80 cm-KANONE 'Dora'
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 35231 | Verfasst am: 08.10.2004 - 16:42    Titel: 80 cm-KANONE 'Dora' Antworten mit Zitat

Wo wurde die Dora eingetlich gebaut?
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 35232 | Verfasst am: 08.10.2004 - 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich weiss bei Krupp.

Mfg Oliver
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 35245 | Verfasst am: 08.10.2004 - 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Weiß jemand die Bauzeit?

Die anderen werden das sicherlich mitbekommen haben, gabs dazu Unterlagen?
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 35248 | Verfasst am: 08.10.2004 - 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Eisenbahngeschütz ist mit seinem Kaliber von 80 cm das größte Artilleriegeschütz der Welt. Die Idee so ein Geschütz zu bauen, liegt in den verlustreichen Erfahrungen, die das deutsche Militär im Ersten Weltkrieg mit den französischen Festigungsanlagen gemacht hatte. Ohne die Tatsache zu Berücksichtigen, dass ein solcher Geschütz von über 1.000 Tonnen nicht nur sehr schwerfällig sein würde, sondern auch der Aufwand in keinem Verhältnis zu Nutzen stehen würde, vergab das Heereswaffenamt 1937 auf "ausdrücklichen Wunsch des Führers" an Krupp einen Auftrag zu Bau zweier Eisenbahngeschütze Kaliber 80 cm. Die Anforderungen für dieses Geschütz lagen bei einer Durchschlagsleistung von 7 m Eisenbeton und 1 m Stahl. Die Reichweite sollte bei 45 km für die Sprenggranate und bei 35 km für die schwerere Panzergranate liegen. Primär sollte dieses Geschütz natürlich zur Bekämpfung der Maginotline dienen, doch auch der Beschuß von Gibraltar im Rahmen der geplanten Operation "Felix" war vorgesehen. Dafür sollte das Geschütz extra mit 1.674 mm Breitspursätzen für die iberische Halbinsel ausgerüstet werden können. Das erste Rohr wurde ab September 1941 eingeschossen und im November desselben Jahres war dann auch die Lafette fertig. Diese erste Kanone mit dem Spitznamen "Dora" wurde der extra im Januar 1942 aufgestellten Artillerie Abteilung (E) 672 zugeteilt. Der einzige Einsatz dieser Kanone fand zwischen dem 5. und 17. Juni 1942 bei der Bekämpfung der Festung Sewastopol statt. In diesem Zeitraum wurden gerade einmal 48 Schuß abgegeben. Doch zeigte sich hier auch die Durchschlagskraft des gewaltigen 80 cm Kalibers: Die "Dora" zerstörte ein großes Munitionslager das 30 m tief im gewachsenen Fels lag. Außerdem wurden mit ihr Panzerforts, wie etwa die Festung "Maxim Gorki" beschossen. Danach wurde sie nach Leningrad verlegt, kam aber dort nicht mehr zum Einsatz. Nach einer Überholung wurde dann im März 1943 bei einer Vorführung der letzte scharfe Schuß abgegeben. Die Abmessungen und Massen der 80 cm Kanone waren gewaltig: Allein das Rohr wog 400 Tonnen. Jenes der "Dora" war ein einlagiges Seelenrohr, während das zweite Geschütz mit dem Kosename "Schwerer Gustav" ein zweilagiges Rohr besaß. Dieses zweite Geschütz kam aber nie zum Einsatz. Der Schubkurbelverschluß des Rohrs wurde hydraulisch betätigt. Abweichend von der theoretischen Rohrlebensdauer von 100 Schuß, zeigten sich in der Praxis schon nach 15 Schuß starke Abnutzungserscheinungen. Neben der Sprenggranate mit Kopf- und Bodenzünder gab es auch noch eine Panzergranate von 7,1 Tonnen. Sie wurde aus Chrom-Nickel Stahl hergestellt und besaß eine Wandstärke von bis zu 18 cm sowie eine gehärtete Spitze. Zur Verbesserung der Flugeigenschaften besaß diese Granate eine aufgeschraubte ballistische Haube aus einer Silizium-Aluminiumlegierung. Der Sprengstoffanteil von 250 kg wurde dann durch einen Bodenzünder ausgelöst.
Das Fahrgestell bestand aus vier Zwischenträgern mit je zwei fünfachsigen Drehgestellen. Auf den Zwischenträgern war die Unterlafette und darüber die als Hauptträger bezeichnete Oberlafette aufgesetzt. Auf der Oberlafette war das Schießgerüst mit Ladebühne und Rohrlagern angebracht. Sämtliche Träger der Lafette bestanden aus geschweißten Kastenträgern. Das Rohr, das je zwei Rücklaufzylinder und Vorholer hatte, ruhte schließlich mit der Schildzapfen in den starken Rohrlagern. Ausserdem hatte das Geschütz noch eine eigene Kraftstoffversorgung. Das komplett zusammengebaute und feuerbereite Geschütz wog 1.350 Tonnen. So war der Transport in einem Stück natürlich nicht möglich. Allein für den Transport des zerlegten Geschützes, des Personals sowie der speziellen Gleisanlagen waren fünf Züge mit 99 Wagen notwendig. Dazu kamen drei bis vier weitere Bauzüge, die auch zwei 110 Tonnen Aufbaukräne mitführten. Insgesamt wurden zur Vorbereitung der Feuerstellung und zum Betrieb der "Dora" an die 4.500 Mann benötigt. Da ein Eisenbahngeschütz natürlich auch ein Primärziel für Luftangriffe war, kamen ausserdem noch zwei Flak-Batallione hinzu, die das Geschütz ständig bewachten.
Dieser Material- und Personalaufwand lässt erahnen, wie aufwendig es war eine etwa 2.000 m lange Feuerstellung zu errichten. Die dreigleisige Aufbaustrecke war ungefähr 900 m lang. Hierbei dienten zwei Gleise als Montageplatz während auf dem dritten Gleis die Materialzüge eingefahren wurden. Von diesem Montageplatz führte dann die circa einen Kilometer lange zweigleisige Schießkurve hinaus. Allein für diese Gleisarbeiten brauchten 2.500 Mann je nach Geländeverhältnissen drei bis sechs Wochen. Dabei musste allerdings mit großer Sorgfalt vorgegangen werden, den die Schienenunterlagen waren bei einem allein durch die Gewichtskraft verursachten Achsdruck von 34 t stark belastet. Beim Schuß war das auszuhaltende Gewicht natürlich noch größer. Die eigentliche Montage das Geschützes dauerte nur 54 Stunden. Zuerst wurden auf großen Holzplattformen vier handbetriebene Kräne aufgestellt, mit denen dann die elektrisch betriebenen 110 Tonnen Aufbaukräne aufgebaut wurden. Diese Portalkräne überspannten die drei Gleise der Montagestrecke und liefen selbst auf eigenen Schienen. So konnten die Einzelteile per Zug auf dem dritten Gleis angefahren werden, um dann von den beiden Kränen zum Montageplatz gehoben zu werden. Von den 54 Stunden nahm allein die Rohrmontage 16 Stunden in Anspruch. Nachdem die Lafette montiert war, wurde die Rohrwiege mit dem Schildzapfenlager eingesetzt. Danach wurde das Seelenrohr von hinten in das Mantelrohr eingefahren. Nun wurden die Plattformen, Laufstege, Leitern, die beiden Munitionsaufzüge und das restliche Zubehör angebracht. Der Aufbau war damit abgeschlossen.
Das Seitenrichten des Geschützes geschah über die Schießkurve. Dazu wurde das Geschütz von zwei synchron gesteuerten 940 PS Dieselloks verschoben. Das Feinrichten wurde mittels Elektromotoren an den Hinterachsen der Drehgestelle vorgenommen. Zwischen den Schienensträngen waren Auflage- und Stützkörper verlegt, die nicht nur zur Stabilisierung der Gleise dienten, sondern auf die auch hydraulische Stützen aufgesetzt wurden. Diese dienten dazu beim Schiesen die Achsen der Fahrgestelle zu entlasten. Sowohl für die Munition als auch für die Treibladung, bestehend aus Hülsen- und Beutelkartusche, war ein extra Aufzug am Heck des Schießgerüstes angebracht. Am Anfang wurde das Geschoß mit einem der Aufbaukräne vom Munitionswagen auf eine Munitionstransportkarre gehoben. Diese fuhr dann auf die Plattform des Munitionsaufzuges. Dieser hob die Karre auf die Ladebühne, wo das Geschoß auf den Ladetisch umgeladen wurde. Von dort aus wurde es mit einem hydraulischen Ansetzer ins Rohr gebracht.
Zur Erhöhung der Reichweite der 80 cm Kanone waren einige weitere Munitionstypen geplant. Beispielsweise ein zwei Tonnen schweres Treibspiegelraketengeschoß oder ein Peenemünder-Pfeilgeschoß mit 150 km Reichweite für ein auf 84 m verlängertes glattes Rohr. Dies sollte vor allem den Beschuß Englands ermöglichen. Das dritte nicht mehr fertiggestellte Geschütz "Langer Gustav" sollte sogar von vornherein eine 43 m lange Kanone mit einem 52 cm Kaliber erhalten. Für diese Kanone war eine Treibspiegelraketengeschoß von 680 kg mit 190 km Reichweite vorgesehen. darüberhinaus gab es noch Planungen für ein viertes Geschütz mit glattem Rohr, das den Kosenamen "Schwerer langer Gustav" hatte. Das dritte nicht mehr fertiggestellte Geschütz wurde durch Bombenangriffe vernichtet, während die beiden anderen 1945 in Kummersdorf befehlsgemäß von deutschen Sprengkommandos zerstört wurden.
Obwohl die "Dora" die in sie gesetzten Erwartungen bezüglich der Durchschlagsleistung voll erfüllt hat und obwohl sie eine technische Spitzenleistung der deutschen Rüstungswirtschafft darstellte, kann sie aus militärischer und wirtschaftlicher Sicht als die größte Fehlplanung der damals verantwortlichen Militärs und Funktionäre gelten. Die 48 abgegebenen Schuß stehen in keinem Verhältnis zum immensen Aufwand der dafür betrieben wurde, zumal das zweite Geschütz nicht einmal zum Einsatz kam. "Im ganzen gesehen hat dieser Aufwand zweifellos nicht im richtigen Verhältnis zu dem Nutzeffekt gestanden." (Gfm v. Manstein)

http://www.waffenhq.de/panzer/dora.htm


Jan-Hendrik
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Lupo
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BeitragBeitrags-Nr.: 50925 | Verfasst am: 21.02.2005 - 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist ein Link mit zwei Bilder von der gesprengten Dora.

http://www.grafenwoehr.de/museum/ges_tuep/wk2.htm
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 52966 | Verfasst am: 12.03.2005 - 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

So wie es ausschaut gab es ein "Dora"-Testgelände bei Leba / Pommern . Dort existiert noch ein riesiger Drehkranz samt Bettung . Werde versuchen , dort im Sommer mal ein paar Bilder zu machen .


Jan-Hendrik
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Walnussbaer
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BeitragBeitrags-Nr.: 53107 | Verfasst am: 13.03.2005 - 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Das Rohr der Dora wurde auf dem Versuchsgelände Altmark bei Braunschweig eingeschossen und dort wurden auch Beschußtests gemacht.
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 53110 | Verfasst am: 13.03.2005 - 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Kann es sein das eine Granate der Dora noch in der Kaserne des Übungsplatzes steht?Altmark ist doch das heutige GÜZ.Dort stand eine große Granate in der Kaserne.

Mfg Oliver
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Walnussbaer
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BeitragBeitrags-Nr.: 53113 | Verfasst am: 13.03.2005 - 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das ist vom Mörser Karl soweit ich weiß.
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 53114 | Verfasst am: 13.03.2005 - 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte ja sein können,aber auf dem Übungsplatz wurde damals ja Munition und Geschütze getestet.Es gibt noch viel von damals zu sehen.Das Doppel H und etliche Bunker z.B.

Mfg Oliver
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Walnussbaer
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BeitragBeitrags-Nr.: 53118 | Verfasst am: 13.03.2005 - 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ja das da viel getestet wurde weiß ich. Aber was ist das "Doppel H"? Fragend
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 53119 | Verfasst am: 13.03.2005 - 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Damit haben sie wohl die Geschwindigkeit der Munition gemessen.Das Teil ist aus Metall und sieht aus wie ein Doppeltes H,deshalb Doppel H.Auf unserer Karte war es auch eingezeichnet und noch ein Teil namens " Totem " oder so ähnlich.Waren gute Anhaltspunkte im Gelände.Ich glaub ein Orietierungspunkt hieß oder heißt auch immer noch Rabenberge oder Rabenberg?

Mfg Oliver
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Walnussbaer
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BeitragBeitrags-Nr.: 53121 | Verfasst am: 13.03.2005 - 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Aha ok, danke, das kannte ich noch nicht. Rabenberg kommt mir bekannt vor. Davon hat mal ein Soldat da geredet glaub ich.
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 53123 | Verfasst am: 13.03.2005 - 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war zweimal mit Y-Tours da.Einmal haben wir das Agdus System getestet und einmal haben wir mittels Agdus einen " Krieg " geführt und zwar wie immer Rotland gegen Blauland Grins .

Mfg Oliver
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Rainer
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BeitragBeitrags-Nr.: 53321 | Verfasst am: 16.03.2005 - 01:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
es gab noch "Little David" mit einem grösseren Kaliber.
Gruss
Rainer
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