Schürzen bei modernen Panzern
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 41830 | Verfasst am: 08.12.2004 - 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Oli, Du meinst wahrschienlich den "Bergebalken". den hatten wir Anno 1992-95 noch bei unseren M113 am Heck.

wenn die Karre festgefahren war legten wir den Balken quer vor die Ketten. Sobald die Ketten den Griff kriegten zog sich der Panzer damit raus. Ging aber nur, wenn danach wieder guter Boden war. Wichtig war, dass man den Panzer in kleiner Fahrt wieder zum Laufen bekam und nicht wieder anhielt, bis man festen Boden unter den Ketten hatte. Der Baumstamm war allerdings danach Feuerholz. Grins
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 41832 | Verfasst am: 08.12.2004 - 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Genau das meinte ich Hoover und ich denke mal das Panzerwerfer das auch meinte Gut gemacht! .Wir hatten solche teile auch für unsern Skorpion.Damit haben wir ihn in der Waschhalle aufgebockt und von unten gereinigt.Vielen Dank.

Mfg Oliver
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 41836 | Verfasst am: 08.12.2004 - 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

den Bergebalken hatten schon die Russen 1941. Waren ja net blöd, die Schlönze.
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Panzerwerfer 42
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BeitragBeitrags-Nr.: 41847 | Verfasst am: 08.12.2004 - 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wo wir gerade von Bergepanzern reden: Ich habe mal eine Konstruktionszeichnung von einem Bergepanzer IV gesehen - der hat auch so einen Balken.
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KraZEE Ivan
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BeitragBeitrags-Nr.: 42383 | Verfasst am: 12.12.2004 - 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Die Russen haben im WK2 ziemlich viele Panzer in den Städten verloren. Allerdings haben die auch solchen Schutz gegen die Hohladungsgeschosse beutzt. Ab und zu hatten die sogar eine Wirkung.
Wenn so ein Panzerfaustgeschoss durch die Zusatzpanzerung abgewehrt wurde, blieb auf der Panzerwand darunter eine Schwarzgeschmolzene Stelle. Diese nannten die Panzerfahrer scherzhaft "Hexenknutschfleck".
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 42393 | Verfasst am: 12.12.2004 - 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

die Amis haben auf Iwo Jima und Okinawa ihre Panzer mit Holz "gepanzert". Zum einen hafteten die Hafthohlladungen der Japse nicht daran, zum Anderen wurde der Hohlladungsstachel dadurch abgeschwächt.

Die Wehrmacht machte übrigens 1944 Versuche mir Schürzen aus Leinenwänden, die wie Kartoffelsäcke aussachen. man hängte mehrere Lagen davon nicht sehr straff gespannt über einen Rahmen, etwa in der Form der Blechschürzen. Bei Versuchen zeigte sich, dass die Panzerfaustgeschosse und die Bazooka-Geschosse so stark abgebremst wurden, dass der Zünder oft nicht ansprach. Aber eine Einführung wurde verzichtet, weil es aufwendig und unsicher war. Fotos habe ich davon aber noch nicht gesehen.
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Oliver
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BeitragBeitrags-Nr.: 42402 | Verfasst am: 12.12.2004 - 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hoover

Das verstehe ich aber nicht warum sie das nicht eingeführt haben.Anscheinend hat es funktioniert und schwer war das ganze doch auch nicht.Also ideal und vor allem günstig.Manchmal möchte ich echt wiessen was bei denen damals im Kopf vorgegangen ist.

Mfg Oliver
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Matze
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BeitragBeitrags-Nr.: 42557 | Verfasst am: 14.12.2004 - 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Haben die Russen ihre Panzer nicht auch geschützt indem sie Sandsäcke auf die Front und Seitenpanzerung gebunden haben?
Fragend
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Sascha.P
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BeitragBeitrags-Nr.: 42558 | Verfasst am: 14.12.2004 - 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nein,das haben die Amis aus Angst vor Dt.Panzerschrecktrupps gemacht! Panzer
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*ALEX*
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BeitragBeitrags-Nr.: 42575 | Verfasst am: 14.12.2004 - 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hy,

Die Leinen-Schürzen schützen nur vor Bazooka-Geschosse, vor den Panzergranaten nicht.
Panzer-Schürzen schützen zumindest ein wenig vor Panzergranaten.

So würde ich das versetehen.


MfG

Alex
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 42577 | Verfasst am: 14.12.2004 - 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Die Amis nutzten ihre Sandsackpanzerungen hauptsächlich gegen die Hohlladungsgeschosse der Panzerfaust und Panzerschreck. Gegen Panzergranaten nutzten diese Sandsäcke eher wenig.
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Panzerwerfer 42
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BeitragBeitrags-Nr.: 42583 | Verfasst am: 14.12.2004 - 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Aufstand im Warschauer Getto haben die Deutschen lebende Schutzschilde an ihren Panzern verwendet. Sie haben polnische Gefangene auf ihre Panzer gesetzt, damit die Aufständigen nicht auf sie schossen, was aber nicht immer funktioniert haben soll.
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Hoover
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BeitragBeitrags-Nr.: 42590 | Verfasst am: 14.12.2004 - 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich kenne einige Berichte, nach denen dass die Russen und die Briten auch gemacht haben.

Also ein "normales" Verbrechen im Kriege... Traurig
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Ta152
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BeitragBeitrags-Nr.: 54663 | Verfasst am: 29.03.2005 - 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hoover hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Dieser Schutz gegen Hafthohlladungsgeschosse hat wohl vielen das Leben gerettet.


Leider nein!

Die Schürzen waren gegen die Wirkung von Hafthohlladungen und Panzerbüchsen gedacht, aber am 03.12.1944 wurde durch die WaPrüf bei der Firma HASAG in Leipzig Beschussversuche mit Bazooka, Panzerfaust, Panzerbüchse 39 und PRTD vorgenommen.

Am 14.01.1945 lag der Abschlussbericht vor. Beschossen wurden dabei panzerplatten, vor denen einmal die Massivblech-Schürzen, dann die Maschendraht-Schürzen (sog. "Thoma-Schürzen") beschossen wurden.

Urteil: Die Schürzen sind nutzlos! Sie behindern das Fahrzeug im Gelände, erhöhen das Gewicht, schränken die Sicht ein und gehen schnell verloren. Außerdem schlagen alle Geschosse durch!

Am 21.12.44 wurden in Kummerdorf dazu ein Sherman, ein Pz IV und stahlplatten beschossen.

Beispiel:
II. Panzerfaust 60 m
1. Hartes Drahtnetz, 10mm Maschenweite, Zündung angesprochen, durchschlag
2. Massivblechschürze: Zündung angesprochen Panzerungsdurchschlag.

Wenn man bedenkt, dass die Bazooka 66mm von der Leistung nicht viel schlechter war als die deutschen Gegenstücke, dann dürfte das ergebnis der Versuche mit Bazooka klar sein. Übrigens wurden auch die Panzerbüchsen als erfolgreich gegen die Schürzen (nicht umgekehrt) bewertet.

Der Abschlusssatz ist dafür sehr beruhigend für die deutschen Panzermänner:

Zitat:
E) Zusammenfassung
Es besteht keine Veranlassung zu der Befürchtung, dass die Wirkung der deutschen Panzerfaust und des Panzerschrecks durch die bisher bekannten Schürzen wesentlich herabgemindert würde. Panzerfaust und Panzerschreck werden, auch wenn der Gegner seine Panzer mit derartigem Schutz ausstatten würde, ihre vernichtende Wirkung beibehalten.

11/II, Major Kork, J2 8054


Hast Du davon die Quelle? In "Begleitwagen Panzerkampfwagen IV" von Spielberger wird ziemlich anders berichtet:
Zitat:
Am 4. Februar 1943: die Panzerkommision beschließst dem Führer vorzuschlagen, einen Schutzpanzer seitlich und hinten vorzusehen, In Frage kommt die Versuchsausführung von Daimler-Benz mit 5mm Platten vor derm Gehäuse und 10mm Paltten vor dem Turm (Gesamtgewicht etwa 600kg) Die Verscuhsausführung wird im Anschluß an kurze Fahrversuche am 20. Februar 19743 auf dem Versuchsplatz Kummersdorf beschossen und anschließend dem Füher vorgestellt.
Am 20. Februsr 19743 wurden Schießverscuhe auf die Schutzabdeckung durchgeführt. Beschußversuch mit 14,5mm russischer Panzerbüchse, Entferung 100m (90°) zeigten keinerlei Risse oder Durchschüsse der 30m Seitepanzer die Entweder duch Drahtgeflecht oder Platten geschützt waren. Der Beschuß mit der 7,5cm Sprenggranate A.Z. von einer Feldkanone mit der 2. Ladung ergab keien Beschädigung der Wannenseite, wenn durch Drahtgeflecht oder Platten geschützt. Drahtgeflecht und Paltten wurden zwar Durchschlagen bzw. weggerissen, bleiben jedoch weiter verwendbar...Die Schürzen wurden nicht gegen den Beschuß mit Hohlladungsgranaten erprobt, sie waren nicht als Schutz gegen diesen Munitionstyp vorgesehen.


Ich meine auch mal gelesen zu haben das die Schürzen speziell gegen liechte Pak und vor allem Panzerbüchesen gebaut wurde da der dauerde Beschuss mit durch diese Waffen für die Besatzung extrem Nervig war (Lautstärke, kleinere Schäden). Finde leider die Textstelle nicht weder.
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stefan w
Gast





BeitragBeitrags-Nr.: 54729 | Verfasst am: 29.03.2005 - 23:54    Titel: Re: Schürzen bei modernen Panzern Antworten mit Zitat

die schürzen waren NICHT gegen hohladungen gedacht sondern gegen die sow. 14,5 mm Pzbüchsen. diese kamen ab herbst 42 zum einsatz. in größeren stückzahlen ab 43. wenn die schürzen die wucht der pz-büchsen-geschosse nicht soweit abgemildert hätten das die hauptpanzerung standgehalten hätte wären Pz III und IV, wie auch panther I (mit seinen schürzen) vom Panther II abgelöst worden.
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