80 cm-KANONE 'Dora'
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Le Marquis
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BeitragBeitrags-Nr.: 177893 | Verfasst am: 15.11.2009 - 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Im schlauen Buch* steht, dass die maximale Schussweite der Dora mit neuem Seelenrohr und Sprenggranate nach dem Sewastopol-Einsatz 47.000 m betrug (Schussabgabe im März 1943, Rügenwalde). Wie für viele andere Geschütze hat man auch für Dora begonnen unterkalibrige Granaten (Peenemünder Pfeilgeschoss-PPG) mit Raketenbooster zu entwickeln mit denen man Schussweiten von 100.000 m erreichen wollte. Hitler forderte eine 10.000 kg schwere Pfeilgranate mit 1.200 kg Sprengladung und 160.000 m Reichweite. Es wäre theoretisch möglich gewesen so extreme Schussweiten zu erzielen, immerhin schaffte die K-5 (E) (Kaliber 31cm ohne Züge) mit dem PPG (Kaliber 12 cm, 25 kg Sprengstoff) Schussweiten bis 150.000 m.

Natürlich muss man sich die Frage stellen, ob eine solche Entwicklung sinnvoll ist, da mit zunehmender Schussweite auch die Trefferablage steigt. Die Entwicklung der Raketentechnik und der Lenkbomben hat die Ära der Riesengeschütze folgerichtig beendet.

Panzer Hurra
Panzer
Le Marquis

* Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933-1945, Fritz Hahn, Bernhard & Graefe Verlag
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Reaper 1488
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BeitragBeitrags-Nr.: 186772 | Verfasst am: 12.07.2010 - 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Geschütz Dora 17.03.1943 
1. Schuss mit neuem Seelenrohr
Erhöhung: 45°
Sprenggranate: 4730kg
Ladung: 1250kg
Flugdauer: 86s
Schussweite: 31820m

19.03.1943 (Unter Besuch des Oberkommandos)
2. Schusslösung
Erhöhung: 65°
Betongranate: 7086kg
Ladung: 1720kg
Flugdauer: 113,17s
Schussweite: 25470m

19.03.1943 
3. Schusslösung
Erhöhung: 45°
Sprenggranate: 4759kg
Ladung: 1740kg
Flugdauer: 104,45s
Schussweite: 47060m
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daisy
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Beiträge: 1

BeitragBeitrags-Nr.: 190264 | Verfasst am: 18.11.2010 - 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte mal nur schnell für die tollen Infos danken. Sie haben mir bei meinem Hobby sehr viel weitergebracht und auch bei einem Referat waren sie mir sehr hiflreich. Weiter so.

MfG
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SP4
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Beiträge: 357
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BeitragBeitrags-Nr.: 191873 | Verfasst am: 20.01.2011 - 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Allerseits.
Bei meinen Überlegungen zu meiner alternativen (besseren) Kriegsmarine kam ich,recht ungewöhnlich,an der "Dora" nicht vorbei.
Beim Betrachten der technischen Daten wurde ich durch das ungewöhnlich geringe Gewicht des Rohres stutzig.
Nicht,daß rund 400 Tonnen für ein Rohr samt Bodenstück und Verschluss an sich wenig darstellen,doch angesicht des monströsen Kalibers von 80cm,ist das Gewicht irgendwie zu gering.
Als ob hier Leichtbau betrieben wurde.
Im Vergleich zum stärksten offiziell auf deutschen Schlachtschiffen vorgesehenden Geschütz,nämlich der 40,6cm SK C34 mit ihren rund 160 Tonnen Eigengewicht,sind 400 Tonnen für ein 80cm Monstrum sehr ungewöhnlich.
Wenn man nun das Mantelrohr der "Dora" betrachtet,fällt einem sofort die geringe Wandungsdicke auf.
Der Verschluss ist dagen normal dimensioniert.
Das Bodenstück wirkt wieder ungewöhnlich "schmalbrüstig"im Gegensatz zum Verschlussstück.
hier sollte offensichtlich Gewicht gespart werden.
Zu Lasten der Lebensdauer,der Feuergeschwindigkeit und natürlich der Zielgenauigkeit.
Anscheinend ging es aber nicht anders.

Es gab übrigens ein Versuchsgeschütz,daß anscheinend für den Einsatz auf Kriegsschiffen im Auftrag der Marine entwickelt wurde.
Bei 53,3cm Kaliber betrug sein Gewicht gewaltige 335 Tonnen.
Hier war das Verhältnis zwischen Kaliber und Eigengewicht des Rohres wieder im "normalen " Rahmen.
Siehe John Campbell - Naval Weapons of World War 2

Ein 80cm Rohr mit gleicher Kaliberlänge(L 40,6) müsste bei "normaler Dimensionierung" der Bauteile,inklusive Verschluss,entsprechend zwischen 700 und 750 Tonnen auf die Waage bringen.

Eure Meinungen hierzu sind gefragt.

Gruss Marc
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Gast






BeitragBeitrags-Nr.: 194630 | Verfasst am: 11.05.2011 - 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

i didn't know it before... good answer!










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