80 cm-KANONE 'Dora'
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champer
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BeitragBeitrags-Nr.: 114477 | Verfasst am: 05.02.2007 - 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

da wäre es doch bestimmt billger gewesen sie gegen Luftangriffe durch 88er und Vielingsgeschütze zuschützen oder? außerdem konnten doch feindliche Flugzeuge auch auf das original treffen anstatt auf die Atrape!
mfg Champer Winken
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 114498 | Verfasst am: 05.02.2007 - 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Habe grade noch mal nachgelesen:
Ursprünglich waren sogar zwei Scheinstellungen geplant, aber nur eine, 4,6km westnordwestlich von "Dora", wurde tatsächlich gebaut. Diese Atrappe wurde dann Ende Juni 1942 bei einem Luftangriff zerstört.

@Champer
Die richtige "Dora" wurde von einer ganzen Flak-Abteilung gesichert, dazu kam scheinbar noch regelmäßiger Jagdschutz der Luftwaffe.
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champer
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BeitragBeitrags-Nr.: 114702 | Verfasst am: 08.02.2007 - 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

na wenn sie des alles hatte frage ich mich warum der ganze aufwand für die Atrappe wenn die richtige sowieso richtig gut geschütz ist
mfg Champer Winken
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Wittmann1944
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BeitragBeitrags-Nr.: 124290 | Verfasst am: 15.06.2007 - 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

hat denn nun jemand eine 100%ige Quelle über den Verbleib der Geschütze?

wurden denn nun 3 gebaut oder doch nur die Dora selber?

Lange Gustav wurde von Bomben zerstört aber war das Geschütz nun fertig oder nur das Rohr?

Dora und Schwerer Gustav wurden gesprengt richtig? Aber war Schwerer Gustav fertig?

Gibt es vielleicht Bilder die die zerstörten Geschütze zeigen? Ich meine keine Briefmarkengroße bilder ;)

Habt ihr vielleicht noch schöne Bilder der Dora im einsatz die man nicht so oft gesehen hat? Lachen

Gruß

Wittmann
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124305 | Verfasst am: 16.06.2007 - 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, "Dora" und "Schwerer Gustav 2" wurden definitiv beide fertig, "Langer Gustav" während der Herstellung zerstört.

August~ 1941
Rohr von "Dora" wird in Hillersleben auf einer Prüflafette aufgebaut

10.09.1941
erster Schuß auf Betonwand in Hillersleben

11.09.1941
zweiter Schuß gegen 60cm Gußplatte

20.09.1941
dritter Schuß gegen 60cm Schmiedeplatte

Spätherbst 1941
Verlegung nach Rügenwalde, Aufbau des gesamten Geschützes auf der richtigen Lafette

25.11.1941
erster Schuß von der richtigen Lafette

05.12.1941
seit 25. November acht Probeschüße für Erstellung der Schußtaffeln

08.01.1942
Aufstellung der schweren Artillerie Abteilung (E) 672

April 1942
Abbau in Rügenwalde, Verlegung auf fünf Zügen über Gotenhafen - Bromberg - Krakau - Lemberg - Dnjepopetrowsk - Saporoshje - Militopol nach Simferopol auf der Krim

April / Mai 1942
Aufbau von Feuerstellung bei Bachtschissaraj und Scheinstellung 4,6km westnordwestlich

26.05.1942
Geschütz-Züge rollen in Feuerstellung

29./30.05.1942
"Dora" fertig aufgebaut und feuerbereit

05.06.1942
Um 5:35 Uhr feuert "Dora" zum ersten Mal auf feindliches Ziel, den Kasernenblock.
Zweite bis neunte Schüße gehen auf Küstenbatterien südwestlich von Fort Maxim Gorki, zehnte bis fünfzehnte Schüße auf das Fort Stalin.

06.06.1942
Sieben Schuß auf Fort Molotow, neun Schuß auf Munitionslager Weiße Klippe.

07.06.1942
Sieben Schuß auf Munitionslager Weiße Klippe.

11.06.1942
Fünf Schuß auf Fort Sibirien.

17.06.1942
5 Schuß auf Fort Maxim Gorki.

02.07.1942
Befehl zur Verlegung nach Leningrad bis zum 25.08.1942. "Dora" wird tatsächlich verlegt, vollständig in einem Waldstück bei Leningrad aufgebaut. Bei Beginn der sowjetischen Gegenoffensive wird "Dora" schleunigst abgebaut und nach Rügenwalde verlegt.

08./09.08.1942
Rohr von "Schwerer Gustav 2" wird in Hillersleben in Prüflafette angeschossen.

Februar 1943
"Schwerer Gustav 2" wird zu seiner Schwester nach Rügenwalde verlegt und zum ersten Mal vollständig aufgebaut.

24.02.1943
"Schwerer Gustav 2" feuert in Rügenwalde zum ersten Mal von echter Lafette. Danach folgen Schießversuche bis zum 27.02.1943.

Februar / März 1942
"Dora" wird grundüberholt und bekommt eine zweites Seelenrohr eingebaut

19.03.1943
"Dora" gibt zwei Vorführungsschüsse vor u.a. Hitler und Speer ab.

Ende März 1943
Auflösung der schweren Artillerie Abteilung (E) 672. Abbau beider Geschütze.

Mai 1943
Hitler befiehlt die Fertigstellung von "Langer Gustav"

1944
"Langer Gustav" bei Angriff auf Essen zerstört. Entscheidung Hitlers die beiden 80cm Kanonen zum Einsatz gegen England umzubauen.

März 1944
Organisation Todt erkundet mögliche Feuerstellung gegen England bei Sangatte nahe Calais.

16.06.1944
Treffen von Vertretern der Organisation Todt und der Industrie um Einsatz der beiden Geschütze gegen England vorzubereiten. Geplant sind 44m Glattrohre um mit dem 80/52cm Peenemünder Pfeilgeschoß auf Reichweiten bis zu 140km zu kommen. Der Umbau beider Geschütze erfordert 1.800t Stahl. Hitler ist unzufrieden damit und fordert 84m langes Rohr um eine 10t Raketengranate auf 160km zu verschießen: Rohrgewicht 675t!

Ende 1944
Einsatz gegen Antwerpen wird geplant, aber nicht durchgeführt.

Anfang 1945
Beide Geschütze liegen immer noch zerlegt in Rügenwalde, werden dann aber behelfsmäßig auf Waggons verladen und strandeten nach einigen Irrfahrten u.a. bei Chemnitz und Grafenwöhr.

Frühjahr 1950
Letzte Geschützreste von Grafenwöhr der Verschrottung zugeführt.


Aus:
Deutsche Eisenbahn Geschütze – Rohr-Artillerie auf Schienen (Spezialausgabe von 2001)
Von Gerhard Taube
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124307 | Verfasst am: 16.06.2007 - 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hier gibt's ein paar Bilder der Grafenwöhr-Reste:

http://user.mc.net/hawk/biggun.htm

Winken
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Wittmann1944
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BeitragBeitrags-Nr.: 124314 | Verfasst am: 16.06.2007 - 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

das ist echt interessant! gibt es denn bis auf die granaten keine überbleibsel von denen?

Gibt es denn nur so wenig bilder von den geschützen oder warum sind fast überall nur die gleichen bilder vorhanden?
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 124326 | Verfasst am: 16.06.2007 - 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

In dem obigen erwähnten Buch sind mehr als 200 Bilder. Höchst interessant ist der Teil über den Zusammenbau mit mehr als 100 Bildern. Ich zitiere mal das Buch:

"Der Zusammenbau des Geschützes ist in allen Phasen wiederholt gefilmt und zu Ausbildungszwecken zusammengeschnitten worden, zuletzt vermutlich im Jahre 1943. Erhalten geblieben davon sind nur einige wenige Fragmente. Aber Beschreibungen über die gedrehten Szenen und über 300 Standfotos wurden zum Teil erst kürzlich entdeckt. Die meisten Standfotos entstanden vermutlich im Februar/März 1943 in Rügenwalde und zeigen vereinzelt das Gerät "Dora" und in der Masse das Gerät "Schwerer Gustav 2"."

Das bekannte Video mit Hilter und Gefolge im Vordergrund entstand wohl auch am 19.03.1943 in Rügenwalde.
http://www.youtube.com/watch?v=xF8JhXJ8Aio
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NagaSadow
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BeitragBeitrags-Nr.: 128991 | Verfasst am: 02.09.2007 - 22:50    Titel: Großartiges Video von Dora! Antworten mit Zitat

Tolles Video vom Juni 1942 bei Bachtschissaraj:

http://www.youtube.com/watch?v=_1HF3Jr5w9w

Winken
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Felix
Ist hier zuhause


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BeitragBeitrags-Nr.: 141711 | Verfasst am: 07.03.2008 - 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

2 interesante Links zum Thema:

http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/read.php?31,3701500

http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/read.php?17,2927238,2928257


Winken
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Tigerfreund
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BeitragBeitrags-Nr.: 148000 | Verfasst am: 21.05.2008 - 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

in Sinsheim steht eine noch Granate von der Dora Winken
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typ17
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BeitragBeitrags-Nr.: 155752 | Verfasst am: 10.08.2008 - 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.modellbau-koenig.de/catalog/product_info.php/products_id/9173/language/de/ad/froogle


Verrückt


MfG Alex
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Karat
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Beiträge: 439

BeitragBeitrags-Nr.: 167316 | Verfasst am: 12.02.2009 - 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Ich habe gerade zwei Fotos auf einer russischen Seite gefunden,sie sind 1945 wohl in Kummersdorf entstanden.Drei Russen posieren IN der Kartuschhülse!
http://victory.rusarchives.ru/index.php?p=31&photo_id=924
http://victory.rusarchives.ru/index.php?p=31&photo_id=817
mfg karat
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yogy
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BeitragBeitrags-Nr.: 177878 | Verfasst am: 15.11.2009 - 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Habe kürzlich im Bericht eines Piloten vom JG52 gelesen, dass die Dora 1943 von der Krim aus gegen Noworossisk eingesetzt wurde.

Das wären ja 150 - 200 km - ist da was dran? Fragend
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Michael aus G
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BeitragBeitrags-Nr.: 177882 | Verfasst am: 15.11.2009 - 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Eher unwahrscheinlich, allein der Entfernung wegen... Grins
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