein harter Schlag,diesmal am Heck.Blubb-Blubb macht der Motor,dann steht er.Stopfen ruft unser Leutnant.Aber die Pak?rufe ich zurück.Hat ein anderer vernichtet!Weiter geht’s.Über Gräben und Erdaufwürfe holpert unser Tiger vorwärts.Hinter einer Anhöhe eine Kolchose.Davor Feindpanzer.Beim zweiten Schuß brennt einer.Der nächste T 34 schiebt sich in die Schussrichtung.Zweimal verfehlt.Der dritte Schuß sitzt haargenau zwischen Turm und Wanne.Der T 34 ist vernichtet.Dann ist der Kampf vorüber.Für die Nacht zieht die Kompanie auf Sicherung“.
Soweit der unmittelbare Bericht des Richtschützen Gerhard Niemann,der die Atmosphäre des Kampfes plastisch darstellt.
Am 6.7. ging der Angriff der 7.PD mit der 3./503 weiter.Längs des Rasumanajabaches stießen die Gruppen auf das zerstörte Generalowka vor.Pak,Geschütze,Panzer und Infantrie wurden vernichtet.Oblt.Scherf,Chef der 3./503 fiel durch Verwundung aus.Lt.Weinert fiel.Wenige Tage darauf wurde auch Lt.Frhr.von Rosen schwer verwundet.
Die 3./503 erzielte große Erfolge,musste aber bis zum 12.7 4 Totalausfälle hinnehmen.11 Panzersoldaten fielen.Fast alle Wagen erlitten schwere und schwerste Beschussschäden.
Die beiden anderen Tiger-Kompanien der Abteilung kämpften gegen schwersten Widerstand.Sie standen bei Michailowka-Staryj Gorod am 5.7. und bei Rasumnoje am 6.7 in erbitterten Gefechten.Bei Jastrebowo-Sswerjutkowo kämpften sie am 7.7. und der folgende Tag sah sie bei Melechowo und den nördlich davon gelegenen Höhen bis zum 9.7. im Einsatz.Hptm.Graf Kageneck,der AbtKdr.,schreibt zu diesem Einsatz folgendes: „ Bei dem Unternehmen Zitadelle war ich zunächst mit dem Abt.Stab kaltgestellt,da die drei Kampf-Kompanien drei verschiedenen Panzer-Divisionen unterstellt waren.Erst nach fünf Tagen übernahm ich die Abteilung und erreichte in sehr schweren Kämpfen,vor allem mit weitgehend offener rechter Flanke,im Vorstoß nach Nordosten als Spitze der Armee einen Raum ca.40 Km NNO von Bjelgorod.Dann setzen auch westlich von uns die Rückzugskämpfe ein und meine inzwischen auf 16 Panzer geschrumpfte Abteilung 503 mußte als Nachhut der 8.Armee mit jeweils Vorstößen in die Flanken des von Norden vorrückenden Gegners fungieren.Bei diesen schweren,auch über Nacht anhaltenden Gefechten wurde ich verwundet und fiel fast drei Monate durch Aufenthalt im Heimatlazarett aus.Ich stieß erst Anfang Oktober 1943 im Raume Snamenka wieder zur Abteilung“.Für die erfolgreiche Weiterführung des Angriffs während des Unternehmen „ Zitadelle “ wurde Hptm.Clemens Graf Kageneck im August 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.


Quelle:Tiger Die Geschichte einer legendären Waffe 1942-45

Mfg Oliver
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34652 | Verfasst am: 06.10.2004 - 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Olli ! Des war schon mal sehr gut . Nun müßte man Schneiders "Tiger im Kampf" auch noch auswerten ...


Anbei werde ich , wenn mein Rechner wieder richtig läuft , noch Herrn Dr. Pfitzer vom BA-MA etwas zu dem Thema ausfragen bezüglich des dort vorhandenen Aktenmaterials .


Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34658 | Verfasst am: 06.10.2004 - 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

@ Jan-Hendrik

Nichts zu danken.Mich hat der Virus der sPzAbt. 503 voll gepackt Grins .Es ist schon interessant das ausgerechnet immer das was man sich aussucht oder das was einen interessiert,das es darüber nicht viel gibt.Von den anderen sPzAbt. erfährt man mehr.Ich werd auch weiterhin die Augen offen halten und die Bücher durchforsten.

Mfg Oliver
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34660 | Verfasst am: 06.10.2004 - 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gehts ebenso !


Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34726 | Verfasst am: 06.10.2004 - 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kesselschlachten im Winter 1943-44

Die sPzAbt. 503 bei Balabanowka und Tscherkassy

Nach der Verwundung des AbtKdr. Major Graf Kageneck während der Nachhutkämpfe bei der 8.Armee,nach Abbruch des Unternehmens „ Zitadelle “,übernahm Hptm.Burmester die Abteilungsführung.Die Gefechte bei Shilomostnoje,Maximowka,bei Merefa und Dargatschi sind mit seinem Namen verbunden.Zwischen Bjelgorod und Charkow und bis zum Dnjepr stand die Abteilung immer wieder im Einsatz.Bis zum September 1943 schoß sie-seit dem 5.7. 43 – 501 Feindpanzer ab und vernichtete 388 Pak,79 Geschütze und 8 Flugzeuge.Zehn eigene Kampfwagen gingen verloren.
Hptm.Burmeister erhielt das Deutsche Kreuz in Gold.Die Winterkämpfe am Dnjepr wurden Mitte Januar 1944 dadurch unterbrochen,dass die sPzAbt. 503 mit noch 34 Tigern dem schweren Panzer-Regiment zugeführt wurde,das auf Befehl von General Hube,dem OB der 1.PzArmee,von Obstlt.Dr.Franz Bäke aufgestellt wurde.Neben der Tiger-Abt. wurde eine Abt. mit 46 Panthern,eine ArtAbt. Auf Sfl,ein PiBtl. Mit Brückengerät, und ein GebBatl. in diesem PR vereinigt.
Die Rote Armee war mit starken Kräften ostwärts Winnizia vorgestoßen und General Hube legte Obstlt. Bäke dar,dass es gelte,5 feindliche Panzerkorps,mit deren Angriff nach Südwesten jederzeit gerechnet werden müsse,auf einen zu bildenden Kessel zu ziehen und- zu vernichten.Zu seiner Unterstützung würde die 101.JD die Nordflanke dieses Kessels sichern,der mit den aus Osten vorstoßenden eigenen Kräften bei Oratow geschlossen werden sollte.
Der Angriff des PR „ Bäke “ begann in der Nacht zum 26.1. 1944.Wie beabsichtigt,gelang es tatsächlich,die 5 feindlichen Panzerkorps auf den sich bildenden Kessel zu ziehen.Das PR „ Bäke “ trat gegen die nacheinander eintreffenden PzKorps an und glücklicherweise stand ihnen nie mehr als eines dieser Korps gegenüber.
In fünf Tagen und fünf Nächten andauernden Kämpfen gelang es es dem Regiment 267 Feindpanzer abzuschießen.Die eigenen Verluste beliefen sich dabei-so und unwahrscheinlich dies auch klingen mag-auf 1 Tiger und 4 Panther.
Gleich zu Angriffsbeginn fiel der Chef der 1./503,Olt.Adamek.Seit Oktober führte Clemens Graf Kageneck wieder die Abt.
Die Kämpfe wogten in diesen fünf Tagen hin und her.Als am dritten Tag am rechten Flügel eine Krise entstand,weil die eigene Infantrie bei Ssossow liegenblieb,wollte FM von Manstein das Unternehmen schon abblasen.Doch Oberst i.G. Walter Wenck,Chef des Generalstabes der 1.PzArmee bat darum,erst die Funksprüche von Bäke abzuwarten.Obstlt.Bäke,der erkannte,dass die Lage bei Ssossow das ganze Unternehmen bedrohte,setzte aus eigenem Entschluß die Panther-Abt. auf Ssossow an.Sie fiel dem Gegner in den Rücken,zerschlug den feindlichen Widerstand und ebnete den Weg.
Als dann 15 Km vor Oratow das PR der SS-PD „ LAH “ aus Benzinmangel festlag,das den Durchbruch bis Oratow schaffen sollte und feindliche Panzerkräfte in seinem Rücken die Verbindung zum Nachschub abschnitt,traf-ein seltener Glückfall-gerade das PR „ Bäke “ ein.Innerhalb kurzer Zeit schossen die Tiger und Panther 20 Feindpanzer ab.Dann übernahm Bäke den Betriebsstoff für das PR „ LAH “ und brachte ihn zum festliegenden PR hinüber.
Am nächsten Morgen übernahm das Rgt. wieder die Angriffsspitze.Im heftigem Schneesturm überrollte es eine stark ausgebaute Pakfront und vernichtete dabei 25 schwere Pak.Einen Ausbruchsversuch des Gegners aus dem sich bildenden Kessel zerschlug das PR „ Bäke “.Inzwischen rollten die Tiger unter der Führung von Major Graf Kageneck weiter auf Charkow vor und vernichteten 16 Feindpanzer,die sich ihnen entgegenstellten.Am frühen Morgen des 30.1. 1944 stießen die Tiger der sPzAbt. 503 am Bahnhof Oratow auf die Spitzen des von Osten herbeieilenden PR 2 ( 16.PD ).Der Kessel war geschlossen.
Die Hauptkräfte des Gegners waren südostwärts Oratow auf einem 4qKm großen Waldstück zusammengedrängt.Nach starker Flieger- und Art-Unterstützung traten alle Teile des Einschließungsrings zum Angriff an.Der Kessel von Balabanowka war nicht mehr.Für den Einsatz der sPzAbt. 503 wurde Major Graf Kageneck mit dem Eichenlaub zum RK ausgezeichnet.Hptm.Scherf,Chef der 3./503,erhielt das Ritterkreuz.Er hatte trotz erheblicher Verwundung den Angriff vorgetragen.
Graf Kageneck wurde wenig später bei einer persönlichen Erkundung abermals schwer verwundet und musste erneut ins Lazarett.Er kehrte nicht wieder zur Abt. zurück,sondern wurde mit der Führung der Kommandeurslehrgänge in Bergen betraut.Erneut übernahm Hptm.Burmester die Abteilungsführung.Er sollte die Abt. in den schweren Kämpfen um den Kessel von Tscherkassy führen.


Der Kessel von Tscherkassy

Nachdem es bei Balabanowka gelungen war,den Vormarsch der Roten Armee auf Uman und den Bug aufzuhalten und die Versorgungsbasis der 1.PzArmee und der 8.Armee zu retten,hatte die Rote Armee starke Teile der 8.Armee eingekesselt.Hitler,der um den Befehl zu Absetzen gebeten worden war,hatte diesen verweigert.So schloß sich bei Swenigorodka der Kessel um das XI.AK der 8.Armee und um das XXXXII.AK der 1.PzArmee.Etwa 50000 deutsche Soldaten saßen in dieser Falle.
In dieser Situation gab das ObKdo der 1.PzArmee den Befehl,das III.PzK.,Breith,so schnell wie möglich aus der Front zu lösen und es in den Raum nörlich Uman zu verschieben.Es waren dies: 16. und 17.PD,SS-PD „ LAH “ und das PR „ Bäke “.Die 1.PD sollte so schnell wie möglich folgen.
Gleichzeitig erging Befehl an die 8.Armee,das GenKdo des XXXXVII.PzK.,von Vormann,mit der 3.,11.,13.und 14.PD freizumachen und hinter dem Westflügel der 8.Armee südl. Swenigorodka bereitzustellen.
An den Kessel erging gleichzeitig die Weisung,alle angriffsfähigen Teile des eingeschlossenen XI. und XXXXII.AK am Südrand des Einschließungsrings zum Ausbruch zu versammeln.
Als Beginn des Angrifss der 9 genannten PDnen hatte die HGr. den 2. spätestens den 3.2. 1944 vorgsehen.Doch anstelle der geplanten neuen waren nur zwei ( ! ) PDnen angriffsbereit.Dennoch griff am 4.2. das III.PzK. in der vorgesehenen Stoßrichtung nach Norden an.Das PR „ Bäke “ bildete auch hier die Spitze,gefolgt von der 16. und 17.PD.Von der Tatsache,dass 50000 deutsche Soldaten eingeschlossen waren,wussten die Männer noch nichts.Sie sollten zusammen mit anderen Divisionen eine entstandene Frontlücke schließen und den Feind einkesseln.So lautete ihr Auftrag.
Die schweren Panzer liefen sich bei Tauwetter und Regen im tiefen Schlamm fest.Am 7.2. bereits blieb der Stoß nach Norden auf den Gniloi-Tikitsch bei Bojarka liegen.
Bis dahin hatte das PR „ Bäke “,im Schwerpunkt des Angriffs angesetzt,Medwin erreicht,die feindliche Front bei Kutschowka aufgerissen und sich gegen eine Übermacht an Panzern und Pak Kilometer um Kilometer vorwärtsgeboxt.Als am 3.Angriffstage der Vorstoß zusammen mit der PzAA 16 weitergeführt werden sollte,befand sich die KGr. vor einer massierten feindlichen Abwehrfront.Da das Gelände von Balkas ( Schluchten ) zerissen war,ließ Obstlt.Bäke nur einen Scheinangriff führen,der den Gegner band.Mit seiner Panther-Abt. rollte er um die Schluchten herum und stand um 08.30 Uhr im Rücken des Gegners.
Im gemeinsamen Kampf von zwei Seiten wurde der Gegner vernichtet.80 Feindpanzer und eine Menge Pak wurden abgeschossen.
Das nun einsetzende Tauwetter mit Sprühregen ließ die technischen Ausfälle der schweren Panzer ansteigen.Die Feindabwehr verstärkte sich ständig.Der weitere Vorstoß nach Nordosten auf Medwin musste eingestellt werden.Nunmehr wurde das III.PzK mit dem PR „ Bäke “ umgruppiert und zum Entsatz des Kessels von Tscherkassy aus dem Raume Winograd nach Osten über Bushanka-Lissjanka auf den Kesselrand angesetzt.
Am 11.2. 1944 begann der zweite Vorstoß in Richtung des im Kessel von Tscherkassy eingeschlossenen Korps.Der Befehl an das PR „ Bäke “ die Brücke bei Bushanka über den Gniloi-Tikitsch zu nehmen,kam zu spät;sie war bereits gesprengt.Obstlt.Bäke setzte nun aus eigenem Entschluß die Panther-Abt. auf die Brücke von Frankowka an.Sie wurde im letzten Augenblick in Besitz genommen.Bei diesem Angriff fielen 30 russische Panzer den Pantherkanonen zum Opfer.Dennoch ging der weitere Vorstoß nur mühsam voran und am 15.2. funkte die 8.Armee an die Eingeschlossenen: „ Aktionsfreiheit III.PzK witterungs-und versorgungsbedingt eingeschränkt.Gruppe Stemmermann muß entscheidenden Durchbruch bis Dshurshenzy,Höhe 239,0, 2 Km südlich davon,aus eigener Kraft führen.Dort Vereinigung mit III.PzK “.
Am nächsten Tag gelang es Obstlt.Bäke noch,mit seinem Rgt. nach Oktjabr vorzustoßen.Damit war er bis auf 8 Km an den Kesselrand herangekommen.
Der Ausbruch aus dem Kessel begann am 17.2. 1944 um 23.00 Uhr.Die erste Welle der Ausbrechenden kam bis zu den Panzern Bäkes durch.Nachfolgende Gruppen gerieten in das Feuer sowjetischer Panzer,die den Ausbruch über den Höhenrücken südlich Dshurshenzy zu verhindern suchten.Unter den Gefallenen befand sich auch General Stemmermann.
Erst am nächsten Morgen,dem 18.2.,gelang es Bäke nach Zuführung von etwas Treibstoff mit wenigen Tigern und Panthern bis südl. des sogenannten Höhenzuges 239 vorzustoßen und starke Kräfte des Gegners zu fesseln.Damit war der Weg endgültig frei.Während der 2. Phase des Kampfes wurden vom PR „ Bäke “ 130 Feindpanzer abgeschossen und zahlreiche Pak vernichtet.Das Rgt. kämpfte sich nach der Erfüllung der Aufgabe zurück.Damit hatte auch die sPzAbt. 503 Anteil an der Rettung eines Teiles der im Kessel von Tscherkassy eingeschlossenen Kameraden.
Am 25.2. wurde das sPzRgt. „ Bäke “ aufgelöst.In einem Tagesbefehl würdigte GendPzTr. Hube die Leistungen dieses Regiments.Obstlt.Franz Bäke erhielt die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub.Damit wurden er und sein ganzes Regiment geehrt.Zu diesem Einsatz und dem Anteil der Tiger daran befragt,äußerte sich Dr.Bäke im Jahre 1972 wie folgt: „ Die Tiger waren die besten Kampfwagen und bewährten sich besonders im harten Gefecht.Nachteil:ihr zu kleiner Aktionsradius.
Die Panther waren beweglicher,jedoch auch leichter verwundbar.Eingesetzt wurden beide Kampfwagentypen nach den gegebenen Möglichkeiten und Erfordernissen.“
( Das Urteil von Dr.Franz Bäke hat deshalb besonders Gewicht,weil er im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges in fast allen deutschen Panzertypen annähernd 500 Einsätze gefahren ist und selbst dabei 13 mal abgeschossen und siebenmal verwundet wurde.Dr.Bäke ist einer der wenigen noch lebenden Panzerkommandeure,der auch noch die Tankschlacht von Cambrai,im Ersten Weltkrieg,erlebt hat.)

Einsatz der sPzAbt. 503 im Hube-Kessel

Am Morgen des 4.3. 1944 begann die russische Offensive zwischen Pripjet und Karpathen.Sie traf die 4.Armee ebenso,wie den im Raum Uman stehenden linken Flügel der 8.Armee.Am 10.3. rollten die Panzer des General Konjew ( 2.Ukrainische Front ) nach Uman hinein und stießen weiter bis zum Bug durch.Der Bug wurde überwunden,der weitere Vorstoß zum Dnjestr begann.Die wichtige Eisenbahnlinie Lemberg-Odessa wurde am 16.3. von Konjews Panzerverbänden durchschnitten.Am 17.3. hatten die russischen Sturmverbände den Dnjestr überwunden und schwenkten zur Umfassung der 1.PzArmee nach Nordwesten ein.Auch die 1.Ukrainische Front unter Marschall Schukow bezwang am 29.3. den Dnjestr und eroberte die alte polnische Stadt Tschernowitz.Damit stand sie auf breiter Front im Rücken der HGr.Süd.Von Osten näherten sich seine Spitzenverbände den Truppen von Konjews 2.Ukrainische Front.
Damit war die 1.PzArmee unter GendPzTr.Hube in einem riesigen Kessel zwischen Dnjestr und Bug eingeschlossen.
Ein wandernder Kessel,das war von nun an die 1.PzArmee geworden und in ihrem Schwerpunkt war die sPzAbt. 509 eingesetzt.Aber auch die sPzAbt. 503 war im Rahmen des III.PzK in den Kesselkämpfen eingesetzt.Zunächst stand sie in den Kämpfen des 7.,8. und 9.3. im Großraum Proskurow,bei Mastowa,Kopazewka und Lagowa im Einsatz.Die 1./503 unter Oblt.Reutermann erzielte zunächst einige Erfolge.Am 10.3. fiel Oblt.Reutermann.Uffz.Höppner übernahm den Chefwagen der 1./503,mit dem er sich 13.bis 15.3. auf Skalat vorkämpfen musste.Bei diesen Einsätzen schoß er 5 T 34/85,zwei Pak und zahlreiche Fuhrwerke ab.
Am 20.3. stieg Oblt.Linden in den Chefwagen ein und kämpfte mit seiner Besatzung ununterbrochen bis zum 29.3. in den Räumen Malliny-Grzymalow-Touste-Zurkowszy-Skalat.Während dieser Zeit wurden vom Chefwagen erneut 8 T 34,1 Spähwagen,1 Flugzeug,1 Muntions-Lkw und andere Waffen vernichtet.Dabei wurde der Chefwagen mit der Nummer 100 mehrfach getroffen und lief am 21.3. auf eine russische Kastenmine.Am 31.3. löste Lt.Heinrich Oblt.Linden ab.Bis Gorodischtsche schlug sich der Chefwagen durch.Hier brach am 5.4. 44 die Welle zwischen Benzin- und Ölpumpe.Der Wagen musste gesprengt werden.Ein teil der Panzerlosen Besatzung,Lt.Heerlein,Uffz.Lochmann und Obgfr. Walter stiegen in den letzten noch vorhandenen Stabswagen römisch II um und traten damit am 7. und 8.4. bei Magerowka gegen überlegene russischen Kräfte an.3 T 34 und 1 Pak wurden abgeschossen.
Im Raum Tarnopol traf die sPzAbt. 503 das erstmal auf russische Panzer des Typs JS II.Einer davon wurde von Tiger 123 so getroffen,dass sich sein gewaltiger Turm mit der 12,2-cm-Kanone aus der Verankerung löste und seitlich über die Bordwand geschleudert wurde.Der Rückzug endete schließlich in Lemberg.Hier trafen die letzten Besatzungen der sPzAbt. 503 am 22.4. 44 ein.Fast das gesamte Material war im Kessel geblieben.Neben Oblt.Reutermann,Uffz.Borries und Fw.Erdmann sind mindestens 12 Soldaten der Abt. im Kessel gefallen.Nach den Listen des DRK sind weitere 25 Soldaten als vermisst gemeldet worden.
Die Panzerlosen Besatzungen und die Räderteile der sPzAbt. 503 wurden im Raume Lemberg wieder zusammengeführt und anschließend zur Neuaufstellung nach Ohrdorf/Thüringen verlegt.


Quelle: Tiger Die Geschichte einer legendären Waffe 1942-45

Mit freundlichen Grüßen Oliver
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 34734 | Verfasst am: 06.10.2004 - 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hier der Tagesbefehl Hubes betreffend des PzRgt. Bäke :

Hier der Tagesbefehl des Oberbefehlshabers der 1.PzArmee vom 25,2,1944 :

Mit dem heutigen Tage wird das schwere Panzerregiment Bäke aufgelöst . Die zugeführten Teile treten zu ihren Einheiten zurück . Damit endet eine Zeit hervorragender Bewährung für das Regiment . Zusammengestellt für die Mitte Januar beginnende Durchbruchsschlacht* mit der Aufgabe , nach Einbruch der Infantrie in die vorderste feindliche Stellung den schweren Angriffskeil zu bilden , warf das Regiment von Britzkoje antretend den Feind weit zurück . Es schlug sodann die von Norden herbeigeeilten stark überlegenen feindlichen Panzerkräfte zusammen und ermöglichte den InfDiv den weiteren Durchbruch , um im den nächsten Tagen im kühnen Vorstoß die Angriffsspitze zu übernehmen . So stellte das Regiment als erste die Verbindung zu den aus Osten vortoßenden eigenen Panzern her . Damit waren die südlich stehenden Feindkräfte abgeschnitten und gingen ihrer Vernichtung entgegen .
Aber nicht genug damit , stieß der tapfere Kommandeur aus eigenem Entschluß in die sich nördlich Oratow bereitstellenden neuen russischen Panzer kräftig hinein und warf auch diese unter schweren Verlusten zurück .
Wenige Tage später , nach erfolgter Umgliederung , galt es , zu den eingekesselten Teilen des 11. und 42. Armeekorps vorzustoßen . auch hier lag bei dem schweren PzRgt. Bäke der Schwerpunkt . In überraschendem , kühnem Stoß durchbrach es den Feind und riß die feindliche Front bis Kutschowka auf , um wiederum zwei Tage später nach Umgliederung zu dem Stoß auf Gutschanka anzusetzen . Mühselig sich durch den Schlamm wühlend , durch wetterbedingte Ausfälle immer schwächer werdend , erkämpfte sich das Regiment den Übergang über die Lyssjanka und hielt nur mit wenigen Panzern gegen immer stärker werdende Übermacht die Angriffsspitze .

Bis auf 8 Km an die eingekesselten Teile heranlommend , ermöglichte das Regiment in seinem Rahmen den Durchbruch der Eingekesselten .

In Anerkennung dieser hohen Leistung , die an manchen kritischen Tagen schlachtentscheidend war , verlieh der oberste Befehlshaber dem tapferen Führer die Schwerter zum Eichenlaub , damit ihn und sein ganzes Regiment ehrend .

Ich selbst gedenke dankbar den Taten des Regiments . Sie werden in der Geschichte der 1.PzArmee unvergeßlich bleiben . Dem tapferen Führer und allen Angehörigen des schweren PzRgts Bäke meine besten Wünsche für die Zukunft .

gez . Hube , General der Panzertruppe und OB der 1.PzArmee

* :Zusatz des Verfassers : Das Regiment bestand aus je einer Abteilung Tiger und Panther . Kommandeur war Oberst der Reserve Franz Bäke , einer der vielen hervorragenden Reserveoffiziere der Panzertruppe wie auch Oberst Mummert und der Generalmajor Graf Strachwitz


Gefunden in : Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe 1916-1945 von Walther K. Nehring


Jan-Hendrik

EDIT : Olli , Jan-Hendrik war schneller !
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BeitragBeitrags-Nr.: 34749 | Verfasst am: 06.10.2004 - 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ist das gemeint " Olli,Jan-Hendrik war schneller " ?Das versteh ich irgendwie net. Fragend Keine Ahnung

Mfg Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 34753 | Verfasst am: 06.10.2004 - 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das i den Doppelpost gelöscht hatte bevor Du darauf hinweisen konntest ...


Jan-Hendrik
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