Schuld am Gaskrieg 1915-1918?
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Lisa.Phillips
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BeitragBeitrags-Nr.: 44531 | Verfasst am: 02.01.2005 - 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

"... schön das es in deiner kleinen Welt nur schwarz und weiss, 1 und 0, an und aus gibt ..."

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Panzerlexikon
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BeitragBeitrags-Nr.: 44553 | Verfasst am: 02.01.2005 - 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie ich bereits geschrieben habe hat Deutschland bereits 1914 C-Waffen eingesetzt.

Hast du dafür eigentlich auch eine Quelle?Wenn das stimmt,folgende Fragen:In welchen Mengen und an welchen Frontabschnitten hat Deutschland dieses Gas eingesetzt.

Zitat:
Dazu kommt das der Einsatz bzw. die Einsatzplanung der beiden Staaten paralel zuenander leifen.

Die Einsatzplaung eines tödlichen Kampfgases?

Zitat:
Der einsatz von Chlorgas war also keien Rekation auf den Einsatz von Bromessigetylester.

So?

Zitat:
Dazu kommt das man mit dem Bromessigetylenester nicht gegen die Hager Landkriegsordnung verstoßen hat (Deutschland mit dem Ni-Pulver auch nicht).

Sag das mal den Soldaten,die das Gas eingeatmet haben...
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Lisa.Phillips
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BeitragBeitrags-Nr.: 44558 | Verfasst am: 02.01.2005 - 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Nach einer Empfehlung von Fritz Haber, dem Leiter der Chemischen Abteilung im Preußischen Kriegsministerium, wurde in der Schlacht bei Ypern am 22. April 1915 erstmals Giftgas eingesetzt.

Die seit 1914 von der Obersten Heeresleitung (OHL), Wissenschaftlern und Industriellen vorbereitete Entwicklung und Produktion chemischer Kampfstoffe war ein eklatanter Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung und hatte den Einsatz von Giftgas durch alle kriegführenden Staaten zur Folge.

Als am 22. April aus 5.730 Stahlflaschen 180 Tonnen flüssiges Chlor abgeblasen wurden, starben auf alliierter Seite rund 3.000 Soldaten, weitere 7.000 Gasgeschädigte waren zu beklagen.

Vom Gasblasen ging Frankreich zum Gasschießen mit phosgengefüllten Granaten über. Deutschland weitete dann den Gaskrieg durch neue Kampfstoffe aus.

Neben das lungenschädigende Grünkreuz trat hautschädigendes, Leder und Textil durchdringendes Gelbkreuz. Blaukreuz, ein die Atemfilter durchdringender Schwebestoff, zwang wegen seiner Reizwirkung zum Abnehmen der Gasmasken.

Das Verschießen dieser "Maskenbrecher" - in Kombination mit Grünkreuz - wurde als "Buntschießen" bezeichnet: Atemnot und Hustenreiz steigerten sich zum Erstickungsanfall. Der Tod trat bei nahezu vollem Bewußtsein ein.

Die Gaspatronen des Jahres 1914 kann man ja wohl guten Gewissens als Reizgas und nicht als Giftgas bezeichnen ...
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Ta152
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BeitragBeitrags-Nr.: 44560 | Verfasst am: 02.01.2005 - 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Panzerlexikon hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie ich bereits geschrieben habe hat Deutschland bereits 1914 C-Waffen eingesetzt.

Hast du dafür eigentlich auch eine Quelle?Wenn das stimmt,folgende Fragen:In welchen Mengen und an welchen Frontabschnitten hat Deutschland dieses Gas eingesetzt.
Quelle ist göstenteils "Der Gaskrieg 1914-1918". Erstmla eingesetzt wurde Granten mit Reizstoff wie bereits geschrieben am 27.Oktober 1914 bei Neuve-Chapelle. Dabei wurden 3000 10,5cm Granten mit dem sogenaten Niespulver verschossen


Zitat:
Dazu kommt das der Einsatz bzw. die Einsatzplanung der beiden Staaten paralel zuenander leifen.

Die Einsatzplaung eines tödlichen Kampfgases?
Ja, die versuche mit Chlorgas fanden deutlich vor den ersten militärischen Einsätzen der Französischen Gewehrgranaten statt.

Zitat:
Der einsatz von Chlorgas war also keien Rekation auf den Einsatz von Bromessigetylester.

So?
Siehe vorhereigen Punkt

Zitat:
Dazu kommt das man mit dem Bromessigetylenester nicht gegen die Hager Landkriegsordnung verstoßen hat (Deutschland mit dem Ni-Pulver auch nicht).

Sag das mal den Soldaten,die das Gas eingeatmet haben...
Französische Dienstvorschrift "Bemerkung über Geschosse mit betäubenden Gasen" (Damit sind die Gewehrgranaten gemeint)
Die sogenannten Geschosse mit betäubenden Gasen, die von unserer Zentralwerkstätte hergestellt werden, enthalten eine Flüssigkeit, die nach der Explosion Dämpfe ausströmt, die Augen, Nase und Kehle reizen... Die durch Geschosse mit Erstickungsgasen verbreiteten Dämpfe sind nicht tödlich, wenigstens nicht bei geringen Mengen
Artikel aus der Science von 2.Mai 1919:
Während des Schützengrabenkrieges ist con diesen erstickenden Gewehrgranten eine Verwendung gemact worden, die man als verfehlt beschreiben muß, und zwar darum, weil die kleine Flüssigkeitsmenge, die sie enthielt, ungefähr 19ccm, im offenen Felde keine Wirkung haben konnten



Bin FETT
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Andreas
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BeitragBeitrags-Nr.: 60067 | Verfasst am: 26.05.2005 - 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Der erste Einsatz von Chlorgas im 1.WK soll gar nicht im April 1915 bei Ypern an der Westfront gewesen sein.
Der hat schon am 31.1.1915 bei Bolymow (?), nahe Warschau also an der Ostfront stattgefunden. Allerdings nicht mit den erwünschten Wirkungen. Es muß schlichtweg zu kalt gewesen sein und das Gas hat sich wohl nicht richtig verbreitet.

Weiß jemand was dazu ?

Andreas
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GGG
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BeitragBeitrags-Nr.: 160306 | Verfasst am: 25.09.2008 - 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ta152 hat Folgendes geschrieben:


Die von den Franzosen verwendeten Gewehrgranten enthielten gerade mal 19ml Bromessigsäureethylen. Diese wurden 1912 für die Polizei hergestellt. 1914 hat man nachproduziert, alerdings statt Brom Chlorsulfat verwendet. Der Wirkstoff hatte eine Wirkung die ähnlich dem heutigen Tränengas war. Um tödlich zu sein bracuhte man Konzentrationen die nicht sinnvoll zu erreichen waren (erst recht nicht mit den Gewehrgranaten). Die Dienstvorschrift für diese Waffe erschien am 21.Februar 1915 nachdem Joffre diese (Waffe) am 7.1.1915 gefordert hatte.


Hallo Ta152,

hast Du diese Vorschrift zufällig? Die würde mich nämlich sehr interessieren.

Danke & Gruß
Michael
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