Die Heinkel He-177 Greif
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 847 | Verfasst am: 20.04.2003 - 13:01    Titel: Die Heinkel He-177 Greif Antworten mit Zitat

Das war wohl nicht so günstig das die Luftwaffe nur "Mittlere" Bomber hatte. Und der große von Heinkel (glaub ich) war ja auch nicht so der bringer. Die eigenen Fabriken in Deutschland werden ständig bombardiert, aber die vom Russen konnte man nich angreifen. Aber ich bezweifel das es viel gebracht hätte die zu bombardieren. Wäre sicherlich wie mit den eigenen Fabriken gewesen. 3 Tage Pause und schon konnte man wieder an den Waffen basteln.
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THE CAMPMAN
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BeitragBeitrags-Nr.: 849 | Verfasst am: 20.04.2003 - 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Das war die Heinkel HE 177 Greif.
5500 km Reichweite und über 500km/h schnell.
Trug den Spitznamen "Lufwaffenfeuerzeug".
Jetzt ratet mal warum:
Die ist beim Flug immer angefackelt aber allein die Ursachen bräuchten einen Extrathread.
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 851 | Verfasst am: 20.04.2003 - 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Genau den meinte ich! Hab auch in irgendeinem Buch was über den stehen. Hatte man nicht sogar einmal vor den nach New York fliegen zu lassen um die Stadt zu bombardieren? Die Besatzung sollte dann sich in Amerika absetzen oder so. Nach Hause wären die ja eh nicht gekommen.

Tja, wenn der was geworden wäre, hätten die Dinger bestimmt ne ganze menge kaputtgeschmiessen.
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 857 | Verfasst am: 20.04.2003 - 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

1944 wurde das Nachfolgemodell der He 177 gebaut.

Die He 277 hatte 4 getrennte Motoren (was die Feuergefahr extrem minderte), ein äußerst starke Bewaffnung (nur 20 mm MK's) und sollte in etwa 14500 m hoch fliegen können.
So hoch wie kein alliertes Jagdflugzeug zu dieser Zeit steigen konnte.

Allerdings wurde er Opfer des "Jäger-Not Programms" nachdem alle Bomberprojekte eingestellt wurden.

Im übrigen wurde auch an einem eigenem "Amerika-Bomber" gebastelt.

Prototypen dafür gab es bereits: Die Ju 390 und die Me 264.

Die Ju 390 unternahm sogar mal einen Testflug bis einige Kilometer vor die amerikanische Ostküste bei New York und drehte dann wieder ab nach Hause.

Zurück zum Thema:
Grundsätzlich denke ich dass es nur möglich gewesen wäre die sowjetische Industrie hinter dem Ural ernsthaft zu schädigen wenn man hunderte dieser "Ural-Bomber" gebaut hätte. Und das konnte sich Deutschland bei dem immer stärker werdenden Ressourcenmangel wahrlich nicht leisten.

Zumal der Erfolg dieser Strategischen Bombardierung fraglich ist, siehe Produktionszahlen deutscher Fabriken 1944 (höher als vor Kriegsausbruch)

Herzlichst Mijölnia
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BeitragBeitrags-Nr.: 863 | Verfasst am: 20.04.2003 - 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

hm aber leider wird in den Schulen das falsche gelehrt:
Die Bombenangriffe haben der Produktion und Moral ja sowas von geschadet.
(so stehts nicht ganz in unserem Geschichtsbuch)
Tja der Sieger schreibt die Geschichte....
hm die Sowjets hatten aber auch das Problme, dass die Fabriken ja dicht beieinander standen man braucht also nur eine etwas größeren Bombenteppich
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 865 | Verfasst am: 20.04.2003 - 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja die Bombenangriffe waren ja nicht völlig wirkungslos.

Die Steigerung der Produktion wurde dadurch erreicht dass einen Unmenge von "Fremdarbeitern" also Kriegsgefangenen, politischen Häftlingen und "Ostvolk".

Die deutsche Infrastruktur wurde schwer geschädigt und es mußten gewaltige Anstrengungen unternommen werden um zumindest die Produktionen kriegswichtiger Güter aufrecht zu erhalten.

Aber die (auch heute noch umstrittene) gezielte Bombardierung deutscher Städte hatte nicht im geringsten den gewünschten Effekt.

Die Moral der ausgebombten Bevölkerung sank zwar stark, allerdings hatten die Betroffenen andere Dinge im Kopf als sich gegen das Regime aufzulehnen. Auch scürten sie den Hass gegen die Alliierten, siehe Lynchmorde an abgeschossenen Bomberpiloten.
Wenn dein Haus zerstört, Familienmitglieder verwundet und viele Freunde tot sind hast du andere Sorgen als zum Widerstand aufzurufen und gegen die regierung Sturm zu laufen.

Und der Soldat im Felde hatte ebenfalls nur eine Möglichkeit gegen die Bombardments etwas zu tun: "Den Feind der seine Familien bombardiert am Boden zu bekämpfen."

Herzlichst Mijölnia
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BeitragBeitrags-Nr.: 878 | Verfasst am: 21.04.2003 - 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Naja das habe ich ja auch nicht gesagt.
Ich meine nur das was in meinem Geschichtsbuch steht nicht ganz der Wahrheit entspricht.
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Florian
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BeitragBeitrags-Nr.: 1032 | Verfasst am: 23.04.2003 - 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

@ the campmann
das hauptproblem lag darin, dass jeweils 2 motoren einen rotor antrieben, die überhitzten dann und gingen in Flammen auf
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BeitragBeitrags-Nr.: 1042 | Verfasst am: 23.04.2003 - 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

hm naja die elektrischen Leitungen lagen zu dicht am Motor. Die Öleinspritzpumpen waren zu groß, so das Öl auf die Auspufftöpfe tropfte und sich dann entzündete.
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Patrick
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BeitragBeitrags-Nr.: 1044 | Verfasst am: 23.04.2003 - 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Das eigentliche Problem der He 177 war das in der Ausschreibung für dieses Flugzeug "Sturzkampffähigkeit" gefordert wurde, was dazu führte dass man nur 2 Motoren einbauen konnte/wollte.

Da es zu dieser Zeit aber keine ausreichend starken Motoren für ein so schweres Flugzeug gab, griff man auf den DB 606 als Antrieb zurück der eigentlich aus zwei nebeneinander angeordneten und durch ein gemeinsames Getriebe mit einem einzelnen Propeller verbundenen V12- Motoren (DB 601) bestand.
Diese Triebwerk war ursprünglich für die (nicht realisierte He 119) entwickelt.

Der Motor warf zahlreiche Probleme auf:

1. Die Öldruckförderpumpen waren viel zu groß, so dass das Öl bei Höhen über 6000 m Blasen warf und schäumte, was zu Schmierversagen führte.

2. Das Öl tropfte dann fast immer auf die weißglühenden Auspufftöpfe der inneren Zylinder, und die Strahlungshitze entzündete den Treibstoff, der sich am Boden in der Motorverkleidung gesammelt hatte.

3. Der Motor lag so eng am Hauptholm dass kein Platz mehr für ein Brandschott geblieben war, was hieß wenn ein Motor brannte, fing auch dessen "Nachbar" Feuer.

4. Die Rohrleitungen, elektrischen kabel und sonstigen Zuleitungen waren so zusammengedrängt, dass sie von sich aus ein Brandrisiko darstellten.


Also alles in allem hatte die He 177 "Greif" ihren Beinamen (Reichsfeuerzeug/Luftwaffenfeuerzeug) redlich verdient.

Herzlichst Mijölnia
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BeitragBeitrags-Nr.: 1047 | Verfasst am: 24.04.2003 - 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

naja aber letztendlich war sie trotzdem nicht fähig große Sturzflugwinkel zu fliegen.
Interessant ist natürlich auch, dass sie zumgerüstet wurde zum Abwurf der deutschen Atombombe. Oder die Variante mit den Panzerfäusten unter der Tragflächen.
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 1048 | Verfasst am: 24.04.2003 - 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Davon hatte ich noch gar nicht gehört. hat eine Fotos oder ähnliches?
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BeitragBeitrags-Nr.: 1110 | Verfasst am: 24.04.2003 - 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

ich nicht. leider Krank

aber diese Varianten sollen am Ende des kriges unter strnegster geheimhaltung bebaut worden sein.
Da wirds wohl kaum Fotos geben.
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Florian
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BeitragBeitrags-Nr.: 1297 | Verfasst am: 25.04.2003 - 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

hi
hier mal ein bild einer He 177 mit einer MK 101 zur bekämpfung von flakstellungen

http://www.luftarchiv.de/flugzeuge/heinkel/he177_mk101.jpg
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Sven
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BeitragBeitrags-Nr.: 1313 | Verfasst am: 26.04.2003 - 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ist das nicht ein bissel gefährlich?
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