Väter und Großväter im Kriegseinsatz?
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hinnzel
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BeitragBeitrags-Nr.: 187218 | Verfasst am: 31.07.2010 - 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

hallo!
ich suche infos über meinen opa.er wohnte von 1941-1944 in kulm&war bei der wehrmacht bzw.ss.böse zungen behaupten,er soll in diesem kz gedient haben,später war er in der infateriedivision"schlageter".weder das bundesarchiv,heimatortskartei nordosteuropa,noch die deutsche dienststelle konnten mir weiterhelfen-komisch...
ist hier jemand der noch vorschläge hat,was ich machen kann?
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muno11
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BeitragBeitrags-Nr.: 187268 | Verfasst am: 02.08.2010 - 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

hinnzel hat Folgendes geschrieben:
hallo!
ich suche infos über meinen opa.er wohnte von 1941-1944 in kulm&war bei der wehrmacht bzw.ss.böse zungen behaupten,er soll in diesem kz gedient haben,später war er in der infateriedivision"schlageter".weder das bundesarchiv,heimatortskartei nordosteuropa,noch die deutsche dienststelle konnten mir weiterhelfen-komisch...
ist hier jemand der noch vorschläge hat,was ich machen kann?


Was schrieb denn die WASt zu Ihrem Opa?
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Grafgero
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BeitragBeitrags-Nr.: 187271 | Verfasst am: 03.08.2010 - 13:44    Titel: Mein Opa Oskar Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

ich möchte auch mal einen Beitrag leisten zu diesem Thema. Das ist gerade sehr passend da ich im Moment am recherchieren bin was meinen Großvater betrifft.
Ich hoffe das es für die Leser auch interessant ist und das ich evtl. auch noch einige Dinge in Erfahrung bringen kann.

Was ich weiß:

Mein Opa (Jahrgang 1912) war vom 30.10.1939 bis 29.09.1940 bei der 1./N.A. 196 in Bergen bei Hannover. Er maschierte mit seinen Jungs nach Frankreich und ärgerte sich das er zu spät einberufen wurde und das "alles" schon vorbei war wenn seine Kompanie ankam.
(zu diesem Zeitpunkt dachte ich: Oh, mann, was hattest du nur für einen fanatischen Opa)
Er bewunderte die deutsche Luftwaffe und schrieb das auch in einem Tagebuch bzw. in einem Brief an seine Verlobte nieder durch ein bekanntes Zitat: "Wenn Göhrings Luftwaffe fliegt müssen die Spatzen zu Fuß gehn"

Naja,...das sollte sich bald ändern.

Wiedereinberufung kam am 19.06.1942. Da war er bei der 4./N.E.A. 33, ab 08.09.1942 bei der 1./N.A.72 an der Ostfront.
Feldpostnummer 34183

Am 17.02.1944 fiel mein Großvater als Unteroffizier bei der Kesselschlacht um Tscherkassy durch einen Panzervolltreffer. Sein Sohn war damals 2 1/2 Jahre.


Soweit der Hergang und ein Auszug aus dem Soldatenleben meines Opas.

Die meisten Informationen habe ich aus ungefähr 150 Feldpostbriefen an meine Oma gerichtet und die Zeit von 1939 bis 1940 aus einem Gedenkbuch.
bei diesem Gedenkbuch stellen sich mir Fragen.
Auf dem Umschlag, in Leinen, steht Gedenkbuch mit einem SS-Symbol. Auch schreibt er, das er von der SS angeworben wurde bzw. die SS ihn angefordert hat. Seine Kompanie hat ihn aber wohl nicht freigegeben. Allerdings erscheint in einem Brief an seine Verlobte, meine Oma, das sie sich nicht wundern soll, das meine opa auf einem Foto eine SS Uniform trägt, das hätte nichts zu bedeuten.

Da stellen sich mir Fragen: Es kann ja Sein das er dieses Buch durch Zufall bekommen hat und sich dachte, dann nehme ich einfach das, anstatt eine neues zu kaufen oder es hat einen anderen Hintergrund.

War es üblich das die Wehrmacht unter bestimmten Bedingungen auch mit SS Uniformen ausgestattet wurde? (kann ich mir zwar nicht denken)


Bei der WaST habe ich 2006 schon mal eine Anfrage gestartet um auch den Werdegang von 1942 bis 17.Febr. 1944 zu erfahren. Leider mit mäßigen Erfolg, da Soldbuch, Wehrpass, Stammrolle dort nicht vorliegen und vermutlich durch Kriegeinwirkung verloren gegangen sind.

Auch eine Anfrage beim Suchdienst des DRK blieb, bis auf eine Aufschlüsselung des Werdegangs des 72. Infr.Reg. erfolglos. UNd auch die Kriegsgräberfürsorge brachet mich nicht weiter.

Meine abschliessende Frage wäre: Gibt es noch andere Stellen an die man sich wenden kann und die ggf. auch Unterlagen haben?


Vieleicht war es ja für den Einen oder Anderen lesenswert. Ich würde mich freuen hierrüber noch mehr Details oder vlt. sogar ehemaligen Kameraden bzw. (wohl eher möglich) Nachkommen von seinen Kameraden zu finden.

Gerne gebe ich auch genauere Angaben bekannt wenn das gewünscht ist.

Ansonsten bin ich gern bereit Rede und Antwort zu stehen zu meinem Bericht.

Viele Grüße

Grafgero
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schwarzermai
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BeitragBeitrags-Nr.: 187273 | Verfasst am: 03.08.2010 - 14:22    Titel: Re: Mein Opa Oskar Antworten mit Zitat

Grafgero hat Folgendes geschrieben:


ab 08.09.1942 bei der 1./N.A.72 an der Ostfront.
Feldpostnummer 34183
bis auf eine Aufschlüsselung des Werdegangs des 72. Infr.Reg.
Viele Grüße

Grafgero





Hallo, er war in der Nachrichten-Abteilung 72 der 72.Infanterie-Division.

Zum Rest der Fragen in Sachen Selbstzermarterungsinitiative: Viel Glück, ist aber ziemlich lächerlich!

Winken
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HUS43
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BeitragBeitrags-Nr.: 187274 | Verfasst am: 03.08.2010 - 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Haarsträubend Kinner Kinner...was man hier alles lesen kann...
Ich les ja schon lange Zeit hier mit, halt aber meine eigenen "Sachen" zurück und schweig auch weiterhin. Diesmal juckt`s mich aber in den Fingern, Uwe1 mal so richtig Recht zu geben.
Lachen , Uli
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Grafgero
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BeitragBeitrags-Nr.: 187275 | Verfasst am: 03.08.2010 - 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal an alle und speziell an schwarzermai und HUS43.

Das mit der 72. wußte ich schon durch die WAST Recherche. Zudem ist es keine Selbstzermaterung in irgendeiner Form. Es geht lediglich darum, da ich die Lebensgeschichte meines Großvaters als Buch verfassen möchte und natürlich auch keine Fehler einbauen will.
Da werden auch einige wieder die Nase rümpfen, aber um dieses zu tun muß man die 150 Feldpostbriefe kennen und man erkennt meine idee die dahinter steht.


Leider kann ich mit der Antwort von HUS43 nicht viel anfangen!
Habe ich irgend etwas geschrieben, was nicht sein darf oder was langweilt?
klingt zumindest so

Viele Grüße

Grafgero
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HUS43
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BeitragBeitrags-Nr.: 187280 | Verfasst am: 03.08.2010 - 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Zwinkern Also, da war ich ja wohl etwas sarkastisch...hatte ja auch nur die Seite 14 von 14 gesehen und heute mal alle Eure Vorstellungen -die Eurer Väter, Onkels, Großväter usw.- ab Seite 1 durchgelesen. Fühlt Ihr Euch (die von Seite 1 bis 13) also bitte nicht von mir vergrätzt!. Hier mal mein Beitrag in Kürze:
Vater unbekannt bis auf vorhandenes Brustbild...Auskunft von WASt schwebt seit 2 Jahren...Auskunft von Volksbund leider ohne Ergebnis.
Recherchierter Militärdienst (anhand vorh./2008 geerbter Unterlagen):
1933 12/21.Bayer.IR (Bayreuth)
1934-1938 4/ILR Döberitz
1939-1942 8/IR (mot.) 900, Polen, Frankreich, "Osten": Byalistok, Wilna, Minsk, Smolensk, Klin, Kalinin, Wjasma, Welish, Rhshev.
1942-1943 4/IR 595: Bretagne, dann "Osten": Kursk, Kiew, Shitomir.
1943-1944 4/Sturmbrig. AOK 2: Orel, Sswesk, Mosyr, Brest-Litowsk.
1944-1945 4/RG 447 und GR 448: Brest-Litowsk, Warka.
15.01.1945 gefallen, vermutlich durch Volltreffer, bei Stara-Warka......
Auszeichn.:
EK2 02.09.1941 (H.Wosch) Urk. liegt vor.
EK1 24.09.1941 (W.Krause) Urk. liegt vor.
Verw.-Abz.i.Br. 30.01.1942 (C. Mueller-Bülow) Urk. liegt vor.
Inf.St.-Abz. 12.05.1942 (C. M.-B.) Urk. liegt vor.
KVK 2.Kl.m.Schw. 01.09.1943 (W.Kuntze OKH) Urk. liegt vor.
Danach is nix mehr bekannt, is alles im "Osten" geblieben.....
Hab noch `ne Feldpostkarte an mich vom Dezember 1944.....
und noch `n paar Feldpostbriefe mit denen ich suchen konnte...
Soweit dann, und nen schönen Gruß an alle die ähnlich suchten oder noch suchen.
Mein Kommentar: War damals ein "Sch...Osten!", Sch...Auszeichnungen für einen frühen Tod mit 29 Jahren.... Traurig
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Grafgero
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BeitragBeitrags-Nr.: 187282 | Verfasst am: 03.08.2010 - 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
War damals ein "Sch...Osten!", Sch...Auszeichnungen für einen frühen Tod mit 29 Jahren.... Traurig


Kann ich dir nur beipflichten, aber dennoch sollte man doch alles tun um es nicht zu vergessen und vor allem die Erlebnisse und Schicksale der "kleinen" Leute beleuchten.

Mir ist aufgefallen, das in Büchern vorwiegend die "hohen Tiere" abgehandelt werden. Man liest wenig über den einfachen Landser, der im Schützengraben kauert, vor Angst zitternd mit den Gedanken kurz bei der Familie, in den Stiefeln Schlamm und das Blut der Kameraden.
Kein Phänomen des 2.WK, auch heute aktuell, Stichwort Afghanistan.

Aber jetzt komme ich weit ab vom Thema.

Ich bin seite heute hier in diesem Forum und muss sagen, das ich es erstaunlich finde mit welchem Wissen manche Schreiber hier brillieren.

DAs ist mir aufgefallen bei dem Thema "Ritterkreuzträger Identifikation" - man könnte meinen das der Eine oder Andere alle Ritterkreuzträger auswendig kennt.

Hut ab! und weiter so, im allgemeine eine der ineterssantesten Seiten im Netz.

Wenn jemand aber dennoch meine Fragen zu beantworten weiß oder in irgendeine Form Unterstützung kennt, dann bin ich sehr dankbar.


Viele Grüße

grafgero
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mainlu
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BeitragBeitrags-Nr.: 187287 | Verfasst am: 04.08.2010 - 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

@Grafgero
Der Name deines Grossvaters wäre da sehr hilfreich, so könnte man vielleicht noch eher etwas finden.
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Grafgero
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BeitragBeitrags-Nr.: 187290 | Verfasst am: 04.08.2010 - 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
@Grafgero
Der Name deines Grossvaters wäre da sehr hilfreich, so könnte man vielleicht noch eher etwas finden.


Das ist nicht ganz unlogisch Lachen

Oskar Jankowski, *21.04.1912, in Halle a. d. Saale, gef. 17.02.1944, in Russland bei Tscherkassy 4km ostwärts Lisjonka


Viele Grüße

Grafgero
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Mich25
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BeitragBeitrags-Nr.: 187410 | Verfasst am: 08.08.2010 - 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich möchte dann einfach mal etwas über meinen Opa schreiben.

Mein Opa war Jahrgang 1921 und wurde im Februar 1941 zum Pionier-Ersatz-Bataillon 208 nach Rathenow eingezogen.
Nach seiner Grundausbildung wurde er im Sommer 1941 zum Pionier-Bataillon 208,das zur 208.ID gehörte,nach Frankreich versetzt.
Wie er immer sagte,war das seine schönste Zeit als Soldat.In Frankreich hat er sich auch das erstemal richtig verliebt,muß wohl ziemlich ernst gewesen sein,denn er sprach bis zu letzt immer von seiner "Chery". Lachen
Im Januar 1942 ging es dann an die Ostfront,in den Raum Shisdra.Darüber hat er sehr selten erzählt.
Am 25.9.42 wurde er das erstemal verwundet.Bei der Sprengung eines russisischen MG-Bunker,bekam er einen Splitter in die Nase.Die Verwundung war aber nicht so schwer das er ins Lazarett mußte.
Nach seinen Aussagen war er wohl für 2 Wochen beim Troß.Die ersten Tage hatte er ziemliche Kopfschmerzen und konnte kaum etwas sehen,weil sein ganzes Gesicht verschwollen war.
Am 9.2.1943 wurde er dann schwer verwundet.
Dazu zitiere ich aus dem KTB der 208.ID:

"...Bei dem im Rahmen einer verstärkten Kompanie durchgeführten Unternehmen "Wirbelwind" gegen das feindliche Stellungssystem nordostwärts Shirokowka gelingt es,7 besetzte Kampf- und 3 besetzte Wohnunterstände durch Sprengung zu vernichten und dem Gegner 35 gezählte Tote beizubringen.
Leider sind infolge des hartnäckigen feindlichen Widerstandes auch die eigenen Verluste nicht unerheblich.Sie betragen 7 Gefallene,darunter 1 Offizier, 4 Schwer- und 15 Leichtverwundete."

Mein Opa wurde beim Rückzug aus dem russischen Graben,im Niemandsland,von mehreren Granatsplittern getroffen.
Seine Kameraden bemerkten sein Fehlen erst im eigenen Graben und sind trotz des starken Feuers nochmal raus um meinen Opa zu holen.
Das hat er den beiden natürlich nie vergessen.Den Rest des Krieges verbrachte er dann in verschiedenen Lazaretten,denn einer der vielen Splitter hat einen Nervenstrang in seinen linken Bein durchtrennt und er konnte nicht mehr richtig laufen.
Zum Zeitpunkt seiner Verwundung war er Gefreiter aber den Krieg hat er als Obergefreiter beendet.
Was er an Auszeichnungen hatte,weiß ich nicht genau.Da kann ich mich nur auf das berufen,was er mir erzählt hat.
Das waren die Ostmedaille,EK II und Sturmabzeichen.
Leider weiß ich nicht welches Sturmabzeichen er gemeint hat, Infanterie-Sturmabzeichen oder das Allgemeine Sturmabzeichen Fragend
Das war die kleine Geschichte meines Opas.
Zum Schluß möchte ich noch die einzigen Fotos einstellen die den Krieg überstanden haben.

http://i35.tinypic.com/op9yqg.jpg http://i34.tinypic.com/1ibic8.jpg

Gruß Micha
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kawa26
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BeitragBeitrags-Nr.: 187910 | Verfasst am: 28.08.2010 - 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich bin ganz neu hier und möchte euch alle erst einmal begrüßen.

Ich habe eine Frage zu der Wehrzeit meines Opas.
Ich weiß nicht soviel über diese Zeit. Er hatte mir mal aufgeschrieben, daß er in der 4. Batterie des 23. Artillerie Regiments (Div.) Potsdam war. Er war Richtschütze und hatte das Eiserne Kreuz 2. Klasse und das Verwundetenabzeichen in Schwarz.
Ich würde gerne mehr über die Geschichte dieser Einheit wissen. Erhoffe mir dadurch mehr Infos zu der Wehrzeit meines Opas. Jegliche Infos sind willkommen.

Gruß kawa
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Hagen
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BeitragBeitrags-Nr.: 187919 | Verfasst am: 29.08.2010 - 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen

Ich bin neu hier und auf der suche nach weiteren Informationen über die 3.Panzerarmee und über Generaloberst Hans-Georg Reinhardt ebenfalls bin ich an Informationen der 170. Infanterie-Division besonders über das 12.Grenadier Regiment 399 interessiert.
Der Grund für das Suchen von Informationen ist die Suche nach meinen Großvater und seinen Bruder .

Hier die Daten

Richard Werner Friedrich, geboren am 09.09.1911 in Langburkersdorf (Sachsen)
Erkennungsnummer: -3127- 2-/ Kf. Ers. Abt.4 (2.Kompanie Kraftfahr–Ersatz Abteilung 4)
Dienstgrad: Obergefreiter
Feldpostnummer: 30 243
Gehörte dem Armee Geräte Park 666 ab 1942 an (letzte Information WASt).
Letzter Standort des Armee Geräte Park 666 soll im Juni 1944 der Ort Borissow gewesen sein.
Nach Gesprächen mit Angehörigen soll er der Fahrer von Generaloberst Hans-Georg Reinhardt (3.Panzerarmee – Heeresgruppe Mitte) gewesen sein.
Vermisstenmeldung: 27.07.1944
Leider habe ich keine Informationen, ob er in Kriegsgefangenschaft gekommen ist.
Nach meinen Recherchen könnte er noch an den Kampfhandlungen um Witebsk, Minsk, Vilnius (Wilna) oder sogar Kowno (Kaunas) teilgenommen haben.

Otto Walter Friedrich, geboren am 20.02.1923 in Berthelsdorf ( Sachsen)
Erkennungsnummer: -1740- Ers. Kp. für gem. Einh. 9 (Ersatz-Kompanie für gemischte Einheit. 9)
Dienstgrad: Gefreiter
Feldpostnummer: 18 580 E
Er gehörte der 12. Infanterie Regiment 399 an. Diese war der 170. Infanterie-Division unterstellt.
Vermisstenmeldung: 18.01.1944, südlich von Leningrad (Saint Petersburg)
Habe auch hier keine Informationen, ob er in Kriegsgefangenschaft gekommen ist.

Gruß Hagen
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brasas77
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BeitragBeitrags-Nr.: 190545 | Verfasst am: 29.11.2010 - 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

hallo zusammen,

bin neu hier und begrüsse euch!!

hier nun ein paar daten meines großvaters. richter, ernst geb. am 24.06.22 in Magdeburg-olvenstedt (im übrigen auch der geburtsort des ritterkreuzträgers walter rappholz).

werdegang ab okt.1941

-erkennungsmarke 3./Eisb.-Pi.Ers.-Batl.5
-truppenteil 1./Eisb.Pi.Rgt.5
-dienstgrad-ab 01.03.43 gefreiter
-ab 01.11.43 obergefreiter (angaben aus soldbuch, hoffe alles richtig erkannt zu haben)

-einsatzorte:nordukraine-kiew-galizien und rückzug bis oberschlesien
-auszeichnungen:1.11.44 kvk 2.klasse mit schwertern
12.12.44 kraftfahrbewährungsabzeichen in bronze

-lt. soldbuch sind auch noch andere truppenteile gelistet, die aber nur schwer zu erkennen sind. sowie ersatztruppenteile bei denen ich nur noch die orte erkennen kann. neuruppin, riesa und breslau. lt. meiner uroma kam mein opa 1946 aus russ.gefangenschaft. leider wollte er nie über seine erlebnisse im krieg sprechen und somit habe ich nur sehr wenig von ihm persönlich in erfahrung bringen können. aber in seinem nachlass (gest. 11.11.97) fand ich dann sein soldbuch, jede menge bilder und urkunden.
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Waggel
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BeitragBeitrags-Nr.: 193337 | Verfasst am: 22.03.2011 - 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Familie kommt ursprünglich aus dem Raum Stralsund. Vor genau 300 Jahren hatte sich ein schwedischer Offizier nach dem Schwedisch-Russischen Krieg dort niedergelassen.

Mein Urgroßvater war im I. WK bei Verdun eingesetzt und hat dort die Schrecken des Krieges erlebt. Er war wohl ein sehr "charismatischer" Mensch mit Ecken und Kanten. Kurz nach dem Krieg hat er in den Wäldern gewildert. Das Fleisch verkaufte er auf dem Schwarzmarkt. Mit dem Geld kaufte er Medizin für seine Mutter, die schwer krank war. Ein Forstbeamter erwischte ihn dabei. Mein Urgrossvater hat ihm wohl zu verstehen gegeben, dass der Forstbeamte ihn nicht gesehen hätte.

Mein Großvater (1926-1993) wollte zu Beginn des Krieges zur Marine. Da hat wohl auch mein Urgroßvater Einfluss gehabt. Ein Infantrist haust nun mal im Dreck und viel zu Essen kriegt er auch nicht. Bei der Marine war die Verpflegung gut und die Uniform war schick. Mein Großvater wollte zu den Schnellbooten, jedoch war es schon so, dass die meisten Marinesoldaten zur U-Boot Waffe eingezogen wurden. Dort wollte mein Großvater nicht hin weil sein bester Freund dort als vermisst galt. Dekorierte Soldaten der Waffen SS warben zu der Zeit aber da wollte er auch nicht hin.

So kam es, dass er 1944 zur Infantrie versetzt wurde und nach Frankreich abkommandiert wurde. Als junger 18 Jahre alter Soldat fuhr er dann mit der Bahn nach Frankreich. Ohne Ahnung von der Gesamtlage ging er durch ein französisches Dorf. Widerstandskämpfer hielten ihn auf. Hektisches französisch. Ein älterer Mann schaute meinen Großvater an, klopfte ihm auf die Schulter und sagte "Geh! Geh!"

Bei seiner Einheit angekommen, stellte sich heraus, dass mein Grossvater ein Stiefelputzexperte war. Er sollte dann Schuhputzer beim Kompaniechef (junger Leutnant) werden. Fand er aber nicht so toll, da er dann nur selten bei seinen Kameraden war. Also wurde er sehr schludrig. So kam er wieder zu seinem Haufen zurück.

Zu Beginn der Invasion (D-Day) marschierte die Einheit sehr viel. Mein Großvater musste ein altes wassergekühltes französisches Beute MG tragen. Wer schon mal ein MG über einen längeren Zeitraum getragen hat ...

"Ich schmeiss das Ding gleich weg"

Der Kompaniechef ( der junge Leutnant) kam dann mit gezogener Pistole, um nach dem rechten zu sehen. Ein erfahrener Feldwebel mit Ostfronterfahrung und "Lametta" konnte die Situation schlichten.

Die Einheit hatte sehr hohe Verluste durch alliierte Jabos. Waren schreckliche Bilder. Zerhacktes Fleisch usw.. Mein Großvater lag oft im Chausseegraben und dachte:" Jetzt erwischt es mich".

Eingesetzt wurde mein Großvater bei Falaise. Muss schrecklich gewesen sein. Der junge Leutnant fiel als einer der ersten. Die Einheit konnte sich aus dem sich bildenden Kessel befreien. Mein Grossvater wurde abgeschitten und landete bei einer Luftwaffeneinheit auf einem Flugplatz. Dort flog er das erste mal in seinem Leben (Ju 52).

Wie der Zufall so will, fand er zu seiner Einheit zurück und geriet im Herbst 44 in Gefangenschaft.

Anfänglich gab es nicht viel zu Essen und man lebte auf einer Wiese. Das Wachpersonal waren "Schwarze". Sie hatten Angst vor den Deutschen. Da man seine Ruhe haben wollte, schaute man die Bewacher auch sehr grimmig an ... um zu Grinsen, als sie wieder weg waren. Die schwaarzen GIs waren nicht angesehen bei den weissen GIs, die Deutschen auch nicht. Es gab Annäherungen zwischen den schwarzen GI und den deutschen Gefangenen. Man steckte im gleichen Boot. Das ging soweit, dass man gemeinsam Fussball spielte mit einem aus Stoffresten zusammen gfriemelten Fussball. Der Lagerkommandant verbot das Fussballspielen und das Lagerpersonal wurde ausgetauscht.

Nach dem 8. Mai wurde es in den Lagern besser, es gab zu Essen und als Landwirt wurde mein Grossvater recht schnell entlassen.

Mein Grossvater hat in dieser Zeit seinen Glauben an Gott verloren. Er hat Dinge gesehen ... das ging dann einfach nicht mehr. Durch die Kriegsgefangenschaft (Leben im Freien bei Wind und Wetter auch im Winter) stand es mit seiner Gesundheit zeitlebens nicht mehr gut.

1952 kam es in der DDR zu Problemen mit der LPG und meine Familie musste entscheiden zwischen Gefängnis oder Flucht. Bei der Flucht starb seine Tochter, meine Tante. Mein Vater überlebte.

Im Ruhrgebiet angekommen bekam mein Vater ziemlich schnell wieder eine Schwester. Er selbst empfand sich in der Schule anfangs als Aussenseiter. In den Schulen wurde zwischen einheimischen Kindern und Flüchtlingskindern unterschieden. War nicht so toll. Mein Grossvater arbeitete dann bis zu seiner Rente bei einem amerikansichen Limonadenhersteller.

Er erlebte noch (damals schon als schwer kranker Mann) die Wiedervereinigung. Wir fuhren mit der gesamten Familie zu seinem alten Hof. War ein wunderbares Wiedersehen für ihn. Ich habe noch nie in meinem Leben so grosser Eier gesehen. Und der selbstgemachte Apfelsaft abgefüllt in alten Clubcolaflaschen. Ich habe so viel davon getrunken, dass ich bei der Rückfahrt Dünnschiss hatte.

Als ich zur Bundeswehr kam und man mir auf Grund ausserordentlicher Leistungen* nahe legte, eine Offizierslaufbahn einzuschlagen, rief ich mir die Erinnerungen meines Grossvaters in mein Bewusstsein. In Köln Porz war ich schon soweit, dass ich unterschreiben wollte. Doch im letzten Gespräch mit einem Oberstleutnant wurde mir bewusst, dass die Bundeswehr zu diesem Zeitpunkt (1997) keine Heimatverteidigungsarmee mehr war (Auslandseinsätze etc.)

Die Rahmenbedingungen einer Offizierslaufbahn entsprachen deshalb nicht meinen Vorstellungen. Des weiteren muss ich sagen, dass trotz einiger Ausnahmen die Bundeswehr nicht das repräsentierte, was ich unter einem Militärverband mit Schliff verstehe. War teilweise mehr ein "betreuter Kindergarten".

* Förmliche Anerkennung. Hatte als "Schulterglatze" in meinem ersten Manöver in mit unserem ABRA ("ABRA - Kadrabra" = artilleristisches Beobachtungs Radar)
einen Haubitzenverband in Regimentsstärke ( Pz.Art. 205, Pz.Art. Lehr und eine amerikanische Einheit) per Radar bei Schneetreiben erfolgreich bei einem Feuergefecht geleitet. Mein TE-Führer war zu dem Zeitpunkt Kaffee trinken bei Feuerleitoffizier und sie haben mein "Treiben" überwacht.




http://img69.imageshack.us/img69/4695/41405077.jpg

I. Das war kurz nach dem Feuergefecht (stolz wie Oskar)
II. Am frühen Morgen vor dem Feuergefecht
III. Mein Großvater, damals noch beim RAD
IV. meine Wenigkeit
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